<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>INSM - ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &#187; Umwelt</title>
	<atom:link href="http://www.insm-oekonomenblog.de/category/umwelt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.insm-oekonomenblog.de</link>
	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 09:45:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Wie das EEG Kohlekraftwerke fördert</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/wie-das-eeg-kohlekraftwerke-fordert/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/wie-das-eeg-kohlekraftwerke-fordert/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 09:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Justus Haucap</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[EEG]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=7714</guid>
		<description><![CDATA[Der Strompreis steigt und steigt. Ursache dafür ist zum größten Teil die Förderung der erneuerbaren Energien durch das EEG. Schon im September 2011 forderte die Monopolkommission einen Strategiewechsel. Das EEG ist nicht nur teuer, sondern ist auch wirkungslos. Da hilft nur ein Strategiewechsel. Wie kann die Energiewende bewerkstelligt werden? Während die Bundesregierung darüber noch streitet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/02/EEG-Umlage.gif"><img class="size-medium wp-image-7719 alignright" title="Die EEG-Umlage ist nicht nur teuer, sondern verfehlt auch seinen Zweck." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/02/EEG-Umlage-300x282.gif" alt="" width="300" height="282" /></a>Der Strompreis steigt und steigt. Ursache dafür ist zum größten Teil die Förderung der erneuerbaren Energien durch das EEG. Schon im September 2011 forderte die <a title="Zur Webseite der Monopolkommission." href="http://www.monopolkommission.de/index.html" target="_blank">Monopolkommission</a> einen <a title="Zum Sondergutachten &quot;Energie 2011: Wettbewerbsentwicklung mit Licht und Schatten&quot; der Monopolkommission." href="http://www.monopolkommission.de/aktuell_sg59.html" target="_blank">Strategiewechsel. </a>Das EEG ist nicht nur teuer, sondern ist auch wirkungslos. Da hilft nur ein Strategiewechsel.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-7714"></span>Wie kann die Energiewende bewerkstelligt werden? Während die Bundesregierung darüber noch streitet, herrscht unter den meisten Ökonomen mittlerweile Konsens: Mit dem derzeitigen Anreizsystem aus  erneuerbaren Energien-Gesetz und CO2-Zertifikatesystem wird effektiv nicht wirklich etwas für den Klimaschutz getan. Durch die gedeckelte Anzahl von CO2-Zertifikaten ist eine Emissions-Höchstgrenze schon festgelegt.  Werden in Deutschland Emissionen vermieden, führt das fast automatisch zu mehr CO2-Emissionen an anderer Stelle. Durch Einsparungen verringert sich die Nachfrage nach Verschmutzungsrechten, wodurch der Preis für die Zertifikate sinkt. Luftverschmutzung wird für andere Emittenten dadurch billiger.  Investitionen zur CO2-Vermeidung lohnen sich dann weniger oder gar nicht mehr. So machen die subventionierten deutschen Solardächer letztlich Kohlekraftwerke wieder rentabler.</p>
<p>Will man aber grüne Technologien fördern, weil man endliche Ressourcen wie Kohle und Öl schonen will,  braucht man ein intelligenteres Fördersystem, bei dem die Kosten nicht zu explodieren drohen. Kosteneffizienz verlangt Wettbewerb, den es unter den grünen Technologien bisher nicht gibt. Mehr Wettbewerb ist möglich: Mit einem Quotensystem, wie es z.B. in Holland und Schweden eingeführt wurde. Jeder Energieversorger wird verpflichtet x Prozent seines Stroms aus erneuerbarer Energie zu decken – egal ob Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse. So würden Investitionen in erneuerbare Energien nach Effizienz abgewogen –  und nicht danach, wo die höchste Förderung winkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/wie-das-eeg-kohlekraftwerke-fordert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ohne Markt wird’s teuer</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/ohne-markt-wird%e2%80%99s-teuer/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/ohne-markt-wird%e2%80%99s-teuer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 08:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Hubertus Bardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[EEG]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=7581</guid>
		<description><![CDATA[Die Energiewende ist beschlossene Sache. Nun geht es darum die Kosten dafür möglichst niedrig zu halten. Das EEG ist dafür das falsche Instrument. Es verhindert Wettbewerb und fördert die ineffizientesten Technologien. Die Kosten dafür laufen aus dem Ruder. Ein Strategiewechsel muss her. Mehr als ein halbes Jahrhundert gab es am Strommarkt praktisch keine privaten Unternehmen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Bestandteile_des_Strompreis.gif"><img class="size-medium wp-image-7583 alignright" title="Fast die Hälfte des Strompreises sind Steuern, Abgaben oder Umlagen. " src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Bestandteile_des_Strompreis-300x276.gif" alt="" width="300" height="276" /></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/wachstumsBlogLogokl.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-7533" title="WachstumsBlog" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/wachstumsBlogLogokl.gif" alt="" width="23" height="22" /></a> Die Energiewende ist beschlossene Sache. Nun geht es darum die Kosten dafür möglichst niedrig zu halten. Das EEG ist dafür das falsche Instrument. Es verhindert Wettbewerb und fördert die ineffizientesten Technologien. Die Kosten dafür laufen aus dem Ruder. Ein Strategiewechsel muss her.</strong></p>
<p><span id="more-7581"></span>Mehr als ein halbes Jahrhundert gab es am Strommarkt praktisch keine privaten Unternehmen, keinen Wettbewerb und keine Möglichkeiten für Kunden, den Anbieter zu wechseln. Stattdessen gab es Staatsunternehmen, Monopole und Versorgungsgebiete. Um aber Stromabnehmer von den Vorteilen eines wettbewerblichen Strommarkts profitieren zu lassen wurde Ende der Neunziger der Strommarkt liberalisiert und privatisiert. Die Kunden profitierten. Obwohl Öl, Gas und Kohle aber auch Kraftwerksbauten immer teurer geworden sind, entwickelte sich der Strompreis für Privatkunden analog zur Inflationsrate, für Industriekunden sank er sogar. Erst durch Eingriffe des Staates, insbesondere durch Stromsteuer und das Erneuerbare-Energien-Gesetz stiegen die Stromkosten deutlich an. Immer mehr staatliche Interventionen, immer weniger Wettbewerb, immer mehr Subventionen und immer weniger freie Preisbildung passen nicht zu einem funktionierenden Markt.</p>
<p>Strom nach dem EEG wird unabhängig von den üblichen Marktmechanismen eingespeist. Die Vergütung richtet sich nicht nach dem Marktpreis, sondern nach dem Gesetz. Egal wie teuer der EEG-Strom ist: Er muss abgenommen werden. Anreize kostengünstiger EEG-Strom zu produzieren gibt es so gut wie keine. Darüber hinaus erhalten ineffiziente Technologien, wie Photovoltaik, höhere Förderungen als effizientere, wie Windenergie. Für den EEG-Strom müssen die Verbraucher allein im  Jahr 2011 schätzungsweise 16,7 Milliarden Euro bezahlen, obwohl der Strom nur 4,3 Milliarden wert ist. Seit dem Jahr 2000 flossen zusammen fast 50,4 Milliarden Euro Subventionen.</p>
<p>Doch gibt es Alternativen? Die Energiewende ist gesellschaftlich wie auch politisch gewollt. Fest steht, dass es damit in den nächsten Jahren zu steigenden Preisen kommt. Die Herausforderung ist es, die Energiewende mit den möglichst geringen Kosten zu bewältigen. Dazu ist das jetzige System das falsche. Besser wäre ein europaweites Quotensystem für erneuerbare Energien, nach dem jeder Anbieter verpflichtet wird einen bestimmten Anteil seines Stroms aus Erneuerbaren zu produzieren. So haben die Produzenten Anreize möglichst effizient und kostengünstig zu produzieren. Aber so oder so: Die Energiewende wird teuer. Um sie bezahlbar zu gestalten, muss die Kraft des Wettbewerbs an Märkten genutzt werden.</p>
<hr />
<p><em>Dies ist ein Beitrag aus der Reihe <a title="Zu allen Beiträgen des WachstumBlog" href="http://www.oekonomenblog.de/category/wachstum/" target="_blank">&#8220;WachstumsBlog&#8221;</a>. In einem bis zwei Beiträgen pro Woche beschäftigen sich Wirtschaftsexperten im ÖkonomenBlog mit Themen rund um nachhaltiges Wachstum.</em></p>
<p><em>Sie wollen keinen Beitrag des WachstumsBlogs verpassen? Dann abonnieren Sie die Beiträge mit diesem <a title="Hier können Sie alle Beiträge des WachstumsBlogs abonnieren." href="../wachstum/category/wachstum/feed/">RSS-Feed!</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/ohne-markt-wird%e2%80%99s-teuer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Umwelttechnologie: Nicht auf eine Karte setzen</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/umwelttechnologie-nicht-auf-eine-karte-setzen/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/umwelttechnologie-nicht-auf-eine-karte-setzen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 10:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Mill</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=7502</guid>
		<description><![CDATA[Umwelttechnologie ist ein Zukunftsmarkt. Steigendes Umweltbewusstsein der Menschen auf der ganzen Welt lässt die Nachfrage nach Umwelttechnologie immer weiter ansteigen. Deutschland mischt auf diesem Markt mit und ist sogar Weltmarktführer. Doch falsche Förderung bedroht die Innovationskraft der deutschen Unternehmen. Grüne Technologien und Dienstleistungen „Made in Germany“ sind weltweit gefragter denn je. Die Nachfrage nach umweltverträglicheren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/umwelttechnik_deutschland.gif"><img class="size-medium wp-image-7503 alignright" title="Deutschland ist Weltmarktführer in Umwelttechnologien" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/umwelttechnik_deutschland-300x278.gif" alt="" width="300" height="278" /></a><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/wachstumsBlogLogokl.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-7533" title="WachstumsBlog" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/wachstumsBlogLogokl.gif" alt="" width="23" height="22" /></a> Um</strong><strong>welttechnologie ist ein Zukunftsmarkt. Steigendes Umweltbewusstsein der Menschen auf der ganzen Welt lässt die Nachfrage nach Umwelttechnologie imme</strong><strong>r weiter ansteigen. Deutschland mischt auf diesem Markt mit und ist sogar Weltmarktführer. Doch falsche Förderung bedroht die Innovationskraft der deutschen Unternehmen.</strong></p>
<p><span id="more-7502"></span></p>
<p>Grüne Technologien und Dienstleistungen „Made in Germany“ sind weltweit gefragter denn je. Die Nachfrage nach umweltverträglicheren Produkten steigt rund um den Globus. Was wir hier erleben ist die Folge eines weltweiten Paradigmenwechsels. Sie kommt einem Wandel der Konsumpräferenzen vieler Menschen nach, die dauerhaft umweltbewusst leben möchten und dafür auch bereit sind Forschungs- und Entwicklungskosten zu tragen.</p>
<p>Grüne Innovationen spiegeln damit den Eigennutz wider, den Menschen immer häufiger mit einem umweltgerechten Umgang der Natur in Verbindung bringen. Das setzt einen grundlegenden Strukturwandel in Gang. Unternehmen ersetzen alte Produktionstechnologien durch neue, umweltgerechtere. Das daraus resultierende wirtschaftliche Wachstum ist somit vor allem ein qualitativer und nur bedingt ein quantitativer Zugewinn. Die Entwicklung zukunftsfähiger Wirtschaftsabläufe ist ein langwieriger Such- und Lernprozess. Allerdings mischt der Staat hier kräftig mit und behindert  durch die Förderung nur von bestimmten Technologien noch unbekannte, innovative Ideen. Preisverzerrungen, die auf staatliche Fördermaßnahmen (auch Versicherungen) oder gar Monopolbildungen zurückzuführen sind, versperren den Weg für zukunftsträchtige Lösungen. Es sollten alle Optionen offengehalten werden; alles auf eine Karte zu setzen wäre hingegen töricht.</p>
<p>Eine staatliche Förderung grüner Technologien auf Basis der Grundlagenforschung und dem Ausbau der notwendigen Infrastruktur wäre der der bessere Weg. Damit wird &#8211; frei von Privilegien &#8211; technologieneutral Forschung und Entwicklung vorangetrieben, wovon am Ende alle profitieren.</p>
<p><em>Wie kann die Energiewende kosteneffizient gestaltet werden? Die INSM bezieht Position. Das Positionspapier finden Sie <a title="Zum INSM-Positionspapier." href="http://www.insm.de/static/kampagne_wachstum/downloads/papiere/klima.pdf" target="_blank">hier.</a></em></p>
<hr />
<p><em>Dies ist ein Beitrag aus der Reihe <a title="Zu allen Beiträgen des WachstumBlog" href="http://www.oekonomenblog.de/category/wachstum/" target="_blank">&#8220;WachstumsBlog&#8221;</a>. In einem bis zwei Beiträgen pro Woche beschäftigen sich Wirtschaftsexperten im ÖkonomenBlog mit Themen rund um nachhaltiges Wachstum.</em></p>
<p><em>Sie wollen keinen Beitrag des WachstumsBlogs verpassen? Dann abonnieren Sie die Beiträge mit diesem <a title="Hier können Sie alle Beiträge des WachstumsBlogs abonnieren." href="../wachstum/category/wachstum/feed/">RSS-Feed!</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/wachstum/umwelttechnologie-nicht-auf-eine-karte-setzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jeremys Mikro-Welle</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/jeremys-mikro-welle/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/jeremys-mikro-welle/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 10:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomen-Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=7214</guid>
		<description><![CDATA[Buchkritik: Jeremy Rifkin: Die Dritte Industrielle Revolution – die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter, Frankfurt am Main 2011 Eigentlich steht für deutsche Leser nicht viel Neues in Jeremy Rifkins Dritter Industrieller Revolution. Ideen wie die endgültige Umstellung fossiler auf erneuerbare Energien, die Nutzung von Wind-, Wasser- und Solarenergie als Innovationsmotor der Wirtschaft, Steckdosenfahrzeuge statt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Die-dritte-Industrielle-Revolution.png"><img class="size-medium wp-image-7217 alignright" title="Jeremy Rifkin: Die Dritte Industrielle Revolution – die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter, Frankfurt am Main 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Die-dritte-Industrielle-Revolution-197x300.png" alt="" width="197" height="300" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Jeremy Rifkin: Die Dritte Industrielle Revolution – die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter, Frankfurt am Main 2011</strong></p>
<p>Eigentlich steht für deutsche Leser nicht viel Neues in Jeremy Rifkins Dritter Industrieller Revolution. Ideen wie die endgültige Umstellung fossiler auf erneuerbare Energien, die Nutzung von Wind-, Wasser- und Solarenergie als Innovationsmotor der Wirtschaft, Steckdosenfahrzeuge statt Benziner oder die systematische Implementierung von Energiespeichern, um Engpässe in der Energieversorgung zu überbrücken – sie wirken in einem Land, das wie keine andere Nation die Energiewende eingeleitet hat, wie olle Kamellen. Doch gibt es einen Punkt in Rifkins Buch, der selbst in Deutschland noch nicht wirklich durchdacht wurde und durchaus eine wichtige Rolle in der zukünftigen Wirtschaftsordnung spielen könnte: das intelligente Stromnetz: <em>„Es ist das Rückgrat der neuen Wirtschaft“,</em> ist Rifkin überzeugt.<span id="more-7214"></span></p>
<p>Damit ist für Rifkin nicht nur gemeint, dass Stromressourcen in großen Mengen gespeichert und zu anderen Orten geschleust oder später genutzt werden können. Es handelt sich auch um die Energieproduktion eines jeden Privathaushalts: Rifkin setzt auf den Wandel durch so genannte Mikrokraftwerke, mit denen sich jeder über Wind- und Solaranlagen selbst mit Strom versorgt. Allein in Europa könnten so 190 Millionen Häuser zu Mikrokraftwerken umgebaut werden. Wer zu viel Strom hat und ihn definitiv nicht braucht, kann ihn an andere Konsumenten verkaufen – und zwar per Computer oder Smartphone. Schon ein Drittel der Menschheit, sagt Rifkin, teilt heute im Internet Videos, Musik und ihr Wissen – wenn die Infrastruktur nun schon mal vorhanden ist, warum sollte es mit Energie anders sein?, fragt Rifkin. Unternehmen wie Cisco, Philips oder IBM entwickelten bereits Software und Netztechnik, mit der Privatpersonen Energie tauschen und handeln könne.</p>
<p>Dass sich die Menschen für ein solches Modell begeistern werden, begründet Rifkin mit dem pekuniären Anreiz, der dahinter stecke, und dem Trieb, Geschäfte machen zu wollen. Und rollt Rifkins Mikro-Welle erst einmal an, ist er überzeugt, dass es in Zukunft statt der großen Stromkonzerne zukünftig nur noch Millionen kleiner Energie-Produzenten geben wird. Das klingt nach schöner neuer Welt: Strom übers Internet zu verteilen, wäre die Basis für eine neue wirtschaftliche Ausrichtung. Die Energie- und Internetrevolution würde zu einem Kapitalismus führen, der statt über hierarchische über zentralistische Strukturen verfügt und in der sich Macht flach und dezentral verteilt.</p>
<p>Zweifellos weht in solchen Vision auch der Wind der 68er-Proteste. Doch so fortschrittlich Rifkin auch denkt, so geerdet gibt er sich und sieht seine Dritte Industrielle Revolution weder als Patentmedizin noch als Utopie. „<em>Sie ist vielmehr ein pragmatischer Wirtschaftsplan, der uns gerade noch rechtzeitig in eine nachhaltige, kohlenstofffreie Ära führen könnte“,</em> meint der amerikanische Ökonom. Allerdings gilt dies nur für einen Teil der Welt: Während sich seiner Meinung nach Deutschland bereits mitten in der dritten industriellen Revolution befindet, sieht er für seine Heimat Amerika überhaupt keine ernstzunehmenden Anzeichen der Veränderung.<!-- post eof --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/jeremys-mikro-welle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grüner Strom: Subventionsabbau ist überfällig</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/gruner-strom-subventionsabbau-ist-uberfallig/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/gruner-strom-subventionsabbau-ist-uberfallig/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 07:02:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Hubertus Bardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=7041</guid>
		<description><![CDATA[Der Stromanteil aus klimafreundlichen Quellen ist in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen. Etwa jede 5 Kilowattstunde stammt heute bereits aus regenerativen Energien. Nur eine massive Subventionierung über das EEG hat dies möglich gemacht. Jeder, der Ökostrom produziert, erhält eine gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung, die über dem Marktpreis von Strom liegt. Diese Kosten werden auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/gruener_strom.gif"><img class="size-medium wp-image-7043 alignleft" title="Ein Subventionsabbau beim Grünen Strom ist längst überfällig." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/gruener_strom-300x271.gif" alt="" width="300" height="271" /></a></p>
<p>Der Stromanteil aus klimafreundlichen Quellen ist in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen. Etwa jede 5 Kilowattstunde stammt heute bereits aus regenerativen Energien. Nur eine massive Subventionierung über das EEG hat dies möglich gemacht. Jeder, der Ökostrom produziert, erhält eine gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung, die über dem Marktpreis von Strom liegt. Diese Kosten werden auf die Stromkunden umgelegt.</p>
<p>Im Jahr 2010  haben die Stromkunden in Deutschland 16,7 Milliarden Euro für Strom aus regenerativen Quellen bezahlt. Davon entfielen lediglich 4,7 Milliarden auf den Strom selbst, aber 12 Milliarden Euro auf Subventionen. Wenn die Energiewende bezahlbar sein soll, muss Strom aus erneuerbaren Energien billiger werden. Längst überfällig daher ist ein Subventionsabbau beim Grünen Strom.<!-- post eof --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/gruner-strom-subventionsabbau-ist-uberfallig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gut Geld will Weile haben</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/gut-geld-will-weile-haben/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/gut-geld-will-weile-haben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 07:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomen-Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Marktwirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=6934</guid>
		<description><![CDATA[Buchkritik: Caspar Dohmen: Good Bank – das Modell der GLS Bank, Freiburg 2011 Die Finanzkrise und vor allem die Katastrophe von Fukushima haben der Bochumer GLS Bank im März so viele Kunden wie noch nie in einem Monat beschert: 2000 Neukunden. Seit 2007 sind es im Durchschnitt monatlich 1.500. Vorher lag die Zahl drunter. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/Good-Bank.png"><img class="alignleft size-full wp-image-6935" title="Buchkritik: Caspar Dohmen: Good Bank – das Modell der GLS Bank, Freiburg 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/Good-Bank.png" alt="" width="188" height="258" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Caspar Dohmen: Good Bank – das Modell der GLS Bank, Freiburg 2011</strong></p>
<p>Die Finanzkrise und vor allem die Katastrophe von Fukushima haben der Bochumer GLS Bank im März so viele Kunden wie noch nie in einem Monat beschert: 2000 Neukunden. Seit 2007 sind es im Durchschnitt monatlich 1.500. Vorher lag die Zahl drunter. Die sozial und ökologisch motivierten Anleger, die zur Genossenschaftsbank ins Ruhrgebiet wechseln, wollen den ökonomisch-ethischen Spagat: sozialen Mehrwert und gute Rendite.</p>
<p>In einer für alternative Sparmodelle sensiblen Zeit erklärt der Finanzjournalist Caspar Dohmen in seinem nun erschienenem Buch „Good Bank“ am Beispiel der GLS Bank das „Good Banking“. Weit entfernt vom Typus grüner Gutmensch und Weltverbesserer mit selbstgestrickter Sparsocke zeigt Dohmen zweifellos sympathisierend aber auch kritisch den Weg der Bank von ihrer Gründung 1974 bis heute. Er erläutert den „moralischen Mehrwert“, den Sinn und Unsinn der „grünen Revolution“, erklärt an Beispielen aus der Realwirtschaft die Trias der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie und Soziales) und lockert die Kapitel ebenso unterhaltend wie informativ mit Interviews auf. Darunter mit dem Ökonomen Hans Christoph Binswanger, dem Sozialethiker Friedhelm Hengsbach, GLS-Vorstandssprecher Thomas Jorberg oder auch Attac-Gründungsmitglied Sven Giegold.</p>
<p>Die Idee der GLS-Bank: Wer sein Geld auf eines ihrer Konten überweist, kann entscheiden, für welche soziale, ökologische und ökonomisch sinnvollen Projekte die Bank das Geld verwendet. Wer dort ein Sparkonto eröffnet, kann zudem selbst bestimmen, wie viel Zinsen zwischen Null und dem branchenüblichen Satz er in Anspruch nehmen will. Bei solchen Modellen seien vor allem Geldanleger gefragt, die nicht nur soziale und ökologische Motive hätten und sehr stark auf Transparenz wert legten, sondern die auch bereit seien, auf einen Teil ihres Zinses zu verzichten, meint der Autor. Für sie sei nicht Gewinnmaximierung das ausschließliche Ziel, sondern die Frage, in welcher Gesellschaft man grundsätzlich leben wolle.</p>
<p> <span id="more-6934"></span>Der Club der nachhaltigen Geldinstitute und ihrer Kunden ist in Deutschland überschaubar. 220.000 Menschen vertrauen ihr Geld alternativen Banken an. Experten zufolge ist aber das Potenzial williger Kunden viel größer – allein in Deutschland wird es auf acht bis zehn Millionen Menschen geschätzt.<br />
Ein Problem der Alternativbanken: Nicht immer böten sich ihnen in dem Ausmaß neue Projekte, wie sie mit Geld überhäuft würden. So läge Geld ungenutzt brach. Auch lieferten die meisten Kriterien für grüne Fonds, die auch viele konventionelle Anbieter zusammenstellen, reichlich Interpretationsspielraum, so dass manche Anleger manchmal überrascht seien, dass sie Anteile an Unternehmen hätten, die möglicherweise nicht ihrem eigenen ethischen Code entsprechen.</p>
<p>Dohmen geht es nicht darum, die Wirtschaft von Geld und Gewinn zu befreien, sondern für einen gesellschaftlich sinnvollen Geldeinsatz zu werben. Für Deutschland scheint das mehr als notwendig: Sind in den USA heute bereits elf Prozent der Geldanlagen nach dem zusätzlichen Anlagekriterium „ethisch wertvoll“ so investiert, dass die Geldgeber ein ruhiges Gewissen haben können, liegt die Zahl in Europa nur bei vier, in Deutschland gar nur bei ein Prozent.<!-- post eof --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/gut-geld-will-weile-haben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Klimapolitik: Energie muss bezahlbar bleiben</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/umwelt/klimapolitik-energie-muss-bezahlbar-bleiben/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/umwelt/klimapolitik-energie-muss-bezahlbar-bleiben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 07:16:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Hubertus Bardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=6509</guid>
		<description><![CDATA[Im internationalen Vergleich verfolgt Deutschland schon seit längerem eine vergleichsweise ambitionierte Klimapolitik. Ziel ist es, die Emissionen in Deutschland stärker als im europäischen Schnitt zu senken. Gleichzeitig soll nach dem beschlossenen Atomausstieg ein intensiver Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgen. Die dadurch verursachten Kosten stellen die Unternehmen in Deutschland vor große Herausforderungen. Besonders stark betroffen  sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/kapitalstock_schmilzt.gif"><img class="size-medium wp-image-6510 alignright" title="Der Kapitalstock der energieintensiven Branchen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verringert." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/kapitalstock_schmilzt-300x252.gif" alt="" width="300" height="252" /></a></p>
<p>Im internationalen Vergleich verfolgt Deutschland schon seit längerem eine vergleichsweise ambitionierte Klimapolitik. Ziel ist es, die Emissionen in Deutschland stärker als im europäischen Schnitt zu senken. Gleichzeitig soll nach dem beschlossenen Atomausstieg ein intensiver Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgen. Die dadurch verursachten Kosten stellen die Unternehmen in Deutschland vor große Herausforderungen.</p>
<p>Besonders stark betroffen  sind Unternehmen aus der Energieversorgung, dem Bergbau und den energieintensiven Industrien. Sie werden durch die aktuelle Klimapolitik stark unter Druck geraten. Sollten die Belastungen in Deutschland zu groß werden, besteht die Gefahr,  dass sie schlimmstenfalls ins Ausland abwandern und andere Branchen mit sich ziehen.</p>
<p>Schon heute bewerten die energieintensiven Branchen den Standort Deutschland eher skeptisch und investieren weniger als für den Erhalt ihres Kapitalstocks nötig wäre. Die Politik muss eine Gradwanderung vollziehen: Zum einen die selbstaufgelegten Klimaschutzziele einhalten, zum anderen darauf achten, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen und am Ende Arbeitsplätze und Wohlstand gefährden.</p>
<hr /><em>Weitere Informationen erhalten Sie<a title="Zur Webseite des IW Köln." href="http://www.iwkoeln.de/Presse/Pressemitteilungen/tabid/183/articleID/31269/Default.aspx" target="_blank"> hier.</a></em><!-- post eof --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/umwelt/klimapolitik-energie-muss-bezahlbar-bleiben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Energiewende: Marktwirtschaft statt Planwirtschaft</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/umwelt/energiewende-marktwirtschaft-statt-planwirtschaft/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/umwelt/energiewende-marktwirtschaft-statt-planwirtschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 05:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Justus Haucap</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltskonsolidierung]]></category>
		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=6395</guid>
		<description><![CDATA[Die Energiewende in Deutschland wird unbezahlbar, wenn in der Förderpolitik kein grundlegender Kurswechsel vollzogen wird. Schon 2010 wurde die EEG-Stromerzeugung mit  12,7 Milliarden Euro subventioniert – das sind über 600 Euro für eine vierköpfige Familie. Und in diesem Jahr wird es wieder mehr. Dazu kommen noch enorme Kosten für den Netzausbau. Alleine 34 Milliarden Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/EEG-Anteil-Strompreis.gif"><img class="size-medium wp-image-6396 alignright" title="Schon jetzt macht die EEG-Umlage rund 14 Prozent des Strompreises aus. Tendenz: Stark steigend." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/EEG-Anteil-Strompreis-300x277.gif" alt="" width="300" height="277" /></a></p>
<p>Die Energiewende in Deutschland wird unbezahlbar, wenn in der Förderpolitik kein grundlegender Kurswechsel vollzogen wird. Schon 2010 wurde die EEG-Stromerzeugung mit  12,7 Milliarden Euro subventioniert – das sind über 600 Euro für eine vierköpfige Familie. Und in diesem Jahr wird es wieder mehr. Dazu kommen noch enorme Kosten für den Netzausbau. Alleine 34 Milliarden Euro &#8211; 1.660 pro Familie &#8211; werden für den Anschluss der Off-Shore Windparks an das Stromnetz fällig. <a title="Hier finden Sie einen Beitrag in der WELT." href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13451001/Der-grosse-Schwindel-mit-der-Solarenergie.html" target="_blank">Besonders teuer ist aber die Solarenergie,</a> die noch nicht einmal gegen Biomasse oder Windenergie wettbewerbsfähig ist. Und in der Produktion haben längst asiatische Firmen die Nase vorn. Die Förderung der Photovoltaik ist ein einziger Misserfolg.</p>
<p>Es ist aber wohl gesellschaftlicher Konsens langfristig komplett auf erneuerbare Energien zu setzen. Man muss aber zusehen, dass das auf einem möglichst effizienten Weg erreicht wird. Und -frei nach Hayek &#8211; nur Wettbewerb deckt auf, welche Pläne effizient sind und welche nicht. Heißt: Statt die Energiewende über Verbrauchsabgaben zu finanzieren brauchen wir eine grundlegende Umstellung auf ein marktwirtschaftliches System. Z.B. könnten Zertifikate für grünen Strom gehandelt werden, die die Stromanbieter aufkaufen und einspeisen müssten. Damit entstünde für grünen Strom Wettbewerb, auf dem sich die effizienteste Technologie durchsetzen würde.  Die Kostenersparnis wäre erheblich.<!-- post eof --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/umwelt/energiewende-marktwirtschaft-statt-planwirtschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Teurer Strom! Wie staatliche Eingriffe den Strompreis in die Höhe treiben</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/teurer-strom-wie-staatliche-eingriffe-den-strompreis-in-die-hohe-treiben/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/teurer-strom-wie-staatliche-eingriffe-den-strompreis-in-die-hohe-treiben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 06:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmer]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=6311</guid>
		<description><![CDATA[Im neuesten Erfahrungsbericht der Bundesregierung zum Erneuerbare-Energien-Gesetz steht u. a. die folgende bemerkenswerte Passage: „Hier ist es in den letzten Jahren zu Fehlentwicklungen gekommen. So entfielen 2010 im Stromsektor von rund 23,7 Mrd. € Investitionen in erneuerbare Energien allein 19,5 Mrd. € und damit über 80% auf die Photovoltaik“ (S.7). Die Darstellung legt es nahe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/06/eeg_umlage.gif"><img class="size-medium wp-image-6320 alignright" title="Die EEG-Umlage verursacht beim Verbraucher stetig steigende Mehrkosten." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/06/eeg_umlage-300x264.gif" alt="" width="300" height="264" /></p>
<p>Im neuesten <a href="http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/eeg_erfahrungsbericht_2011_entwurf.pdf">Erfahrungsbericht der Bundesregierung zum Erneuerbare-Energien-Gesetz </a>steht u. a. die folgende bemerkenswerte Passage: <em>„Hier ist es in den letzten Jahren zu Fehlentwicklungen gekommen. So entfielen 2010 im Stromsektor von rund 23,7 Mrd. € Investitionen in erneuerbare Energien allein 19,5 Mrd. € und damit über 80% auf die Photovoltaik“</em> (S.7). Die Darstellung legt es nahe, dass irgendwelche schlimmen Mächte, vermutlich „Marktkräfte“ des Weges gekommen sind und die Investitionen im Stromsektor fehlgeleitet haben. Dem ist jedoch nicht so. Das Problem ist hausgemacht. Es ist ein Problem politischer Steuerung, verantwortlich sind somit Politiker und niemand sonst.</p>
<p>Die Geschichte beginnt mit der Vergütungsstruktur im <a href="http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/eeg_2009/gesamt.pdf">Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)</a> – Paragraphen 23 bis 33. Die Vergütungsstruktur setzt selektive Anreize dafür, dass in bestimmte Formen der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen investiert wird. Wer z. B. einen Sonnenkollektor mit einer Leistung von nicht mehr als 30kWh auf einem Gebäude anbringt, erhält eine Preisgarantie für den Strom, den er produziert, von 28,74 ct/kWh. Wer in die Gewinnung von Solarenergie investiert, die nicht an Gebäude gebunden ist, erhält generell 21,11 ct/kWh Vergütung. Wer dagegen in die Verstromung von Klärgas investiert und Anlagen mit nicht mehr als 1 MW Leistung erstellt, erhält lediglich eine Vergütung von 7,16 ct/kWh, Investitionen in Windenergie erbringen in den ersten fünf Jahren nach Inbetriebnahme z. B. eines Windrads eine Vergütung von 9,2 ct/kWh.</p>
<p>Im EEG ist  nicht nur die Höhe der Vergütung geregelt, die dem Erzeuger Erneuerbarer Energie <em>garantiert</em> wird. Im EEG ist auch eine <em>Abnahmepflicht</em> des auf Basis von erneuerbaren Energieträgern erzeugten Stromes geregelt, und der entsprechende Strom genießt bei der Einspeisung Vorrang. Das ist ein einzigartiger Schutzraum, den die Lobbyisten erneuerbarer Energien für ihre Klientel geschaffen haben: Ein Investor, der in die Erzeugung erneuerbarer Energien investiert, hat keinerlei unternehmerisches Risiko. Sein Produkt wird zu einem <em>garantierten Preis</em> in fast<em> beliebiger Menge</em> abgenommen. Nachfrageschwankungen gibt es nicht – was produziert wird, wird auch abgesetzt. Wie wird sich ein rationaler Investor wohl in dieser Situation verhalten?</p>
<p><span id="more-6311"></span></p>
<p>Die Ökonomie ist von rationalen Akteuren bevölkert. Von rationalen Akteuren wird angenommen, dass sie ihren Nutzen maximieren. Bei erneuerbaren Energien ist die Frage, wie man seinen Nutzen maximiert, schon im EEG geregelt, und zwar durch die Vergütungsstruktur. Wer in Solarenergie investiert, erhält mehr als vier Mal so viel Vergütung pro kWh produzierter Energie wie derjenige, der z. B. in Windenergie investiert. Wen außer Politikern wundert es da, dass die Investitionen zu 80% in Solarenergie geflossen sind? Nun könnte man sagen, dass diese Entwicklung nicht vorherzusehen war, weil z. B. das Verhältnis der Investitionskosten in eine Solaranlage im Vergleich zum Stromertrag ungünstiger ist als dies bei Windenergie der Fall ist. Aber auch diese vielleicht vorhandene „Schieflage“ müssen Investoren bei ihrer Investitionsentscheidung nicht berücksichtigen. Auch dafür sorgt das EEG. Durch Abnahme- und Preisgarantie macht es die entsprechenden Investoren zu geschätzten Schuldnern von Banken. <em>Folglich finanzieren Investoren zu günstigen Kredit-Konditionen das für sie auf kurze Frist rentabelste Projekt: Solarstrom.</em></p>
<p>Aber Solarstrom ist die teuerste Variante der Stromerzeugung und mit einem Anteil von 4% (2011) eher eine Randerscheinung unter den Varianten erneuerbarer Energieerzeugung. Die Investition in Solarstrom ist somit eine Fehlallokation von Mitteln, die wiederum von jemandem bezahlt werden muss. Und es trifft, wie zumeist, die Endverbraucher, denn die Kosten für den teuren Solarstrom werden von den Energieunternehmen, die den Strom ja auf Geheiß des EEG <em>abnehmen müssen</em>, an die Endkunden umgelegt, und zwar wiederum auf Geheiß des EEG. Dazu wird das im EEG erfundene Konstrukt der Differenzkosten bemüht. Umgelegt werden „nur“ Differenzkosten. Die Differenzkosten errechnen sich aus dem Garantiepreis für Solarenergie, also z. B. 28,74 ct/kWh, abzüglich des Marktpreises, zu dem Strom z. B. an der <a href="http://www.epexspot.com/en/market-data">EPEXSpot</a> Börse in Paris gehandelt wird. Heute, am 22. Juni, kostet dort eine kWh deutschen Stroms rund 5 ct/kWh. Der Differenzpreis, der auf die Endverbraucher abgewälzt wird, beläuft sich somit auf 24,74 ct/kWh. Allein der Differenzpreis beträgt bereits das Fünffache des Marktpreises.</p>
<p>Die dargestellte „Fehlentwicklung“ ist in ihrer Gesamtheit auf den Eingriff deutscher Politiker in den Strommarkt zurückzuführen und darauf, dass sich scheinbar niemand im Deutschen Bundestag vorstellen konnte, dass ein Akteur, der vor die Wahl gestellt wird, sich zwischen einer sicheren Auszahlung von 10.000 Euro und einer sicheren Auszahlung von 10 Euro zu entscheiden, sich in jedem Fall für die 10.000 Euro entscheiden wird. Gerade Politiker und Bundestagsabgeordnete hätte das eigentlich klar sein müssen!</p>
<hr size="2" /><em>Dieser Beitrag erschien auch auf <a title="Zum BLog http://sciencefiles.org" href="http://sciencefiles.org/" target="_blank">http://sciencefiles.org</a>.</em><!-- post eof --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/teurer-strom-wie-staatliche-eingriffe-den-strompreis-in-die-hohe-treiben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Social Corporate Responsibility: Einfallstor für politische Ideologie</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/arbeitsmarkt/social-corporate-responsibility-einfallstor-fur-politische-ideologie/</link>
		<comments>http://www.insm-oekonomenblog.de/arbeitsmarkt/social-corporate-responsibility-einfallstor-fur-politische-ideologie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 07:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmer]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.insm-oekonomenblog.de/?p=6173</guid>
		<description><![CDATA[Wer bei Lidl, Netto oder Aldi einkauft, kann sicher sein, dass er volle Regale vorfindet, weitgehend alles findet, was er sucht und seinen Einkauf zu günstigen Preisen erledigen kann. Wer in die Tankstelle fährt, um zu tanken, findet nicht nur Benzin (zu nicht ganz so günstigen Preisen), sondern auch eine Einkaufsmöglichkeit, jenseits des Prokrustesbetts der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer bei Lidl, Netto oder Aldi einkauft, kann sicher sein, dass er volle Regale vorfindet, weitgehend alles findet, was er sucht und seinen Einkauf zu günstigen Preisen erledigen kann. Wer in die Tankstelle fährt, um zu tanken, findet nicht nur Benzin (zu nicht ganz so günstigen Preisen), sondern auch eine Einkaufsmöglichkeit, jenseits des Prokrustesbetts der Ladenöffnungszeit. Wer ins Kino geht, kann sicher sein, dass er für vermutlich die nächsten zwei Stunden ein mehr oder weniger gutes Unterhaltungsprogramm geboten bekommt.</p>
<p>Alle Beispiele haben eines gemeinsam, ein Konsument fragt ein Produkt oder eine Leistung nach und erhält sie zu einem vereinbarten Preis. Man sollte denken, damit ist der Handel zwischen Konsumenten und Unternehmern, zwischen Nachfrager und Anbieter abgeschlossen. Doch dem ist nicht so, denn neuerdings formieren sich immer mehr Gruppen, die eine „Corporate Social Responsibility“ von Unternehmen einfordern. Die <a title="Hier geht&apos;s zu einem Bericht der EU." href="http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sustainable-business/corporate-social-responsibility/index_en.htm" target="_blank">EU</a> fordert Corporate Social Responsibility, die<a title="Hier geh&apos;s zu einem Bericht der OECD." href="http://www.oecd.org/document/37/0,3746,en_2649_34417_2429925_1_1_1_1_,00.html" target="_blank"> OECD</a> findet Corporate Social Responsibility wichtig, und selbst die Weltbank macht sich für Corporate Social Responsibility stark.</p>
<p>Wer sich in Google Scholar einen kurzen Überblick über die Menge der wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu „Corporate Social Responsibility“ macht, findet erschlagende 79.200 Einträge. Wer deutsche wissenschaftliche Bücher zu dem Thema scannt, stellt schnell fest, dass Corporate Social Responsibility von nahezu allen Autoren als etwas Positives und Begrüßenswertes angesehen wird. Kaum jemand hinterfragt das Konzept. Und so steht Philip Booth (2009, S.2) mit seiner Frage, warum Unternehmen dann, wenn sie ihrem Zweck nachgehen und produzieren, als Unternehmen charakterisierte werden, die etwas aus der Gesellschaft nehmen, während dann, wenn sie Kapital in unternehmensfremde Zwecke investieren, behauptet wird, sie gäben der Gesellschaft etwas zurück, bislang ziemlich alleine da.</p>
<p>Vor Booth hat sich vor allem Milton Friedman gegen das von Archie Carroll zum Ende der 1970er Jahre aufgebrachte Konzept der Corporate Social Responsibility ausgesprochen und festgestellt, dass „there is one and only one social responsibility of business – to use its resources and to engage in activities designed to increase its profit“ (Friedman, 1993, S.250). In der Tat ist die Frage berechtigt, warum Unternehmen ihre eigentliche Aufgabe, nämlich ihren Nutzen zu maximieren, zu Gunsten von Corporate Social Responsibility aufgeben sollten. Um diese Frage zu beantworten ist es sinnvoll, etwas genauer darauf zu schauen, was Corporate Social Responsibility konkret bedeutet.</p>
<p>Einen guten Einblick in die Welt der Corporate Social Responsibility (CSR) vermittelt der CSR-Index des Unternehmens KLD Research and Analytics. Interessant ist der Index vor allem, wenn man sich ansieht, aus welchen Variablen er sich zusammensetzt, was als Indikator von Corporate Social Responsibility angesehen wird. Hier finden sich so profitable Dinge wie (1) Unterstützung lokaler Gemeinschaften, (2) Gleichbehandlung von Frauen und Minoritäten, (3) Behandlung von Angestellten, (4) Umweltschutz, (5) Produktsicherheit, (6) keine Beteiligung an der Herstellung von Waffen und (7) keine Beteiligung an der Produktion von Kernenergie. Vor dem Ende der Apartheid enthielt der Index noch die Handelsbeziehungen mit Südafrika als Stolperstein auf dem Weg zu dem Prädikat „Corporate Social Responsible“. Was die Indikatoren alle gemein haben, ist ein bestimmtes und leicht zu identifizierendes ideologisches Fundament, was den Verdacht nahe legt, dass Corporate Social Responsibility ein Mittel der ideologischen Gleichschaltung von Unternehmen, ein Mittel der ideologischen Kriegsführung darstellt.</p>
<p>Und dem ist wirklich so, wie sich schon daran zeigt, dass die Bundesregierung, genauer, das Ministerium für alle außer Männern, Unternehmen prämiert, die sich aus der Sicht des Bundesministeriums wohlgefällig verhalten, die gefügig sind. <a title="Hier geht&apos;s zu einer Pressemeldung des Familienministeriums." href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=172534.html" target="_blank">Wohlgefällig verhalten</a> sich Unternehmen, die die Arbeitsbedingungen so gestalten, dass „Menschen Verantwortung für ihre Familie übernehmen können“. Dies wird vornehmlich durch „Angebote zur Kinderbetreuung“ und „Familienpflegezeit“ erreicht. Fast 1000 solcher devoten Unternehmen, Institutionen und Hochschulen hat das BMFSFJ bereits zertifiziert. Die Zertifikate schmücken die Brust der entsprechenden Verantwortlichen und belegen, dass „betriebliche Kinderbetreuung“, „weitere Unterstützung bei Kinderbetreuung“, „Kontakt während der Elternzeit“, „Unterstützung bei Pflegezeit“ und eine besondere „Väterförderung“ gewährleistet sind. Das Bundesministerium gebraucht die zertifizierten Unternehmen somit ganz offen, um die hauseigene Ideologie zu verbreiten und auf andere (noch) nicht zertifizierte Unternehmen Druck auszuüben, um auch noch das letzte unzertifizierte Unternehmen gleichzuschalten.</p>
<p>Damit ist deutlich, wem Corporate Social Responsibility dient, und warum es vornehmlich politische Kreise sind, die Social Corporate Responsibility propagieren. Das Konzept ist das Einfallstor politischer Ideologie in Unternehmen, es wirkt als trojanisches Pferd um Unternehmen gleichzuschalten, denn ein gutes, d.h. ein zertifiziertes Unternehmen lebt, was ihm aus dem Ministerium an Werten vorgegeben wird. Corporate Social Responsibility ist ein Wertimperialismus, der zwangsläufig zu Lasten der Effizienz von Unternehmen gehen muss und am Ende zu einer nachlassenden Produktivität führen muss. Deshalb kann man sich als verantwortlicher Unternehmer nur gegen Corporate Social Responsibility entscheiden. Und man darf keine Kompromisse und schon gar keine Zugeständnisse machen, denn das ist der Anfang vom Ende unternehmerischer Eigenständigkeit: „Unfortunately,…, many businesses have apparently endorsed it (CSR] they have perhaps sought to deflect CSR activists‘ wrath by consulting them, and even funding them in hopes of buying approval. But as has been observed ‚that’s as likely as converting a crocodile to vegetarianism by feeding it your leg“ (Sternberg, 2009, S.8). Diese Erkenntnis gilt besonders für Krokodile aus Familienministerien.</p>
<p><em>Booth, Philip (2009). Editorial: Corporate Social Responsibility. Economic Affairs 29(4): 2-4.</em></p>
<p><em>Carroll, Archie (1979). A Three-Dimensional Conceptual Model of Corporate Performance. Academy of Management Review 4(4): 497-505.</em></p>
<p><em>Friedman, Milton (1993). The Social Responsibility of Business is to Increase Profits. In: Chryssides, George D. &#038; Kaler, John H. (eds.). Business Ethics. London: Thompson Learning, pp.249-254.</em></p>
<p><em>Sternberg, Elaine (2009). Corporate Social Responsibility and Corporate Governance.  Economic Affairs 29(4): 5-10.</em></p>
<hr />
<p><em><em>Dieser Beitrag erschien auch auf <a title="Zum BLog http://sciencefiles.org" href="http://sciencefiles.org" target="_blank">http://sciencefiles.org</a></em>.<br />
</em><!-- post eof --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.insm-oekonomenblog.de/arbeitsmarkt/social-corporate-responsibility-einfallstor-fur-politische-ideologie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

