Während der Staat auf die Aufsicht und eventuelle Gestaltung der Formen beschränkt bleiben soll, in denen der Wirtschaftsprozess abläuft, muß im Rahmen der Märkte, auch der Arbeitsmärkte, Freiheit bestehen. Walter Eucken, 1891 1950, deutscher Ökonom

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5 vor 10: Deflation, Bitcoin, Zeitarbeit, Finanzblasen, Griechenland

Heute zeigen wir in den Linktipps, warum die so gefürchtete Deflation vielleicht gar nicht so gefährlich ist,  die Chinesen so wild auf Bitcoin sind und viele Behauptungen über die Euro-Krise nicht stimmen. Außerdem: Die Politik bedroht die Zeitarbeitsbranche und an den Märkten steigt die Gefahr für Blasen. (mehr …)


1. Wer hat Angst vor der Deflation?
(faz.net, Gerald Braunberger)
Immer mehr Staaten auf der Welt fürchten eine Deflation. Einer neuen Studie der Bank für  Internationalen Zahlungsausgleich zufolge werden die Kosten einer Deflation jedoch stark überschätzt. Den BIZ-Ökonomen nach könne Deflation sogar positive Effekte auf das Wachstum haben. „Diese empirischen Ergebnisse stehen im Widerspruch zu zentralen Auffassungen der herrschenden neokeynesianischen makroökonomischen Theorie“, schreibt Gerald Braunberger.

2. Der Drache giert nach Bitcoins
(handelsblatt.com, Finn Mayer-Kuckuk)
Die Chinesen lieben den Bitcoin. Immer mehr Yuan legen sie in der digitalen Währung an. Der Grund sind die strengen Kapitalkontrollen, die es für Chinesen schwierig machen, Kapital außer Landes zu bringen. Per Bitcoin kann man sie per USB-Stick ins Flugzeug nehmen. Entsprechend skeptisch blickt der Staat auf die neue Währung.

3. Per Gesetz gegen Wachstum
(iwkoeln.de, Holger Schäfer)
Die Beschäftigung in der Zeitarbeitsbranche ist stark gestiegen. IW-Ökonom Holger Schäfer befürchtet, dass die Erfolgsgeschichte von der Politik nun ausgebremst werden könnte. Die zunehmende Regulierung bedroht dabei nicht nur Zeitarbeitsunternehmen, sondern die Flexibilität des gesamten Arbeitsmarktes, schreibt Schäfer.

4. „Der Cocktail ist nicht ungefährlich“
(finanzen.net, Alexander Sturm)
Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret warnt im Interview mit „Euro am Sonntag“ vor Blasen bei Immobilien und Aktien: Die niedrigen Zinsen, hohe Liquidität und nur geringe Kursschwankungen bildeten einen „gefährlichen Cocktail“. Auch künftige  Systemkrisen will Dombret nicht ausschließen: „Leider gibt es noch keine endgültige Lösung für das ‚too big to fail‘-Problem. Wenn sehr große Banken scheitern, kann das einen Dominoeffekt auslösen.“

5. Fünf Mythen über Griechenland
(sueddeutsche.de, Sebastian Brinkmann, Claus Hulverscheidt)
Über die Eurokrise werden zu viele Märchen erzählt, finden Sebastian Brinkmann und Claus Hulverscheidt – zum Beispiel, dass die Griechen ihre Schulden nie werden zurückzahlen können. Auch der Behauptung, dass die EU vor allem die Banken gerettet hat, stimmen die Autoren nicht zu.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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