Euro-Krise ist Staatsversagen
Europa sucht nach einem Weg den Euro an den Finanzmärkten zu stabilisieren. Am Wochenende haben die EU-Finanzminister ein beispielloses Rettungspaket geschnürt. Rund 750 Milliarden Euro sollen klamme Mitgliedsstaaten vor dem Bankrott bewahren und den Euro stabilisieren. Der EU-Währungskommissar Olli Rehn kündigte nach den Verhandlungen an den Euro gegen Spekulationen verteidigen zu wollen, „koste es was es wolle.“
Thomas Exner, Kommentator der Welt sieht darin eine Bedrohung der Marktwirtschaft. In einem aktuellen Kommentar in der heutigen Ausgabe schreibt er: „Wer eine zwischen Politik und Märkten verlaufende Kampflinie suggeriert, stellt einen Eckpfeiler der europäischen Integration –die Marktwirtschaft – in Frage.“ Der Druck auf den Euro komme weniger von Seiten der Spekulanten, sondern ist vielmehr Zeichen eines Vertrauensverlustes, der nicht aus einem Marktversagen herrührt, sondern aus langjährigem Versagen der Politik.
Auch Markus Frühauf von der FAZ sieht die Hauptschuld für den Euro-Verfall nicht bei den Spekulatnen. Nich die Hedge Fonds mit ihren Credit Default Swaps Wetten seien Schuld, “sondern die leeren Kassen Athens.” Wenn Griechenlands Haushalt solide gewesen wäre, wäre das Kalkül der Hedge Fonds niemals aufgegangen.
Den vollständigen Kommentar von Thomas Exner in der Welt finden Sie hier
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Was für ein ideologisches Geschwurbel!
Weder der Marktmechanismus noch der Staat sind Götter!
Die Marktwirtschaft hat nicht versagt aber gewisse Politiker, die dem “Markt” religiös oder als Vertreter eine kleinen Interessensgruppe huldigen und ihn nicht verstehen oder Klientelpolitik betreiben. Aus makroökonomischer Sicht wurden Ungleichgewichte aufgebaut, die zu diesem Ergebnis führen mußten und die griechische Regierung ist auch nicht das gelbe vom Ei. Komplexe Zusammenhänge fordern komplexe Lösungen. Antworten erwarte ich vom Blog der INSM nicht!
Natürlich ist die Krise Staatsversagen, sonst würde man hier nicht darüber schreiben. Marktversagen kann es ja gar nicht geben in den Augen der INSM. Ist zu viel reulgiert ist der Staat Schuld ist es zu wenig, dann ebenfalls. Fehlerhafte Modelle und Märkte existieren nicht. Eine einfache Welt.
Staatsversagen hin, fehlerhafter Marktmechanismus her. Fakt ist, dass einige wenige Zocker einen immens hohen Schaden anrichten konnten. Schon bevor es die Immobilien-Krise gab, haben eine Hand voll Ökonomen gesagt, dass der Finanzmarkt dringend neue Regulierungsmaßnahmen braucht. Passiert ist nichts. Die Welt schaut auf einen großen Scherbenhaufen!