Der Griff in die Staatskasse entspricht nicht den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns, des redlichen Bürgers. Paul Kirchhof, *1943, ehem. Bundesverfassungsrichter

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5 vor 10: Griechenland, Energiewende, Entwicklungsbank, Zinswende, Speeddating

Heute in den Linktipps: Am 20. März ist Zahltag für Griechenland, das modernste Kraftwerk in Deutschland steht still und Chinas Entwicklungsbank spaltet den Westen. Außerdem beantworten wir, warum die japanische Regierung Speeddating finanzieren will und welche Länder eine Zinswende in den USA fürchten müssen.

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1. In drei Tagen sucht der Goldman-Packt Griechenland heim
(welt.de, Martin Greive , Holger Zschäpitz)
Am 20. März ist Zahltag für Griechenland. Dann muss der Staat einen Kredit in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar zurückzahlen, den er einst von der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs erhalten hat. Doch wie leer die griechische Haushaltskasse derzeit wirklich ist, weiß niemand. Die Märkte sehen die Wahrscheinlichkeit einer griechischen Pleite mittlerweile bei rund 75 Prozent.

2. Irsinn in Isching
(faz.net, Georg Meck)
In Bayern steht die modernste Gasturbine der Welt – doch sie läuft nicht. Grund: Die irre Energiewende der Bundesregierung, schreibt FAZ-Autor Georg Meck. Gegen die hochsubventionierten Erneuerbaren Energien kann das Gaskraftwerk nicht bestehen. Reichen Sonne und Wind nicht für die Energieversorgung aus, schmeißen die Erzeuger lieber schmutzige Kohlekraftwerke wegen der niedrigen Preise für CO2-Zertifikate an.

3. Chinas neue Entwicklungsbank spaltet den Westen
(zeit.blog.de, Felix Lee)
China will eine neue Entwicklungsbank gründen – und lässt keinen Zweifel daran, wer in der neuen Institution das Sagen haben wird. Mit der Bank wolle China seinen wirtschaftlichen Einfluss in ganz Asien ausbauen, schreibt Felix Lee für Zeit-Online. Westliche Staaten zögern, ob sie sich dem Diktat unterwerfen wollen – mehrere haben sich Medienberichten zufolge aber bereits dazu entschlossen, sich der Bank anzuschließen.

4. Die fragilen Fünf sind nur noch drei
(bloomberg.com, Simon Kennedy, englisch)
Die „fragilen Fünf“ waren jene fünf Schwellenländer, die unter einer Leitzinserhöhung der Fed besonders stark zu leiden hätten. Sie sind sehr von ausländischem Kapital abhängig, das bei steigenden Zinsen in den USA aus ihren Ländern abfließen könnte. Die Zahl dieser Wackelkandidaten ist jetzt auf drei gesunken,  urteilen Experten der US-Bank Morgan Stanley. Indonesien und Indien stehen mittlerweile deutlich besser da. Gefahr droht weiterhin für Brasilien, die Türkei und Südafrika.

5. Mit Speeddating gegen den demographischen Wandel
(time.com, Charlotte Alter)
Wie die deutsche Gesellschaft altert auch die japanische immer schneller. Die Regierung will dem jetzt mit einer ungewöhnlichen Strategie entgegen wirken: Sie will Speeddating-Veranstaltungen finanzieren, um die Bevölkerung so wieder zur Fortpflanzung zu motivieren.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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