Nach den hohen Flüchtlingszahlen des vergangenen Sommers hat sich die Situation in Deutschland nicht zuletzt durch die Schließung der Balkanroute deutlich beruhigt. Nun machen sich die ersten Flüchtlinge in den Arbeitsmarktstatistiken bemerkbar. Der Arbeitsmarkt braucht Rahmenbedingungen, die Integration fördern und nicht verhindern. Die Politik hat auf diesem Feld schon einiges bewegt und Zugangshürden abgebaut, nun muss der Praxistest erfolgen.

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Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, war Politik von Ideologie geprägt – rechts gegen links, arm gegen reich, Elite gegen Außenseiter. Je nach Weltbild – von Zuhause geprägt oder über die Jahre angeeignet – interpretierte man die Welt und ihre Geschehnisse. Selten sprachen Fakten und Entwicklungen eine so deutliche Sprache, dass man seine Meinung hätte revidieren müssen. Das hat sich geändert. Aber wird die Politik den neuen Erkenntnissen folgen? Die Forschung im Bereich “Entwicklungspolitik” könnte Vorbild sein.   weiterlesen

Die Briten haben sich bekanntlich mit denkbar knapper Mehrheit für den Brexit entschieden. Jetzt hat die Zeit der Schuldzuweisungen begonnen. Wer Vertrauen in die Europäische Union aufbauen will, sollte besser dafür sorgen, deren Demokratiedfizite zu reduzieren. Eine Kritik an Bürokratie und Institutionen der EU.  weiterlesen

Nur weil jemand ein höheres Einkommen als der andere hat, ist er längst noch nicht zufriedener. Harry G. Frankfurt räumt mit der ständigen Forderung vieler nach ökonomischer Gleichheit auf und zeigt, dass es akzeptabel sein kann, wenn wir eben nicht gleich viel haben. Ungleichheit ist für ihn moralisch nicht relevant. Einzig wichtig ist zu wissen, was für einen genug ist.

Harry G. Frankfurt: Ungleichheit – warum wir nicht alle gleich viel haben müssen, Suhrkamp, Berlin 2016.

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Die Bundesrepublik wird nicht nur immer älter, sie liegt auch bald im Sarg. Solche wie Mantras wiederkehrenden Vorurteile ärgern Thomas Straubhaar. Gleich zehn Mythen des demografischen Wandels hat der Ökonom ausgemacht. Dass die Bundesrepublik nicht ausstirbt, liegt für ihn vor allem an den noch ungenutzten Chancen und guten Perspektiven, die eben genau jene gefürchtete Alterung mit sich bringt.

Thomas Straubhaar: Der Untergang ist abgesagt – wider die Mythen des demografischen Wandels, edition Körber-Stiftung, Hamburg 2016

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Man muss kein Prophet sein: Der nächste Bundestagswahlkampf wird auch ein Kampf um das Ehegattensplitting. „Easy target“, denn „Ehegattensplitting“ klingt natürlich in der Tat schrecklich antiquiert. Das immer wieder diskutierte „Familiensplitting“ kommt allein schon begrifflich viel frischer und moderner daher. Doch das derzeitige Splittingsystem ist äußerst solide und konsistent konzipiert. Zudem können seit 2013 auch eingetragene Lebenspartnerschaften das Splittingverfahren nutzen – ein richtiger und wichtiger Modernisierungsschritt, der allzu oft übersehen wird. weiterlesen

Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat längst begonnen. Aber sie bereitet den Beschäftigten kaum Sorgen. Im Gegenteil: die klare Mehrheit sieht darin für sich vor allem Vorteile. Noch wichtiger: Drei Viertel sehen sich den künftigen Anforderungen gut gewachsen. Ob der Gesetzgeber deshalb besser die Füße stillhalten sollte, darüber wurde heute in Berlin diskutiert. Im Folgenden die Kurzfassung der großen Deutschlandbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach (Umfrage in GrafikenUmfrage in Text plus Grafiken, gesamte Umfrage online lesen).  weiterlesen