Eine punktuelle, hier und dort in den Marktzusammenhang eingreifende Wirtschaftspolitik führt, sobald sich diese Eingriffe summieren, zu einer Verwirrung des Ganzen. Alfred Müller-Armack, 1901 - 1978, deutscher Nationalökonom, Kultursoziologe

- Linktipps

5 vor 10: Zinspolitik, Kaffeesatz, Mindestlohn, Konsumverhalten, Gleichberechtigung

Heute geht es in den Linktipps um das Risiko des billigen Geldes, um den Wert des Kaffeesatzes und um Frauenbildnisse auf Geldscheinen. Außerdem geht es um die Frage, ob der Mindestlohn in Deutschland zu niedrig ist und darum, wofür arme und reiche Menschen ihr Geld ausgeben. (mehr …)


1. Das Risiko, Menschen für das Geldleihen zu bezahlen
(bloombergview.com, Leonid Bershidsky, englisch)
Das billige Geld der Zentralbanken könnte für Banken ein ernsthaftes Problem werden, schreibt Leonid Bershidsky. Früher oder später nämlich gebe es vielleicht mehr Menschen wie Eva Christiansen, die für ihren kleinen Kredit Zinsen in Höhe von minus 0,0172 Prozent erhält.

2. Kaffeesatz: das neue Gold?
(futuremag.de, Video)
Zwei Milliarden Tassen Kaffee werden täglich getrunken – da entsteht eine Menge Kaffeesatz. Nun gibt es Unternehmen, die den Wertstoff nutzen wollen. Zum Beispiel zum Düngen von Pilzen oder als natürlichen Geruchsabsorber in Textilien. Futuremag erklärt, wie ein Abfallprodukt zu einem Rohstoff werden kann.

3. Der Mindestlohn ist zu niedrig
(blog.zeit.de/herdentrieb, Dieter Wermuth)
Der Mindestlohn von 8,50 Euro habe bisher noch nicht geschadet, die Entlassungswelle ist bislang ausgeblieben. Dieter Wermuth glaubt, dass das ein Zeichen dafür sein, dass der Mindestlohn zu niedrig angesetzt wurde und fordert eine schrittweise Erhöhung auf rund 14 Euro. Er vergleicht den deutschen Mindestlohn, die Arbeitslosenquote und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf mit den Kennziffern im Ausland und erklärt, welche Vorteile eine hohe Lohnuntergrenze haben kann.

4. Wofür die arme und reiche ihr Geld ausgeben
(washingtonpost.com/blogs/wonkblog, Max Ehrenfreund)
Wofür arme und reiche Menschen ihr Geld ausgeben, erklärt die Washington Post. Ihr Budget im Supermarkt etwa, geben die Bürger in den USA im Schnitt für folgendes aus: 19 Prozent des Geldes geht beim Einkauf für Obst und Gemüse drauf, 22 Prozent für Fleisch und 13 Prozent für Brot und Cerialien. Bloß für Fisch und Meeresfrüchte geben die Reichen jährlich 222 Dollar aus, die armen nur 80 Dollar.

5. Wo sind Frauen auf den Geldscheinen?
(bbc.com, Elle Metz, englisch)
In welchem Land sind die meisten Frauen auf den Geldscheinen? Elle Metz hat sich für die BBC mit Kampagnen beschäftigt, die mehr Frauen auf den Scheinen fordern. Besonders in Kanada, dem Vereinigten Königreich und den USA wird mehr Weiblichkeit auf den Scheinen gewünscht. Bloß in einem skandinavischen Land gebe es schon genügend, schreibt Metz.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen Ökonomen-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter, abonnieren Sie unseren RSS-Feed oder unseren Newsletter.

  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge