Es ist beispielsweise in höchstem Maße widerspruchsvoll, wenn der Staatsbürger über die unerträgliche Höhe der Steuerlast klagt, gleichzeitig aber vom Staate Hilfen erwartet, die diesem das moralische Recht geben, noch immer höherer Steuern einzuheben. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

Archiv der Kategorie: "Europa"

Drohen der EU bald japanische Verhältnisse?Die schwelende Finanz- und Schuldenkrise hält die Europäische Union in Atem. Klamme Krisenstaaten ächzen unter Reformdruck. Im Norden wächst die Sorge um die Währungsstabilität, da die Schuldenstände weiter steigen. Die Erwartungen verstetigen sich, dass das Wachstum auf Dauer niedrig bleiben wird. Hinzu kommen drastische Einkommensunterschiede zwischen den Regionen Europas und alternde Gesellschaften in den meisten Mitgliedsstaaten der Union. Wie Japan zeigt, treiben alle drei Faktoren – allen Konsolidierungsbemühungen zum Trotz – die Staatsschuldung nach oben!

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Henryk M. BroderHenryk M. Broder: Die letzten Tage Europas – wie wir eine gute Idee versenken, München 2013, Knaus- Verlag

Der Publizist Henryk M. Broder liebt es, ständig gegen den Strich zu bürsten. Dieses Mal geht es gegen die europäische Bürokratie und gegen jede Art von Staat, in dem Menschen bevormundet und ihr Reichtum ständig umverteilt wird. Das Dumme: Wie’s besser geht, weiß der Autor leider auch nicht. Was dem Leser bleibt, ist ein ebenso unterhaltsames wie im Ergebnis frustrierendes Buch.

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„Staatsfinanzierung durch die Notenpresse“, „fehlende Legitimation“: Die unbegrenzten Staatsanleihekäufe der EZB stoßen auf heftige Kritik. Inzwischen sind sie ein Fall für das Bundesverfassungsgericht. Dabei ist diese EZB-Maßnahme nicht grundsätzlich mandatswidrig – auch wenn sie nur in akuten Krisenphasen eingesetzt werden sollte.

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David Marsh: Beim Geld hört der Spaß auf – warum die Eurokrise nicht mehr lösbar ist, Europa-Verlag, Berlin 2013David Marsh: Beim Geld hört der Spaß auf – warum die Eurokrise nicht mehr lösbar ist, Europa-Verlag, Berlin 2013

Die Eurokrise ist nicht heilbar. Das ist die schlechte Nachricht, die David Marsh dem Leser übermittelt. Die für viele Deutsche möglicherweise gute Nachricht: Die Deutsche Bundesbank ist wieder da! Sie hat an Selbstbewusstsein zurückgewonnen – und für manche ist ihr Präsident mittlerweile so etwas wie ein Volksheld.

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kalte EnteignungWalter Krämer: Kalte Enteignung – wie die Euro-Rettung uns um den Wohlstand und Renten bringt, Frankfurt Main 2013, Campus-Verlag

Wissenschaft muss sich in Politik einmischen. Davon zumindest ist Walter Krämer überzeugt. Schon vor einem Jahr hat er als Initiator des Ökonomen-Aufrufs deutlich gemacht, dass er nicht an eine Wende zum Guten in der Euro-Krise glaubt. Jetzt setzt er mit seinem neuen Werk „Kalte Enteignung“ noch einen drauf: Er ist sich sicher, dass die Europäische Zentralbank Deutschlands Zukunft ruiniert.

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Die Bilanzsummen der großen Notenbanken der Welt wurden in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Droht ein Abwertungswettlauf?Die expansive Geldpolitik vieler Industrieländer hat die Debatte über einen Währungskrieg wieder angeheizt. Vor allem der jüngste Schwenk der japanischen Notenbank stärkt Befürchtungen, dass Staaten durch die Erhöhung der Geldmenge ihre Währung künstlich schwächen – und so Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Ländern erreichen wollen.

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