Archiv der Kategorie: "Ordnungspolitik"

Michael J.SandelMichael J. Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann – die moralischen Grenzen des Marktes, Berlin 2012, Ullstein-Verlag

Über die fortschreitende Ökonomisierung zu schreiben, ist in. Insofern ist Michael J. Sandels Buch nicht gerade originell. Ein paar interessante Gedanken gelingen ihm aber doch. Und ein paar lustige Konsumententipps – ungewollt.

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Wir trauern um unseren langjährigen Botschafter Prof. Dr. Johann Eekhoff, der im Alter von 71 Jahren am 3. März 2013 verstorben ist. Als liberaler Ökonom begleitete und prägte Eekhoff die Aktivitäten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) von Beginn an entscheidend mit. Er war stets Fürsprecher der Ordnungspolitik und ein Verfechter der wirtschaftlichen und individuellen Freiheit. Als Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln brachte er seinen ökonomischen Sachverstand nicht nur in diversen wissenschaftlichen Institutionen ein, sondern setzte auch in der Politik als Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Anfang der neunziger Jahre wichtige marktwirtschaftliche Impulse.

Mit seinem Tod verliert die Soziale Marktwirtschaft eine überzeugende Stimme und die INSM einen kompetenten Berater und langjährigen, wertvollen Wegbegleiter. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir werden ihm ein würdiges Andenken bewahren.

Annette Jensen: Wir steigern das Bruttosozialglück – von Menschen, die anders wirtschaften und besser leben, Herder-Verlag

Dass das Bruttosozialprodukt als Rechenhilfe für Wohlstand und gelebtes Glück nicht ausreicht, ist nicht neu. Auch die Diskussion um Ersatzbegriffe wie Bruttosozialglück nicht. Neu dagegen ist, dass immer mehr Menschen nicht mehr reden, sondern handeln wollen, um ihr Glück zu finden. Von diesen Vorreitern erzählt Annette Jensens anekdotenreiches Buch.

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Die Krise der Wirtschaft scheint auch eine Krise des ökonomischen Denkens zu sein. Medien und Brancheninsider schlagen Alarm: Neue Ökonomen braucht das Land. Dahinter steckt nicht nur die Verzweiflung über die verfahrene Situation der Euro-Krise und das hoffnungslose Suchen nach Lösungen, sondern auch ein sehr notwendiger Wunsch: Es sollten viel mehr Frauen über Wirtschaft nachdenken.

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Die Soziale Marktwirtschaft hat Deutschland zu einer der weltweit führenden Industrienationen aufsteigen lassen. Doch kann sie nur Wohlstand für alle bringen, wenn die grundlegenden Prinzipien: Freiheit, Wettbewerb, Haftung, Leistungsgerechtigkeit und Solidarität eingehalten werden. Was geschieht, wenn diese ignoriert werden, lässt sich besonders eindrucksvoll am Beispiel des Energiesektors zeigen.

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 Der von Kampagnen-Ökonomen wie Hans-Werner Sinn entfachte Streit um die richtige Euro-Politik ist eine Offenbarung der Eitelkeit. Er zeigt nicht nur die Profilierungsneurosen schlaumeierisch anmutender Wissenschaftler, sondern auch die Dünnhäutigkeit von Politikern, denen es um ihren Status geht. Was für ein schöner Mist! Das einzige, was die Bürger wirklich endlich brauchen, ist Orientierung.

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Graeme Maxton: Die Wachstumslüge – warum wir alle die Welt nicht länger Politikern und Ökonomen überlassen dürfen, München 2012, FBV

Das moralphilosophische Werk von Graeme Maxton kritisiert zu viel ebenso wie zu wenig staatliche Regulierung, spricht sich aber für die deutsche Soziale Marktwirtschaft aus. Im Fokus stehen im Besonderen das marktwirtschaftliche System der USA sowie die Kritik an Marktakteuren, Politikern, Ökonomen und NGOs gleichermaßen. Letztlich soll der erreichte Wohlstand aufgegeben werden, die Schulden abgebaut und alle leben nur von den verfügbaren Mitteln.

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Einigen maßgeblichen politischen Akteuren kommt die allgemeine Verunsicherung gerade Recht. Unter dem angeblichen Druck, die Märkte bändigen zu müssen, bereiten Sie nicht konsensfähige Zentralisierungsbestrebungen zu einem Europäischen Bundesstaat voran, dem niemand zugestimmt hat. Dabei werden der ESM, Euro-Bonds, gemeinsame Bankenhaftung und Wirtschaftsregierung die eigentliche Krise der mangelnden Haftung verantwortungsloser Politik noch weiter verschlimmern.

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