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	<title>INSM - ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &#187; Arbeit</title>
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	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
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		<title>Lohnstückkosten: In Deutschland stabil</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 08:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Döttling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutschland sei zu stark auf die Lohnbremse getreten und sorgt so mit für die Ungleichgewichte in Europa. Doch die genauere Betrachtung zeigt: Die Lohnstückkosten in Deutschland sind nach wie vor vergleichsweise hoch. Darunter leidet die Wettbewerbsfähigkeit &#8211; denn Andere sind günstiger. „Die Zahl allein sagt nichts über die Qualität aus“, ist eine der Weisheiten Muhammad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/lohnstueckkosten_deutschlan.gif"><img class="size-medium wp-image-7553 alignright" title="Trotz moderater Entwicklung: Die Lohnstückkosten in Deutschland sind noch immer hoch." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/lohnstueckkosten_deutschlan-300x271.gif" alt="" width="300" height="271" /></a><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/wachstumsBlogLogokl.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-7533" title="WachstumsBlog" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/wachstumsBlogLogokl.gif" alt="" width="23" height="22" /></a> Deutschland sei zu stark auf die Lohnbremse getreten und sorgt so mit für die Ungleichgewichte in Europa. Doch die genauere Betrachtung zeigt: Die Lohnstückkosten in Deutschland sind nach wie vor vergleichsweise hoch. Darunter leidet die Wettbewerbsfähigkeit &#8211; denn Andere sind günstiger.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-7546"></span>„Die Zahl allein sagt nichts über die Qualität aus“, ist eine der Weisheiten Muhammad Alis. Der schwer kranke Champion wurde vor kurzem 70 Jahre alt. Ali bezog seinen Satz auf das Alter, dessen Qualität sich seiner Meinung nach nicht über Zahlen messen lässt. Ein Spitzenranking von „AAA“ hingegen sagt schon etwas über die Qualität eines Unternehmens oder Staates aus – vor allem, wenn es nur wenige bekommen.</p>
<p>Deutschland verteidigt seine Spitzenbewertung auch, weil wir eine hoch wettbewerbsfähige Industrie haben, die durch Qualität, aber auch mit moderaten Preisen punktet. Durch relativ stabile Arbeitskosten wurde die Wettbewerbsfähigkeit in den vergangenen Jahren verbessert:<a title="Zu den Ergebnissen der Studie." href="http://www.iwkoeln.de/Publikationen/iwd/Archiv/tabid/122/articleID/31699/Default.aspx" target="_blank"> Der aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) </a>zufolge sind die Lohnstückkosten in Deutschland seit 1999 bis heute konstant geblieben, während sie in den übrigen Eurostaaten um zwölf Prozent gestiegen sind. Manche Länder werfen Deutschland sogar schon vor, man habe zu stark die Lohnbremse getreten und sorge so für die europäischen Ungleichgewichte.</p>
<p>Davon kann aber keine Rede sein. Denn im internationalen Vergleich weist das Lohnstückkostenniveau des verarbeitenden Gewerbes immer noch den fünfthöchsten Wert auf. Länder mit denen die deutsche Industrie am stärksten konkurriert, haben laut IW die Lohnstückkosten sogar reduziert: in Amerika um elf und in Japan um 32 Prozent. Das ist ein Problem. Die sinkenden Lohnstückkosten beispielsweise in den USA machen im Zusammenwirken mit dem schwachen Dollar US-Ausfuhren sehr attraktiv und wettbewerbsfähig. Die Boston Consulting Group prognostiziert, dass der Süden der USA bis 2015 die mit am billigsten Produktionskosten in der westlichen Welt anbieten kann. Es gilt, sich nicht irritieren zu lassen. Deutschland ist nicht „lohnmagersüchtig“. Die ökonomische Faustregel Lohnsteigerungen nach dem Produktivitätswachstum auszurichten, besitzt noch immer Gültigkeit.</p>
<hr />
<p><em>Dies ist ein Beitrag aus der Reihe <a title="Zu allen Beiträgen des WachstumBlog" href="http://www.oekonomenblog.de/category/wachstum/" target="_blank">&#8220;WachstumsBlog&#8221;</a>. In einem bis zwei Beiträgen pro Woche beschäftigen sich Wirtschaftsexperten im ÖkonomenBlog mit Themen rund um nachhaltiges Wachstum.</em></p>
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		<title>Altersarmut nicht mit Wahlversprechen bekämpfen</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/Soziales/altersarmut-nicht-mit-wahlversprechen-bekampfen/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 09:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Oliver Arentz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Rente]]></category>

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		<description><![CDATA[Die angestoßene Debatte um die zukünftige Entwicklung der Renten und die Gefahr der Altersarmut muss zwingend geführt werden.  Zwar ist die heutige Rentner Generation so wohlhabend wie nie zuvor, aber dieses Niveau wird von zukünftigen Rentnergenerationen nicht mehr erreicht werden. Die Lösung kann aber nicht darin bestehen die Kosten auf zukünftige Generationen zu verlagern. Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/kosten_zuschussrente.gif"><img class="size-medium wp-image-7368 alignright" title="Die Kosten der Zuschussrente, wie sie jüngst die Arbeitsministerin vorgeschlagen hat, steigen von anfänglich 50 Millionen auf 2,9 Milliarden im Jahr 2035" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/kosten_zuschussrente-300x281.gif" alt="" width="300" height="281" /></a>Die angestoßene Debatte um die zukünftige Entwicklung der Renten und die Gefahr der Altersarmut muss zwingend geführt werden.  Zwar ist die heutige Rentner Generation so wohlhabend wie nie zuvor, aber dieses Niveau wird von zukünftigen Rentnergenerationen nicht mehr erreicht werden. Die Lösung kann aber nicht darin bestehen die Kosten auf zukünftige Generationen zu verlagern.</strong></p>
<p><span id="more-7362"></span>Auch im neuen Jahr macht sich ein im politischen Raum wohlbekanntes Verhaltensmuster breit: Wahlgeschenke auf Kosten kommender Generationen. Die Bundesarbeitsministerin  Ursula von der Leyen plant, die Rente von  Geringverdienern ab 2013 (Wahljahr!) auf 850 Euro, also  über das Mindestsicherungsniveau von rund 680 Euro  hinaus, aufzustocken, um drohende Altersarmut zu bekämpfen. Das klingt gut, hat aber einen Haken: Die Kosten hierfür steigen von anfänglich  <a title="Zum Bericht des Sozialbeirats." href="http://www.sozialbeirat.de/files/2011-11-29_gutachten_rentenversicherungsbericht_2011.pdf">50 Millionen Euro bis 2035 auf 2,9 Milliarden Euro.</a> Jede Leistung kostet eben Geld. Also werden die Lasten zum überwiegenden Teil in die Zukunft  verlagert. Richtig ist, das drohende Thema Altersarmut offen zu debattieren. Allerdings: Jede Reform des Rentensystems sollte die Realitäten des Umlageverfahrens  anerkennen. Die Beitragszahlungen der Erwerbstätigen werden in jeder Periode vollständig zur Finanzierung der gegenwärtigen Rentnergeneration ausgegeben. Auf eine Umkehr der demografischen Entwicklung zu setzen ist ebenso naiv wie die Forderung, das Renteneintrittsalter solle an die Beschäftigungsquote der rentennahen Jahrgänge geknüpft werden.</p>
<p>Neben der Demografie sind die zunehmend unstetig verlaufenden Erwerbsbiografien &#8211; insbesondere von Geringverdienern &#8211; ein wesentlicher Grund für zukünftig zu erwartende Altersarmut. Immer breitere Bevölkerungsschichten können aufgrund dessen die 35 Beitragsjahre für eine Standardrente nicht mehr erreichen. Frauen sind besonders stark von Altersarmut bedroht, da sie in Relation zu Männern ihre Erwerbsbiografien deutlich häufiger für Kindererziehung unterbrechen. Weil Erziehungsleistungen die Voraussetzung für den Erhalt des Rentensystems darstellen, wäre es systematisch richtig, diese bei den Rentenansprüchen stärker zu Lasten der Ansprüche  aus Beitragszahlungen zu berücksichtigen. Den veränderten Erwerbsbiografien kann nur durch eine Stärkung und Flexibilisierung des Arbeitsmarkts sinnvoll Rechnung getragen werden.</p>
<hr />
<p><em>Die <a title="Hier geht's zur Langversion" href="http://www.iwp.uni-koeln.de/DE/Publikationen/komment/pdf-Dateien/OK_01_2012.pdf" target="_blank">Langversion dieses Texts </a>wurde am 03. Januar 2012 in der Reihe „Der Ordnungspolitischen Kommentar“ vom Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln sowie dem Otto-Wolff-Institut für Wirtschaftsordnung herausgegebenen.</em></p>
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		<title>Der Mindestlohn setzt die Erfolge am Arbeitsmarkt aufs Spiel</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 14:35:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war zu erwarten: Kaum hat es in Deutschland eine substantielle Verbesserung am Arbeitsmarkt gegeben, flammt aufs Neue die Diskussion über einen flächendeckenden Mindestlohn auf. Es gibt hierzulande, so die Argumentation, zu viele Arbeitnehmer, die ihre niedrigen Löhne mit staatlicher Unterstützung „aufstocken“, um davon leben zu können. Das gehe nicht so weiter: Ein Mensch müsse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/mindestloehne.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7258" title="mindestloehne" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/mindestloehne-300x263.gif" alt="" width="300" height="263" /></a>Es war zu erwarten: Kaum hat es in Deutschland eine substantielle Verbesserung am Arbeitsmarkt gegeben, flammt aufs Neue die Diskussion über einen flächendeckenden Mindestlohn auf. Es gibt hierzulande, so die Argumentation, zu viele Arbeitnehmer, die ihre niedrigen Löhne mit staatlicher Unterstützung „aufstocken“, um davon leben zu können. Das gehe nicht so weiter: Ein Mensch müsse von seiner Arbeit leben können.</p>
<p><span id="more-7170"></span>Tatsächlich hat es seit den Hartz-IV-Reformen eine beträchtliche Zunahme der Zahl der „Aufstocker“ gegeben – bei gleichzeitiger Abnahme der Arbeitslosigkeit, und vor allem auch: der Langzeitarbeitslosigkeit. Woran dies genau lag, ist bis heute nicht ganz klar – zum Teil wohl an den neuen Regeln, zum Teil auch an einer generellen Verbesserung der Arbeitsmarktlage in Deutschland. Jedenfalls wurde ein wesentliches Ziel der Reform erreicht: Empfänger staatlicher Hilfe sollten für den Arbeitsmarkt reaktiviert werden, damit sie wieder den Kontakt zur Arbeitswelt zurückfinden. Denn eine Fülle wissenschaftlicher Studien zeigte, dass gerade dieser Kontakt extrem wichtig ist, um dauerhaft die Beschäftigungschancen zu verbessern. Genau dies ist geschehen.</p>
<p>Nun glaubt die Politik offenbar, damit sei es genug, und die Arbeitgeber sollten endlich die Kosten dieser Politik übernehmen. Dabei werden eine Reihe von unveröffentlichten Studien zitiert, die angeblich belegen, dass die bisher bestehenden Mindestlöhne in Deutschland kaum Beschäftigung gekostet haben. Diese Untersuchungen konzentrieren sich allerdings auf die branchenspezifischen Lohnuntergrenzen, die im Rahmen des Entsendegesetzes erlassen wurden. Für den Niedriglohnsektor sind sie ohne großen Belang, denn in den meisten vom Entsendegesetz betroffenen Branchen wie dem Bauhauptgewerbe oder dem Elektro-, Dachdecker- und Malerhandwerk werden ohnehin erheblich höhere Löhne gezahlt als die meisten Aufstocker erhalten. Im wirklichen Niedriglohnsegment sieht die Struktur ganz anders aus: Dort tummelt sich eine Fülle von Arbeitskräften mit ganz unterschiedlicher Motivlage – bis hin zu vielen Studierenden, die sich ein wenig Geld hinzuverdienen. Es ist völlig offen, wie dieser Markt reagiert, wenn etwa der Mindestlohntarif für Zeitarbeit, was derzeit vorgeschlagen wird, Anwendung findet. fast 8 Euro im Westen und 7 Euro pro Stunde im Osten. Da könnten schon in der Gastronomie oder im Friseurhandwerk viele Arbeitsplätze wegfallen oder in die Schattenwirtschaft abwandern.</p>
<p>Überhaupt nicht nachvollziehbar ist dabei der Vorschlag, dass ausgerechnet die Tarifparteien diesen Mindestlohn festlegen sollten – und nicht der Staat selbst. Geschähe dies, wäre es eine Einladung zur Wettbewerbsbeschränkung durch etablierte Produzenten, die sich höhere Löhne leisten können. Dies ist ordnungspolitisch überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen. Es geht doch bei der Festlegung eines absoluten Mindestlohns – im Unterschied zu branchenbezogenen tariflichen Untergrenzen – um eine Frage der Konstruktionsprinzipien des Sozialstaats. Mit Tarifautonomie hat sie nichts mehr zu tun. Da sollten die Tarifpartner – wie stets – dem Staat beratend zur Seite stehen. Entscheiden muss aber die Politik. Sonst kommt der Tariflohn in Deutschland in den Zangengriff einer umfassenden Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen, die mit den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft nicht vereinbar ist.</p>
<hr />
<p><em>Dieser Beitrag ist auch auf <a title="Zum Beitrag." href="http://www.insm.de/insm/Themen/Arbeit/Paqu--zu-Mindestlohn.html" target="_blank">insm.de</a> erschienen.</em></p>
<p><!-- post eof --></p>
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		<title>Zeitarbeit besser als Hartz-IV</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/zeitarbeit-besser-als-hartz-iv/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 09:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PD Dr. Hilmar Schneider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach wie vor bestehen in der Öffentlichkeit große Vorbehalte gegen die Zeitarbeit. Der Hauptvorwurf: Sie verdrängt reguläre Beschäftigung. Dieser Verdrängungsmythos hält jedoch einer kritischen Faktenüberprüfung nicht statt. Im Jahre 2010 wurden in Deutschland knapp 7,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse neu abgeschlossen, davon entfielen aber nur 1,1 Millionen auf die Zeitarbeit. Von diesen 1,1 Millionen neu besetzten Zeitarbeitsstellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitarbeit1.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7260" title="zeitarbeit" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitarbeit1-300x269.gif" alt="" width="300" height="269" /></a>Nach wie vor bestehen in der Öffentlichkeit große Vorbehalte gegen die Zeitarbeit. Der Hauptvorwurf: Sie verdrängt reguläre Beschäftigung. Dieser Verdrängungsmythos hält jedoch einer kritischen Faktenüberprüfung nicht statt. Im Jahre 2010 wurden in Deutschland knapp 7,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse neu abgeschlossen, davon entfielen aber nur 1,1 Millionen auf die Zeitarbeit. Von diesen 1,1 Millionen neu besetzten Zeitarbeitsstellen wurden zwei Drittel mit zuvor Arbeitslosen oder Nicht-Erwerbstätigen besetzt. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass Zeitarbeit ein wichtiges Sprungbrett bei der Rückkehr von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt darstellt.</p>
<p><span id="more-7162"></span>Die gegenwärtigen Bestrebungen von Politik und Gewerkschaften zur Eindämmung der Zeitarbeit bergen die Gefahr, den Betroffenen einen Bärendienst zu erweisen. Die Forderung nach Durchsetzung des Equal-Pay-Prinzips und die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sorgen dafür, dass Zeitarbeit für Unternehmen unattraktiv wird. Auf den Punkt gebracht: Offensichtlich ist den Befürwortern dieser Pläne ein Langzeitarbeitsloser, der von Hartz-IV leben muss, lieber als ein Zeitarbeitnehmer, der zwar mit einem geringen Lohn auskommen muss, damit aber immer noch besser dasteht als allein mit Hartz-IV.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Der Blogbeitrag ist eine Zusammenfassung des Namensartikels <a title="Hier geht es zu dem Beitrag." href="http://www.insm.de/insm/Themen/Arbeit/Hilmar-Schneider--Angstmacher-Zeitarbeit.html" target="_blank">„Zeitarbeit als Angstmacher“, </a>erschienen am 07.11.2011 auf insm.de.</em></p>
<p><!-- post eof --></p>
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		<title>Arbeit statt Mindestlohn</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/arbeit-statt-mindestlohn/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 08:44:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Thomas Straubhaar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mindestlohn &#8211; seit Jahren ist das Thema ein Zankapfel. Ordnungspolitisch ist die Sache eindeutig. Die Tarifautonomie lässt keine Mindestlöhne zu. Es wäre aber töricht, an konservativen und liberalen Konzepten nur wegen der Ideologie festzuhalten. Aber es gibt keine neuen Erkenntnisse – seien sie theoretisch noch empirisch – die einen Grund für einen Richtungswechsel liefern. Daran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/gesetz_mindestlohn.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7272" title="gesetz_mindestlohn" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/gesetz_mindestlohn-300x264.gif" alt="" width="300" height="264" /></a>Mindestlohn &#8211; seit Jahren ist das Thema ein Zankapfel. Ordnungspolitisch ist die Sache eindeutig. Die Tarifautonomie lässt keine Mindestlöhne zu. Es wäre aber töricht, an konservativen und liberalen Konzepten nur wegen der Ideologie festzuhalten. Aber es gibt keine neuen Erkenntnisse – seien sie theoretisch noch empirisch – die einen Grund für einen Richtungswechsel liefern. Daran ändern auch die Erfahrungen mit Mindestlöhnen für einzelne Branchen nichts. Beschäftigungserfolge sind nicht wegen, sondern trotz Mindestlöhnen möglich geworden.</p>
<p><span id="more-7082"></span>Der Mindestlohn ist kein geeignetes Mittel zur Armutsbekämpfung. Im Gegenteil: Er ist eine Bedrohung. Noch nie waren im geeinten Deutschland so viele Menschen beschäftigt, noch nie waren so wenig arbeitslos. Viele Langzeitarbeitslose sind jedoch zugleich schlecht qualifiziert. Niedriglöhne sind für Langzeitarbeit eine Chance für den Einstieg in Arbeit. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn bedroht den Beschäftigungserfolg für den uns Europa beneidet. Auch ohne Mindestlohn ist das Armutsrisiko in Deutschland geringer als im EU-Durchschnitt. Es ist fast so niedrig wie in den Vorzeigeländern Niederlande, Schweden und Dänemark. Mit ALG II besteht offenbar ein wirkungsvolles Instrument gegen Armut. Zugleich wird damit ein der familiären Situation angepasster Mindestlohn definiert.</p>
<p>Klüger ist es, die Löhne von bestimmten Arbeitnehmern durch staatliche Zuschüsse zu ergänzen (Kombilohn). Diese müssen aber so gestaltet sein, dass das Gesamteinkommen steigt, wenn der Lohn zunimmt. Dazu gehört es auch, die Abgabenbelastung im Niedriglohnsektor zu senken. Noch immer klafft eine Lücke zwischen Brutto-Arbeitskosten und Nettolöhnen. Die muss geschlossen werden. Das schafft Arbeitsplätze und verringert weiter das Armutsrisiko.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Dieser Beitrag ist eine überarbeitete und gekürzte Fassung  des Namensbeitrags<a title="Zum Beitrag." href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/wochenmarkt-die-wirtschaftskolumne-mindestsicherung-nicht-mindestlohn-1745467.html" target="_blank"> „Mindestsicherung, nicht Mindestlohn&#8221;</a>, erschienen am 31.10.2011 im Stern. </em><br />
<em> </em><br />
<em>Weitere Informationen zu Mindestlohn und Beschäftigung:  <a title="Hier geht es zu dem Gutachten." href="http://www.insm.de/dms/insm/textdokumente/pdf/INSM-Studien/untitled3/FINAL_HWWI-Gutachten-Vollbesch-ftigung_5-5-11/FINAL_HWWI%20Gutachten%20Vollbesch%C3%A4ftigung_5.5.11.pdf" target="_blank">„Vollbeschäftigung ist möglich“, ein HWWi-Gutachten </a>im Auftrag der INSM.</em></p>
<p><!-- post eof --></p>
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		</item>
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		<title>Fachkräftemangel: Wohlstand aller in Gefahr</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 06:55:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Döttling</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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		<category><![CDATA[Reformen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer bisher geglaubt hat, unter dem Fachkräftemangel leiden ausschließlich die Unternehmen, liegt falsch. Fehlende Arbeitskräfte, insbesondere Fachkräfte, werden zunehmend zur Wachstumsbremse in Deutschland &#8211; und das gefährdet den Wohlstand von uns allen. Eine aktuelle Prognos-Studie prognostiziert eine Arbeitskräftelücke bis 2030 von etwa 5,2 Millionen Personen. Es drohen Wohlstandsverluste von 3,8 Billionen Euro. Die gute Nachricht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/fachkraeftemangel.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-6976" title="So kann dem Fachkräftemangel erfolgreich entgegengewirkt werden." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/fachkraeftemangel-300x227.gif" alt="" width="300" height="227" /></a></p>
<p>Wer bisher geglaubt hat, unter dem Fachkräftemangel leiden ausschließlich die Unternehmen, liegt falsch. Fehlende Arbeitskräfte, insbesondere Fachkräfte, werden zunehmend zur Wachstumsbremse in Deutschland &#8211; und das gefährdet den Wohlstand von uns allen. Eine aktuelle<a title="Studie der Prognos AG, Arbeitslandschaft 2030, September 2011" href="http://www.vbw-bayern.de/agv/downloads/58472@agv/Arbeitslandschaft_final.pdf" target="_blank"> Prognos-Studie </a>prognostiziert eine Arbeitskräftelücke bis 2030 von etwa 5,2 Millionen Personen. Es drohen Wohlstandsverluste von 3,8 Billionen Euro. Die gute Nachricht: Mit einem gezielten Maßnahmenkatalog lässt sich noch gegensteuern.</p>
<p>Die Studie zeigt: Eine Steigerung der Wochenarbeitszeit von Teilzeitkräften hin zu vollzeitähnlichen Beschäftigungsformen könnte den Arbeitskräftemangel schon um 1,4 Millionen Personen reduzieren. Gelingt es zudem, durch gezielte Maßnahmen die Erwerbsbeteiligung vor allem von Müttern und Älteren zu erhöhen, verringert sich die Lücke um weitere 1,2 Millionen Arbeitskräfte. Betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen, die die Durchlässigkeit zwischen gelernter Fachrichtung und der ausgeübten Tätigkeit steigern, könnten den Mangel um weitere 1,2 Millionen Personen verringern. Zusätzlich brauchen wir eine Bildungsoffensive mit dem Ziel, die Zahl der Hochschulabsolventen weiter zu steigern. So könnten 1,4 Millionen dringend benötigter Akademiker gewonnen werden. Klingt auf den ersten Blick überschaubar. Doch einige Maßnahmen brauchen Zeit bis sie Früchte tragen. Den Absichtserklärungen müssen daher nun rasch Taten folgen.<!-- post eof --></p>
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		<title>Mindestlohn: Riskant für Jobs und Staatskasse</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 11:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Hagen Lesch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In letzter Zeit ist der Ruf der Gewerkschaften nach einem flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunden wieder lauter geworden. Dabei wird der Mindestlohn verstärkt mit der Aussicht auf zusätzliche Staatseinnahmen beworben. Auf den ersten Blick erscheint die Argumentation plausibel: Wenn mehr verdient wird, landet mehr im Steuersäckel. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Argumentation aber, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/mindestlohn_2.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-6943" title="Ein Mindestlohn von 8,50 Euro/Stunde kann dem Staat teuer zu stehen kommen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/mindestlohn_2-300x283.gif" alt="" width="300" height="283" /></a></p>
<p>In letzter Zeit ist der Ruf der Gewerkschaften nach einem flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunden wieder lauter geworden. Dabei wird der Mindestlohn verstärkt mit der Aussicht auf zusätzliche Staatseinnahmen beworben. Auf den ersten Blick erscheint die Argumentation plausibel: Wenn mehr verdient wird, landet mehr im Steuersäckel. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Argumentation aber, dass bei einer Lohnsteigerung auch Jobs verloren gehen könnten. Aufgrund einer im Vergleich zur Bezahlung geringen Produktivität kann sich eine Weiterbeschäftigung von potenziell durch einen Mindestlohn begünstigten Personen nicht mehr rechnen. Das verursacht aber Kosten. Da die Beschäftigungswirkungen von Mindestlöhnen nicht exakt geschätzt und vorhergesagt werden können, bietet es sich an, verschiedene Beschäftigungsszenarien zu bilden und deren fiskalische Wirkungen zu berechnen. Das IW hat auf Basis seines Mikrosimulationsmodells Berechnungen für drei Szenarien durchgeführt: <a title="Hier geht es zur Studie." href="http://www.iwkoeln.de/Presse/Pressemitteilungen/tabid/183/articleid/31430/Default.aspx" target="_blank">In Szenario 1 gibt es keinen Beschäftigungseffekt, in Szenario 2 einen negativen Beschäftigungseffekt für vorwiegend Geringqualifizierte und in Szenario 3 einen negativen Beschäftigungseffekte für vorwiegend Vollzeitbeschäftigte.</a></p>
<p>Im ersten Szenario fallen tatsächlich Mehreinnahmen in Höhe von 5 Milliarden Euro bei Staat und Sozialversicherungen an, selbst wenn die Unternehmenssteuereinnahmen aufgrund sinkender Gewinne schrumpfen. Beim zweiten Szenario würde die Anzahl der beschäftigten Geringqualifizierten sinken, gleichzeitig hätten die verbliebenen Geringqualifizierten einen höheren Lohn. In der Summe würden die Löhne um 17,1 Milliarden Euro steigen. Für die Staatseinnahme hieße dies: Ein Plus von 1,4 Milliarden Euro bei der Einkommenssteuer und ein Plus von 4,1 Milliarden bei den Sozialbeiträgen. Andererseits würden aber auch die Transferleistungen um 1 Milliarde steigen, denn der Staat müsste mehr Arbeitslose alimentieren. Schließlich hätten die Unternehmen infolge der gestiegenen Löhne geringere Gewinne. Dadurch würden die Einnahmen des Staates aus der Unternehmenssteuer um 5,4 Milliarden sinken. Unter Strich hätte der Staat 0,8 Milliarden Euro weniger in der Staatskasse und es gäbe mehr Arbeitslose. Am schlimmsten wäre das dritte Szenario. Hier fallen die fiskalischen Lasten mit 6,6 Milliarden Euro nämlich deutlich höher aus.<!-- post eof --></p>
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		<title>Flexiblerer Arbeitsmarkt = Niedrigere Jugendarbeitslosigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 07:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Döttling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[In vielen Staaten Europas kam es in den letzten Monaten zu Jugendprotesten oder gar Krawallen. Es waren vor allem die schlechten Aussichten auf den Arbeitsmärkten, die die Jugend mobilisierten. Besonders fatal sieht die Lage in den südeuropäischen Ländern aus. Die Arbeitslosenquoten der Jugendlichen sind dort regelrecht explodiert. In Spanien ist mit 45,1 Prozent fast jeder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/09/jugend_ohne_arbeit.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-6870" title="Im europäischen Vergleich hat Deutschland eine geringe Jugendarbeitslosenquote." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/09/jugend_ohne_arbeit-300x243.gif" alt="" width="300" height="243" /></a></p>
<p>In vielen Staaten Europas kam es in den letzten Monaten zu Jugendprotesten oder gar Krawallen. Es waren vor allem die schlechten Aussichten auf den Arbeitsmärkten, die die Jugend mobilisierten. Besonders fatal sieht die Lage in den südeuropäischen Ländern aus. Die Arbeitslosenquoten der Jugendlichen sind dort regelrecht explodiert. In Spanien ist mit 45,1 Prozent fast jeder zweite unter 25-Jährige ohne Beschäftigung. In Griechenland liegt die Quote bei immerhin noch 38,5 Prozent. Kein Wunder also, dass in diesen Ländern viel von einer „verlorenen Generation“ gesprochen wird.</p>
<p>Ganz anders die Lage in Deutschland. Mit einer Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen von 9,3 Prozent erscheint Deutschland im internationalen Vergleich als eine Insel der Seligen.  Dass die Chancen für die Jugend in den Arbeitsmarkt einzusteigen trotz Krise so gut sind, liegt vor allem an den Arbeitsmarktreformen des letzten Jahrzehnts. Der Arbeitsmarkt wurde flexibilisiert – beispielsweise durch befristete Arbeitsverhältnisse. So wurden die Einstiegshürden in den Arbeitsmarkt gesenkt. Insofern wäre es fatal, den immer wieder aufkommenden Forderungen nach einer Rücknahme der Reformen nachzugeben, aber auch Mindestlöhne wären in diesem Zusammenhang kontraproduktiv. Ein befristeter Arbeitsplatz ist allemal besser als Arbeitslosigkeit.<!-- post eof --></p>
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		<title>„Altes Eisen“ als Edelmetall der Wirtschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 07:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Jürgen Deller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den kommenden fünf Jahren wird sich die in Deutschland bestehende Arbeitskräftelücke um weitere 1,5 Millionen Personen vergrößern: Schon für 2015 erwartet Prognos bei den gegebenen Rahmenbedingungen einen Arbeitskräftemangel in Deutschland in Höhe von knapp drei Millionen Mitarbeitern. Wenn wir dieses Szenario ernst nehmen und die entstehende Situation gestalten wollen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/09/arbeitskraefte_mismatch.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-6857" title="Der Arbeitskräfte-Mismatch in Deutschland wird bis 2030 stetig ansteigen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/09/arbeitskraefte_mismatch-300x267.gif" alt="" width="300" height="267" /></a></p>
<p>In den kommenden fünf Jahren wird sich die in Deutschland bestehende Arbeitskräftelücke um weitere 1,5 Millionen Personen vergrößern: Schon für 2015 erwartet Prognos bei den gegebenen Rahmenbedingungen einen Arbeitskräftemangel in Deutschland in Höhe von knapp drei Millionen Mitarbeitern.</p>
<p>Wenn wir dieses Szenario ernst nehmen und die entstehende Situation gestalten wollen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Mit der Weiterbeschäftigt im Rentenalter (Silver Work) lässt sich ein wichtiger Beitrag zur Abfederung der dynamisch entstehenden Lücken leisten. Viele Menschen sind auch jenseits des gesetzlichen Rentenalters leistungsfähig und leistungswillig. Viele Unternehmen verfügen aber noch immer über zu wenig oder gar keine Erfahrung mit älteren Mitarbeitern oder bemühen zum Teil gar überkommene Altersbilder und Stereotype. Zudem scheinen bestehende Regelungen vorauszusetzen, dass mit Erreichen des gesetzlichen Rentenalters kein Wunsch mehr nach Arbeit bestünde.</p>
<p>Mit der Arbeit im Rentenalter erschließt sich für viele bei entsprechenden persönlichen Voraussetzungen eine wichtige Quelle für persönliches Wohlbefinden und Gesundheit und kann gleichzeitig die Möglichkeit eines zusätzlichen Verdienstes realisieren. Die Motivation, in den Ruhestand zu gehen, beruht demnach nicht allein auf dem Wunsch nach vollständigem Rückzug aus Erwerbsarbeit bei gleichzeitigem Bezug von Rente oder Pension. Sie schließt fallweise auch das Bedürfnis nach fortgesetzter, jedoch im Regelfall reduzierter Arbeit ein. Für Organisationen kann die Einbindung von Rentnern eine gewinnbringende Lösung darstellen. In der Arbeitsmarktrealität sind schon seit mehreren Jahren verschiedene Ansätze in Deutschland zu beobachten, die sich der befristeten Vermittlung von Experten im Ruhestand widmen.         </p>
<p><span id="more-6829"></span>Schon die Existenz von etwa Senior-Experten-Organisationen zeigt, dass es bei passenden Rahmenbedingungen für Ruheständler durchaus attraktiv sein kann, ihr Expertenwissen weiterhin einzubringen. Grundlegend ist die Befähigung des Einzelnen zur Weiterarbeit nach dem eigentlichen Renteneintritt, der persönliche Faktor. Hierzu zählen sowohl geistige und körperliche Fitness als auch der Wille, sich weiter einzubringen. Eine bedarfs- und an- forderungsgerechte Gestaltung der Tätigkeit im Ruhestand, der umweltbedingte Faktor, ist vor diesem Hintergrund letztendlich entscheidend für das tatsächliche Engagement als Silver Worker. Bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für Silver Work sollte vor allem darauf geachtet werden Flexibilität zu gewährleisten.</p>
<p>Es geht also um einen Paradigmenwechsel, der die Attraktivität von Erwerbsarbeit durch ein neues Verhältnis von Arbeit, Lernen und Freizeit gestaltet, indem diese immer stärker ineinander greifen und unabhängig vom Alter betrachtet werden. Vor den dargestellten Hintergründen ist eine Entwicklung weg von Vorruhestandsentscheidungen hin zur Kompetenz- und Know-how-Sicherung unter Einschluss der Neugestaltung von Entlohnungsstrukturen notwendig.</p>
<p>So müssen weitere Regelungen für den Renten(teil)bezug vereinbart werden, die zu einer Erhöhung der Altersrente für diejenigen Personengruppen führen, die über das gesetzliche Ruhestandsalter hinaus arbeiten und gleichzeitig Beiträge entrichten wollen.</p>
<p>Eine Neugestaltung des Übergangs vom Erwerbsleben in die Rente kann auch einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Stabilisierung des Rentensystems leisten. Je nach Branche und Erwerbsbiografie müssen flexible Lösungen im Zusammenhang mit einem individuellen Renteneintritt geschaffen werden. Angesichts der demographischen Entwicklung muss sich das überkommene Altersverständnis grundsätzlich ändern, um die Potentiale  der Generation 60+ stärker für die Bekämpfung des Arbeitskräftemangels zu aktivieren. Wer bislang als „altes Eisen“ gesehen wurde, ist zukünftig mehr denn je als wichtige Wissensressource wertvolles Edelmetall -  eben Silber  für die deutsche Wirtschaft.</p>
<hr size="2" /><em>Jürgen Deller ist Professor für Wirtschaftspsychologie, mit den Schwerpunkten Differenzielle Psychologie, Eignungsdiagnostik und Organisationspsychologie am Institut für Strategisches Personalmanagement der Leuphana Universität Lüneburg und arbeitet zudem am Silver Workers Institute, Genf. Der Beitrag im ÖkonomenBlog ist eine Zusammenfassung des von Prof. Dr. Deller veröffentlichten Beitrages „Zukunft der Arbeit“ in Personal, Heft 6/2010. </em><!-- post eof --></p>
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		<title>Der Niedriglohnsektor: Risiko oder Chance?</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 08:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schäfer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland nimmt zu: Hatten 1994 noch 16 Prozent der Beschäftigten einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle, so waren es 2009 bereits mehr als 22 Prozent. Eine besorgniserregende Nachricht, könnte man meinen. Und viele leiten aus diesem Befund auch bereits Forderungen nach staatlicher Regulierung ab. Ist der Niedriglohnsektor eine Gefahr, weil besser bezahlte Arbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/erwebsalter_nach_lohnstatus.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-6706" title="Der Ausbau des Niedriglohnsektors geht nicht zu Lasten der normalen Arbeitsverhältnisse." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/erwebsalter_nach_lohnstatus-300x251.gif" alt="" width="300" height="251" /></a></p>
<p>Die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland nimmt zu: Hatten 1994 noch 16 Prozent der Beschäftigten einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle, so waren es 2009 bereits mehr als 22 Prozent. Eine besorgniserregende Nachricht, könnte man meinen. Und viele leiten aus diesem Befund auch bereits Forderungen nach staatlicher Regulierung ab. Ist der Niedriglohnsektor eine Gefahr, weil besser bezahlte Arbeit immer seltener wird und Arbeit wenn überhaupt nur noch zu Niedriglöhnen zu finden ist? Oder ist er vielleicht eher eine Chance, weil er Beschäftigungsgelegenheiten für Menschen bietet, die ohne ihn auf dem Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen würden?</p>
<p>Um dieser Frage näher zu kommen, haben wir die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter nach ihrem Lohnstatus eingeteilt. Demnach gibt es</p>
<p>- Geringverdiener, deren Bruttostundenlohn unter der Niedriglohnschwelle von zwei Dritteln des Durchschnittslohns liegt (das waren 2009 knapp 9 Euro)<br />
- Normalverdiener, deren Lohn oberhalb der Niedriglohnschwelle liegt<br />
- Sonstige Erwerbstätige, für die keine oder keine sinnvollen Informationen zum Stundenlohn vorliegen (zum Beispiel Auszubildende oder Selbstständige)<br />
- Nicht erwerbstätige Personen (zum Beispiel Schüler, Studenten, (Früh-)Rentner)</p>
<p>Betrachtet man die Entwicklung seit 1994, so zeigt sich: Der Anteil der Niedriglohnbeschäftigung ist kräftig gestiegen. Er stieg aber nicht auf Kosten des Segments der Normalverdiener. Deren Anteil liegt vielmehr stabil bei rund 45 Prozent. Zuletzt ist er sogar leicht angestiegen. Der Niedriglohnsektor wuchs vielmehr auf Kosten des Anteils der nicht erwerbstätigen Personen. Mit anderen Worten: die Niedriglohnbeschäftigung entstand in Form von zusätzlichen Arbeitsplätzen, die es vorher nicht gab.</p>
<p>Diese neuen Arbeitsplätze boten nicht zuletzt Beschäftigungschancen für Menschen mit geringen Qualifikationen. Für 46 Prozent der Jobs im Niedriglohnbereich ist keine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich. Unter den Arbeitsplätzen im Normalverdienersegment sind das nur 20 Prozent. Zwar verfügen viele Geringverdiener über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Doch entweder wird diese für ihre Tätigkeit gar nicht benötigt oder die Ausbildung fand in einem ganz anderen Berufsfeld statt, als für die ausgeübte Tätigkeit eigentlich erforderlich wäre.</p>
<p>Wächst nun mit zunehmender Niedriglohnbeschäftigung neue Armut heran? Wer wenig verdient, kann schließlich auch wenig ausgeben. Bedacht werden muss, dass sich das Haushaltseinkommen, was für die Frage der Armut entscheidend ist, häufig aus mehreren Quellen speist. Zu dem Einkommen aus einem Niedriglohnjob kommt häufig das Einkommen eines Partners hinzu. Erwerbseinkommen aus Niedriglohnbeschäftigung hat oft nur ergänzenden Charakter für das gesamte Haushaltseinkommen. Im Ergebnis ist nicht einmal jeder sechste Niedriglohnempfänger gleichzeitig auch arm. Die Armutsquote der Niedriglohnempfänger von 16 Prozent ist zwar höher als die der Normalverdiener. Sie ist aber erheblich niedriger als das Armutsrisiko der Arbeitslosen, die auf eine Quote von 60 Prozent kommen. Wer mit einen Niedriglohnjob aus der Arbeitslosigkeit herauskommt, verbessert seine soziale Lage in der Regel deutlich.</p>
<hr /><em>Weitere Informationen zur Studie finden Sie<a title="Weitere Informationen" href="http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Sprungbrett-Niedriglohn.html" target="_blank"> hier</a></em><!-- post eof --></p>
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