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	<title>INSM - ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &#187; Einkommen</title>
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	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
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		<title>Altersarmut nicht mit Wahlversprechen bekämpfen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 09:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Oliver Arentz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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		<description><![CDATA[Die angestoßene Debatte um die zukünftige Entwicklung der Renten und die Gefahr der Altersarmut muss zwingend geführt werden.  Zwar ist die heutige Rentner Generation so wohlhabend wie nie zuvor, aber dieses Niveau wird von zukünftigen Rentnergenerationen nicht mehr erreicht werden. Die Lösung kann aber nicht darin bestehen die Kosten auf zukünftige Generationen zu verlagern. Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/kosten_zuschussrente.gif"><img class="size-medium wp-image-7368 alignright" title="Die Kosten der Zuschussrente, wie sie jüngst die Arbeitsministerin vorgeschlagen hat, steigen von anfänglich 50 Millionen auf 2,9 Milliarden im Jahr 2035" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/kosten_zuschussrente-300x281.gif" alt="" width="300" height="281" /></a>Die angestoßene Debatte um die zukünftige Entwicklung der Renten und die Gefahr der Altersarmut muss zwingend geführt werden.  Zwar ist die heutige Rentner Generation so wohlhabend wie nie zuvor, aber dieses Niveau wird von zukünftigen Rentnergenerationen nicht mehr erreicht werden. Die Lösung kann aber nicht darin bestehen die Kosten auf zukünftige Generationen zu verlagern.</strong></p>
<p><span id="more-7362"></span>Auch im neuen Jahr macht sich ein im politischen Raum wohlbekanntes Verhaltensmuster breit: Wahlgeschenke auf Kosten kommender Generationen. Die Bundesarbeitsministerin  Ursula von der Leyen plant, die Rente von  Geringverdienern ab 2013 (Wahljahr!) auf 850 Euro, also  über das Mindestsicherungsniveau von rund 680 Euro  hinaus, aufzustocken, um drohende Altersarmut zu bekämpfen. Das klingt gut, hat aber einen Haken: Die Kosten hierfür steigen von anfänglich  <a title="Zum Bericht des Sozialbeirats." href="http://www.sozialbeirat.de/files/2011-11-29_gutachten_rentenversicherungsbericht_2011.pdf">50 Millionen Euro bis 2035 auf 2,9 Milliarden Euro.</a> Jede Leistung kostet eben Geld. Also werden die Lasten zum überwiegenden Teil in die Zukunft  verlagert. Richtig ist, das drohende Thema Altersarmut offen zu debattieren. Allerdings: Jede Reform des Rentensystems sollte die Realitäten des Umlageverfahrens  anerkennen. Die Beitragszahlungen der Erwerbstätigen werden in jeder Periode vollständig zur Finanzierung der gegenwärtigen Rentnergeneration ausgegeben. Auf eine Umkehr der demografischen Entwicklung zu setzen ist ebenso naiv wie die Forderung, das Renteneintrittsalter solle an die Beschäftigungsquote der rentennahen Jahrgänge geknüpft werden.</p>
<p>Neben der Demografie sind die zunehmend unstetig verlaufenden Erwerbsbiografien &#8211; insbesondere von Geringverdienern &#8211; ein wesentlicher Grund für zukünftig zu erwartende Altersarmut. Immer breitere Bevölkerungsschichten können aufgrund dessen die 35 Beitragsjahre für eine Standardrente nicht mehr erreichen. Frauen sind besonders stark von Altersarmut bedroht, da sie in Relation zu Männern ihre Erwerbsbiografien deutlich häufiger für Kindererziehung unterbrechen. Weil Erziehungsleistungen die Voraussetzung für den Erhalt des Rentensystems darstellen, wäre es systematisch richtig, diese bei den Rentenansprüchen stärker zu Lasten der Ansprüche  aus Beitragszahlungen zu berücksichtigen. Den veränderten Erwerbsbiografien kann nur durch eine Stärkung und Flexibilisierung des Arbeitsmarkts sinnvoll Rechnung getragen werden.</p>
<hr />
<p><em>Die <a title="Hier geht's zur Langversion" href="http://www.iwp.uni-koeln.de/DE/Publikationen/komment/pdf-Dateien/OK_01_2012.pdf" target="_blank">Langversion dieses Texts </a>wurde am 03. Januar 2012 in der Reihe „Der Ordnungspolitischen Kommentar“ vom Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln sowie dem Otto-Wolff-Institut für Wirtschaftsordnung herausgegebenen.</em></p>
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		<title>Zeitarbeit besser als Hartz-IV</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 09:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PD Dr. Hilmar Schneider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach wie vor bestehen in der Öffentlichkeit große Vorbehalte gegen die Zeitarbeit. Der Hauptvorwurf: Sie verdrängt reguläre Beschäftigung. Dieser Verdrängungsmythos hält jedoch einer kritischen Faktenüberprüfung nicht statt. Im Jahre 2010 wurden in Deutschland knapp 7,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse neu abgeschlossen, davon entfielen aber nur 1,1 Millionen auf die Zeitarbeit. Von diesen 1,1 Millionen neu besetzten Zeitarbeitsstellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitarbeit1.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7260" title="zeitarbeit" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitarbeit1-300x269.gif" alt="" width="300" height="269" /></a>Nach wie vor bestehen in der Öffentlichkeit große Vorbehalte gegen die Zeitarbeit. Der Hauptvorwurf: Sie verdrängt reguläre Beschäftigung. Dieser Verdrängungsmythos hält jedoch einer kritischen Faktenüberprüfung nicht statt. Im Jahre 2010 wurden in Deutschland knapp 7,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse neu abgeschlossen, davon entfielen aber nur 1,1 Millionen auf die Zeitarbeit. Von diesen 1,1 Millionen neu besetzten Zeitarbeitsstellen wurden zwei Drittel mit zuvor Arbeitslosen oder Nicht-Erwerbstätigen besetzt. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass Zeitarbeit ein wichtiges Sprungbrett bei der Rückkehr von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt darstellt.</p>
<p><span id="more-7162"></span>Die gegenwärtigen Bestrebungen von Politik und Gewerkschaften zur Eindämmung der Zeitarbeit bergen die Gefahr, den Betroffenen einen Bärendienst zu erweisen. Die Forderung nach Durchsetzung des Equal-Pay-Prinzips und die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sorgen dafür, dass Zeitarbeit für Unternehmen unattraktiv wird. Auf den Punkt gebracht: Offensichtlich ist den Befürwortern dieser Pläne ein Langzeitarbeitsloser, der von Hartz-IV leben muss, lieber als ein Zeitarbeitnehmer, der zwar mit einem geringen Lohn auskommen muss, damit aber immer noch besser dasteht als allein mit Hartz-IV.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Der Blogbeitrag ist eine Zusammenfassung des Namensartikels <a title="Hier geht es zu dem Beitrag." href="http://www.insm.de/insm/Themen/Arbeit/Hilmar-Schneider--Angstmacher-Zeitarbeit.html" target="_blank">„Zeitarbeit als Angstmacher“, </a>erschienen am 07.11.2011 auf insm.de.</em></p>
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		<title>Arbeit statt Mindestlohn</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 08:44:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Thomas Straubhaar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mindestlohn &#8211; seit Jahren ist das Thema ein Zankapfel. Ordnungspolitisch ist die Sache eindeutig. Die Tarifautonomie lässt keine Mindestlöhne zu. Es wäre aber töricht, an konservativen und liberalen Konzepten nur wegen der Ideologie festzuhalten. Aber es gibt keine neuen Erkenntnisse – seien sie theoretisch noch empirisch – die einen Grund für einen Richtungswechsel liefern. Daran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/gesetz_mindestlohn.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7272" title="gesetz_mindestlohn" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/gesetz_mindestlohn-300x264.gif" alt="" width="300" height="264" /></a>Mindestlohn &#8211; seit Jahren ist das Thema ein Zankapfel. Ordnungspolitisch ist die Sache eindeutig. Die Tarifautonomie lässt keine Mindestlöhne zu. Es wäre aber töricht, an konservativen und liberalen Konzepten nur wegen der Ideologie festzuhalten. Aber es gibt keine neuen Erkenntnisse – seien sie theoretisch noch empirisch – die einen Grund für einen Richtungswechsel liefern. Daran ändern auch die Erfahrungen mit Mindestlöhnen für einzelne Branchen nichts. Beschäftigungserfolge sind nicht wegen, sondern trotz Mindestlöhnen möglich geworden.</p>
<p><span id="more-7082"></span>Der Mindestlohn ist kein geeignetes Mittel zur Armutsbekämpfung. Im Gegenteil: Er ist eine Bedrohung. Noch nie waren im geeinten Deutschland so viele Menschen beschäftigt, noch nie waren so wenig arbeitslos. Viele Langzeitarbeitslose sind jedoch zugleich schlecht qualifiziert. Niedriglöhne sind für Langzeitarbeit eine Chance für den Einstieg in Arbeit. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn bedroht den Beschäftigungserfolg für den uns Europa beneidet. Auch ohne Mindestlohn ist das Armutsrisiko in Deutschland geringer als im EU-Durchschnitt. Es ist fast so niedrig wie in den Vorzeigeländern Niederlande, Schweden und Dänemark. Mit ALG II besteht offenbar ein wirkungsvolles Instrument gegen Armut. Zugleich wird damit ein der familiären Situation angepasster Mindestlohn definiert.</p>
<p>Klüger ist es, die Löhne von bestimmten Arbeitnehmern durch staatliche Zuschüsse zu ergänzen (Kombilohn). Diese müssen aber so gestaltet sein, dass das Gesamteinkommen steigt, wenn der Lohn zunimmt. Dazu gehört es auch, die Abgabenbelastung im Niedriglohnsektor zu senken. Noch immer klafft eine Lücke zwischen Brutto-Arbeitskosten und Nettolöhnen. Die muss geschlossen werden. Das schafft Arbeitsplätze und verringert weiter das Armutsrisiko.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Dieser Beitrag ist eine überarbeitete und gekürzte Fassung  des Namensbeitrags<a title="Zum Beitrag." href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/wochenmarkt-die-wirtschaftskolumne-mindestsicherung-nicht-mindestlohn-1745467.html" target="_blank"> „Mindestsicherung, nicht Mindestlohn&#8221;</a>, erschienen am 31.10.2011 im Stern. </em><br />
<em> </em><br />
<em>Weitere Informationen zu Mindestlohn und Beschäftigung:  <a title="Hier geht es zu dem Gutachten." href="http://www.insm.de/dms/insm/textdokumente/pdf/INSM-Studien/untitled3/FINAL_HWWI-Gutachten-Vollbesch-ftigung_5-5-11/FINAL_HWWI%20Gutachten%20Vollbesch%C3%A4ftigung_5.5.11.pdf" target="_blank">„Vollbeschäftigung ist möglich“, ein HWWi-Gutachten </a>im Auftrag der INSM.</em></p>
<p><!-- post eof --></p>
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		<title>Wege zu mehr Wachstum</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/europa/wege-zu-mehr-wachstum/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 11:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Michael Hüther</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[„Wachstum. Bildung. Zusammenhalt“ – Unter dieses Motto hatte die schwarz-gelbe Koalition 2009 ihren Koalitionsvertrag gestellt. Angesichts des sich verdunkelnden Konjunkturhimmels drängt sich die Frage auf: Wie kommt Deutschland wieder zu mehr Wachstum? Zum einem muss die Euro-Zone stabilisiert werden. Denn der Euro und die Europäische Integration sind zentrale Wachstumsfaktoren für die deutsche Volkswirtschaft. Deutschland kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/einkommensteuer.gif"><img class="size-medium wp-image-7064 alignright" title="Die Inflationsrate frisst den Steuerfreibetrag." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/einkommensteuer-300x280.gif" alt="" width="300" height="280" /></a><br />
„Wachstum. Bildung. Zusammenhalt“ – Unter dieses Motto hatte die schwarz-gelbe  Koalition 2009 ihren Koalitionsvertrag gestellt. Angesichts des sich verdunkelnden Konjunkturhimmels drängt sich die Frage auf: Wie kommt Deutschland wieder zu mehr Wachstum?</p>
<p>Zum einem  muss die Euro-Zone stabilisiert werden. Denn der Euro und die Europäische Integration sind zentrale Wachstumsfaktoren für die deutsche Volkswirtschaft. Deutschland kann nur in und mit Europa global erfolgreich sein.</p>
<p>Zum anderen müssen aber auch die im Koalitionsvertrag niedergelegten Reformabsichten umgesetzt werden: Bürokratieabbau,  verlässliche Energie- und Rohstoffversorgung, Forschungs- und Entwicklungsumfeld und nicht zuletzt  das Steuerrecht müssen angepackt werden.</p>
<p>Besonders dringlich ist  die Reform der Einkommensbesteuerung. Die kalte Progression  muss endlich  beseitigt werden. Dabei ist die Indexierung des progressiven Steuertarifs ein Gebot der Fairness. Die Politik würde sich so verpflichten, nur reale Einkommenszuwächse zu besteuern – das geht auch mit gleichzeitiger Haushaltskonsolidierung.</p>
<hr /><em>Dieser Beitrag basiert auf einem Interview mit Prof. Dr. Michael Hüther vom 20. Oktober 2011. <a title="Zum Interview." href="http://www.iwkoeln.de/Publikationen/iwd/Archiv/tabid/122/articleID/31480/Default.aspx" target="_blank">Das ganze Interview finde Sie in der iwd-Ausgabe Nr. 42. </a></em><!-- post eof --></p>
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		</item>
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		<title>Fluglotsenbranche: Aufsicht gegen Monopolmacht</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 06:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Justus Haucap</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verspätungen, Flugausfälle – auf jeden Fall viel Ärger für die Kunden. Fluglotsenstreiks sind immer besonders schwerwiegend – vor allem für Dritte. Die Fluglotsen-Branche ist ein Monopolmarkt. Verbraucher haben keine Chancen auszuweichen. Spartengewerkschaften in wettbewerbsarmen Bereichen kommt daher eine besonders große Verhandlungsmacht zu. Höhere Löhne können automatisch an schutzlose Dritte weitergereicht werden. Ein Blick auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/fluglotsen.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-6956" title="Das Einkommen der deutschen Fluglotsen ist überdurchschnittlich hoch." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/fluglotsen-300x243.gif" alt="" width="300" height="243" /></a></p>
<p>Verspätungen, Flugausfälle – auf jeden Fall viel Ärger für die Kunden. Fluglotsenstreiks sind immer besonders schwerwiegend – vor allem für Dritte. Die Fluglotsen-Branche ist ein Monopolmarkt. Verbraucher haben keine Chancen auszuweichen. Spartengewerkschaften in wettbewerbsarmen Bereichen kommt daher eine besonders große Verhandlungsmacht zu. Höhere Löhne können automatisch an schutzlose Dritte weitergereicht werden. Ein Blick auf die vergleichsweise hohen Gehälter deutet die Verhandlungsmacht an.</p>
<p><a title="Zum 18. hauptgutachten der Monopolkommission." href="http://www.monopolkommission.de/aktuell_hg18.html" target="_blank">Schon im Jahr 2010 hat die Monopolkommission </a>daher eine Missbrauchskontrolle für Spartengewerkschaften angeregt. Ähnlich wie im Kartellrecht Monopole eine besondere Verantwortung dem Verbraucher gegenüber haben und einer besonderen Aufsicht unterliegen, könnte man eine besondere Aufsicht im Arbeitsrecht einführen. Voraussetzung wäre, dass eine Gewerkschaft auf einem Monopolmarkt agiert und die zu erwartenden volkswirtschaftlichen Kosten eines Streiks für Dritte unverhältnismäßig hoch wären. Wir brauchen ein angemessenes Verhältnis zwischen dem Grundrecht der Koalitionsfreiheit und den verfassungsrechtlich geschützten Interessen Dritter.<!-- post eof --></p>
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		<title>Mindestlohn: Riskant für Jobs und Staatskasse</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 11:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Hagen Lesch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In letzter Zeit ist der Ruf der Gewerkschaften nach einem flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunden wieder lauter geworden. Dabei wird der Mindestlohn verstärkt mit der Aussicht auf zusätzliche Staatseinnahmen beworben. Auf den ersten Blick erscheint die Argumentation plausibel: Wenn mehr verdient wird, landet mehr im Steuersäckel. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Argumentation aber, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/mindestlohn_2.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-6943" title="Ein Mindestlohn von 8,50 Euro/Stunde kann dem Staat teuer zu stehen kommen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/10/mindestlohn_2-300x283.gif" alt="" width="300" height="283" /></a></p>
<p>In letzter Zeit ist der Ruf der Gewerkschaften nach einem flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunden wieder lauter geworden. Dabei wird der Mindestlohn verstärkt mit der Aussicht auf zusätzliche Staatseinnahmen beworben. Auf den ersten Blick erscheint die Argumentation plausibel: Wenn mehr verdient wird, landet mehr im Steuersäckel. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Argumentation aber, dass bei einer Lohnsteigerung auch Jobs verloren gehen könnten. Aufgrund einer im Vergleich zur Bezahlung geringen Produktivität kann sich eine Weiterbeschäftigung von potenziell durch einen Mindestlohn begünstigten Personen nicht mehr rechnen. Das verursacht aber Kosten. Da die Beschäftigungswirkungen von Mindestlöhnen nicht exakt geschätzt und vorhergesagt werden können, bietet es sich an, verschiedene Beschäftigungsszenarien zu bilden und deren fiskalische Wirkungen zu berechnen. Das IW hat auf Basis seines Mikrosimulationsmodells Berechnungen für drei Szenarien durchgeführt: <a title="Hier geht es zur Studie." href="http://www.iwkoeln.de/Presse/Pressemitteilungen/tabid/183/articleid/31430/Default.aspx" target="_blank">In Szenario 1 gibt es keinen Beschäftigungseffekt, in Szenario 2 einen negativen Beschäftigungseffekt für vorwiegend Geringqualifizierte und in Szenario 3 einen negativen Beschäftigungseffekte für vorwiegend Vollzeitbeschäftigte.</a></p>
<p>Im ersten Szenario fallen tatsächlich Mehreinnahmen in Höhe von 5 Milliarden Euro bei Staat und Sozialversicherungen an, selbst wenn die Unternehmenssteuereinnahmen aufgrund sinkender Gewinne schrumpfen. Beim zweiten Szenario würde die Anzahl der beschäftigten Geringqualifizierten sinken, gleichzeitig hätten die verbliebenen Geringqualifizierten einen höheren Lohn. In der Summe würden die Löhne um 17,1 Milliarden Euro steigen. Für die Staatseinnahme hieße dies: Ein Plus von 1,4 Milliarden Euro bei der Einkommenssteuer und ein Plus von 4,1 Milliarden bei den Sozialbeiträgen. Andererseits würden aber auch die Transferleistungen um 1 Milliarde steigen, denn der Staat müsste mehr Arbeitslose alimentieren. Schließlich hätten die Unternehmen infolge der gestiegenen Löhne geringere Gewinne. Dadurch würden die Einnahmen des Staates aus der Unternehmenssteuer um 5,4 Milliarden sinken. Unter Strich hätte der Staat 0,8 Milliarden Euro weniger in der Staatskasse und es gäbe mehr Arbeitslose. Am schlimmsten wäre das dritte Szenario. Hier fallen die fiskalischen Lasten mit 6,6 Milliarden Euro nämlich deutlich höher aus.<!-- post eof --></p>
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		<title>Die Politik in der Komplexitätsfalle</title>
		<link>http://www.insm-oekonomenblog.de/SteuernundFinanzen/die-politik-in-der-komplexitatsfalle/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 07:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Einkommen]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Marktwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsbankrott]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Vereinfachung ist angesagt in Zeiten der Überschuldung in vielen Volkswirtschaften auf diesem Globus. Billigster Populismus gedeiht auf dem Nährboden des „DM-Nationalismus“, der  vor dem Hintergrund der schier grenzenlosen europäischen Rettungsschirme die Debatte an den Stammtischen der Republik dominiert. Simplifizierung ist gefragt, wenn Vorschläge wie die Verkürzung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für über 58-Jährige sofort reflexartig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vereinfachung ist angesagt in Zeiten der Überschuldung in vielen Volkswirtschaften auf diesem Globus. Billigster Populismus gedeiht auf dem Nährboden des „DM-Nationalismus“, der  vor dem Hintergrund der schier grenzenlosen europäischen Rettungsschirme die Debatte an den Stammtischen der Republik dominiert. Simplifizierung ist gefragt, wenn Vorschläge wie die Verkürzung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für über 58-Jährige sofort reflexartig als unsozial verdammt werden. Die Politik steckt aus vielen Gründen in der Komplexitätsfalle. Politiker haben verlernt, ihre vornehmste Aufgabe wahrzunehmen: die Bürgerinnen und Bürger mit klaren Argumenten und einer präzisen Sprache von ihrer Politik zu überzeugen.</p>
<p>Aus der Verschuldungskrise einzelner Mitgliedsstaaten der europäischen Währungsunion wird eine „Euro-Krise“. Dann stehen schlagartig die zu Recht nicht unumstrittenen Rating-Agenturen genau dann am Pranger, wenn sie ihre ureigenste Aufgabe erfüllen. Es ist ein Teufelskreis: Weil die Politik nicht Tacheles redet aus Angst vor dem Verlust von Wählerzustimmung, werden Sachverhalte nicht erklärt und somit auch nicht verstanden. Deshalb sind gewaltige Defizite zu beobachten, wenn es um das Wissen der Bevölkerung über gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge geht.</p>
<p>Zu den elementarsten Grundsätzen jeder Volkswirtschaft gehört, dass Wohlstand von Leistung kommt. Insofern sind die Anreizsysteme immer so auszugestalten, dass es nicht bequemer erscheint, sich von anderen aushalten zu lassen. Am Beispiel der längeren Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für Ältere ist das belegbar: Je länger die Bezugsdauer ausgestaltet ist, umso größer ist der Anreiz für Unternehmen, sich ihrer älteren (und in der Regel teureren) Beschäftigten zu entledigen, um sie in die Rentenkassen auszumustern. Das ist für die Volkswirtschaft so ziemlich die teuerste Lösung.</p>
<p>Es ist deshalb richtig, dass Deutschland Hilfen für die europäischen Pleitestaaten von wirkungsvollen Sanierungsmaßnahmen abhängig macht. Dass Hilfen grundsätzlich der Zustimmung des Deutschen Bundestags bedürfen und nicht von der Regierung allein bewilligt werden, versteht sich in einem Verfassungsstaat von selbst. Andererseits lade ich alle Populisten, die sich jetzt die alte Deutsche Mark zurückwünschen, zu einem Besuch an der schweizerisch-deutschen Grenze ein. Dort kann man im kleinen Maßstab beobachten, was passiert, wenn eine Währung wie der Franken binnen kürzester Zeit stark aufwertet. Die Folgen für unser exportorientiertes Land wären ungleich brutaler, wenn die europäische Währung scheiterte.<!-- post eof --></p>
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		<title>Steuern senken! Aber richtig!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 08:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Bodo Herzog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
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		<description><![CDATA[Neben der Haushaltskonsolidierung geht es zudem darum, langfristige und nachhaltige Wachstumskräfte zu stimulieren, die über die vorhandenen Wirkungen der sogenannten automatischen Stabilisatoren hinausreichen. Steuersenkungen oder eine Steuerstrukturreform ergeben aber nur dann Sinn, wenn sie richtig konzipiert sind, d. h. Leistungsanreize verbessern und damit langfristig Wachstumseffekte auslösen. Handlungsbedarf besteht vor allem beim Einkommenssteuertarif: Vom deutlichen Anstieg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/einkommensteuer.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-6655" title="So könnte eine wachstumsfreundliche Reform des Einkommensteuertarifs aussehen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/einkommensteuer-300x262.gif" alt="" width="300" height="262" /></a></p>
<p>Neben der Haushaltskonsolidierung geht es zudem darum, langfristige und nachhaltige Wachstumskräfte zu stimulieren, die über die vorhandenen Wirkungen der sogenannten automatischen Stabilisatoren hinausreichen. Steuersenkungen oder eine Steuerstrukturreform ergeben aber nur dann Sinn, wenn sie richtig konzipiert sind, d. h. Leistungsanreize verbessern und damit langfristig Wachstumseffekte auslösen.</p>
<p>Handlungsbedarf besteht vor allem beim Einkommenssteuertarif: Vom deutlichen Anstieg der Grenzsteuersätze im unteren Einkommensbereich gehen leistungs- und anreizfeindliche Wirkungen auf das Arbeitsangebot der privaten Haushalte und die Investitionstätigkeit ertragsschwacher Unternehmen aus. Nicht zuletzt die inflationsbedingte „kalte Progression“ hat in den letzten Jahren immer mehr Haushalte und klein- und mittelständische Unternehmen in den aktuellen Grenzsteuersatz von 42% getrieben. Positive Beschäftigungs- und Wachstumseffekte dürften sich insbesondere bei einer Glättung des Verlaufs des Grenzsatztarifes ergeben. Einfach gesprochen: Es geht darum, am bekannten „Mittelstandsbauch“ abzuspecken. In einem zweiten Reformschritt könnte zudem, gemäß einem <a title="Hier geht es zu dem Gutachten des Sachveständigenrats 2008/09. Der Reformvorschlag findet sich auf Seite 252f." href=" http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/download/gutachten/ga08_iv.pdf" target="_blank">Vorschlag des Sachverständigenrates, die Einkommensschwelle für den linearen Steuersatz von 42% angehoben werden.</a></p>
<p>Generell gilt: Eine kopflose Steuersenkung, die nur auf vorübergehende, konjunkturell bedingte Steuermehreinnahmen beruht, ist nicht nachhaltig und finanzpolitisch fragwürdig. Vielmehr muss sich eine Steuerreform an den langfristigen Grundsätzen des Leistungsfähigkeitsprinzips und des objektiven Netto-Prinzips orientieren.</p>
<hr /><em>Dieser Blogbeitrag resultiert aus der Studie <a title="Hier geht es zu der Studie." href="http://www.freiheit.org/files/100/PL_99_Herzog_Haushalt_40_4S_web.pdf" target="_blank">„Haushaltslöcher und Steuerentlastungen – Was ist zu tun?, </a>von Prof. Dr. Bodo Herzog, erschienen in Position Liberal Nr. 99, Herausgegeben vom Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Potsdam 2011</em></p>
<p><em>In der Artikelserie  &#8221;Steuerentlastung und Haushaltskonsolidierung&#8221; von Prof. Dr. Bodo Herzog im ÖkonomenBlog bereits erschienene Beiträge:</em></p>
<p><em>11.08.2011 <a title="Hier geht es zu dem Beitrag." href="http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/wachsen-mit-geringeren-steuern/" target="_blank">Wachsen mit geringeren Steuern</a></em><!-- post eof --></p>
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		<title>Wachsen mit geringeren Steuern</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 10:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Bodo Herzog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über Jahrzehnte hat Deutschland über seine Verhältnisse gelebt. Das Ergebnis: Eine exorbitante  Staatsverschuldung. Mit den Konjunkturpaketen der letzten Jahre sind die Schulden nochmals gestiegen – auf nunmehr über 2 Billionen Euro. Ohne eine energische Konsolidierung der öffentlichen Haushalte droht Deutschland immer stärker im Schuldensumpf zu ersticken. Ab heute wird Prof. Dr. Bodo Herzog in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über Jahrzehnte hat Deutschland über seine Verhältnisse gelebt. Das Ergebnis: Eine exorbitante  Staatsverschuldung. Mit den Konjunkturpaketen der letzten Jahre sind die Schulden nochmals gestiegen – auf nunmehr über 2 Billionen Euro. Ohne eine energische Konsolidierung der öffentlichen Haushalte droht Deutschland immer stärker im Schuldensumpf zu ersticken. Ab heute wird Prof. Dr. Bodo Herzog in den kommenden Wochen, jeweils Donnerstags, in einer Artikelserie erläutern, warum Steuersenkungen und die dringend nötige Haushaltskonsolidierung kein Widerspruch sind.</strong></p>
<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/europa_schulden.gif"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/europa_schulden-2.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-6590" title="In den letzten Jahren sind die Schulden in vielen europäischen Ländern stark gestiegen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/08/europa_schulden-2-284x300.gif" alt="" width="284" height="300" /></a>Die fatalen Auswirkungen übermäßiger Staatsverschuldung, die Europa derzeit erlebt, befeuern auch in Deutschland die Debatte nach dem richtigen Weg der Haushaltskonsolidierung. Eine solide Finanzpolitik ist dringend notwendig, denn Konjunkturpakete und Finanzmarktstabilisierung haben den ohnehin schon hohen Schuldenberg nochmals gewaltig wachsen lassen. Neben einer soliden Finanzpolitik gilt es jedoch den Blick für eine nachhaltige, d. h. aber auch wachstumsfreundliche, Wirtschaftpolitik nicht zu verlieren.</p>
<p>In diesem Zusammenhang lohnt ein Blick nach Schweden. Inmitten der Finanzkrise beschloss die Schwedische Regierung Steuererleichterungen. Einerseits um damit positive Konjunktursignale zu setzen und andererseits um einen Teil der Gegenfinanzierung mit zukünftigen Wachstumsperspektiven zu erreichen. In einer empirischen Studie – publiziert in der renommierten Zeitschrift American Economic Review im Jahr 2010 – bestätigen die beiden berühmten Makroökonomen Christina Romer und David Romer die positive Wirkung eines Steuerimpulses auf das Wirtschaftswachstum. Kurzum: Eine steuersystematische Entlastung der Bürger stärkt Leistungsanreize und damit langfristig Wachstumskräfte, indem Investitionen stimuliert und damit die Kapitalbildung angeregt werden. Zugleich wird das Lohnabstandsgebot im unteren und mittleren Einkommensbereich gestärkt. Angesichts der von der Deutschen Bundesregierung beschlossenen Erhöhung der Regelsätze im Arbeitslosengeld II drängt eine solche Maßnahme für die immer kleiner werdende Mittelschicht mehr denn je.<strong> </strong></p>
<hr /><em>Prof. Dr. Bodo Herzog ist seit dem Jahr 2008 Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere für Geldpolitik und Makroökonomik an der ESB Business School, Hochschule Reutlingen. Zuvor war er u. a. wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.</em></p>
<p><em>Dieser Blogbeitrag resultiert aus der Studie <a title="Hier geht es zu der Studie." href="http://www.freiheit.org/files/100/PL_99_Herzog_Haushalt_40_4S_web.pdf" target="_blank">„Haushaltslöcher und Steuerentlastungen – Was ist zu tun?, </a>von Prof. Dr. Bodo Herzog, erschienen in Position Liberal Nr. 99, Herausgegeben vom Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Potsdam 2011</em></p>
<p><em><strong>Literaturhinweis</strong>: </em><em>C. Romer and D. Romer (2010), The Macroeconomics Effects of Tax Changes: Estimates Based on a New Measure of Fiscal Shocks, American Economic Review, Vol. 100, p. 763-801.</em><!-- post eof --></p>
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		<title>Gewitterwolken am Konjunkturhimmel</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 07:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Haushaltskonsolidierung]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialausgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Marktwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[„Neues deutsches Wirtschaftswunder“ und „Turboaufschwung“: Mit diesen Attributen verklärte die Politik in den vergangenen 12 Monaten die Konjunkturlage im Land. Doch mitten in der Sommerpause wird deutlich, dass sich die seit Monaten verschlechternden Frühindikatoren bereits auf die Geschäftserwartungen der Unternehmen negativ auswirken. Paradox dabei: Wohl selten hat eine Bundesregierung, trotz guter Konjunkturlage und deutlich gestiegener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/beitragsentwicklung.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-6529" title="Entwicklung der Beiträge der Sozialversicherungen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/07/beitragsentwicklung-300x295.gif" alt="" width="300" height="295" /></a></p>
<p>„Neues deutsches Wirtschaftswunder“ und „Turboaufschwung“: Mit diesen Attributen verklärte die Politik in den vergangenen 12 Monaten die Konjunkturlage im Land. Doch mitten in der Sommerpause wird deutlich, dass sich die seit Monaten verschlechternden Frühindikatoren bereits auf die Geschäftserwartungen der Unternehmen negativ auswirken.</p>
<p>Paradox dabei: Wohl selten hat eine Bundesregierung, trotz guter Konjunkturlage und deutlich gestiegener Beschäftigung, so wenig davon profitiert. Paradox ist aber auch, dass die vordergründige konjunkturelle Stärke die Handlungsfähigkeit der Politik lähmt, obwohl eine Vielzahl struktureller Baustellen dringend einer Lösung harrt. Da ist zum einen die Überschuldung der öffentlichen Haushalte. Wer thematisiert noch offensiv, dass Deutschland selbst im „Turboaufschwung“ nach wie vor Dutzende Milliarden Euro neuer Schulden macht</p>
<p>Zerknirscht stellen die Statistiker fest, was Millionen von Bürgern seit Jahr und Tag schmerzlich spüren: Die Kaufkraft des verfügbaren Einkommens tritt auf der Stelle oder sinkt gar. Zwar stiegen die Bruttoeinkommen, aber höhere Sozialversicherungsbeiträge und die Steuerprogression in der Einkommensteuer fraßen den Zuwachs nahezu auf. Den Rest des Kaufkraftschwundes erledigte die Geldentwertung. Doch dieses Phänomen ist bei Lichte betrachtet doch die logische Konsequenz einer Haltung, die immer mehr Aufgaben an den Staat delegiert. Je älter eine Gesellschaft aber wird, je länger und umfänglicher wir Bürger Leistungen des Staates für uns in Anspruch nehmen können, umso höher muss die Zeche für diejenigen sein, die das alles bezahlen</p>
<p>Nur wenn die Politik die steigenden Kosten des demographischen Wandels vom Lohneinkommen entkoppelt – durch ein Prämiensystem in der Kranken- und Pflegeversicherung etwa -, wird sie den Arbeitnehmern künftig noch reale Einkommenszuwächse verschaffen können. Und nur eine Politik, die das Einkommensteuerrecht auf Fairness, Transparenz und Leistungsfreundlichkeit trimmt und sich statt Tippelschritten auf ein Paul Kirchhof-Modell einlässt, erntet langfristige Prosperität in unserem Land. Und nur wer die Privilegien unseres öffentlichen Dienstes, vor allem des Berufsbeamtentums, ernsthaft beschneidet, wird den Kollaps der Länderhaushalte verhindern, die gewaltig unter den exorbitant steigenden Pensionsausgaben leiden. Ich will nicht Kassandra spielen, die Ihnen den Sommer zusätzlich vermiest. Aber glauben Sie ernsthaft an den für diese Herkulesaufgaben notwendigen Elan der Politik?<!-- post eof --></p>
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