Diejenigen, die mit Blick auf die Finanzkrise voreilig von Licht am Ende des Tunnels gesprochen haben, müssen nun feststellen, dass das in Wirklichkeit der entgegenkommende Zug war. Peer Steinbrück, *1947, dt. Politiker

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5 vor 10: Zuwanderer, Mindestlohn, Löhne, Ökonomie, Lotto

Heute in den Linktipps: Warum Deutschland dringend Zuwanderer braucht und wie der Mindestlohn Jobs vernichtet. Außerdem: neue Erkenntnisse über die Kaufkraft der Deutschen und das Glück von Lottogewinnern.

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1. Deutschland braucht 500.000 Zuwanderer pro Jahr
(welt.de, Stefan von Borstel)
In Deutschland gibt es immer mehr Rentner und immer weniger Kinder. Auf den Arbeitsmarkt hat das drastische Auswirkungen. Den Unternehmen fehlt Personal. Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeigt: Um die Lücke zu schließen, müssten in den kommenden Jahrzehnten jedes Jahr 500.000 Zuwanderer nach Deutschland kommen.

2. Der Mindestlohn vernichtet Minijobs
(faz.net, Dietrich Creutzburg)
Ökonomen haben lange vor den negativen Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf den Arbeitsmarkt gewarnt. Nun lässt sich der Schaden in der Realität beobachten. Zwar ist die Arbeitslosigkeit aktuell nach wie vor niedrig. Aber die Zahl der Minijobs ging mit dem Start des Mindestlohns rasant zurück. Die Zahlen legen nahe, „dass der zum 1. Januar eingeführte Mindestlohn mehr als 150.000 Minijobs vernichtet hat“, schreibt Dietrich Creutzburg.

3. Reallöhne steigen so stark wie lange nicht
(sueddeutsche.de)
Arbeitnehmer haben deutlich mehr Geld zur Verfügung. Im vergangenen Jahr stiegen die Reallöhne so stark wie zuletzt im Jahr 2008. Grund für die erhöhte Kaufkraft ist die niedrige Inflationsrate in Kombination mit deutlichen Gehaltserhöhungen. Besonders groß sind die Zuwächse bei hochqualifizierten Arbeitnehmern.

4. Wirtschaftswissenschaft im Dienste der Macht
(norberthaering.de, Norbert Häring, englisch)
Ökonomische Theorien entstehen nicht im luftleeren Raum. Worüber der Mainstream der Wirtschaftswissenschaftler spricht, ist dem Handelsblatt-Autor Norbert Häring zufolge stark davon abhängig, wer sich gerade an der Macht befindet. Anhand von historischen Beispielen will er belegen, dass sich der ökonomische Mainstream immer dann anpasst, sobald sich die Interessen der Mächtigen ändern.

5. Im Lotto gewinnen und trotzdem glücklich bleiben
(nytimes.com, John Tierney, englisch)
Wer im Lotto den Jackpot knackt, hat deshalb noch lange kein besseres Leben: Geld kann einsam machen, in manchen Fällen auch traurig. Im Schnitt seien Lottogewinner nicht glücklicher als der Durchschnittsmensch, zeigte bereits vor Jahrzehnten eine vielzitierte Studie. Neue Unterschungen liefern jedoch präzisiere Ergebnisse: Probleme haben Lottogewinner meist nur in den ersten Monaten nach dem Gewinn. Anschließend geht es ihnen deutlich besser.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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