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	<title>INSM - ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &#187; Debatte</title>
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	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
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		<title>Mehr direkte Demokratie wagen!</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 10:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zunehmend leidet die Politik unter einem generellen Vertrauensverlust. Dies hat vor allem mit der massiv gewachsenen Entfremdung der politischen Institutionen und ihrer Akteure von der breiten Masse des Volkes zu tun. Zusammenhänge werden nicht mehr erklärt und begründet, ein streitiger gesellschaftlicher Diskurs findet kaum mehr statt – nicht in den Parteien und Parlamenten, nicht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunehmend leidet die Politik unter einem generellen Vertrauensverlust. Dies hat vor allem mit der massiv gewachsenen Entfremdung der politischen Institutionen und ihrer Akteure von der breiten Masse des Volkes zu tun. Zusammenhänge werden nicht mehr erklärt und begründet, ein streitiger gesellschaftlicher Diskurs findet kaum mehr statt – nicht in den Parteien und Parlamenten, nicht in der medialen Öffentlichkeit. Und innerhalb der repräsentativen Demokratie hat sich das Entscheidungsgewicht längst von den Organen der Gesetzgebung, also dem Deutschen Bundestag und den Landtagen, in die Macht der Exekutive, also die jeweilige Regierung und ihre inneren Zirkel, verschoben.</p>
<p><span id="more-7207"></span>Dazu kommt eine immer kompliziertere Entscheidungsfindung auf supranationaler Ebene, wie die dramatische Krise des europäischen Währungsraums seit vielen Monaten belegt. Was Regierungschefs und ihre Finanzminister in Brüssel und anderswo verabreden, darf durch die nationalen Parlamente möglichst nicht mehr hinterfragt werden – und erst recht nicht von der Bevölkerung! Wer hätte sich jemals vorstellen können, dass die Notstandsgesetze der Sechziger Jahre, die damals eine Initialzündung für die Studentenrevolte waren, im Vergleich zu den parlamentarischen Entscheidungsbefugnissen, die dem Deutschen Bundestag aktuell in der Euro-Krise eingeräumt werden, geradezu großzügig bemessen sind.</p>
<p>Unsere Demokratie steckt mitten in einer kapitalen Legitimationskrise. Die Regierungen lassen sich von den Finanzmärkten stärker beeinflussen und beeindrucken, als vom Souverän, dem Volk, von dem letztlich die politische Legitimation stammt. Wer vom Primat der Politik spricht, sollte sich deshalb zunächst und vor allem immer darüber vergewissern, ob die Staatsbürger auch „mitgenommen“ werden, wie es so verbrämt im Politiksprech genannt wird. Das Lebenselixier der Demokratie ist die aufgeklärte öffentliche Debatte, die Einmischung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger in die res publica, in unser Gemeinwesen und seine staatliche Ordnung. Da müssen Politiker für Überzeugungen streiten, nimmermüde dicke Bretter bohren, sich den Bürgerinnen und Bürgern stellen, nicht nur bei Wahlen, sondern auch in Volksabstimmungen. Die Bürgerinnen und Bürger sind reif dafür, wie Baden-Württemberg am vergangenen Sonntag mit der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 bewiesen hat.<!-- post eof --></p>
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		<title>Keine Euro-Rettung ohne TARGET2-Reform!</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 06:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Andreas Freytag</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Prof. Dr. Andreas Freytag und Dr. Christian Fahrholz Die von Hans-Werner Sinn eröffnete Debatte um das sogenannte Target-2-System der Zentralbanken bewegte sich bisher vornehmlich auf der monetären Ebene. Realwirtschaftlich wurde das Problem bisher aber wenig durchleuchtet. Das Target-2-System stellt sicher, dass der Zahlungsverkehr zwischen den Zentralbanken des Euro-Systems funktioniert. Die starke Ausweitung der Target-2 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/target_forderungen.gif"><img class="size-medium wp-image-6531 alignright" title="Die Nettoforderungen der Bundesbank gegnüber anderer Euro-Staaten(Target) haben sich seit Ausbruch der Finanzkrise mehr als verdreifacht." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/target_forderungen-300x271.gif" alt="" width="300" height="271" /></a>Von Prof. Dr. Andreas Freytag und Dr. Christian Fahrholz</em></p>
<p>Die von<a title="Zu einem Beitrag von Prof. Sinn auf Ökonomenstimme.org" href="http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2011/06/das-unsichtbare-bail-out-der-ezb/" target="_blank"> Hans-Werner Sinn</a> eröffnete <a title="Zu einer Überischt der Debatte auf dem Handelsblog." href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2011/06/20/nicht-sexy-aber-wichtig-leseliste-zur-target2-debatte/" target="_blank">Debatte um das sogenannte Target-2-System </a>der Zentralbanken bewegte sich bisher vornehmlich auf der monetären Ebene. Realwirtschaftlich wurde das Problem bisher aber wenig durchleuchtet.</p>
<p>Das <a title="Zu einem Beitrag in der FAZ." href="http://www.faz.net/artikel/C30638/bundesbank-misstrauen-laehmt-den-geldverkehr-30334650.html" target="_blank">Target-2-System stellt sicher, dass der Zahlungsverkehr zwischen den Zentralbanken des Euro-Systems funktioniert.</a> Die starke Ausweitung der Target-2 Salden in den Bilanzen der nationalen Zentralbanken ist einerseits dadurch bedingt, dass der private Sektor Wertpapieranlangen in der Peripherie auflöst und in die Kernländer umschichtet. Jenseits dieser finanziellen Konsolidierung bzw. Kapitalflucht finanzieren die Peripherieländer weiterhin Warenimporte über die Zentralbankgeldschöpfung im Target-2-System. Das hat realwirtschaftliche Konsequenzen.</p>
<p>Die über Target-2 finanzierten Warenimporte in die Peripherie zementieren so die dortigen nicht wettbewerbsfähigen Produktionsstrukturen und befeuern auf der anderen Seite den Export und die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland. Zu Vor-Euro-Zeiten hätten Wechselkursbewegungen frühzeitig einen Strukturwandel ausgelöst. Das gegenwärtige System verschärft jedoch die realwirtschaftliche Fehlallokation und macht Kreditereignisse in der Peripherie wahrscheinlicher. Sollte ein Peripherieland als insolvent eingestuft werden und aus dem Euro austreten, muss die EZB, die in ihrem Besitz befindlichen Staatsanleihen abschreiben genauso wie die Bundesbank ihre Target-2-Forderungen. Die mögliche Belastung für die deutschen Steuerzahler beläuft sich bereits gegenwärtig in etwa auf Höhe des jährlichen Bundeshaushalts.</p>
<p>Was also tun? Aus der Theorie des Marktversagens ergeben sich drei Alternativen. Erstens: Die Politik könnte eine Obergrenze für Target-2-Salden einführen. Zweitens: Die EZB könnte einen Sonderabschlag für Staatsanleihen, die sie als Sicherheiten für Refinanzierungsgeschäfte entgegen nimmt, erheben – also eine Art Pigou Steuer. Und Drittens – eine überaus effiziente Alternative: Man schafft einen Markt für Verschuldungsrechte im Euro-Raum,  in dem man eine Höchstgrenze des Kreditwachstums festlegt. Die Länder bekämen anteilig Verschuldungsrechte zugeteilt, die sie untereinander handeln könnten. Negative Externalitäten durch übermäßige Verschuldung wären damit weitestgehend ausgeschaltet. Ohne Reform des Target-2-Systems laufen andere Reformen ins Leere und eine Rettung des Euro würde in immer weitere Ferne rücken.</p>
<hr /><em><a title="Zum Profil." href="http://www.wiwi.uni-jena.de/vw2/team/fahrholz" target="_blank">Dr. Christian Fahrholz</a> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im  Graduiertenkolleg Global Financial Markets an der  Friedrich-Schiller-Universität Jena.</em></p>
<p>Der Beitrag ist eine Zusammenfassung des <a title="Zum Download." href="http://www.gfinm.de/images/stories/workingpaper21.pdf" target="_blank">Working Papers &#8220;Realwirtschaftliche Aspekte der gegenwärtigen Krise im Eurosystem: Ursachen, Wirkungen und Reformansätze&#8221;</a>.<!-- post eof --></p>
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		<title>Vater Kurt</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 08:31:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Kurt Biedenkopf: Wir haben die Wahl – Freiheit oder Vater Staat, Berlin 2011 Sind wir verantwortungsbegabte Bürger oder Untertanen, fragt Kurt Biedenkopf. Und die Wortwahl des Demokraten zeigt schon, wohin die Reise gehen soll. Viele Menschen in Deutschland beginnen die mit der Freiheit verbundene Verantwortung als Last oder gar als Zumutung zu empfinden, schreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/Biedenkopf.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-6473" title="Kurt Biedenkopf: Wir haben die Wahl – Freiheit oder Vater Staat, Berlin 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/Biedenkopf-185x300.png" alt="" width="185" height="300" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Kurt Biedenkopf: Wir haben die Wahl – Freiheit oder Vater Staat, Berlin 2011</strong></p>
<p>Sind wir verantwortungsbegabte Bürger oder Untertanen, fragt Kurt Biedenkopf. Und die Wortwahl des Demokraten zeigt schon, wohin die Reise gehen soll. Viele Menschen in Deutschland beginnen die mit der Freiheit verbundene Verantwortung als Last oder gar als Zumutung zu empfinden, schreibt er in seinem Buch „Wir haben die Wahl“. Gleichzeitig aber verhindere das <em>„vormundschaftliche Konzept der Sozialpolitik“ </em>Eigenverantwortung. Damit komme den Menschen das Glück abhanden, das der freie Bürger empfände, wenn es ihm durch persönlichen Einsatz gelänge, Gemeinsamens zu gestalten und stolz darauf zu sein, was durch die freie Leistung vieler geschaffen wurde, erklärt Biedenkopf.</p>
<p>Freiheit und Vormundschaft – sie sind nicht vereinbar. Den ehemaligen Ministerpräsidenten Sachsens treibt das alte Problem: Wie kann sich Freiheit im Rahmen ihrer Verantwortung für Gerechtigkeit und Solidarität zum Wohl der Bürger und des Landes entfalten. Dass er sich den Übervater bundesrepublikanischer Ökonomie, Ludwig Erhard, zum Paten seiner Ausführungen erwählt, hat zunächst mit seiner persönlichen Verehrung für den alten Meister zu tun. Aber auch ist es Biedenkopfs gewisser Koketterie geschuldet, dass er sich als Erhards Epigone ins Spiel bringt, um scheinbar unantastbar den jungen Eliten in Politik und Wirtschaft als Mahner sozialstaatlicher Vernunft ins Gewissen zu reden.</p>
<p>Für Erhard galt das magische Dreieck „Preisstabilität, hoher Beschäftigungsstand und außenwirtschaftliches Gleichgewicht“. Wachstum war daraus eine natürliche Folge. Heute diene Wachstum nicht in erster Linie der wirtschaftlichen Stabilität, sondern der Expansion der Politik, erklärt Biedenkopf.</p>
<p>So entspannt lässt es sich sprechen, wenn man nicht mehr politisch gestalten muss. Zwar erklärt Biedenkopf, dass er es schon 1978 für halsbrecherisch gehalten habe, Wachstum zu einer existenziellen Voraussetzung für die Regierbarkeit westlicher Länder zu erklären. Doch auch auf die Frage, wie binnenwirtschaftliche Verpflichtungen im Rahmen des sozialen Sicherungssystems auch dann erfüllt werden können, wenn sie nicht vom Zuwachs, sondern vom Vorhandenen bezahlt werden müssen, wussten weder er noch andere damals eine Antwort.</p>
<p>Biedenkopfs heutiger Ruf nach Erneuerung zielt – nicht unbedingt originell – auf das Prinzip der Subsidiarität, um die Innovationspotenziale der Gesellschaft endlich voll zu erfassen, und – auch nicht überraschend – auf die Familie. Gerade sie gelte es als Fundament der Sozialordnung neu zu entdecken und zu stärken.Wenn Biedenkopfs Buch wirklich etwas schafft, dann ist es das: wieder Interesse für Ludwig Erhard zu wecken. Und ihn zu lesen. Am besten aber gleich im Original.<!-- post eof --></p>
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		<title>Steuern: nicht nur senken &#8211; auch effizient gestalten</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/steuern-nicht-nur-senken-auch-effizient-gestalten/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 14:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Rolf Peffekoven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während sich die Bundesregierung nun bereits fast zwei Jahre über Steuersenkungen unterhalten hat, und nun offenbar endlich bereit ist auch zu handeln, wurde das Feld der Steuervereinfachung bisher gänzlich ausgeklammert. Welche Wege zur Reform der Mehrwertsteuer sind möglich? Der frühere Wirtschaftsweise Professor Dr. Rolf Peffekoven zeigt sie auf. &#8220;Die Politik hat also durchaus Handlungsalternativen: Entscheidet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während sich die Bundesregierung nun bereits fast zwei Jahre über Steuersenkungen unterhalten hat, und nun offenbar endlich bereit ist auch zu handeln, wurde das Feld der Steuervereinfachung bisher gänzlich ausgeklammert. Welche Wege zur Reform der Mehrwertsteuer sind möglich? Der frühere Wirtschaftsweise Professor Dr. Rolf Peffekoven zeigt sie auf.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Politik hat also durchaus Handlungsalternativen: Entscheidet sie sich für die „kleine Lösung“, dann werden die Steuermehreinnahmen bei etwa 4 Mrd. Euro liegen; denn auf die dann weiterhin ermäßigt besteuerten Lebensmittel und Kulturgüter entfallen gut 80% des Aufkommens aus der Besteuerung zum ermäßigten Satz. Politischen Ärger wird es dennoch geben, weil gegen viele bisher erfolgreich vertretene Sonderinteressen einzelner Branchen vorgegangen werden muss. Das wird im Ergebnis für den Finanzminister wenig attraktiv ein. Entscheidet er sich für die „große Lösung“, wird der politische Widerstand noch größer werden, zumal dann der Vorwurf gemacht werden wird, die Reform sei verteilungspolitisch unausgewogen. Zwar steigt auch das Mehraufkommen (auf etwa 20 Mrd. Euro), in diesem Fall müsste aber wohl gleichzeitig der Regelsatz abgesenkt und den Beziehern sehr niedriger Einkommen eine Kompensation über höhere Transferzahlungen geboten werden. Zur Konsolidierung des Staatshaushaltes trägt die Reform der Umsatzsteuer also kaum bei – gleichgültig für welche Lösung sich die Politik entscheidet. Die „große Lösung“ hat aber noch einen anderen Vorteil: Sie wäre ein Beitrag zu einer einfacheren, gerechteren und effi zienteren Besteuerung – angeblich Leitlinie der Steuerpolitik der Bundesregierung.&#8221;</p></blockquote>
<p> Gelesen im Wirtschaftsdienst 6/2011: <a title="Wirtschaftsdienst: Peffekoven für Reform der Mehrwertsteuer" href="http://www.wirtschaftsdienst.eu/downloads/getfile.php?id=2575&#038;PHPSESSID=0559864ac5077644377237b30b9a9208" target="_blank">„Reform der Umsatzsteuer kommt nicht voran“</a><!-- post eof --></p>
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		<title>Energiewirtschaftliche Vollbremsung</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 07:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Hubertus Bardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Innerhalb eines halben Jahres hat die Bundesregierung gestern zum zweiten Mal ein Energiekonzept für die Zukunft vorgelegt. Gleichzeitig hat die von der Bundesregierung eingesetzte Ethikkommission ihren Abschlussbericht vorgelegt. Klar ist nun auch offiziell: Die Bundesregierung will raus aus der Kernenergie, und das so schnell wie möglich. Nachdem im Herbst noch die Verlängerung der Laufzeiten der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/05/kraftwerkskapazitaet.gif"><img class="size-medium wp-image-6182 alignright" title="Ohne AKW&apos;s droht eine Unterdeckung beim Stromangebot." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/05/kraftwerkskapazitaet-300x260.gif" alt="" width="300" height="260" /></a></p>
<p>Innerhalb eines halben Jahres hat die Bundesregierung gestern zum zweiten Mal ein <a title="Zum Energiekonzept der Bundesregierung." href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Energiekonzept/energiekonzept.html" target="_blank">Energiekonzept für die Zukunft </a>vorgelegt. Gleichzeitig hat die von der Bundesregierung eingesetzte Ethikkommission ihren Abschlussbericht vorgelegt. Klar ist nun auch offiziell: Die Bundesregierung will raus aus der Kernenergie, und das so schnell wie möglich. Nachdem im Herbst noch die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke beschlossen wurde, wurde nun nach dem Reaktorunglück von Japan eine hundertprozentige Kehrtwendung vorgenommen.</p>
<p>Trotz des radikalen Kurswechsels bleiben die Ziele der Politik gleich: Strom soll auch weiter sicher, bezahlbar und umweltfreundlich sein. Das dies nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch wirtschaftlich riskant. Wenn billiger Strom aus Kernkraftwerken durch teure Gaskraftwerke erzeugt werden soll, bedeutet das Kosten in hoher Milliardenhöhe:</p>
<p style="padding-left: 30px;">- Energieintensive Industrien müssen mit einem um gut 10 Prozent erhöhten Strompreis rechnen, was es einigen unmöglich machen kann, in Deutschland weiter wettbewerbsfähig zu arbeiten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">- Private Haushalte zahlen ebenfalls mehr für den Strom, dies wird aber in vertretbaren Dimensionen bleiben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">- Der Staat wird niedrigere Steuereinnahmen haben – Brennelementesteuer, Gewinnabführungen und  Gewinnsteuern von Energieerzeugern und -verbrauchern fallen niedriger aus oder ganz weg.</p>
<p>Die wirklichen Kosten der energiewirtschaftlichen Vollbremsung liegen auch mit den neuen Beschlüssen noch nicht auf dem Tisch. Klar ist nur: Es wird teurer. <a title="Hier finden Sie Daten zur Netzauslastung des DIW." href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.372709.de/11-20.pdf" target="_blank">Gleichzeitig wird die Sicherheit der Stromversorgung gefährdet, weil die Netze überlastet sind. </a>Umweltfreundlicher wird es auch nicht, weil mehr Kohlendioxid ausgestoßen wird. All dies muss in eine gesellschaftliche Risikobewertung einbezogen werden.<!-- post eof --></p>
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		</item>
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		<title>Keine Privilegien für Kinderschuhe</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/bildung/keine-privilegien-fur-kinderschuhe/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 13:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Pellengahr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unser Mehrwertsteuersystem ist ungerecht. Völlig zu Recht beklagen Kinderschutzbund und seine Bündnispartner, dass Garnelen, Hundefutter oder Taxifahrten durch dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent bevorzugt werden, während für Spielzeug oder Kinderbekleidung der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent bezahlt werden muss. Hier werden offensichtlich die falschen politischen Prioritäten gesetzt. Deshalb ist jetzt ist der richtige Zeitpunkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/05/kosten_der_kinder.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-6106" title="75 Prozent der direkten Kosten von Kindern trug der Staat 2006." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/05/kosten_der_kinder-300x262.gif" alt="" width="300" height="262" /></a></p>
<p>Unser Mehrwertsteuersystem ist ungerecht. Völlig zu Recht beklagen Kinderschutzbund und seine Bündnispartner, dass Garnelen, Hundefutter oder Taxifahrten durch dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent bevorzugt werden, während für Spielzeug oder Kinderbekleidung der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent bezahlt werden muss. Hier werden offensichtlich die falschen politischen Prioritäten gesetzt. Deshalb ist jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine grundlegende Reform und eine gerechte Mehrwertsteuer. Die Forderung des Kinderschutzbundes zielt jedoch in die falsche Richtung. Weitere Ausnahmen, diesmal für Kinderprodukte, treiben das Mehrwertsteuerchaos nur weiter auf die Spitze. Mehrwertsteuersätze nach Schuhgröße können keine Lösung sein. Neue Ausnahmen schaffen neue Abgrenzungsprobleme und neue Ungerechtigkeiten. Ein gerechtes Steuersystem funktioniert jedoch nur mit einfachen Regeln. Deshalb schlagen wir vor, alle Ausnahmen zu streichen und den allgemeinen Mehrwertsteuersatz auf 16 Prozent zu senken.</p>
<p>Das aktuelle Mehrwertsteuerchaos mit unzähligen Ausnahmeregelungen ist das Ergebnis jahrzehntelanger Klientelpolitik, die ähnliche Wünsche von anderen Interessenverbänden erfüllt hat. Kernaufgabe der Mehrwertsteuer ist allerdings, Einnahmen für den Staat zu erzielen. Der Versuch, durch unterschiedliche Steuersätze sozialpolitische Ziele zu erreichen, ist von vorn herein zum Scheitern verurteilt. Von ermäßigten Steuersätzen profitieren sicher die Anbieter der begünstigten Produkte. Ob sie die Steuervorteile in Form von Preissenkungen tatsächlich an ihre Kunden weitergeben ist mehr als fraglich. Zudem würden reiche wie arme von den Steuerermäßigungen profitieren. Für eine treffsichere Familienförderung, die bei den Kindern ankommt, gibt es geeignetere Instrumente, zum Beispiel das Kindergeld. Wer Familien und Kinder fördern will, muss hier ansetzen. Eine einheitliche Mehrwertsteuer von 16 Prozent spart Bürokratie und stabilisiert die Steuereinnahmen. So steht am Ende mehr Geld für eine bessere Förderung von Familien und Kindern zur Verfügung.</p>
<hr />* Hier geht´s zum Aktionsbündnis des Kinderschutzsbundes <a title="Hier geht es zum Aktionsbündnis: 7 % für Kinder." href="http://www.7fuerkinder.de" target="_blank">www.7fuerkinder.de</a><br />
* Wissenschaftler trommeln für Steuerreform: <a title="Hier gehts zum Appell zur Reform der Mehrwertsteuer" href="http://www.insm.de/dms/insm/textdokumente/pdf/INSM_047_Mehrwertsteuerappell_final_110222.pdf" target="_blank">Appell zur Reform der Mehrwertsteuer</a><!-- post eof --></p>
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		<title>Keine Freiheit ohne Ordnung</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 07:15:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Gabor Steingart, Das Ende der Normalität – Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war, München 2011 Einem so exzellenten Schreiber wie Gabor Steingart traut man zu, dass ein Essay über das „Das Ende der Normalität“ große Unterhaltungslektüre mit ernstem Ton und ironischem Augenaufschlag ist. Schon der mit Trauerrand bedruckte Einband seines „Nachrufs“ lässt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/05/Steingart.png"><img class="alignleft size-full wp-image-6002" title=" Gabor Steingart, Das Ende der Normalität – Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war, München 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/05/Steingart.png" alt="" width="166" height="273" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Gabor Steingart, Das Ende der Normalität – Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war, München 2011</strong></p>
<p>Einem so exzellenten Schreiber wie Gabor Steingart traut man zu, dass ein Essay über das „Das Ende der Normalität“ große Unterhaltungslektüre mit ernstem Ton und ironischem Augenaufschlag ist. Schon der mit Trauerrand bedruckte Einband seines „Nachrufs“ lässt einiges hoffen. Doch es soll nicht sein.</p>
<p>Vielleicht liegt es daran, dass der Autor mit seinen (erst) 48 Jahren schon frühzeitig altersmilde und viel zu langatmig erklärt, was ohnehin schon alle wissen: Statt Freundschaft zählt heute Facebook, statt Schlafzimmersex Youporn, statt Widerstand Wut, statt Sozialstaat Seilschaft. Normalität sei für unser Leben so wichtig wie die Erdanziehungskraft für das Funktionieren des Kompasses, schreibt Steingart. Doch die <em>„</em><em>neue Variante der Spezies Mensch“</em> habe sich eine <em>„</em><em>Welt der ungezählten Wirklichkeiten erschaffen. Das einzig Zuverlässige ist ihre Unzuverlässigkeit“. </em></p>
<p><span id="more-5999"></span></p>
<p>Das Leben, wie es bisher war, meint Steingart, verabschiedet sich. Heute könne eine verwirrende Vielzahl von Leben innerhalb einer Lebenszeit gelebt werden. Soweit diese Vielzahl der Lebensmöglichkeiten den einen irritiert oder gar lähmt, lässt sie den anderen zu einem freien Menschen werden. Ein für Steingart durchaus beglückender Zustand. Doch ist kein Glück von Dauer, wenn dem Leben die Ordnung stiftende innere Fülle fehlt. Für solche Fälle empfiehlt Steingart zum Ende seines Buches – etwas überraschend – <em>„die Stille der Kirchen und die Spiritualität ihrer Gottesdienste“</em>.</p>
<p>Es ist schade, dass der Autor die Chance verpasst, wirklich neue Ideen zu entwickeln und den derzeitigen Wandel als den Beginn eines Aufbruchs und eines großen gesellschaftlichen und politischen Wagnisses ausführlicher und anteilnehmender zu analysieren. Die Kompetenz hätte er. Vor zwei Jahren gelang das Claus Leggewie und Harald Welzer mit dem in Textart und Titel sehr ähnlichen Buch: „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“.<!-- post eof --></p>
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		<title>Freiheit in Verantwortung</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 08:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Michael Hüther: Die disziplinierte Freiheit – eine neue Balance von Markt und Staat, Hamburg 2011 Nach der Krise ist vor der Krise. Die wirkliche Herausforderung für die Finanz- und Wirtschaftspolitik ist für Michael Hüther die Normalität. In seinem nun erschienenen Buch „Die disziplinierte Freiheit“ tritt er vehement dafür ein, dass sich individuelle Freiheit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/03/Hüther.bmp"><img class="alignright size-full wp-image-5654" title="Michael Hüther: Die Disziplinierte Freiheit. Eine neue Balance von Markt und Staat, Hamburg 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/03/Hüther.bmp" alt="" width="186" height="282" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Michael Hüther: Die disziplinierte Freiheit – eine neue Balance von Markt und Staat, Hamburg 2011</strong></p>
<p>Nach der Krise ist vor der Krise. Die wirkliche Herausforderung für die Finanz- und Wirtschaftspolitik ist für Michael Hüther die Normalität. In seinem nun erschienenen Buch „Die disziplinierte Freiheit“ tritt er vehement dafür ein, dass sich individuelle Freiheit und Verantwortung gegenseitig bedingen. Die durch die Verantwortung disziplinierte Freiheit trage Veränderungen ins Positive und ermögliche Wachstum.</p>
<p>Der Ökonom Hüther zeigt sich in seinem gedankenreichen und ordnungspolitisch relevanten Buch weit mehr als nur als Krisendoktor. Vor allem für die politische Klasse dürften seine Überlegungen ein wichtiger Kompass im Diskurs über das Miteinander von Markt und Staat sein<em>. „Was ist eigentlich als wirtschaftliches Wachstum zu verstehen und was kann zu seiner Stärkung getan werden?“,</em> fragt Hüther. <em>„Was können wir vom Arbeitsmarkt erfahren, wie trägt er künftig die wirtschaftliche Dynamik?“</em> Hüther trägt die Antworten fundiert vor, nicht als <em>„Traktat der schlechten oder guten Laune“,</em> sondern eher in der Rolle eines Mediators in der allzu oft aufgeheizten Arena der politischen und gesellschaftlichen Widersacher: realitätsbezogen, angenehm unaufgeregt und lösungsfreudig.</p>
<p><span id="more-5649"></span></p>
<p>Hüther fordert Reformen im Bildungswesen, Maßnahmen zur Regulierung der Finanzmärkte und ein Schuldenlimit für Europa. Wachstum auf Befehl gebe es nicht. Ein für die marktwirtschaftliche Ordnung zentrales Haftungsprinzip liegt für ihn nicht allein in der Forderung nach Selbstverantwortung, sondern vor allem in der Forderung nach Mitverantwortung eines jeden<em>. „Freiheit, die im täglichen Tun und Unterlassen nicht durch die unmissverständliche Forderung nach Selbstverantwortung und Mitverantwortung gesteuert wird, verliert sich am Ende selbst“,</em> erklärt der Autor.</p>
<p>Wichtig wird zukünftig das bürgerschaftliche Engagement. Die Bürger werden als Teil der Neubalancierung von Staat und Markt eine größere Bedeutung erlangen – allerdings nicht als reine Protestbewegung, sondern als konstruktive, verantwortungsvolle Mitgestalter gesellschaftlicher und ökonomischer Entwicklungen.</p>
<p>Dem Staat spricht Hüther Krisenkompetenz zu. Der Staat könne „<em>Vertrauen neu begründen, indem er schnell und spürbar fiskalisch handelt.“</em> Die Krisenkompetenz sei aber nur dann glaubhaft, wenn der Staat sein Finanzgebaren auf eine mittelfristig stabile Basis stelle. <em>„Die verfassungsrechtliche Schuldenbremse ist deshalb bedeutsam“</em>, ist Hüther überzeugt. Sie stärke vor allem auch die Währungsintegration in Europa.</p>
<p>Hüther nimmt nicht für sich in Anspruch, der Weisheit letzter Schluss gefunden zu haben. Im Gegenteil. <em>„Ist das hier angebotene Prinzip aus Selbstverantwortung und Mitverantwortung tragfähig?“</em> fragt er. <em>„Darüber müssen wir streiten“</em>, fordert Hüther und regt damit hoffentlich gerade bei den Funktionseliten eine nachhaltige Debatte an, die fern von Routine und Ignoranz zu neuen Ergebnisse führt.<!-- post eof --></p>
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		<title>Mittelschicht schrumpft nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 08:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>V.-Prof. Dr. Dominik H. Enste</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Einkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Marktwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[„Statuspanik“ und die Angst vor dem sozialen Abstieg sitzen den Deutschen tief in den Knochen. Düstere Szenarien einer zerfallenden Mittelschicht erregen die Gemüter. Mit der Wirklichkeit hat dies jedoch wenig zu tun, wie eine kürzlich im Auftrag des Roman Herzog Instituts erschienene Studie zeigt. Demnach ist der Anteil der Mittelschicht an der Gesamtgesellschaft in Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/01/stabile_mittelschicht.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-5344" title="Der Anteil der Mittelschicht ist in Deutschland seit 1993 relativ konstant." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/01/stabile_mittelschicht-300x255.gif" alt="" width="300" height="255" /></a></p>
<p>„Statuspanik“ und die Angst vor dem sozialen Abstieg sitzen den Deutschen tief in den Knochen. Düstere Szenarien einer zerfallenden Mittelschicht erregen die Gemüter. Mit der Wirklichkeit hat dies jedoch wenig zu tun, wie eine kürzlich im Auftrag des <a title="Hier geht es zur Studie des Roman Herzog Instituts (Hrsg.): Mythen über die Mittelschicht, München 2011" href="http://www.romanherzoginstitut.de/publikationen/details/?tx_mspublication_pi1%5BshowUid%5D=88&#038;cHash=3d65e2cdc3" target="_blank">Roman Herzog Instituts erschienene Studie </a>zeigt. Demnach ist der Anteil der Mittelschicht an der Gesamtgesellschaft in Deutschland seit 1993 relativ konstant: Er pendelte zwischen 60 und 67 Prozent. Im internationalen Vergleich ein beachtlicher Wert.</p>
<p>Und im Krisenjahr 2009 kam es sogar zu einer gegensätzlichen Entwicklung: Während der Anteil der Haushalte mit hohen Einkommen abnahm, schütze der gut ausgebaute deutsche Sozialstaat die unteren Einkommensschichten weitgehend vor den negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Insgesamt führte dies zu einer Zunahme der Mittelschicht um 0,6 Prozent. Eine Zukunftsprognose, nach der die Mittelschicht langsam erodiert, lässt sich mit diesen Fakten kaum belegen.</p>
<p><a href="http://www.romanherzoginstitut.de/publikationen/details/?tx_mspublication_pi1%5BshowUid%5D=88&#038;cHash=3d65e2cdc3"></a><!-- post eof --></p>
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		<title>Sozialleistungen: Deutschland vorn</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 08:25:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Jochen Pimpertz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialausgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Marktwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sozialabbau, soziale Kälte, Abkehr von der Sozialen Marktwirtschaft – derartige Einschätzungen zum deutschen Sozialstaat dominierten in den letzten Jahren die Schlagzeilen. Dabei zeigt der internationale Vergleich: Deutschland gehört zu den fürsorglichsten Ländern. Und werden nicht die Brutto- sondern die Nettosozialleistungen berücksichtigt, dann landet Deutschland mit einer Quote von 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sogar vor den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/01/fuersorgliches_deutschland.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-5333" title="Bei den Nettosozialleistungen steht Deutschland unter den OECD-Staaten auf dem dritten Platz. " src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/01/fuersorgliches_deutschland-300x237.gif" alt="" width="300" height="237" /></a></p>
<p>Sozialabbau, soziale Kälte, Abkehr von der Sozialen Marktwirtschaft – derartige Einschätzungen zum deutschen Sozialstaat dominierten in den letzten Jahren die Schlagzeilen. Dabei zeigt der internationale Vergleich: Deutschland gehört zu den fürsorglichsten Ländern. Und werden nicht die Brutto- sondern die Nettosozialleistungen berücksichtigt, dann landet Deutschland mit einer Quote von 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sogar vor den oftmals als Vorbild gepriesenen skandinavischen Wohlfahrtsstaaten Dänemark oder Schweden.</p>
<p>Während bei den Bruttosozialleistungen nur auf die Summe aller Ausgaben geschaut wird – von der Rente bis zum Familienleistungsausgleich, von Hartz IV bis zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall –, wird bei den Nettosozialleistungen auch berücksichtigt, welche Abgaben der Staat auf die gewährten Sozialleistungen erhebt, wieviel er von den Empfängern über indirekte Steuern an der Supermarktkasse zurückholt, aber auch wie sehr er freiwillige Vorsorge über steuerliche Anreize fördert, statt jedes Mal die Sozialkassen zu bemühen. So sind unsere skandinavischen Nachbarn zwar überaus spendabel bei den Sozialausgaben, holen sich aber einen Großteil des Geldes über Steuern und andere Abgaben auf die Sozialeinkommen wieder zurück. Diese Belastungen fallen hierzulande eher gering aus. Fakt ist: Der deutsche Sozialstaat steht im internationalen Vergleich sehr gut da, von Sozialabbau kann pauschal nicht die Rede sein.<!-- post eof --></p>
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