Ein Historiker will uns die aktuelle Politik, die Verwirrung der Finanzmärkte und den gesellschaftlichen Wandel erklären. Das klingt nach wissenschaftlicher Vorlesung, getränkt in Formaldehyd. Doch Rödder ist anders. Wer sein neues Buch liest, erhält eine Turbokurs durch die Gegenwart, facettenreich und leichtfüßig erzählt. Und nach der Lektüre ist jedem gewiss, dass unsere Zeit kaum aufregender sein könnte.

Andreas Rödder: 21.0 – eine kurze Geschichte der Gegenwart, C.H. Beck, München 2015

weiterlesen

Der Wohnraum ist in machen Gegenden Deutschlands knapp, die Miet- und Kaufpreise entsprechend hoch. Auf solche Entwicklungen hat die Politik seit jeher mit Regulierung reagiert. Sie verspricht den Wählern (vor allem den Mietern), die Lage zu ihren Gunsten zu verbessern. Doch das Gegenteil von gut ist bekanntlich gut gemeint. Kaum ein Markt ist mittlerweile mehr reguliert als der Wohnungsmarkt. Die Folge: Es wird weniger Wohnraum geschaffen als möglich wäre – den (höheren) Preis zahlen die Bewohner.  weiterlesen

Eine aktuelle Studie der OECD räumt mit einer ganzen Reihe liebgewonnener Allgemeinplätze wohlfahrtsstaatlicher Politik auf. So enttarnt das Schwerpunktthema „How’s Life for Children?“ im diesjährigen “How’s Life“-OECD-Bericht so manches lang gepflegte Jammertal als Garten Eden.  Das heißt nicht, dass hierzulande alles im Lot wäre. Das liegt aber gerade auch daran, dass uns die allgegenwärtigen paternalistischen Schimären blenden und den politischen Diskurs an den falschen Stellen binden.  weiterlesen

INSM-Autoren

Alle Autoren

Wer erbt, hat es nicht verdient; oder er hat Schwein gehabt; oder wird bald zu einem Schwein, denn Geld versaut – solche und ähnliche Anfeindungen gegen Erben gehen Gerd Maas gehörig auf die Nerven. In seinem neuen Buch beschäftigt er sich ausführlich mit Fragen, warum Erben gerade nicht ungerecht ist. Sein Werk ist ein kräftiger Schuss gegen alle, die auf Teufel komm raus staatliche Umverteilung wollen.

Gerd Maas: Warum Erben gerecht ist – Schluss mit der Neiddebatte, Finanzbuchverlag, München 2015

weiterlesen

Was sind die Quellen des Wohlstands? Das ist eine der Fragen, die den Ökonomen Angus Deaton umtreiben. Seine Antworten sucht er regelmäßig in der Empirie. Sein ausgeprägtes Bewusstsein dafür, dass die Qualität der Ergebnisse entscheidend von der Qualität der erhobenen Daten abhängt, hat ihm den diesjährigen den Nobelpreis beschert. Dass die Wahl auf den Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Princeton University fiel, lässt sich aber auch als Kritik an einer Wissenschaft lesen, die bisweilen aus dem Auge verliert, dass es bei der Ökonomik um menschliches Zusammenleben geht und sie eben keine Naturwissenschaft ist.

weiterlesen

Lange galt der US-Vermögensverwalter Blackrock in der Finanzbranche als Vorbild. Doch nun hagelt es Kritik. Der US-Investor Carl Icahn bezeichnet die Firma als „extrem gefährlich“. Da kommt Heike Buchters Buch gerade richtig. Sie schaut hinter die Kulissen dieser „unheimlichen Weltmacht, die nach unserem Geld greift“. Und findet so einige Ungereimtheiten.

Heike Buchter: Black Rock – eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld, Campus-Verlag 2015, Frankfurt Main 2015

weiterlesen