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	<title>INSM - ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &#187; Bildung</title>
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	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
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		<title>Vision á la Carte</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 08:33:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Horst W. Opaschowski: Der Deutschlandplan – was in Politik und Gesellschaft getan werden muss, München 2011. Wie entwickelt sich unser Land? Welche Trends setzen sich durch? Welche Themen bestimmen unsere Debatten der Zukunft? Mit diesen Fragen setzt sich der renommierte Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski in seinem neuen Buch „Der Deutschlandplan“ auseinander. Und stützt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/opascowski.jpg"><img class="size-medium wp-image-7565 alignright" title="Der Deutschland Plan - Von Horst W. Opaschowski." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/opascowski-188x300.jpg" alt="" width="142" height="227" /></a>Buchkritik: Horst W. Opaschowski: Der Deutschlandplan – was in Politik und Gesellschaft getan werden muss, München 2011. </strong></p>
<p><strong>Wie entwickelt sich unser Land? Welche Trends setzen sich durch? Welche Themen bestimmen unsere Debatten der Zukunft? Mit diesen Fragen setzt sich der renommierte Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski in seinem neuen Buch „Der Deutschlandplan“ auseinander. Und stützt sich dabei auf Ergebnisse einer repräsentativen Befragung.</strong></p>
<p><span id="more-7564"></span></p>
<p>Er hat schon ziemlich viel prophezeit: die „Erlebnisgesellschaft“, die „Verödung der Städte“, den „Rentner als Trendner“, das Ende der „Ichlinge“, die „Generation @“. Horst W. Opaschowski gehört sicher zu Deutschland eindrucksvollsten und geschicktesten Trendforschern. Nicht nur, was seine Visionen angeht, sondern auch die unglaubliche Dicke und Ansammlung seiner veröffentlichten Bücher. Mit seinem neuesten, dem „Deutschlandplan“, hat er endlich mal ein dünneres vorgelegt, rund 250 Seiten. Das muss aber nicht heißen, dass er weniger sagen möchte. Im Gegenteil: Das auf repräsentativen Umfragen beruhende Buch will sogar Kompass für das gesellschaftliche Leben in der Republik sein.</p>
<p>Überraschend sind seine Thesen allerdings nicht: „Die Luft für männliche Karrieren wird dünner“, „Die Wirtschaft braucht ältere Arbeitnehmer“, „Generationenhäuser im Trend“, „So wenig Müll wie möglich“ oder auch „Kein Wachstum auf Pump“. Opaschowski ist davon überzeugt, dass hierzulande die materielle Wohlstandexplosion den Deutschen kein weiteres Glücksempfinden geben wird. Der Germane ist gesättigt und für sein persönliches Wohlergehen rücken die immateriellen Bereiche des Lebens in den Vordergrund: Natur, Kultur, Religion. „Die Kultur führt neben dem Konsum kein Schattendasein mehr. Und die Kirchen können auf eine Bedeutungsaufwertung der Religion hoffen, wenn sie die Zeichen der Zeit erkennen“, schreibt Opaschowski.</p>
<p>Auch der gesellschaftliche Paradigmenwechsel sei unaufhaltsam. Deutschland ist auf dem Weg zur „Big Society“, einer Gesellschaft, die ihre Bürger stärker fordert und für soziale Anliegen einspannt. Die Bereitschaft der Bürger zur Selbstorganisation wächst angesichts knapper öffentlicher Kassen immer stärker. Im Jahr 2030 wird sich jeder zweite Bürger sozial engagieren wollen und müssen. Die Zukunft Deutschlands gleiche dann „einer Sozialgesellschaft, einer Generationengesellschaft und einer Hilfeleistungsgesellschaft. In der Dreifach-Sicherung des Lebens schützt der Staat die Bürger vor sozialer Not, halten die Generationen fest zusammen und helfen sich die Menschen mehr selber“.<br />
Opaschowskis Thesen sind solide. Aber leider auch langweilig. Eigentlich schade. Man hätte für die fade Zukunftssuppe, in der mittlerweile ja viele bundesweit glauben, mitrühren zu müssen, ein wenig mehr Pfeffer gebraucht. Wo bleibt beispielsweise das unvorhergesehene Moment? Denn es ist doch sicher: Neue Technologien revolutionieren weiterhin das gesellschaftliche Leben, internationale Konflikte beeinflussen auch in Zukunft entscheidend die Meinung und das Handeln der Bürger, politische Entscheidungen werden immer wieder der strukturellen Planung einen Strich durch die Rechnung machen.</p>
<p>Will man wirklich Spannendes über Deutschlands Zukunft und einen Plan dazu erfahren, wird ein mutiges Buch gebraucht, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut und sich gleichzeitig die Methoden moderner Szenario-Technik zu eigen macht.</p>
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		<title>Innovationen: Deutschland kann mehr!</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 10:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Axel Plünnecke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Innovationsfähigkeit einer Nation und der Erfindergeist der Menschen sind der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes. Die Studie „Innovationsmonitor 2012: Die Innovationskraft Deutschlands im internationalen Vergleich“ zeigt, wie gut aus Sicht der deutschen Unternehmen die innovationsrelevanten Standortbedingungen in Deutschland im Vergleich zu anderen OECD-Ländern einzuschätzen sind. Innovation ist der Motor für Wachstum und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/staerken_schwaechen.gif"><img class="size-medium wp-image-7373 alignright" title="Deutschland ist im Vergleich zu anderen Staaten in punkto Innovationsfähigkeit auf einem guten Weg. Doch Deutschland kann mehr." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/staerken_schwaechen-300x198.gif" alt="" width="300" height="198" /></a>Die Innovationsfähigkeit einer Nation und der Erfindergeist der Menschen sind der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes. Die Studie „Innovationsmonitor 2012: Die Innovationskraft Deutschlands im internationalen Vergleich“ zeigt, wie gut aus Sicht der deutschen Unternehmen die innovationsrelevanten Standortbedingungen in Deutschland im Vergleich zu anderen OECD-Ländern einzuschätzen sind.</strong></p>
<p><span id="more-7372"></span>Innovation ist der Motor für Wachstum und Wohlstand. Die gute Nachricht: Deutschland ist auf dem richtigen Weg zu einer Innovationspolitik, die dazu beitragen wird, langfristiges und nachhaltiges Wachstum zu generieren &#8211; das zeigt <a title="Zu den zentralen Studienergebnissen" href="http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/INSM_Innovationsmonitor_2012.html">der Innovationsmonitor 2012. </a>Von 28 untersuchten OECD-Staaten belegt Deutschland einen guten sechsten Platz. Angeführt wird das Ranking von Finnland und der Schweiz, deren Rahmenbedingungen aus Sicht deutscher Innovatoren exzellente Voraussetzungen für eine hohe Innovationskraft bieten.</p>
<p>Doch trotz des Etappenerfolges: Deutschland kann mehr. Um innovativ zu sein, brauchen Unternehmen in Deutschland in erster Linie gut qualifizierte Arbeitskräfte mit hohen mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen. Mit dem Ausbildungs- und Hochschulpakt hat die Bundesrepublik zwar schon wichtige Fortschritte zur Stärkung der Qualifikationen erzielt. Doch der demografischen Wandel wird künftig das Angebot an innovationsrelevanten Arbeitskräften reduzieren. Bei den Rahmenbedingungen zur Erschließung von Fachkräftepotenzialen gilt es anzusetzen: zwar haben beispielsweise die Reformen des Zuwanderungsrechts die Tür für Zuwanderer geöffnet, doch fehlt eine Willkommenskultur für Zuwanderer. Auch reichen erste Fortschritte bei der Förderung von Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten nicht aus, um Bildungsarmut deutlich zu reduzieren und die Ausbildungsreife der Jugendlichen zu stärken. Auch bei den Rahmenbedingungen zur Umsetzung neuer Ideen besteht Verbesserungsbedarf. In zahlreichen Technologiebereichen (z.B. Biotechnologie) erfolgt in Deutschland eine gemessen am internationalen Standard innovationshemmende Beschränkung der Möglichkeiten für Forschung und unternehmerische Innovationsaktivität. Deutschland und die anderen innovationsstarken europäischen Volkswirtschaften stehen vor der Herausforderung einer wachsenden Konkurrenz durch China. Die Volksrepublik wird vom Imitator zum Innovator. Vor allem bei den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung oder bei der Ausbildung technisch-naturwissenschaftlicher Arbeitskräfte konnte das Land in den letzten fünf Jahren auf die führenden Staaten der Eurozone aufholen. Auch wenn die Bundesrepublik auf einem guten Weg ist  – gerade als Exportland muss Deutschland auf den verschärften Wettbewerb reagieren um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.</p>
<hr />
<p><em>Hier können Sie die Studie <strong><a title="Zum Download" href="http://www.insm.de/dms/insm/textdokumente/pdf/INSM-Studien/untitled5/INSM-Innovationsmonitor-Gesamtfassung-2012_01_12/INSM-Innovationsmonitor%20Gesamtfassung%202012_01_12.pdf" target="_blank">„Innovationsmonitor 2012: Die Innovationskraft Deutschlands im internationalen Vergleich“</a>  </strong>runterladen</em>.</p>
<p><em>Mit diesem Beitrag startet die ÖkonomenBlog-Serie<a title="Was ist das WachstumsBlog." href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/wachstumsblog-nachhaltig-wachsen-besser-leben/"> &#8220;WachstumsBlog&#8221;</a>.  In einem bis zwei Beiträgen pro Woche diskutieren und interpretieren Wirtschaftsexperten den Wachstumsbegriff und geben Antworten. </em></p>
<p><em>Sie wollen keinen Beitrag des <a title="Zu allen Beiträgen des WachstumsBlogs." href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/wachstumsblog-nachhaltig-wachsen-besser-leben/">WachstumsBlog</a> verpassen? Dann abonnieren Sie die Beiträge mit diesem <a title="Hier können Sie alle Beiträge des WachstumsBlogs abonnieren." href="../category/wachstum/feed/">RSS-Feed!</a></em></p>
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		<title>Fachkräftemangel: Wohlstand aller in Gefahr</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 06:55:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Döttling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer bisher geglaubt hat, unter dem Fachkräftemangel leiden ausschließlich die Unternehmen, liegt falsch. Fehlende Arbeitskräfte, insbesondere Fachkräfte, werden zunehmend zur Wachstumsbremse in Deutschland &#8211; und das gefährdet den Wohlstand von uns allen. Eine aktuelle Prognos-Studie prognostiziert eine Arbeitskräftelücke bis 2030 von etwa 5,2 Millionen Personen. Es drohen Wohlstandsverluste von 3,8 Billionen Euro. Die gute Nachricht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/fachkraeftemangel.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-6976" title="So kann dem Fachkräftemangel erfolgreich entgegengewirkt werden." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/fachkraeftemangel-300x227.gif" alt="" width="300" height="227" /></a></p>
<p>Wer bisher geglaubt hat, unter dem Fachkräftemangel leiden ausschließlich die Unternehmen, liegt falsch. Fehlende Arbeitskräfte, insbesondere Fachkräfte, werden zunehmend zur Wachstumsbremse in Deutschland &#8211; und das gefährdet den Wohlstand von uns allen. Eine aktuelle<a title="Studie der Prognos AG, Arbeitslandschaft 2030, September 2011" href="http://www.vbw-bayern.de/agv/downloads/58472@agv/Arbeitslandschaft_final.pdf" target="_blank"> Prognos-Studie </a>prognostiziert eine Arbeitskräftelücke bis 2030 von etwa 5,2 Millionen Personen. Es drohen Wohlstandsverluste von 3,8 Billionen Euro. Die gute Nachricht: Mit einem gezielten Maßnahmenkatalog lässt sich noch gegensteuern.</p>
<p>Die Studie zeigt: Eine Steigerung der Wochenarbeitszeit von Teilzeitkräften hin zu vollzeitähnlichen Beschäftigungsformen könnte den Arbeitskräftemangel schon um 1,4 Millionen Personen reduzieren. Gelingt es zudem, durch gezielte Maßnahmen die Erwerbsbeteiligung vor allem von Müttern und Älteren zu erhöhen, verringert sich die Lücke um weitere 1,2 Millionen Arbeitskräfte. Betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen, die die Durchlässigkeit zwischen gelernter Fachrichtung und der ausgeübten Tätigkeit steigern, könnten den Mangel um weitere 1,2 Millionen Personen verringern. Zusätzlich brauchen wir eine Bildungsoffensive mit dem Ziel, die Zahl der Hochschulabsolventen weiter zu steigern. So könnten 1,4 Millionen dringend benötigter Akademiker gewonnen werden. Klingt auf den ersten Blick überschaubar. Doch einige Maßnahmen brauchen Zeit bis sie Früchte tragen. Den Absichtserklärungen müssen daher nun rasch Taten folgen.<!-- post eof --></p>
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		<title>„Altes Eisen“ als Edelmetall der Wirtschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 07:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Jürgen Deller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den kommenden fünf Jahren wird sich die in Deutschland bestehende Arbeitskräftelücke um weitere 1,5 Millionen Personen vergrößern: Schon für 2015 erwartet Prognos bei den gegebenen Rahmenbedingungen einen Arbeitskräftemangel in Deutschland in Höhe von knapp drei Millionen Mitarbeitern. Wenn wir dieses Szenario ernst nehmen und die entstehende Situation gestalten wollen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/09/arbeitskraefte_mismatch.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-6857" title="Der Arbeitskräfte-Mismatch in Deutschland wird bis 2030 stetig ansteigen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/09/arbeitskraefte_mismatch-300x267.gif" alt="" width="300" height="267" /></a></p>
<p>In den kommenden fünf Jahren wird sich die in Deutschland bestehende Arbeitskräftelücke um weitere 1,5 Millionen Personen vergrößern: Schon für 2015 erwartet Prognos bei den gegebenen Rahmenbedingungen einen Arbeitskräftemangel in Deutschland in Höhe von knapp drei Millionen Mitarbeitern.</p>
<p>Wenn wir dieses Szenario ernst nehmen und die entstehende Situation gestalten wollen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Mit der Weiterbeschäftigt im Rentenalter (Silver Work) lässt sich ein wichtiger Beitrag zur Abfederung der dynamisch entstehenden Lücken leisten. Viele Menschen sind auch jenseits des gesetzlichen Rentenalters leistungsfähig und leistungswillig. Viele Unternehmen verfügen aber noch immer über zu wenig oder gar keine Erfahrung mit älteren Mitarbeitern oder bemühen zum Teil gar überkommene Altersbilder und Stereotype. Zudem scheinen bestehende Regelungen vorauszusetzen, dass mit Erreichen des gesetzlichen Rentenalters kein Wunsch mehr nach Arbeit bestünde.</p>
<p>Mit der Arbeit im Rentenalter erschließt sich für viele bei entsprechenden persönlichen Voraussetzungen eine wichtige Quelle für persönliches Wohlbefinden und Gesundheit und kann gleichzeitig die Möglichkeit eines zusätzlichen Verdienstes realisieren. Die Motivation, in den Ruhestand zu gehen, beruht demnach nicht allein auf dem Wunsch nach vollständigem Rückzug aus Erwerbsarbeit bei gleichzeitigem Bezug von Rente oder Pension. Sie schließt fallweise auch das Bedürfnis nach fortgesetzter, jedoch im Regelfall reduzierter Arbeit ein. Für Organisationen kann die Einbindung von Rentnern eine gewinnbringende Lösung darstellen. In der Arbeitsmarktrealität sind schon seit mehreren Jahren verschiedene Ansätze in Deutschland zu beobachten, die sich der befristeten Vermittlung von Experten im Ruhestand widmen.         </p>
<p><span id="more-6829"></span>Schon die Existenz von etwa Senior-Experten-Organisationen zeigt, dass es bei passenden Rahmenbedingungen für Ruheständler durchaus attraktiv sein kann, ihr Expertenwissen weiterhin einzubringen. Grundlegend ist die Befähigung des Einzelnen zur Weiterarbeit nach dem eigentlichen Renteneintritt, der persönliche Faktor. Hierzu zählen sowohl geistige und körperliche Fitness als auch der Wille, sich weiter einzubringen. Eine bedarfs- und an- forderungsgerechte Gestaltung der Tätigkeit im Ruhestand, der umweltbedingte Faktor, ist vor diesem Hintergrund letztendlich entscheidend für das tatsächliche Engagement als Silver Worker. Bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für Silver Work sollte vor allem darauf geachtet werden Flexibilität zu gewährleisten.</p>
<p>Es geht also um einen Paradigmenwechsel, der die Attraktivität von Erwerbsarbeit durch ein neues Verhältnis von Arbeit, Lernen und Freizeit gestaltet, indem diese immer stärker ineinander greifen und unabhängig vom Alter betrachtet werden. Vor den dargestellten Hintergründen ist eine Entwicklung weg von Vorruhestandsentscheidungen hin zur Kompetenz- und Know-how-Sicherung unter Einschluss der Neugestaltung von Entlohnungsstrukturen notwendig.</p>
<p>So müssen weitere Regelungen für den Renten(teil)bezug vereinbart werden, die zu einer Erhöhung der Altersrente für diejenigen Personengruppen führen, die über das gesetzliche Ruhestandsalter hinaus arbeiten und gleichzeitig Beiträge entrichten wollen.</p>
<p>Eine Neugestaltung des Übergangs vom Erwerbsleben in die Rente kann auch einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Stabilisierung des Rentensystems leisten. Je nach Branche und Erwerbsbiografie müssen flexible Lösungen im Zusammenhang mit einem individuellen Renteneintritt geschaffen werden. Angesichts der demographischen Entwicklung muss sich das überkommene Altersverständnis grundsätzlich ändern, um die Potentiale  der Generation 60+ stärker für die Bekämpfung des Arbeitskräftemangels zu aktivieren. Wer bislang als „altes Eisen“ gesehen wurde, ist zukünftig mehr denn je als wichtige Wissensressource wertvolles Edelmetall -  eben Silber  für die deutsche Wirtschaft.</p>
<hr size="2" /><em>Jürgen Deller ist Professor für Wirtschaftspsychologie, mit den Schwerpunkten Differenzielle Psychologie, Eignungsdiagnostik und Organisationspsychologie am Institut für Strategisches Personalmanagement der Leuphana Universität Lüneburg und arbeitet zudem am Silver Workers Institute, Genf. Der Beitrag im ÖkonomenBlog ist eine Zusammenfassung des von Prof. Dr. Deller veröffentlichten Beitrages „Zukunft der Arbeit“ in Personal, Heft 6/2010. </em><!-- post eof --></p>
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		<title>Kontrolle im Country Club</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 09:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Gordon Brown: Was folgt – wie wir weltweit neues Wachstum schaffen, Frankfurt am Main 2011 Sein Buch hätte als eine der elegantesten Bewerbungsschreiben der Geschichte für den Chefposten des IWF eingehen können. Schließlich war der Job vor wenigen Wochen kurzfristig frei geworden. Doch bekanntermaßen kam Gordon Brown eine gewisse Französin zuvor. „Was folgt – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/Brown-Wachstum.png"><img class="size-full wp-image-6738 alignright" title="Gordon Brown: Was folgt – wie wir weltweit neues Wachstum schaffen, Frankfurt am Main 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/Brown-Wachstum.png" alt="" width="192" height="294" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Gordon Brown: Was folgt – wie wir weltweit neues Wachstum schaffen, Frankfurt am Main 2011</strong></p>
<p>Sein Buch hätte als eine der elegantesten Bewerbungsschreiben der Geschichte für den Chefposten des IWF eingehen können. Schließlich war der Job vor wenigen Wochen kurzfristig frei geworden. Doch bekanntermaßen kam Gordon Brown eine gewisse Französin zuvor. „Was folgt – wie wir weltweit neues Wachstum schaffen“ des britischen Ex-Premiers wagt den Rundumschlag für die Erneuerung der Weltwirtschaft – gut und verständlich geschrieben, anregend, anekdotisch und durchaus selbstkritisch. Schade nur, dass seine Überlegungen zu oft nur als Arbeitsthesen formuliert sind und dadurch recht akademisch wirken.</p>
<p>Brown ist überzeugt, dass es den Volkswirtschaften nur durch globale Kooperation und Koordination gelingen wird, in den nächsten Jahren ein Wachstumsniveau zu erreichen, das die heutigen Annahmen übertrifft. Die Zeit der Alleingänge sei vorbei. Es gelte einen weltweit verbindlichen, neuen Mechanismus zur Krisenprävention zu entwickeln, um die Ungleichgewichte infolge globaler Kapitalströme in Angriff nehmen. Ein solches Instrument müsse eine aktive und transparente Überwachung ermöglichen. So könnten beispielsweise „Country Clubs“, moderne Investorennetze, in denen Gläubiger und Länder in einen offenen Dialog treten, für größere Transparenz und Kontrolle sorgen.</p>
<p>Grundsätzlich sind die Weltwirtschaftsprobleme für Brown struktureller Natur – der Konsum muss angekurbelt werden, die Verbraucherausgaben zurückgehen. Eine Wiederkehr des hohen globalen Nachfrageniveaus ist für ihn ohne globalen Wachstumsplan nicht möglich. Brown listet vor allem den USA und den Bric-Staaten Hausaufgaben auf: Die Amerikaner müssen die Chancengleichheit für ihre Bevölkerung erhöhen und stärker in Aus- und Weiterbildung investieren. China soll soziale Absicherung seiner Arbeiter bezahlbarer und Wohnen für die Menschen billiger machen. Zudem soll das Land die Kreditvergabepraktiken seiner Banken reformieren und der ganzen Welt seinen Markt für Finanzdienstleistungen öffnen.</p>
<p>Indien und die asiatischen Volkswirtschaften müssen mehr in den Ausbau ihrer Infrastruktursysteme investieren, die Qualität von Bildung und Qualifikationen steigern und Schulden und Defizite besser kontrollieren. Russlands Zweiklassengesellschaft mit finanziell starkem staatlichen und schwachen privatem Sektor kann nur durch Diversifizierung weg von Öl und Gas und durch ein Wirtschaftsreformprogramm auf ein nachhaltiges höheres Wachstumsniveau hoffen, das unabhängig von volatilen Rohstoffen ist. Brasilien schließlich gibt der Autor den Rat, mehr im Ausland zu investieren als ständig die Ersparnisse oder den Verbrauch im eigenen Land zu erhöhen.</p>
<p>Ausschlaggebend ist für Brown, Sohn eines schottischen Pastors, letztlich die soziale Komponente. Soziale und wirtschaftliche Fragen seien untrennbar verbunden. „Im 21. Jahrhundert brauchen Markt und Staat die Unterstützung von ethischen Standards“, schreibt er. Brown meint damit den Dritten Weg, mit dem er und Tony Blair Anfang der 90er angetreten waren. Und mit dem sie knapp zwanzig Jahre später auch nicht einen der größten Bankenzusammenbrüche der Geschichte verhindern konnten.<!-- post eof --></p>
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		<title>Der Niedriglohnsektor: Risiko oder Chance?</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/arbeitsmarkt/der-niedriglohnsektor-risiko-oder-chance/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 08:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schäfer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland nimmt zu: Hatten 1994 noch 16 Prozent der Beschäftigten einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle, so waren es 2009 bereits mehr als 22 Prozent. Eine besorgniserregende Nachricht, könnte man meinen. Und viele leiten aus diesem Befund auch bereits Forderungen nach staatlicher Regulierung ab. Ist der Niedriglohnsektor eine Gefahr, weil besser bezahlte Arbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/erwebsalter_nach_lohnstatus.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-6706" title="Der Ausbau des Niedriglohnsektors geht nicht zu Lasten der normalen Arbeitsverhältnisse." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/erwebsalter_nach_lohnstatus-300x251.gif" alt="" width="300" height="251" /></a></p>
<p>Die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland nimmt zu: Hatten 1994 noch 16 Prozent der Beschäftigten einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle, so waren es 2009 bereits mehr als 22 Prozent. Eine besorgniserregende Nachricht, könnte man meinen. Und viele leiten aus diesem Befund auch bereits Forderungen nach staatlicher Regulierung ab. Ist der Niedriglohnsektor eine Gefahr, weil besser bezahlte Arbeit immer seltener wird und Arbeit wenn überhaupt nur noch zu Niedriglöhnen zu finden ist? Oder ist er vielleicht eher eine Chance, weil er Beschäftigungsgelegenheiten für Menschen bietet, die ohne ihn auf dem Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen würden?</p>
<p>Um dieser Frage näher zu kommen, haben wir die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter nach ihrem Lohnstatus eingeteilt. Demnach gibt es</p>
<p>- Geringverdiener, deren Bruttostundenlohn unter der Niedriglohnschwelle von zwei Dritteln des Durchschnittslohns liegt (das waren 2009 knapp 9 Euro)<br />
- Normalverdiener, deren Lohn oberhalb der Niedriglohnschwelle liegt<br />
- Sonstige Erwerbstätige, für die keine oder keine sinnvollen Informationen zum Stundenlohn vorliegen (zum Beispiel Auszubildende oder Selbstständige)<br />
- Nicht erwerbstätige Personen (zum Beispiel Schüler, Studenten, (Früh-)Rentner)</p>
<p>Betrachtet man die Entwicklung seit 1994, so zeigt sich: Der Anteil der Niedriglohnbeschäftigung ist kräftig gestiegen. Er stieg aber nicht auf Kosten des Segments der Normalverdiener. Deren Anteil liegt vielmehr stabil bei rund 45 Prozent. Zuletzt ist er sogar leicht angestiegen. Der Niedriglohnsektor wuchs vielmehr auf Kosten des Anteils der nicht erwerbstätigen Personen. Mit anderen Worten: die Niedriglohnbeschäftigung entstand in Form von zusätzlichen Arbeitsplätzen, die es vorher nicht gab.</p>
<p>Diese neuen Arbeitsplätze boten nicht zuletzt Beschäftigungschancen für Menschen mit geringen Qualifikationen. Für 46 Prozent der Jobs im Niedriglohnbereich ist keine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich. Unter den Arbeitsplätzen im Normalverdienersegment sind das nur 20 Prozent. Zwar verfügen viele Geringverdiener über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Doch entweder wird diese für ihre Tätigkeit gar nicht benötigt oder die Ausbildung fand in einem ganz anderen Berufsfeld statt, als für die ausgeübte Tätigkeit eigentlich erforderlich wäre.</p>
<p>Wächst nun mit zunehmender Niedriglohnbeschäftigung neue Armut heran? Wer wenig verdient, kann schließlich auch wenig ausgeben. Bedacht werden muss, dass sich das Haushaltseinkommen, was für die Frage der Armut entscheidend ist, häufig aus mehreren Quellen speist. Zu dem Einkommen aus einem Niedriglohnjob kommt häufig das Einkommen eines Partners hinzu. Erwerbseinkommen aus Niedriglohnbeschäftigung hat oft nur ergänzenden Charakter für das gesamte Haushaltseinkommen. Im Ergebnis ist nicht einmal jeder sechste Niedriglohnempfänger gleichzeitig auch arm. Die Armutsquote der Niedriglohnempfänger von 16 Prozent ist zwar höher als die der Normalverdiener. Sie ist aber erheblich niedriger als das Armutsrisiko der Arbeitslosen, die auf eine Quote von 60 Prozent kommen. Wer mit einen Niedriglohnjob aus der Arbeitslosigkeit herauskommt, verbessert seine soziale Lage in der Regel deutlich.</p>
<hr /><em>Weitere Informationen zur Studie finden Sie<a title="Weitere Informationen" href="http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Sprungbrett-Niedriglohn.html" target="_blank"> hier</a></em><!-- post eof --></p>
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		<title>Mehr Gerechtigkeit, mehr Wachstum</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 09:42:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Axel Plünnecke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für die Wachstumsperspektiven des Geschäftsmodells Deutschland hat das Qualifikationsniveau der Beschäftigten eine herausgehobene Bedeutung. Deutschland weist komparative Vorteile in den Hochtechnologiebranchen wie Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Chemische Industrie aus. In diesen Branchen haben 60 bis 80 Prozent der beschäftigten Akademiker einen MINT?Abschluss (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Aber bereits heute gibt es bei den MINT-Akademikern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/bildung_reichtum.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-6604" title="Allein durch die seit dem Jahr 2000 erfasste Zunahme an Hochschulabsolventen ist die Wertschöpfung in Deutschland um 6,8 Milliarden Euro gestiegen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/bildung_reichtum-297x300.gif" alt="" width="297" height="300" /></a></p>
<p>Für die Wachstumsperspektiven des Geschäftsmodells Deutschland hat das Qualifikationsniveau der Beschäftigten eine herausgehobene Bedeutung. Deutschland weist komparative Vorteile in den Hochtechnologiebranchen wie Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Chemische Industrie aus. In diesen Branchen haben 60 bis 80 Prozent der beschäftigten Akademiker einen MINT?Abschluss (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Aber bereits heute gibt es bei den MINT-Akademikern Fachkräfteengpässe, die in den kommenden Jahren aus demografischen Gründen steigen werden. Um günstige Wachstumsperspektiven zu erhalten, ist es folglich entscheidend, das Qualifikationspotenzial in Deutschland zu stärken. Besonders erfolgversprechend ist es in diesem Zusammenhang, durch ein Mehr an Bildungsgerechtigkeit mehr Bildungsaufstiege zu ermöglichen.</p>
<p>Der <a title="Hier geht es zur Studie Bildungsmonitor 2011." href="http://www.insm-bildungsmonitor.de/files/downloads/bildungsmonitor_2011.pdf" target="_blank">Bildungsmonitor 2011</a> zeigt: Auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit konnten in den Bundesländern erhebliche Fortschritte erzielt werden. Die Voraussetzungen für eine individuelle Förderung haben sich verbessert, das Angebot an Ganztagsgrundschulen ist gestiegen und die Schüler-Lehrer-Relationen haben sich günstig entwickelt. Auch die Ergebnisse haben sich verbessert: Der Anteil der Schulabbrecher ist seit dem Jahr 2000 gesunken.  Die Erfolgsquoten in der beruflichen Bildung haben sich deutlich erhöht. So gab es im Jahr 2000 nur ein Bundesland, in dem mehr als 90 Prozent der Prüflinge die Prüfung der dualen Ausbildung bestanden. Heute wird diese Schwelle von der Hälfte der Bundesländer erreicht.</p>
<p>Schließlich gibt es auch von den Universitäten viel Positives zu vermelden: Im Jahr 2000 betrug der Anteil der Hochschulabsolventen an der Bevölkerung im entsprechenden Alter rund 16,9 Prozent. Bis zu den aktuellsten Daten aus dem Jahr 2009 stieg die Hochschulabsolventenquote auf einen Wert von 29,2 Prozent an. Die letzten Jahre können damit wie die 70er Jahre als Jahrzehnt der Bildungsexpansion bezeichnet werden. Dies hat sich in der Wertschöpfung in Deutschland niedergeschlagen: Allein durch die seit dem Jahr 2000 erfasste Zunahme an Hochschulabsolventen ist sie um 6,8 Milliarden Euro gestiegen.</p>
<p>Trotz aller Fortschritte bleibt die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik. Denn Bildung entscheidet stärker denn je über die Perspektiven jedes Einzelnen in der Gesellschaft. Bildung ist der entscheidende Faktor, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern. Analysen zeigen, dass das MINT-Fachkräfteangebot ein zunehmend relevanter Engpassfaktor für die Wachstumsperspektiven am Standort Deutschland wird. In diesem Zusammenhang ist auch der MINT-Anteil an den Hochschulabsolventen zu erhöhen. Insbesondere das Potential der Kinder mit Migrationshintergrund muss durch eine bessere Förderung umfassender erschlossen werden.</p>
<hr /><em><a title="Hier gibt&apos;s sämtliche Informationen zum Bildungsmonitor 2011." href="http://www.insm-bildungsmonitor.de/" target="_blank">Hier</a> finden Sie alle Informationen zum Bildungsmonitor 2011.</em><!-- post eof --></p>
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		<title>Sozialismus voraus</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 07:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Feist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutschland steht kurz vor dem Sozialismus – zumindest nach der Definition von Altkanzler Helmut Kohl. „Bei einer Staatsquote von 50 Prozent beginnt Sozialismus“, soll dieser einmal gesagt haben. Bankenrettung, steigende Sozialausgaben, Subventionen – dies alles treibt die Staatsquote nach oben. Fast die Hälfte der erwirtschafteten Einkommen wurde im vergangenen Jahr in die Verfügungsgewalt des Staates [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/staatsquotenentwicklung_im_vergleich.gif"><img class="size-medium wp-image-6403 alignright" title="Fast in allen Ländern hat sich die Staatstätigkeit während der Finanzkrise breit gemacht." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/staatsquotenentwicklung_im_vergleich-300x267.gif" alt="" width="300" height="267" /></a></p>
<p>Deutschland steht kurz vor dem Sozialismus – zumindest nach der Definition von Altkanzler Helmut Kohl. „Bei einer Staatsquote von 50 Prozent beginnt Sozialismus“, soll dieser einmal gesagt haben. Bankenrettung, steigende Sozialausgaben, Subventionen – dies alles treibt die Staatsquote nach oben. Fast die Hälfte der erwirtschafteten Einkommen wurde im vergangenen Jahr in die Verfügungsgewalt des Staates umgeleitet.</p>
<p>Wo genau die optimale Staatsquote liegt weiß keiner und dürfte zudem von Land zu Land verschieden sein. Ohnehin komme es auf die Qualität der Staatsausgaben an &#8211; darauf verwies schon Walter Eucken. <a title="Zu einem Bericht von Spiegel-Online." href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,732220,00.html" target="_blank">Etwa 100 Milliarden gab der Staat vergangenes Jahr für Bildung aus.</a> Viel Geld, aber im internationalen Vergleich eher zu wenig. Beliebter sind dagegen Ausgaben für Subventionen. <a title="Zu einer Studie von Dr. Alfred Boss im Auftrag der INSM." href="http://www.insm.de/dms/insm/textdokumente/pdf/untitled/untitled0/Texte-zur-Sozialen-Marktwirtschaft_05_BOSS_Download/Texte%20zur%20Sozialen%20Marktwirtschaft_05_BOSS_Download.pdf" target="_blank">160 Milliarden spendierte die öffentliche Hand dafür.</a> Ausgaben, die man sich sparen könnte, finanziert mit Geld, das man vorher den Bürger und Unternehmen durch Steuern und Sozialabgaben weggenommen hat.</p>
<p>Nach Eucken ist die Aufgabe des Staates einen Ordnungsrahmen für Gesellschaft und Wirtschaft vorzugeben, nicht aber in den Prozess einzugreifen. Letzteres tut er aber im Übermaß. Folgt man Eucken müssten sämtliche Subventionen abgebaut werden. Damit  ließe sich die jüngst angekündigte Steuerentlastung von 10 Milliarden gleich 16 Mal refinanzieren. Und der Systemwechsel wäre auch erst einmal vertagt.<!-- post eof --></p>
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		<title>Zuwanderung alleine bringt´s nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 09:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Döttling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fachkräftemangel – diesem Thema will sich die Bundesregierung nun fachkundig und kraftvoll widmen. Gut so. Gestern wurde im Kabinett ein Konzept zur „Sicherung der Arbeitskräftebasis“ verabschiedet. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will vor allem an der Stellschraube „Zuwanderung“ drehen. Hier scheint sich die Politik auf einem demoskopisch sicheren Pfad zu befinden. Wurde von der Bevölkerung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/06/Erwerbstätigenquote-2.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-6306" title="Die Beschäftigungsquote von Älteren ist in Deutschland noch sehr niedrig." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/06/Erwerbstätigenquote-2-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a><br />
Fachkräftemangel – diesem Thema will sich die Bundesregierung nun fachkundig und kraftvoll widmen. Gut so. Gestern wurde im Kabinett ein Konzept zur <a title="Hier geht es zu dem Konzept der Bundesregierung." href="http://www.bmas.de/portal/52120/property=pdf/2011__06__22__fachkraefte.pdf" target="_blank">„Sicherung der Arbeitskräftebasis“</a> verabschiedet. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will vor allem an der Stellschraube „Zuwanderung“ drehen. Hier scheint sich die Politik auf einem demoskopisch sicheren Pfad zu befinden. Wurde von der Bevölkerung früher die Zuwanderung als Bedrohung empfunden, befürworten heute über 40 Prozent der Deutschen die These, Zuwanderung sei notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Über einen regierungsinternen Prüfauftrag  zum „Zugang von ausländischen Hochqualifizierten und Fachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt“ ist das Konzept allerdings nicht hinausgekommen.</p>
<p>Enttäuschend ist, dass die echten Probleme weitgehend unkonkret geblieben sind. Deutsche Unternehmen suchen händeringend nach Facharbeitern, weil viele  Schulabgänger weder über die Ausbildungsreife noch über einen Schulabschluss verfügen. Zudem fehlen noch immer Betreuungsangebote für Kinder – so werden vor allem Frauen für einen zu langen Zeitraum aus ihrem Job gedrängt, obwohl sie beste Qualifikationen aufweisen. Außerdem steuert der Staat teilweise in die falsche Richtung, indem er widersprüchliche Anreize setzt: Die Beschäftigungsquote von Älteren wird gedrückt, weil das Arbeitslosengeld über 24 Monate ausgezahlt wird. Und auch durch Familienpflegezeiten und Elterngeld sinkt die Beschäftigungsquote vor allem von jungen Frauen. Hier müssen die teuren staatlichen Anreizsysteme auf ihre tatsächliche Wirkung hin überprüft werden – denn die Zuwanderung alleine kann es nicht bringen.</p>
<hr size="2" /><em>Mit der Aktion </em><a title="Hier geht es zur INSM-Aktion "Fachkräfteturm"." href="http://www.insm.de/insm/Themen/Arbeit/Medienecho-Fachkr-fteturm.html" target="_blank"><em>&#8220;Fachkräfteturm&#8221;</em></a><em> vor dem Bundesarbeitsministerium am 31. Mai 2011 hat die INSM symbolisch gezeigt, was passiert, wenn die Fachkräftelücke nicht schnell geschlossen wird.</em><!-- post eof --></p>
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		<title>Elterngeld verpufft</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 08:19:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Steffen J. Roth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Bis 2007 galt die Entscheidung für oder gegen Kinder als eine Privatsache. Seit Einführung des Elterngeldes mischt sich der Staat kräftig ein. So wird das Verhältnis von Bürger und Staat auf den Kopf gestellt. Der Staat richtet sich nunmehr nicht mehr an den Bedürfnissen seiner Bürgers aus, sondern versucht sich die passenden Bürger selbst heranzuziehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/06/immer_weniger_kinder.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-6231" title="Die Geburtenrate in Deutschland lag trotz Elterngeldes 2009 auf einem historischen Tiefstand." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/06/immer_weniger_kinder-300x267.gif" alt="" width="300" height="267" /></a></p>
<p>Bis 2007 galt die Entscheidung für oder gegen Kinder als eine Privatsache. Seit Einführung des Elterngeldes mischt sich der Staat kräftig ein. So wird das Verhältnis von Bürger und Staat auf den Kopf gestellt. Der Staat richtet sich nunmehr nicht mehr an den Bedürfnissen seiner Bürgers aus, sondern versucht sich die passenden Bürger selbst heranzuziehen. Jenseits dieser Kritik am paternalistischen Staatsverständnis sprechen noch weitere Argumente gegen das Elterngeld.</p>
<p>Da es sich beim Elterngeld nicht um eine allgemeine bevölkerungspolitische Prämie handelt, sondern um eine einkommensabhängige Transferleistung, werden vor allem gut verdienende Eltern privilegiert. Wer ein gutes Gehalt verdient (z.B. 2.750 Euro netto), bekommt mehr als drei Mal so viel wie derjenige, der vor der Unterbrechung der Erwerbstätigkeit nur 750 Euro nach Hause bringt. Und: Kann es denn sein, dass man solche Programme auflegt, statt sich einer ernsthaften bildungspolitischen Debatte zu stellen? Immerhin zeigen uns Bildungsstudien immer wieder auf, wie undurchlässig unsere Systeme sind, dass Kinder aus Geringverdiener-Haushalten weniger Chancen auf eine gute Ausbildung haben als Kinder von Besserverdienern. Wer die Durchlässigkeit und damit so etwas wie Chancengerechtigkeit verbessern will, wirkt mit der Privilegierung der gut verdienenden Familien leider in die falsche Richtung.</p>
<p>Jetzt könnte man meinen: Zum Glück funktioniert es nicht. Tatsächlich wäre es bedenklich, wenn gutverdienende Karrieristen nur wegen des Elterngeldes sich plötzlich für Kinder entscheiden würden. Tatsächlich dürften es reine Geschenke sein, die die Eltern nun freudig mitnehmen. Dennoch muss das Elterngeld vom Steuerzahler finanziert werden – jährlich sind das mehr als vier Milliarden Euro. Warum eigentlich? Und wie lange noch?</p>
<hr size="2" /><em>Die Langfassung dieses Beitrags <a title="Hier geht es zur Langfassung des Beitrags." href="http://www.iwp.uni-koeln.de/DE/Publikationen/komment/pdf-Dateien/OK_06_2011.pdf" target="_blank">„Zum Glück nur Klientelpolitik“</a> ist am 07. Juni 2011 als „Ordnungspolitischer Kommentar“ des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln erschienen.</em></p>
<p><em>Weitere Informationen:</em></p>
<p style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: &amp;amp;amp; font-size: 10pt;">*<a title="Hier geht es zu dem Beitrag vom General Anzeiger." href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&amp;itemid=10027&amp;detailid=889566" target="_blank"><span style="color: #0000ff;">Elterngeld kein Allheilmittel</span></a> – General-Anzeiger</span></p>
<p style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: &amp;amp;amp; font-size: 10pt;">*<a title="Hier geht es zu dem Beitrag auf welt-online." href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13281324/Deutschland-bei-Geburtenrate-auf-viertletztem-Platz.html" target="_blank">Deutschland bei Geburtenrate auf viertletztem Platz</a> – Die Welt </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: &amp;amp;amp; font-size: 10pt;"> </span><span style="font-family: &amp;amp;amp; font-size: 10pt; mso-fareast-font-family: &apos;Times New Roman&apos;; mso-bidi-font-family: &apos;Times New Roman&apos;; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;"><a title="Hier geht es zum Statistischen Bundesamt." href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/GeburtenSterbefaelle/Tabellen/Content50/GeburtenZiffer,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">*Durchschnittliche Kinderzahl je Frau (Geburtenziffer) </a>- Statistisches Bundesamt</span></p>
<p><!-- post eof --></p>
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