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	<title>INSM - ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &#187; Wohlstandsbilanz</title>
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	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
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		<title>Rente gibt´s nicht zum Nulltarif</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 07:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir Deutsche werden älter. Und können die Zeit der Rente länger genießen, als alle Generationen davor. Die Senioren vor fünf Jahrzehnten bezogen weniger als zehn Jahre lang ihre Rentenleistungen. Heute ist das doppelt so lang. Zudem: Immer mehr Senioren nutzen die Gelegenheit, vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden und tauschen die neu gewonnene Freizeit mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Deutsche werden älter. Und können die Zeit der Rente länger genießen, als alle Generationen davor. Die Senioren vor fünf Jahrzehnten bezogen weniger als zehn Jahre lang ihre Rentenleistungen. Heute ist das doppelt so lang. Zudem: Immer mehr Senioren nutzen die Gelegenheit, vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden und tauschen die neu gewonnene Freizeit mit einem kostengünstigen Rentenabschlag. Bei dieser Entwicklung darf man den Eindruck haben, dass es unserem Land gar nicht so schlecht geht.</p>
<p>Dieser Wohlstand im Alter hat aber selbstverständlich seinen Preis. Denn die Rente gibt es nicht zum Nulltarif. Zwei Drittel werden von den erwerbstätigen Kindern und Enkeln über die Rentenversicherungsbeiträge erwirtschaftet. Der Rest wird von allen Steuerzahlern übernommen. Dieser Zuschuss hat mittlerweile den Spitzenwert von 80 Milliarden Euro überschritten, weil das Beitragsvolumen lange nicht mehr die Ren-tenleistungen abdecken kann. Gewerkschaften und einige Parteien wollen die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters am liebsten wieder zurückdrehen. Dabei ist der Grundsatz so banal wie objektiv richtig: Wer länger lebt, muss auch länger arbeiten, um seinen Lebensstandard im Alter sichern zu können. Wer diese Leistung nicht selbst auf sich nehmen will, belastet mit den Kosten andere. Und das sind dann im Zweifelsfall die Kinder und Enkel, die mit höheren Sozialabgaben und Steuern die Rentenillusion der Eltern und Großeltern bezahlen müssen. Statt Reformen zurückzudrehen, sollten wir vielmehr die Sonderrechte für ältere Arbeitnehmer reduzieren, damit sie nicht weiter als Einstellungshürde und damit kontraproduktiv wirken.</p>
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		<title>Schluss mit dem Wohlstand auf Pump!</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 08:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange Jahrzehnte versprach unser Wohlfahrtsstaatsmodell den Menschen ständig wachsenden Wohlstand. Wer etwas leistet, bringt es zu etwas. Auch die kleinen Leute konnten sich durch Einsatz hocharbeiten, ihren Kindern bessere Bildungschancen ermöglichen und ihnen damit fast automatisch auch ein materiell besseres Leben ermöglichen. Abermillionen, die in den vergangenen 50 Jahren geboren wurden, kennen eigentlich nur die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Jahrzehnte versprach unser Wohlfahrtsstaatsmodell den Menschen ständig wachsenden Wohlstand. Wer etwas leistet, bringt es zu etwas. Auch die kleinen Leute konnten sich durch Einsatz hocharbeiten, ihren Kindern bessere Bildungschancen ermöglichen und ihnen damit fast automatisch auch ein materiell besseres Leben ermöglichen. Abermillionen, die in den vergangenen 50 Jahren geboren wurden, kennen eigentlich nur die materiellen Segnungen unserer Wirtschaftsordnung. Ketzerisch zugespitzt: Vollkasko – aber ohne Selbstbeteiligung!</p>
<p>Doch wer am Wohlstandslack kratzte, konnte schon seit den Siebziger Jahren feststellen, dass der Wohlstand zunehmend kreditfinanziert wurde. Bereits vor vier Jahrzehnten begann das reiche Deutschland damit, soziale Leistungen mit Schulden zu finanzieren. Denn damals stieg erstmals die staatliche Gesamtverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt über den prozentualen Anteil der Sozialausgaben an der Jahreswirtschaftsleistung. Doch wer anfängt, konsumtive Ausgaben mit Krediten zu finanzieren, der baut seinen Wohlstand auf Sand.</p>
<p>Und die Politik: Da wären jetzt Führungspersönlichkeiten gefragt, die der Bevölkerung glaubwürdig die Notwendigkeit von Einschränkungen vermitteln und Mut zu mehr Eigeninitiative und Selbständigkeit machen. Die aussprechen, was viele Bürgerinnen und Bürger von ihnen erwarten: Wahrhaftigkeit und schonungslose Offenheit! Ich habe als Politiker selbst in vielen Jahren erlebt, dass Wählerinnen und Wähler lieber für neue Versprechungen als für Sparvorschläge votieren. Doch in Zeiten der europäischen und amerikanischen Überschuldungskrise gieren immer mehr Menschen nach Klartext: <em>Weniger ist mehr!</em><!-- post eof --></p>
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		<title>Keine Freiheit ohne Ordnung</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 07:15:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Gabor Steingart, Das Ende der Normalität – Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war, München 2011 Einem so exzellenten Schreiber wie Gabor Steingart traut man zu, dass ein Essay über das „Das Ende der Normalität“ große Unterhaltungslektüre mit ernstem Ton und ironischem Augenaufschlag ist. Schon der mit Trauerrand bedruckte Einband seines „Nachrufs“ lässt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/05/Steingart.png"><img class="alignleft size-full wp-image-6002" title=" Gabor Steingart, Das Ende der Normalität – Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war, München 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/05/Steingart.png" alt="" width="166" height="273" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Gabor Steingart, Das Ende der Normalität – Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war, München 2011</strong></p>
<p>Einem so exzellenten Schreiber wie Gabor Steingart traut man zu, dass ein Essay über das „Das Ende der Normalität“ große Unterhaltungslektüre mit ernstem Ton und ironischem Augenaufschlag ist. Schon der mit Trauerrand bedruckte Einband seines „Nachrufs“ lässt einiges hoffen. Doch es soll nicht sein.</p>
<p>Vielleicht liegt es daran, dass der Autor mit seinen (erst) 48 Jahren schon frühzeitig altersmilde und viel zu langatmig erklärt, was ohnehin schon alle wissen: Statt Freundschaft zählt heute Facebook, statt Schlafzimmersex Youporn, statt Widerstand Wut, statt Sozialstaat Seilschaft. Normalität sei für unser Leben so wichtig wie die Erdanziehungskraft für das Funktionieren des Kompasses, schreibt Steingart. Doch die <em>„</em><em>neue Variante der Spezies Mensch“</em> habe sich eine <em>„</em><em>Welt der ungezählten Wirklichkeiten erschaffen. Das einzig Zuverlässige ist ihre Unzuverlässigkeit“. </em></p>
<p><span id="more-5999"></span></p>
<p>Das Leben, wie es bisher war, meint Steingart, verabschiedet sich. Heute könne eine verwirrende Vielzahl von Leben innerhalb einer Lebenszeit gelebt werden. Soweit diese Vielzahl der Lebensmöglichkeiten den einen irritiert oder gar lähmt, lässt sie den anderen zu einem freien Menschen werden. Ein für Steingart durchaus beglückender Zustand. Doch ist kein Glück von Dauer, wenn dem Leben die Ordnung stiftende innere Fülle fehlt. Für solche Fälle empfiehlt Steingart zum Ende seines Buches – etwas überraschend – <em>„die Stille der Kirchen und die Spiritualität ihrer Gottesdienste“</em>.</p>
<p>Es ist schade, dass der Autor die Chance verpasst, wirklich neue Ideen zu entwickeln und den derzeitigen Wandel als den Beginn eines Aufbruchs und eines großen gesellschaftlichen und politischen Wagnisses ausführlicher und anteilnehmender zu analysieren. Die Kompetenz hätte er. Vor zwei Jahren gelang das Claus Leggewie und Harald Welzer mit dem in Textart und Titel sehr ähnlichen Buch: „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“.<!-- post eof --></p>
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		<title>Mehr Staat ist kein Allheilmittel</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 10:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Koisar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rezension: Heiner Flassbeck: Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts, München 2010 Eine Marktwirtschaft fürs 21. Jahrhundert zu entwerfen, damit hat Flassbeck sich wahrlich ein großes Ziel gesteckt. Man kann dem Autor nur Recht geben, die Weltwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Und Flassbeck ist gewillt, zu allen drängenden ökonomischen, sozialen und ökologischen Fragen unserer Zeit kritisch Stellung zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4946" title="Heiner Flassbeck: Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts, München 2010." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/11/Flassbeck-Marktwirtschaft-2.JPG" alt="Heiner Flassbeck: Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts, München 2010." width="207" height="270" /></p>
<p><strong>Rezension: Heiner Flassbeck: Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts, München 2010</strong></p>
<p>Eine Marktwirtschaft fürs 21. Jahrhundert zu entwerfen, damit hat Flassbeck sich wahrlich ein großes Ziel gesteckt. Man kann dem Autor nur Recht geben, die Weltwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Und Flassbeck ist gewillt, zu allen drängenden ökonomischen, sozialen und ökologischen Fragen unserer Zeit kritisch Stellung zu nehmen. Soweit so gut. Leider entpuppt sich die dann dargebotene vermeintlich neue Idee als ein Rückgriff in die keynesianischen Werkzeugkiste der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts: Permanente staatliche Einwirkung auf den wirtschaftlichen Verlauf – kurz Globalsteuerung. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ohne staatliche Hilfsmaßnahmen wäre die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit der Großen Depression mit größter anzunehmender Wahrscheinlichkeit weitaus weniger „glimpflich“ abgelaufen.</p>
<p>Zur Wahrheit gehört aber ebenso, dass der Staat vorher tatkräftig an dem Zustandekommen dieser Krise mitgewirkt hat. Erst durch die unsolide Haushaltsführung konnten Staaten zum Objekt von Spekulanten werden. Auch ist die „Schuldenkrise“ nicht das primäre Ergebnis von Spekulation oder mit den Worten des Autors: <em>„Weil der Staat glaubte, für die Zocker an den Finanzmärkten einstehen zu müssen, …“.</em> Der überwiegende Teil dieser Schulden stammt aus der Vorkrisenzeit. In Deutschland immerhin rund 1,5 Billionen Euro. Vor diesem Hintergrund erscheint der den Autor so irritierende Beschluss der Großen Koalition, gerade inmitten dieser großen Krise eine Schuldenbremse einzuführen, nicht abwegig, sondern konsequent. Geht es hier doch nicht darum, dem Staat den nötigen Handlungsspielraum für Notsituationen zu nehmen. Ganz im Gegenteil durch die Verpflichtung zu einer soliden Haushaltsführung in „Normalzeiten“ soll dieser eben erst geschaffen werden. Denn gegenwärtig ist Deutschland mit einer sich in diesem Jahr auf 60 Milliarden Euro belaufenden Belastung für Zinszahlungen für die nächste Krise denkbar schlecht vorbereitet.</p>
<p><span id="more-4943"></span></p>
<p>Grundsätzlich fordert die Einstellung von Flassbeck zur Staatsverschuldung zum Widerspruch auf, wenn er lapidar schreibt: <em>„Der Staat kann darüber hinaus auch auf das Vermögen und das Einkommen seiner Bürger zurückgreifen und dadurch sozusagen sein eigenes Vermögen erhöhen“. </em>Sicherlich kann der Staat die Steuer drastisch erhöhen. Aber mit der steigenden Steuerbelastung werden auch die Bestrebungen der Steuerzahler zunehmen, sich diesem staatlichen Zugriff zu erwähren. Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung Kapitalflucht werden zunehmen. Leistungsträger werden abwandern. Allesamt bereits heute schon ernstzunehmende Probleme.</p>
<p>In dieses Argumentationsschema passt dann auch der Hinweis des Autors, dass Staaten aus einem weiteren Grund nicht pleite gehen können: <em>„Das aber ist das unerhörte Privileg von Staaten, sie können ihr eigenes Geld drucken!“. </em>Selbstverständlich steht einem Staat, der sich in Zahlungsschwierigkeiten befindet, grundsätzlich die Option offen, einfach die Druckerpresse anzuwerfen. Dass dies jedoch kein Ausweg aus der Schuldenkrise, sondern letztendlich krisenverschärfend wirkt, mussten gerade die Deutschen während der Hyperinflation in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts leidvoll erfahren. Folglich ist die als „neoliberales Dogma“ kritisierte <em>„scharfe Trennung von Fiskus und Zentralbank, die berühmte Unabhängigkeit der Zentralbank“</em> schlicht das Ergebnis historischer Erfahrungen.</p>
<p>Skeptisch gegenüber den Marktergebnissen fordert der Autor aber auch in vielen anderen Bereichen – ob Lohn, Wechselkurs oder Zins – ein verstärktes Engagement des Staates, um die durchgehend als „falsch“ titulierten Resultate des Marktes zu korrigieren. Leider bleibt er dabei die Antwort schuldig, wie dies praktisch umgesetzt werden soll. Wer die Tarifautonomie aufhebt und den Staat ermächtig, bei der Findung des „richtigen“ Lohns mitzuwirken, sollte zumindest die Frage thematisieren: Wie soll verhindert werden, dass sich die Parteien im Wahlkampf nicht mit ihren Versprechen bezüglich des künftigen Lohnniveaus überbieten? Und nicht weniger anspruchsvoll dürfte sich die Suche nach dem „richtigen“ Wechselkurs erweisen, wie die Debatten beim G-20-Gipfel in Südkorea gezeigt haben.</p>
<hr />
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><em>Heiner Flassbeck arbeitet seit 2000 bei den Vereinten Nationen in Genf und ist dort als Direktor zuständig für die Divisionen Globalisierung und Entwicklung.</em></p>
<p><!-- post eof --></p>
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		<title>Plädoyer für Wachstum</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 07:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Koisar</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum-2.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum-2.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-Wachstum-2.bmp"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque.png"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque-2.png"></a><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque.png"></a><img class="alignleft size-full wp-image-4684" title="Karl-Heinz Paqué: Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus, München 2010" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/Paque.jpg" alt="Paque" width="160" height="264" /></p>
<p><strong>Rezension: Karl-Heinz Paqué: Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus, München 2010</strong></p>
<p>Kritik am Wirtschaftswachstum ist nichts Neues. Neu ist aber, dass die Diskussion über die Notwendigkeit von Wachstum nicht mehr ein Phänomen des Feuilletons oder gesellschaftlicher Randgruppen darstellt. Längst zweifeln breite Teile der Bevölkerung, Politik und Wirtschaft, ob Wachstum die Lösung oder nicht vielmehr die Ursache für gegenwärtige und zukünftige Probleme ist. Bezeichnenderweise sinkt gleichzeitig die Zuversicht am gesellschaftlichen Fortschritt. In der Regel herrscht dabei eine eindimensionale Vorstellung darüber, was Wachstum ist: Eine fortwährende quantitative Steigerung – die Gier nach immer mehr. Zur Recht kritisiert der Autor „<em>diese Vorstellung als grob irreführend. Tatsächlich verbindet sich mit dem Wachstum eine stete Veränderung der Produktionspalette und der Qualität der Erzeugnisse“.</em></p>
<p>Unerwähnt bleibt in der Regel auch, dass Wachstum aus Freiheit resultiert. Der unternehmerischen Freiheit selbst zu entscheiden, welche Produkte auf welchem Wege hergestellt und am Markt angeboten werden. Soll diese Freiheit tatsächlich staatlich beschnitten werden? Der Motor des Wachstums ist Wissen, transformiert in technischen Fortschritt. Insofern erscheint dem Autor die Forderung nach Verzicht auf Wachstum recht merkwürdig: <em>„Sie bedeutet nämlich den Verzicht auf die Umsetzung von neuem Wissen in eine qualitativ bessere und vielfältigere Produktwelt, und zwar privatwirtschaftlich und gemeinnützig.“</em> Nicht alle werden mit einer staatlichen Wachstumsbeschränkung einverstanden sein. Wer einen Ausstieg aus dem Wachstumspfad fordert sollte sich deshalb der absehbaren Konsequenzen bewusst sein: <em>„Eine drohende Massenabwanderung von Leistungsträgern“</em>.</p>
<p><span id="more-4667"></span>Jenseits dieser grundsätzlichen Überlegungen geht Paqué aber insbesondere der Frage von potentiellen Wachstumsgrenzen und -gefahren nach. Seit der Finanzkrise ist die Ansicht weit verbreitet, dass ein von grenzenlosem Wachstum beseeltes Spekulantentum eine unvorstellbare Kapitalvernichtung zu verantworten habe. Stimmt nicht, entgegnet der Autor: <em>„Der Konkurs sorgt allein für eine Abwertung des Kapitalbestands und im Regelfall für einen Wechsel des Eigentümers“</em>. Und die Geschichte gibt ihm Recht: Nachdem der Boom beim Eisenbahnbau ab Mitte des 19. Jahrhunderts im Gründerkrach einen harschen Absturz erlitt, führte dies keineswegs zu einer Vernichtung der Eisenbahnnetze. Gleiches gilt für die Dotcom-Krise an der Wende zum 21. Jahrhundert: Schließlich blieb das Internet auch nach dem Crash bestehen.</p>
<p>Als Geburtsstunde des „modernen“ Wachstumsskeptizismus gilt allgemein die Veröffentlichung der Studie „Die Grenzen des Wachstum“ vom Club of Rome. Letztlich hat sich die zentrale These vom nahenden Ende des globalen Wachstums infolge von Ressourcenknappheit als falsch erwiesen. Völlig unterschätzt wurde von den Autoren der Studie das Potential des technischen Fortschritts: <em>„Das Ausmaß beziehungsweise die Geschwindigkeit dieser Innovationen wurde stets so niedrig angenommen, dass sie die Wirkung des Verbrauchs auf die Ressourcenknappheit nicht auffangen konnte“</em>.</p>
<p>Die Befürchtung, der Menschheit könnten die Energieressourcen ausgehen, hat sich nun umgekehrt in die Befürchtung, der stetig wachsende Energieverbrauch müsste zwangsläufig in einer klimatischen Katastrophe münden. Wie schon bei der These von der Ressourcenknappheit wird aber auch hier sehr statisch argumentiert. Fast unberücksichtigt bleibt beispielsweise, dass mit zunehmender Problemlage die Forschung in diesem Bereich intensiviert wird oder die Möglichkeit eines Wertewandels in den Entwicklungs- und Schwellenländern in Richtung mehr ökologischen Bewusstseins. Ein Wandel der in Europa auch erst nach Erreichen eines gewissen Wohlstandsniveaus eingesetzt hat. Am Ende seines Buches mahnt Paqué die Wachstumskritiker sich auch die sozialen Konsequenzen ihrer Forderung bewusst zu machen: <em>„</em><em>…ohne Wachstum reduziert sich die Politik auf ein Nullsummenspiel, in dem jemand nur gewinnen kann, wenn er jemand anderem etwas wegnimmt.“ </em></p>
<hr size="2" />
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><em>Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué leitet den Lehrstuhl für internationale Wirtschaft an der der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.</em></p>
<p><!-- post eof --></p>
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		<title>Kapitalismus &#8211; eine gute Idee</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 06:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Mendorf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht einfach, dem Superlativ „Mauerfall“ die Aufmerksamkeit zu entziehen. Für die BBC ein Versuch wert. Spiegel-Online meldete gestern morgen: „Die Ergebnisse sind verheerend: 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die meisten Menschen mit dem Kapitalismus unzufrieden, ergab eine britische Studie, die in 27 Ländern durchgeführt wurde.“ Nachmittags musste man auf der Website schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/11/free_market_cap.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-2381" title="Die BBC-Umfrage zeigt: 75 Prozent der Deutschen halten die Probleme des Kapitalismus handlebar." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/11/free_market_cap-300x282.gif" alt="Die BBC-Umfrage zeigt: 75 Prozent der Deutschen halten die Probleme des Kapitalismus handlebar." width="300" height="282" /></a></p>
<p>Nicht einfach, dem Superlativ „Mauerfall“ die Aufmerksamkeit zu entziehen. Für die BBC ein Versuch wert. <a title="Der Spiegel spricht von verheerenden Ergebnissen. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache." href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,660085,00.html" target="_blank">Spiegel-Online meldete gestern morgen:</a> „Die Ergebnisse sind verheerend: 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die meisten Menschen mit dem Kapitalismus unzufrieden, ergab eine britische Studie, die in 27 Ländern durchgeführt wurde.“ Nachmittags musste man auf der Website schon weit nach unten scrollen, um die Meldung überhaupt noch zu finden. Zu Recht – denn brauchbaren Erkenntnisgewinn kann diese BBC-Umfrage jedenfalls nicht liefern.</p>
<p>Im Gegenteil – was sagt es schon aus, weltweit die Menschen nach „free market capitalism“ zu befragen? Immerhin wird „Kapitalismus“ in unterschiedlichen Ländern völlig unterschiedlich interpretiert. Unser deutsches Modell der Sozialen Marktwirtschaft kann schon überhaupt nicht mit „freiem Kapitalismus“ gleichgesetzt werden. Soziale Marktwirtschaft ist ein Wettbewerbsmodell mit klaren Regeln, Grenzen und sozialem Ausgleich.</p>
<p>Umso überraschender <a title="Hier gehts zur kompletten BBC-Studie." href="http://www.globescan.com/news_archives/bbc2009_berlin_wall/bbc09_berlin_wall_release.pdf" target="_blank">die Umfrageergebnisse der BBC</a>: 75 Prozent der Deutschen geben an, die Probleme des freien Kapitalismus können durch Regulierung und Reformen überwunden werden. 16 Prozent sagen sogar, der Kapitalismus sei ein gut funktionierendes System. Lediglich acht Prozent meinen, der Kapitalismus müsse durch eine andere Ordnung abgelöst werden. Von einer „verheerenden“ Vertrauenskrise für unser Modell keine Spur. Als Emnid im Mai fragte, sagten sogar 73% der Deutschen, das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft, so wie es in der Bundesrepublik vor 60 Jahren eingeführt wurde, habe sich im Großen und Ganzen bewährt. Der „Kapitalismus“ ist wohl doch nicht so eine schlechte Idee.<!-- post eof --></p>
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		<title>MINT-Fächer müssen aufholen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 07:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Feist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Akademische Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Dies gilt sowohl für jeden Einzelnen. Und ebenso für die gesamte Volkswirtschaft. Der Strukturwandel zu einer wissens- und forschungsintensiveren Gesellschaft wird die Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften erhöhen. Hinzu kommt: Durch die Altersstruktur der Arbeitnehmerschaft müssen in den nächsten Jahren viele Stellen neu besetzt werden. Kann das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/09/mehr_ingenieure.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-2043" title="Auf 1.000 Erwerbstätige kommen nichtmals ein frisch studierter Ingenieur oder Naturwissenschaftler." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/09/mehr_ingenieure-300x280.gif" alt="Auf 1.000 Erwerbstätige kommen nichtmals ein frisch studierter Ingenieur oder Naturwissenschaftler." width="300" height="280" /></a></p>
<p>Akademische Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Dies gilt sowohl für jeden Einzelnen. Und ebenso für die gesamte Volkswirtschaft. Der Strukturwandel zu einer wissens- und forschungsintensiveren Gesellschaft wird die Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften erhöhen. Hinzu kommt: Durch die Altersstruktur der Arbeitnehmerschaft müssen in den nächsten Jahren viele Stellen neu besetzt werden. Kann das Angebot mit dem steigenden Bedarf nicht Schritt halten, kommt es zu Fachkräfteengpässen und dadurch zu einer geringeren Wertschöpfung. Diese Gefahr muss frühzeitig gebannt werden: Denn Deutschland hinkt bei der Ausbildung von Akademikern hinter anderen Ländern der OECD hinterher.</p>
<p>Eine besonders große Lücke klafft bei den Ingenieuren. Auf jeden Ingenieur, der demnächst aus dem Erwerbsleben ausscheidet, kommen rein rechnerisch nur 0,8 jüngere. Hinzu kommen die offenen Stellen, die durch den Strukturwandel entstehen. Auf 1.000 Erwerbstätige kommt in Deutschland momentan nichtmals ein Absolvent bei den Ingenieur und Naturwissenschaften. Lediglich in der Türkei und Österreich ist das Angebot noch schlechter. Eine wachsende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage ist vorprogrammiert.</p>
<p>Heißt: Der Bedarf an Ingenieuren ist immens. Es führt kein Weg daran vorbei: Das Angebot in den MINT-Fächern muss erhöht werden. Nur dann kann Deutschland auch zukünftig am Wachstum generieren und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten.</p>
<hr /><em>Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt: Die unterschiedlichsten Facetten dieses Wohlstandes wurden in der Reihe „</em><a title="Hier gehts zum Themen-Spezial &quot;Wohlstandsbilanz-Deutschland&quot;" href="http://www.insm-oekonomenblog.de/tag/wohlstandsbilanz/" target="_self"><em>Wohlstands-Bilanz-Deutschland</em></a><em>“ vorgestellt. Seit dem 2. Februar 2009 sind im ÖkonomenBlog dazu 26 Beiträge entstanden. Mit diesem Beitrag ist das Themen-Spezial damit vorerst abgeschlossen.</em><!-- post eof --></p>
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		<title>Verschenktes Wachstumspotenzial</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 07:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Feist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Trotz des krisenbedingten Anstiegs der Arbeitslosigkeit steuert Deutschland langfristig auf einen Fachkräfteengpass zu. Eine qualifizierte Zuwanderung kann dazu beitragen, die Lücke langfristig zu schließen und sowohl das gesamtwirtschaftliche Wachstum als auch das Wachstum pro Kopf deutlich zu erhöhen. Denn Zuwanderer steigern mit ihrem Wissen und Fertigkeiten die Produktivität der Unternehmen. Umso höher die Qualifikation der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/09/zuwandererdefizite.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-1849" title="Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft: Zuwanderung und qualifizierte Mitarbeiter." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/09/zuwandererdefizite-300x280.gif" alt="Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft: Zuwanderung und qualifizierte Mitarbeiter." width="300" height="280" /></a></p>
<p>Trotz des krisenbedingten Anstiegs der Arbeitslosigkeit steuert Deutschland langfristig auf einen Fachkräfteengpass zu. Eine qualifizierte Zuwanderung kann dazu beitragen, die Lücke langfristig zu schließen und sowohl das gesamtwirtschaftliche Wachstum als auch das Wachstum pro Kopf deutlich zu erhöhen. Denn Zuwanderer steigern mit ihrem Wissen und Fertigkeiten die Produktivität der Unternehmen. Umso höher die Qualifikation der Zuwanderer, umso größer der volkswirtschaftlich Nutzen. Doch in diesem Punkt hat Deutschland ein Problem. Das Qualifikationsniveau unter den Kindern von Einwandererfamilien ist im Vergleich zu einheimischen besonders niedrig. Jeder zweite 15-Jährige aus der zweiten Einwanderergeneration gilt in Deutschland als bildungsarm. Deutschland verschenkt dadurch zukünftige Wachstumsimpulse. Außerdem drohen soziale Probleme, wenn es nicht gelingt, das Bildungsniveau der Einwandererkinder zu steigern. Deswegen ist es notwendig, die frühkindliche Förderung und das Angebot an Ganztagsschulen auszubauen. Denn Studien zeigen: die Wahrscheinlichkeit eines Gymnasiumsbesuchs bei Migranten steigt durch den Besuch einer Betreuungseinrichtung für unter Dreijährige um knapp 56 Prozent. Diese Chancen sollten wir nutzen.</p>
<hr /><em>Jeden Montag oder Dienstag werden im ÖkonomenBlog Beiträge aus der <a title="Hier kommen Sie zur Reihe Wohlstandsbilanz Deutschland." href="http://www.insm-oekonomenblog.de/tag/wohlstandsbilanz/" target="_self">Reihe „Wohlstands-Bilanz-Deutschland“</a> veröffentlicht, mit denen die 60-jährige Erfolgsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft nachgezeichnet und auf neue Herausforderungen hingewiesen wird. Eine umfassende Übersicht über Wohlstands-Parameter wie Einkommen, Vermögen, Lebensqualität und Bildungschancen finden Sie auf der Internetseite <a title="Hier kommen Sie zur Webseite Wohlstandsbilanz-Deutschland" href="http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/" target="_blank">http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/</a></em><!-- post eof --></p>
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		<title>Familienfreundlichkeit importieren</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 13:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Mendorf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutschland wird älter- das wissen wir alle. Bis zum Jahr 2050 steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung von heute 42,6 auf 51,4 Jahre. Das wird sich extrem auf den Arbeitsmarkt auswirken &#8211; immer weniger Menschen stehen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Noch gefragter werden sein: Mobilität und Qualifizierung. Großes Potential, um die Arbeitsangebotslücke zu schließen, steckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/08/frauenarbeitsmarkt.gif"><img class="size-medium wp-image-1744 alignright" title="Die Erwerbsquote von jungen Müttern in Deutschland ist sehr gering. " src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/08/frauenarbeitsmarkt-300x280.gif" alt="Die Erwerbsquote von jungen Müttern in Deutschland ist sehr gering. " width="300" height="280" /></a></p>
<p>Deutschland wird älter- das wissen wir alle. Bis zum Jahr 2050 steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung von heute 42,6 auf 51,4 Jahre. Das wird sich extrem auf den Arbeitsmarkt auswirken &#8211; immer weniger Menschen stehen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Noch gefragter werden sein: Mobilität und Qualifizierung.</p>
<p>Großes Potential, um die Arbeitsangebotslücke zu schließen, steckt in den deutschen Müttern. Von ihnen sind heute nur rund 36 Prozent erwerbstätig. Ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass dort Erwerbsquoten von Müttern bis zu 80 Prozent nicht unüblich sind. Deutschland hinkt also hinterher. Was wir brauchen ist eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf &#8211; qualitativ gute, zuverlässige Betreuung von Kindern ist daher eine zentrale Vorraussetzung, um dieses Potential zu erschließen. Aber auch die Unternehmen selbst sind gefordert. Mit flexiblen Arbeitszeiten, Telearbeit und Akzeptanz der besonderen Erfordernisse von Müttern müssen sie ihren Teil dazu beitragen, die Verbindung von Beruf und Familie im Alltag besser zu ermöglichen. Andere Länder machen es uns vor &#8211; Beruf und Familie schließen sich nicht gegenseitig aus. Importieren wir einfach mal mehr Familienfreundlichkeit!</p>
<hr /><em>Jeden Montag oder Dienstag werden im ÖkonomenBlog Beiträge aus der <a title="Hier kommen Sie zur Reihe Wohlstandsbilanz Deutschland." href="http://www.insm-oekonomenblog.de/tag/wohlstandsbilanz/" target="_self">Reihe „Wohlstands-Bilanz-Deutschland“</a> veröffentlicht, mit denen die 60-jährige Erfolgsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft nachgezeichnet und auf neue Herausforderungen hingewiesen wird. Eine umfassende Übersicht über Wohlstands-Parameter wie Einkommen, Vermögen, Lebensqualität und Bildungschancen finden Sie auf der Internetseite <a title="Hier kommen Sie zur Webseite Wohlstandsbilanz-Deutschland" href="http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/" target="_blank">http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/</a></em><!-- post eof --></p>
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		<title>Mehr Akademiker, mehr Wachstum</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 07:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Feist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der historisch einmalige Wirtschaftseinbruch schlägt sich allmählich auf dem Arbeitsmarkt nieder. Im Juli 2009 waren rund 252.000  mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vorjahr. Dabei dürfte die Ausweitung der Kurzarbeit noch das schlimmste verhindert haben. Gleichzeitig klagt die Industrie über einen Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften. Schon jetzt können 60.000 Stellen nicht besetzt werden. Und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/07/akademikerbedarf.gif"><img class="size-medium wp-image-1685 alignleft" title="Der Bedarf an Akademikern wird sich in den nächsten Jahren noch weiter erhöhen" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2009/07/akademikerbedarf-300x291.gif" alt="Der Bedarf an Akademikern wird sich in den nächsten Jahren noch weiter erhöhen" width="300" height="291" /></a></p>
<p>Der historisch einmalige Wirtschaftseinbruch schlägt sich allmählich auf dem Arbeitsmarkt nieder. Im Juli 2009 waren rund 252.000  mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vorjahr. Dabei dürfte die Ausweitung der Kurzarbeit noch das schlimmste verhindert haben. Gleichzeitig klagt die Industrie über einen Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften. Schon jetzt können 60.000 Stellen nicht besetzt werden. Und in Zukunft wird sich der Fachkräfteengpass noch weiter zuspitzen. Denn zum einen wird der Bedarf an Fachkräften aufgrund des Strukturwandels zu einer wissens- und forschungsintensiveren Gesellschaft weiter ansteigen. Zum anderen verknappt sich die Zahl der Arbeitskräfte aufgrund des demographischen Wandels – mit gravierenden Folgen für die Wirtschaft. Denn kann eine Stelle gar nicht oder erst mit zeitlicher Verzögerung besetzt werden, führt dies – insbesondere im Bereich der Hochqualifizierten – zu einer geringeren Wertschöpfung der Volkswirtschaft.</p>
<p>Ein Vergleich der Akademikerersatzraten zeigt, dass Deutschland davon in besonderem Maße betroffen ist. Danach stehen in Deutschland nur 1,2 Akademiker im Alter zwischen 25 und 34  pro Akademiker zwischen 55 und 64 Jahren zur Verfügung. Das ist der geringste Wert innerhalb der OECD. Zum Vergleich: In Spanien ersetzen 4,7 junge Akademiker einen alten. Daher wird es zunehmend wichtiger die nachfolgenden Generationen gut auszubilden, damit sie die aus dem Arbeitsmarkt ausscheidenden Personen adäquat ersetzen können. Gegenwärtig werden jedoch noch nicht alle Bildungspotentiale genutzt. So könnte beispielsweise die frühkindliche Förderung weiter ausgebaut werden und das Angebot an Ganztagsschulen erhöht werden. Nur wenn es gelingt, den Fachkräftemangel auszugleichen kann die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands erhalten werden.</p>
<hr /><em>Jeden Montag oder Dienstag werden im ÖkonomenBlog Beiträge aus der <a title="Hier kommen Sie zu der Reihe Wohlstandsbilanz-Deutschland" href="http://www.insm-oekonomenblog.de/tag/wohlstandsbilanz/" target="_self">Reihe „Wohlstands-Bilanz-Deutschland“ </a>veröffentlicht, mit denen die 60-jährige Erfolgsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft nachgezeichnet und auf neue Herausforderungen hingewiesen wird. Eine umfassende Übersicht über Wohlstands-Parameter wie Einkommen, Vermögen, Lebensqualität und Bildungschancen finden Sie auf der Internetseite <a title="Hier kommen Sie zu der Webseite Wohlstandsbilanz-Deutschland" href="http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/" target="_blank">http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/</a></em><!-- post eof --></p>
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