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	<title>INSM - ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &#187; Reichtum</title>
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	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
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		<title>Rente gibt´s nicht zum Nulltarif</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 07:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir Deutsche werden älter. Und können die Zeit der Rente länger genießen, als alle Generationen davor. Die Senioren vor fünf Jahrzehnten bezogen weniger als zehn Jahre lang ihre Rentenleistungen. Heute ist das doppelt so lang. Zudem: Immer mehr Senioren nutzen die Gelegenheit, vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden und tauschen die neu gewonnene Freizeit mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Deutsche werden älter. Und können die Zeit der Rente länger genießen, als alle Generationen davor. Die Senioren vor fünf Jahrzehnten bezogen weniger als zehn Jahre lang ihre Rentenleistungen. Heute ist das doppelt so lang. Zudem: Immer mehr Senioren nutzen die Gelegenheit, vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden und tauschen die neu gewonnene Freizeit mit einem kostengünstigen Rentenabschlag. Bei dieser Entwicklung darf man den Eindruck haben, dass es unserem Land gar nicht so schlecht geht.</p>
<p>Dieser Wohlstand im Alter hat aber selbstverständlich seinen Preis. Denn die Rente gibt es nicht zum Nulltarif. Zwei Drittel werden von den erwerbstätigen Kindern und Enkeln über die Rentenversicherungsbeiträge erwirtschaftet. Der Rest wird von allen Steuerzahlern übernommen. Dieser Zuschuss hat mittlerweile den Spitzenwert von 80 Milliarden Euro überschritten, weil das Beitragsvolumen lange nicht mehr die Ren-tenleistungen abdecken kann. Gewerkschaften und einige Parteien wollen die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters am liebsten wieder zurückdrehen. Dabei ist der Grundsatz so banal wie objektiv richtig: Wer länger lebt, muss auch länger arbeiten, um seinen Lebensstandard im Alter sichern zu können. Wer diese Leistung nicht selbst auf sich nehmen will, belastet mit den Kosten andere. Und das sind dann im Zweifelsfall die Kinder und Enkel, die mit höheren Sozialabgaben und Steuern die Rentenillusion der Eltern und Großeltern bezahlen müssen. Statt Reformen zurückzudrehen, sollten wir vielmehr die Sonderrechte für ältere Arbeitnehmer reduzieren, damit sie nicht weiter als Einstellungshürde und damit kontraproduktiv wirken.</p>
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		<title>Glück durch Umverteilung?</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 11:51:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kristian Niemietz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Großbritannien hat das Buch eingeschlagen wie eine Bombe. Auf der Linken erreichte es innerhalb kürzester Zeit Kultstatus, doch auch viele Konservative – allen voran Premierminister David Cameron –  wollten nicht außen vor bleiben und sparten nicht mit Lob. Nun schwappt die Woge der Begeisterung für Richard Wilkinsons und Kate Picketts „The Spirit Level“ (deutscher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/02/glueck1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-5579" title="Kate Pickett und Richard Wilkinson: Gleichheit ist Glück. Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind, Hamburg 2010." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/02/glueck1-204x300.gif" alt="" width="204" height="300" /></a></p>
<p>In Großbritannien hat das Buch eingeschlagen wie eine Bombe. Auf der Linken erreichte es innerhalb kürzester Zeit Kultstatus, doch auch viele Konservative – allen voran Premierminister David Cameron –  wollten nicht außen vor bleiben und sparten nicht mit Lob. Nun schwappt die Woge der Begeisterung für Richard Wilkinsons und Kate Picketts „The Spirit Level“ (deutscher Titel: „Gleichheit ist Glück“) auch nach Deutschland hinüber.</p>
<p>Die These des Buches ist schnell zusammengefasst: Ungleichheit macht Gesellschaften krank. Psychisch wie physisch. Ganze vierzig Streudiagramme sollen illustrieren: Je weiter der Abstand zwischen Arm und Reich in einem Land, desto schlechter seien so gut wie alle sozialen Indikatoren. Die Regierungen der entwickelten Länder sollten daher vom Ziel des Wirtschaftswachstums abrücken, und den vorhandenen Wohlstand möglichst gleichmäßig verteilen. Eine Botschaft, die in Deutschland natürlich auf besonders fruchtbaren Boden fällt.</p>
<p>Dabei kann „The Spirit Level“ inzwischen als weitgehend widerlegt gelten. Der Publizist Christopher Snowdon etwa zeigt in „The Spirit Level Delusion“, dass Wilkinson und Pickett in mehrerlei Hinsicht Rosinenpickerei betrieben haben. So haben sie beispielsweise einige Länder, die nicht ins gewünschte Bild passen, einfach unter den Teppich gekehrt. Snowdon demonstriert, dass unter Verwendung eines etwas größeren Datensatzes die meisten der sorgfältig zurechtgebastelten Korrelationen in sich zusammenfallen. Auch kommt es stark darauf an, welche sozialen Indikatoren man auswählt. Wilkinson und Pickett haben nur diejenigen einfließen lassen, die ihre These zu bestätigen scheinen, ohne zu erwähnen, dass viele andere einen völlig anderen Eindruck vermitteln.</p>
<p><span id="more-5568"></span></p>
<p>Der Soziologe Peter Saunders hat sich dem Buch mit einer anderen Methodik genähert, kam aber zum gleichen Ergebnis wie Snowdon. In „Beware False Prophets“ zeigt er, dass viele der Spirit-Level-Korrelationen durch wenige, manchmal nur durch einen einzigen Ausreißer zustande kommen. Nimmt man diesen heraus, bleibt nichts als eine formlose Punktwolke. Fügt man gar Kontrollvariablen ein, dann erledigt sich das ganze ohnehin.</p>
<p>Was ist also so schlimm an Ungleichheit? Wilkinson und Pickett haben eine Erklärung parat, die die vielen Streudiagramme zu einem in sich stimmigen Gesamtbild verschmelzen sollen. Sie behaupten, in ungleicheren Gesellschaften würde der Statuswettbewerb ausgeprägter, die gesellschaftlichen Hierarchien steiler, und die soziale Schichtung rigider. Ungleichere Gesellschaften seien daher rücksichtsloser, kälter und rauer als gleichere. Vermutlich ist es aber genau diese wenig plausible Gleichsetzung von „Einkommen“ und „Status“, die die Thesen der Spirit Leveller so brüchig machen. Ist etwa Japan, wo die Einkommensungleichheit gering ist, tatsächlich eine weniger stratifizierte Gesellschaft als die USA? War die DDR weniger hierarchisch als die BRD? War das steife Großbritannien der fünfziger Jahre weniger statusbetont als das moderne „Cool Britannia“?</p>
<p>Wohl kaum. Und so erweist sich eine Formel für das staatlich gelenkte Glück beim näheren Hinsehen als Chimäre. Wie schon so oft.</p>
<hr size="2" /><em>Kristian Niemietz ist derzeit Mphil/PhD Student  in  Public  Policy  am  King’s  College  London und arbeitet als Poverty  Research  Fellow  beim  Institute  of  Economic  Affairs in London.</em><!-- post eof --></p>
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		<title>Superreiche helfen zielgerichtet</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 10:21:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Ueli Mäder, Ganga Jey Aratnam, Sarah Schilliger: «Wie Reiche denken und lenken – Reichtum in der Schweiz: Geschichte, Fakten, Gespräche», Zürich 2010 Das jährliche Erscheinen der Forbes-Liste der Superreichen trägt in sich Züge des Hollywoodtesken. Von den Medien werden die Milliardäre spektakulär in Szene gesetzt, vom armen Publikum mit Staunen beklatscht, mit Respekt verehrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/02/Roos-Superreiche.bmp"><strong><img class="size-full wp-image-5481 alignleft" title="Ueli Mäder, Ganga Jey Aratnam, Sarah Schilliger: «Wie Reiche denken und lenken – Reichtum in der Schweiz: Geschichte, Fakten, Gespräche», Zürich 2010" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/02/Roos-Superreiche.bmp" alt="" width="174" height="263" /></strong></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Ueli Mäder, Ganga Jey Aratnam, Sarah Schilliger: «Wie Reiche denken und lenken – Reichtum in der Schweiz: Geschichte, Fakten, Gespräche», Zürich 2010</strong></p>
<p>Das jährliche Erscheinen der Forbes-Liste der Superreichen trägt in sich Züge des Hollywoodtesken. Von den Medien werden die Milliardäre spektakulär in Szene gesetzt, vom armen Publikum mit Staunen beklatscht, mit Respekt verehrt oder mit Neid niedergemacht. Wie Filmstars faszinieren reiche Menschen – ihr Einfluss, ihre Machtfülle, ihr Leben voller scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten. Die Wissenschaftler Ueli Mäder, Ganga Jey Aratnam und Sarah Schilliger haben sich in ihrer detailreichen Studie „Wie Reiche denken und lenken“ die Mühe gemacht, mehr als nur die Einkommensverhältnisse von Millionären und Milliardären offen zulegen. Es geht darum, was Reiche motiviert, wie sie sich selbst sehen, welche Verantwortung sie empfinden und was sie mit ihrem Geld machen.</p>
<p>Zwar befragten die Autoren in ihrem Buch ausschließlich Schweizer Superreiche, doch da auch bei den Eidgenossen die oberen Zehntausend keine homogene Gruppe sind, lassen die Ergebnisse der Studie problemlos Schlüsse auf die Mentalität der Reichen weltweit zu. Aus Hunderten von Interviews haben die Autoren viele und sehr persönliche Statements zusammengetragen, die das Lesen des Buches zu einem anekdotischen Vergnügen machen. Doch es geht vor allem um Ergebnisse: Viele Reiche verfügen zwar über ein Selbstvertrauen, das auf eine gut ausgestattete Grundsicherheit deutet. Aber der Schein trügt. Die Sonderstellung birgt viele Schwierigkeiten – mit Geld muss man umgehen können; die Gefahr, ausgenutzt zu werden ist groß. Erbschaften erhöhen das Konfliktpotenzial.</p>
<p>Über allem steht bei Reichen das Primat der Wirtschaft. Auch wenn die Finanzkrise das Vertrauen in die Marktkräfte relativiert hat, setzen Reiche auf die ökonomische Selbstorganisation und auf neue Eliten. Dem Staat billigen sie primär eine ergänzende korrektive Ordnungsfunktion zu. Sozialpolitisch tendieren Reiche eher zu wertkonservativen Haltungen, selbst wenn sie sich global orientieren und in die neuen Technologien investieren. Reichtum verpflichtet, aber nur beschränkt und auf freiwilliger Basis. Reiche wollen selbst darüber bestimmen, wen und was sie unterstützen.<!-- post eof --></p>
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		<title>Von Schnäppchenjägern und Mindestlöhnen</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 08:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Forderung nach gesetzlichen Mindestlöhnen ist populär im Land. Wer in Vollzeit arbeitet, soll auch davon leben können! Das klingt sozial, nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter und wir alle sind nicht nur Arbeitnehmer, die für sich selbst ordentliche Löhne erwarten. Wir sind auch Konsumenten. Viele Deutsche sind Schnäppchenjäger, allzeit bereit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/12/mindestloehne_in_der_EU.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-5147" title="Viele Nachbarstaaten Deutschlands haben Mindestlöhne. Auch in Deutschland gibt es mit Hartz IV einen impliziten Mindestlohn." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/12/mindestloehne_in_der_EU-300x272.gif" alt="Viele Nachbarstaaten Deutschlands haben Mindestlöhne. Auch in Deutschland gibt es mit Hartz IV einen impliziten Mindestlohn." width="300" height="272" /></a></p>
<p>Die Forderung nach gesetzlichen Mindestlöhnen ist populär im Land. Wer in Vollzeit arbeitet, soll auch davon leben können! Das klingt sozial, nicht nur in der Vorweihnachtszeit.</p>
<p>Doch die Wirklichkeit ist komplizierter und wir alle sind nicht nur Arbeitnehmer, die für sich selbst ordentliche Löhne erwarten. Wir sind auch Konsumenten. Viele Deutsche sind Schnäppchenjäger, allzeit bereit, jedes Produkt und jede Dienstleistung zu Schnäppchenpreisen einzukaufen. Der Gegenwert für die im Produkt steckende Arbeitsleistung ist dem Kunden schlussendlich egal – Hauptsache billig! Dasselbe gilt im Handwerk. Allzu gerne weichen wir Kunden auf Schwarzarbeit aus. Denn wer will schon freiwillig Verrechnungspreise für Gesellen bezahlen, die inklusive Mehrwertsteuer bereits knapp 50 Euro pro Stunde kosten?</p>
<p>Wir sind Heuchler und Pharisäer, wenn wir die ökonomischen Zusammenhänge in der Diskussion um gesetzliche Mindestlöhne außer Acht lassen. Die Lohnfindung gehört in die Betriebe, ist Aufgabe von Gewerkschaften und Arbeitgebern, nicht des Gesetzgebers.</p>
<p>Das Münchner ifo-Institut hat den Arbeitsplatzverlust durch einen gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro (!) vor gut zwei Jahren auf bis zu 1,1 Millionen geschätzt. Was haben Menschen mit geringer Qualifikation oder Langzeitarbeitslose davon, einen gesetzlichen Mindestlohn garantiert zu bekommen, wenn dieser verhindert, dass sie überhaupt einen Arbeitsplatz finden?</p>
<p>Übrigens: Wir haben in Deutschland einen Mindestlohn &#8211; der nennt sich Hartz IV. Für einen arbeitslosen Alleinstehenden ist eine Vollzeitstelle unattraktiv, wenn sein monatlicher Bruttolohn nicht höher als 1200 Euro liegt. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 7,50 Euro.<!-- post eof --></p>
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		<title>Plädoyer für Wachstum</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 07:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Koisar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rezension: Karl-Heinz Paqué: Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus, München 2010 Kritik am Wirtschaftswachstum ist nichts Neues. Neu ist aber, dass die Diskussion über die Notwendigkeit von Wachstum nicht mehr ein Phänomen des Feuilletons oder gesellschaftlicher Randgruppen darstellt. Längst zweifeln breite Teile der Bevölkerung, Politik und Wirtschaft, ob Wachstum die Lösung oder nicht vielmehr die Ursache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum-2.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum-2.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum-2.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque.png"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-2.png"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque.png"></a><img class="alignleft size-full wp-image-4684" title="Karl-Heinz Paqué: Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus, München 2010" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque.jpg" alt="Paque" width="160" height="264" /></p>
<p><strong>Rezension: Karl-Heinz Paqué: Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus, München 2010</strong></p>
<p>Kritik am Wirtschaftswachstum ist nichts Neues. Neu ist aber, dass die Diskussion über die Notwendigkeit von Wachstum nicht mehr ein Phänomen des Feuilletons oder gesellschaftlicher Randgruppen darstellt. Längst zweifeln breite Teile der Bevölkerung, Politik und Wirtschaft, ob Wachstum die Lösung oder nicht vielmehr die Ursache für gegenwärtige und zukünftige Probleme ist. Bezeichnenderweise sinkt gleichzeitig die Zuversicht am gesellschaftlichen Fortschritt. In der Regel herrscht dabei eine eindimensionale Vorstellung darüber, was Wachstum ist: Eine fortwährende quantitative Steigerung – die Gier nach immer mehr. Zur Recht kritisiert der Autor „<em>diese Vorstellung als grob irreführend. Tatsächlich verbindet sich mit dem Wachstum eine stete Veränderung der Produktionspalette und der Qualität der Erzeugnisse“.</em></p>
<p>Unerwähnt bleibt in der Regel auch, dass Wachstum aus Freiheit resultiert. Der unternehmerischen Freiheit selbst zu entscheiden, welche Produkte auf welchem Wege hergestellt und am Markt angeboten werden. Soll diese Freiheit tatsächlich staatlich beschnitten werden? Der Motor des Wachstums ist Wissen, transformiert in technischen Fortschritt. Insofern erscheint dem Autor die Forderung nach Verzicht auf Wachstum recht merkwürdig: <em>„Sie bedeutet nämlich den Verzicht auf die Umsetzung von neuem Wissen in eine qualitativ bessere und vielfältigere Produktwelt, und zwar privatwirtschaftlich und gemeinnützig.“</em> Nicht alle werden mit einer staatlichen Wachstumsbeschränkung einverstanden sein. Wer einen Ausstieg aus dem Wachstumspfad fordert sollte sich deshalb der absehbaren Konsequenzen bewusst sein: <em>„Eine drohende Massenabwanderung von Leistungsträgern“</em>.</p>
<p><span id="more-4667"></span>Jenseits dieser grundsätzlichen Überlegungen geht Paqué aber insbesondere der Frage von potentiellen Wachstumsgrenzen und -gefahren nach. Seit der Finanzkrise ist die Ansicht weit verbreitet, dass ein von grenzenlosem Wachstum beseeltes Spekulantentum eine unvorstellbare Kapitalvernichtung zu verantworten habe. Stimmt nicht, entgegnet der Autor: <em>„Der Konkurs sorgt allein für eine Abwertung des Kapitalbestands und im Regelfall für einen Wechsel des Eigentümers“</em>. Und die Geschichte gibt ihm Recht: Nachdem der Boom beim Eisenbahnbau ab Mitte des 19. Jahrhunderts im Gründerkrach einen harschen Absturz erlitt, führte dies keineswegs zu einer Vernichtung der Eisenbahnnetze. Gleiches gilt für die Dotcom-Krise an der Wende zum 21. Jahrhundert: Schließlich blieb das Internet auch nach dem Crash bestehen.</p>
<p>Als Geburtsstunde des „modernen“ Wachstumsskeptizismus gilt allgemein die Veröffentlichung der Studie „Die Grenzen des Wachstum“ vom Club of Rome. Letztlich hat sich die zentrale These vom nahenden Ende des globalen Wachstums infolge von Ressourcenknappheit als falsch erwiesen. Völlig unterschätzt wurde von den Autoren der Studie das Potential des technischen Fortschritts: <em>„Das Ausmaß beziehungsweise die Geschwindigkeit dieser Innovationen wurde stets so niedrig angenommen, dass sie die Wirkung des Verbrauchs auf die Ressourcenknappheit nicht auffangen konnte“</em>.</p>
<p>Die Befürchtung, der Menschheit könnten die Energieressourcen ausgehen, hat sich nun umgekehrt in die Befürchtung, der stetig wachsende Energieverbrauch müsste zwangsläufig in einer klimatischen Katastrophe münden. Wie schon bei der These von der Ressourcenknappheit wird aber auch hier sehr statisch argumentiert. Fast unberücksichtigt bleibt beispielsweise, dass mit zunehmender Problemlage die Forschung in diesem Bereich intensiviert wird oder die Möglichkeit eines Wertewandels in den Entwicklungs- und Schwellenländern in Richtung mehr ökologischen Bewusstseins. Ein Wandel der in Europa auch erst nach Erreichen eines gewissen Wohlstandsniveaus eingesetzt hat. Am Ende seines Buches mahnt Paqué die Wachstumskritiker sich auch die sozialen Konsequenzen ihrer Forderung bewusst zu machen: <em>„</em><em>…ohne Wachstum reduziert sich die Politik auf ein Nullsummenspiel, in dem jemand nur gewinnen kann, wenn er jemand anderem etwas wegnimmt.“ </em></p>
<hr size="2" />
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em>Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué leitet den Lehrstuhl für internationale Wirtschaft an der der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.</em></p>
<p><!-- post eof --></p>
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		<title>Mehr Freiheit, mehr Wohlstand</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 07:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Oliver Knipping</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentumsrechte, Stabilität der Währung, Handelsfreiheit, Umfang der Staatstätigkeit, Umfang der Regulierung von Unternehmen und des Finanz- und Arbeitsmarktes – das sind die Indikatoren für wirtschaftliche Freiheit. Was das betrifft rangiert Deutschland nach der Studie „Economic Freedom of the World Report 2010“ des Fraser Insitute auf Rang 24 &#8211; drei Plätze weiter vorne als im Vorjahr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/09/freiheit_einkommen.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-4610" title="Der Befund lässt keinen Zweifel: Je größer die wirtschaftliche Freiheit, je höher das durchschnittliche Einkommen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/09/freiheit_einkommen-300x290.gif" alt="Der Befund lässt keinen Zweifel: Je größer die wirtschaftliche Freiheit, je höher das durchschnittliche Einkommen." width="300" height="290" /></a></p>
<p>Eigentumsrechte, Stabilität der Währung, Handelsfreiheit, Umfang der Staatstätigkeit, Umfang der Regulierung von Unternehmen und des Finanz- und Arbeitsmarktes – das sind die Indikatoren für wirtschaftliche Freiheit. Was das betrifft rangiert Deutschland nach der Studie <a title="Hier können Sie den Endbericht &quot;Economic Freedom of the World Report 2010&quot; des Fraser Institutes downloaden." href="http://www.fraserinstitute.org/uploadedFiles/fraser-ca/Content/research-news/research/publications/economic-freedom-of-the-world-2010.pdf" target="_blank">„Economic Freedom of the World Report 2010“</a> des Fraser Insitute auf Rang 24 &#8211; drei Plätze weiter vorne als im Vorjahr.</p>
<p>So weit so gut: Doch ein Grund zum Feiern ist das nicht. Die bessere Platzierung kommt ausschließlich daher, dass sich der Staat in anderen Nationen noch breiter gemacht hat als in Deutschland. Hinzu kommt: Die Daten der aktuellen Studie stammen aus dem Jahr 2008 – also vor Beginn der Finanzkrise und den darauf folgenden Verstaatlichungen. Tatsächlich dürfte der Staat heute noch stärker in der Wirtschaft mitmischen. Dabei betont die Studie ausdrücklich: Mehr wirtschaftliche Freiheit steigert Einkommen und Wohlstand. Es kann kein Zweifel bestehen: Wir brauchen wieder mehr Freiheit und weniger Staat!</p>
<hr />
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em>Die Studie <a title="Hier können Sie den Endbericht &quot;Economic Freedom of the World Report 2010&quot; des Fraser Institutes downloaden." href="http://www.fraserinstitute.org/uploadedFiles/fraser-ca/Content/research-news/research/publications/economic-freedom-of-the-world-2010.pdf" target="_blank">&#8220;Economic Freedom of the World Report 2010&#8243;</a> wird jährlich von einem Verbund aus 52 Wirtschaftsinstituten berechnet. Herausgeber der Studie ist das Fraser Institute.</em></p>
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		<title>Globalisierung: Weg aus der Armutsfalle</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 07:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Jürgen Matthes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Über die Auswirkungen von Globalisierung wird seit Jahren heftig debattiert. Kritiker behaupten, dass durch die Globalisierung die Kluft zwischen reichen Industriestaaten und armen Entwicklungsländer stetig wachsen würde. Zweifelsohne: Nach wie vor herrscht in manchen Teilen der Welt große Armut. Doch die Globalisierung dafür verantwortlich zu machen, wäre fragwürdig. Im Gegenteil: Der Globalisierungsprozess bietet die Chance, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/09/weniger_armut.gif"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/09/weniger_armut.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-4466" title="Weltweit sank zwischen 1981 und 2005 die Zahl der armen Menschen um über 500 Millionen." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/09/weniger_armut-300x245.gif" alt="Weltweit sank zwischen 1981 und 2005 die Zahl der armen Menschen um über 500 Millionen." width="300" height="245" /></a></p>
<p>Über die Auswirkungen von Globalisierung wird seit Jahren heftig debattiert. Kritiker behaupten, dass durch die Globalisierung die Kluft zwischen reichen Industriestaaten und armen Entwicklungsländer stetig wachsen würde. Zweifelsohne: Nach wie vor herrscht in manchen Teilen der Welt große Armut. Doch die Globalisierung dafür verantwortlich zu machen, wäre fragwürdig. Im Gegenteil: Der Globalisierungsprozess bietet die Chance, aus der Armut herauszuwachsen. Die Weltbank misst Armut in Entwicklungsländern mittels einer absoluten Armutsdefinition. Demnach gilt als arm, wem weniger als 1,25 Doller pro Tag zur Verfügung stehen.</p>
<p>Erfreulich ist: Die Zahl der Armen verringerte sich im Zeitraum von 1981 bis 2005 um gut 500 Millionen. Weniger erfreulich ist: Nicht überall ist der wachsende Wohlstand angekommen. Während vor allem Ostasien dank der gelungenen Integration in die Weltmärkte die Zahl der Armen um 751 Millionen verringerte (davon allein China um 627 Millionen), ist Armut in Subsahara-Afrika immer noch ein großes Problem: Dort ist lebten 2005 sogar 182 Millionen mehr Menschen in Armut als 1980. Bürgerkriege, Misswirtschaft, Korruption haben eine Teilhabe an den wachsenden Weltmärkten verhindert.</p>
<hr />
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><em>* Weitere Informationen zum Thema Globalisierung finden Sie im </em><em><a title="Hier geht es zum IW-Dossier Globalisierung." href="http://www.iwkoeln.de/Publikationen/IWDossiers.aspx" target="_blank">IW-Dossier Globalisierung</a>.</em></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><em>* </em><em><a title="Hier geht es zum Bericht der Weltbank," href="http://www-wds.worldbank.org/servlet/WDSContentServer/WDSP/IB/2010/01/21/000158349_20100121133109/Rendered/PDF/WPS4703.pdf" target="_blank">Hier</a> </em><em>geht es zum Bericht der Weltbank.</em></p>
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		<title>Weniger Reiche</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Mendorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Zahlen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kann man eigentlich nicht falsch verstehen. Und dennoch vermitteln die dicke Buchstaben am Zeitungsständer den Eindruck: Deutschland wird ärmer. Dabei zeigt die DIW-Studie etwas ganz anderes: Im Krisenjahr 2009 musste vor allem eine Gruppe Federn lassen, nämlich die mit den höchsten Einkommen. In Deutschland gibt es also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/06/steuerquote_deutschland.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-4022" title="Die Steuerquote in  Deutschland ist zuletzt wieder angestiegen.  Die Steuerbelastung in  Relation zum BIP lag 2009 bei 23,1 Prozent." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/06/steuerquote_deutschland-291x300.gif" alt="Die Steuerquote in Deutschland ist zuletzt wieder angestiegen. Die   Steuerbelastung in Relation zum BIP lag 2009 bei 23,1 Prozent." width="291" height="300" /></a></p>
<p>Die Zahlen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kann man eigentlich nicht falsch verstehen. Und dennoch vermitteln die dicke Buchstaben am Zeitungsständer den Eindruck: Deutschland wird ärmer. Dabei zeigt die <a title="Hier können Sie die Studie des DIW runterladen." href="http://www.diw.de/sixcms/detail.php/357505" target="_blank">DIW-Studie</a> etwas ganz anderes: Im Krisenjahr 2009 musste vor allem eine Gruppe Federn lassen, nämlich die mit den höchsten Einkommen. In Deutschland gibt es also in der Krise weniger Reiche als davor. Das ist alles andere als eine gute Nachricht. Weniger Spitzenverdiener bedeutet nämlich lange nicht, dass es den ärmeren Menschen besser geht. Gerade deshalb ist es Unsinn, jetzt über die Erhöhung etlicher Steuern nachzudenken. Schon heute schultern die Spitzenverdiener den weitaus dicksten Anteil des Steueraufkommens. Die Steuerquote erreichte im Jahr 2008 ein Zwischenhoch von 23,9 Prozent – nur in den 80er Jahren wurde den Deutschen noch tiefer in die Tasche gegriffen. All das mit dem <a title="Hier kommen Sie zum ÖkonomenBlog-Beitrag "Geld ist genug da" von Marco Mendorf." href="http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/geld-ist-genug-da/" target="_self">Ergebnis, dass die Steuerquelle wieder kräftig sprudelt</a>. Was soll daran sozial gerecht sein, die Steuern jetzt weiter zu erhöhen? Nichts. Denn wer den Starken jetzt noch mehr auflastet, wird für die Schwächeren keinen Nutzen erreichen.<!-- post eof --></p>
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		<title>Vier Lebenslügen</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 07:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Demokratien in Europa befinden sich in einer Verschuldungsfalle – auch wir in Deutschland. In dieser Dekade muss Staatsverschuldung strukturell überwunden werden. Aber: Lassen Lobbys, Medien und wir Wählerinnen und Wähler es in der Demokratie überhaupt zu, öffentliche Leistungen einzuschränken, soziale Besitzstände zu reduzieren? Für die dringend notwendige nationale Konsolidierungsstrategie muss die Politik von einigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/05/bundeszuschuss.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-3887" title="bundeszuschuss" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/05/bundeszuschuss-300x247.gif" alt="bundeszuschuss" width="300" height="247" /></a></p>
<p>Die Demokratien in Europa befinden sich in einer Verschuldungsfalle – auch wir in Deutschland. In dieser Dekade muss Staatsverschuldung strukturell überwunden werden. Aber: Lassen Lobbys, Medien und wir Wählerinnen und Wähler es in der Demokratie überhaupt zu, öffentliche Leistungen einzuschränken, soziale Besitzstände zu reduzieren? Für die dringend notwendige nationale Konsolidierungsstrategie muss die Politik von einigen Lebenslügen Abstand nehmen:</p>
<p>1. Einspar-Tabus für bestimmte Bereiche sind Unsinn. Wer strukturell konsolidieren will, wird das mit Scheuklappen nicht erreichen. Das gilt auch für den tabuisierten Bildungsbereich. Durch sinkende Schülerzahlen wird es so leicht wie nie, hier eine demographische Rendite für die Landesbudgets zu erzielen.</p>
<p>2. Wer die Beamten schont, handelt sträflich! Denn die Ausgaben für die Alimentation der Staatsdiener steigen überdurchschnittlich. Warum also noch Beihilfe im Krankheitsfall und Extra-Zulagen für den Ehestand und die Kinder? Ja, warum verteidigen wir überhaupt das Beamtenprivileg? Und: Auch Berufspolitiker sollten auf Sonderrechte verzichten – Stichwort Rentenversorgung.</p>
<p>3. Auch Rentner müssen sich beteiligen. Hier geht’s um die höchste Einzelausgabe im Bundeshaushalt: 80,8 Milliarden Euro fließen dieses Jahr als Zuschuss an die Rentenversicherung. Die &#8220;Großzügigkeit“ der Politik muss bezahlt werden von allen Steuer- und Beitragszahlern. Beispiel Rentengarantie. Während die Bruttoeinkom-men sinken, bleiben die Renten verschont. Ergebnis: weniger Netto vom Brutto. Auch die Krankenversicherung wird zu einem Fass ohne Boden. Wer hier nicht handelt, treibt die Beitragszahler in die nächste Abgabenerhöhung. Arbeit wird teurer – und der Sozialstaat fetter.</p>
<p>4. Eine Steuerstrukturreform ist für mich Bestandteil einer Konsolidierungsstrategie, auch wenn sie im Saldo in keiner Nettoentlastung mündet. Die Ausnahmetatbestände gehören in der Einkommensteuer wie in der Umsatzsteuer gestrichen. Im Gegenzug sind die Steuersätze in der Einkommensteuer zu reduzieren. Und Kapitalerträge und Erbschaften müssen künftig stärker zur Finanzierung des Staates beitragen.<!-- post eof --></p>
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		<title>Verteilen hilft nicht</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 10:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Oliver Knipping</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Hartz-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hat eine richtige und wichtige Grundsatzdebatte über die Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaates ausgelöst. Kaum war das Urteil gesprochen, überschlugen sich die Forderungen nach höheren staatlichen Leistungen: die eine Ministerin brachte steuerfinanzierte Füllfederhalter und Wassermalkästen ins Gespräch, die andere plädierte für höhere Regelleistungen für Kinder. Ebenso ziellos die aktuelle DGB-Forderung nach einem Mindestlohn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Hartz-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hat eine richtige und wichtige Grundsatzdebatte über die Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaates ausgelöst. Kaum war das Urteil gesprochen, überschlugen sich die Forderungen nach höheren staatlichen Leistungen: die eine Ministerin brachte steuerfinanzierte Füllfederhalter und Wassermalkästen ins Gespräch, die andere plädierte für höhere Regelleistungen für Kinder. Ebenso ziellos die aktuelle DGB-Forderung nach einem Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde. Wie so oft wird vor allem über das „Verteilen“ und nicht über das „Erwirtschaften“ diskutiert. Keiner bezweifelt den gutmütigen Geist von Politikern, die sich für die so genannte „soziale Gerechtigkeit“ einsetzen. So wie gestern die Abgeordnete Katja Kipping in der Bundestagsdebatte: Wir bräuchten einen „sozialen Fortschritt“. Und der drücke sich in einem Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde aus.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="310" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/48vckF2mqBI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="310" src="http://www.youtube.com/v/48vckF2mqBI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Sicher gut gemeint. Aber ordnungspolitisch sinnvoll kann das nicht sein. Und gut für die Menschen auch nicht. Warum sollte man einer Frisöse in Bautzen oder einem Floristen in Erfurt nicht gönnen, acht bis zehn Euro Stundenlohn zu verdienen? Na ja, weil der Stundenlohn wenig mit „gönnen“ oder „sozialer Gerechtigkeit“ zu tun hat. Zunächst muss der Stundenlohn real erwirtschaftet werden. Diktiert der Staat einen höheren gesetzlichen Lohn als das, was in den Betrieben tatsächlich erarbeitet wird, muss es zwangsläufig zu Entlassungen und steigender Arbeitslosigkeit kommen. Gestern stellte das ifo Institut Dresden neue Zahlen vor: Schon bei einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro sind in Deutschland rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze gefährdet. Wen trifft es am härtesten? Diejenigen, die sich um einen Einstieg in Arbeit bemühen. Die sich neben Hartz IV mit einem Mini- und Einstiegsjob etwas dazu verdienen. Und diejenigen, die so Anlauf nehmen wollen, wieder in eine reguläre Beschäftigung zu kommen. Ist das der Sozialstaat, den wir uns wünschen?</p>
<hr /><em>- Mehr Infos und Materialien zur Mindestlohn-Debatte: </em><a title="Hier gehts zum Ifo Institut - alle Infos zum Mindestlohn." href="http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/B-politik/90spezial/Mindestlohn" target="_blank"><em>Ifo Institut</em></a><em>.<br />
- Frankfurter Allgemeine Zeitung: </em><a title="Ökonomische Debatte über Mindestlöhne in der FAZ." href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E01CDC3FF8C8E4EE38AFC76161DECC879~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank"><em>8,50 Euro je Stunde spalten die Ökonomen</em></a><em>.<br />
- Focus online: Laut Bundesverfassungsgericht müssen</em><a title="Nach dem Urteil werden schnell neue Forderungen nach Hartz IV Erhöhungen laut." href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/hartz-iv-laut-bundesverfassungsgericht-muessen-hartz-iv-saetze-neu-berechnet-werden-_aid_478663.html" target="_blank"><em> Hartz-IV-Sätze neu berechnet </em></a><em>werden.</em></p>
<p><em>- „Soziale Gerechtigkeit ist keine Gerechtigkeit“: Dr. Michael Prollius über die Unmöglichkeit des „verteilenden Gerechtigkeit“. Gelesen im </em><a title="Hier gehts zum Institut für Unternehmerische Freiheit." href="http://iuf-berlin.org/kommentare/2452.php" target="_blank"><em>Newsletter des Instituts für Unternehmerische Freiheit</em></a><em>.</em><!-- post eof --></p>
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