Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschaften würden, um Gewinn zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur leben würden, um zu atmen. Hermann Josef Abs, 1901-1994, deutscher Bankier, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG (1957-1967)

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Sie dominiert die Weltwirtschaft: Eine Gruppe der zweihundert mächtigsten Vermögensverwalter und Unternehmer spielt mit der Welt nach ihren eigenen Regeln – und setzt sie auch durch. Kein Wunder: Schlappe knappe fünfzig Billionen Dollar schieben Kapitaleigner und Macher des Neokapitalismus‘ auf den Märkten hin und her und bewegen damit ganze Volkswirtschaften. Die meisten dieser Tycoone sind unbekannt. Dieses Buch verleiht ihnen ein Gesicht und sorgt für mehr Transparenz im bedrohlichen Geflecht der Strippenzieher.

Hans-Jürgen Jakobs: Wem gehört die Welt – die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus, Knaus-Verlag, München 2016

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Der Journalist Joris Luyendijk nimmt den Londoner Finanzdistrikt aufs Korn. In zahllosen Interviews mit Investmentbankern, Managern, Headhuntern und Programmierern versucht er zu ergründen, was wirklich zum großen Finanzcrash 2008 geführt hat. Sein Fazit: Weniger der Mensch und seine reine Gier sind schuld, sondern ein auf Profit orientiertes Finanzsystem, in dem nichts anderes herrschen als Druck, Angst, kurzfristiges Denken und Geltungsdrang. weiterlesen

Die Lehman-Pleite hat gezeigt, wie relativ kleine Schocks die globalen Finanzmärkte ins Wanken bringen können. Muss der Staat deshalb Banken retten? Kann mehr Eigenkapitalunterlegung zukünftig Bankenkrisen verhindern? In der INSM-Video-Blog Reihe “Wirtschaftspolitik verstehen”, die zusammen mit dem Think Tank Econwatch erstellt wird, wurde dazu die Wirtschaftsweise Claudia Buch befragt.

 

Sollten Banken direkten Zugang zu den ESM Mitteln erhalten? Italiens Premier, Mario Monti hat diese Forderung letzte Woche so formuliert. Auch Frankreich ist davon nicht abgeneigt. Doch freier Zugang zum Gemeinschaftsgeld hat Nebenwirkungen. Am Ende droht der Gang in die Transferunion oder die Monetarisierung der Staatsschulden.

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