Es stimmt nicht, dass alles teurer wird; man muss nur einmal versuchen, etwas zu verkaufen. Robert Lembke, 1913-1989, deutscher Journalist

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5 vor 10: Roboter, Anleihen, Griechenland, Weimarer Republik, Währungskrieg

Heute in den Linktipps: Warum Roboter keine Jobkiller sind, die Renditen für Bundesanleihen wieder steigen und die Gläubiger Griechenlands keine einheitliche Position haben. Außerdem geht es um die Gefahr eines kommenden Währungskrieges und die Parallelen der wirtschaftlichen Situation des heutigen Griechenlands und der Weimarer Republik. (mehr …)


1. Roboter sind keine Job-Killer
(blogs.wsj.com, Timothy Aeppel, englisch)
Viele Ökonomen befürchten, dass die schnell fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung in den Fabriken viele Jobs kosten könnte. Doch bisher geben die Daten das kaum her, schreibt Timothy Aeppel. Amerika hole beispielsweise deutlich langsamer Roboter in die Fabriken als Deutschland, dennoch verlören dort mehr Menschen ihre Jobs im verarbeitenden Sektor. Die Debatte allerdings ist noch längst nicht zu Ende.

2. Was erlauben Bund?
(blog.zeit.de, Mark Schieritz)
Was ist denn da los? Der Anleihen-Guru Bill Gross sagt steigende Renditen für deutsche Staatsanleihen voraus – und tatsächlich haben sich in den vergangenen Wochen die Renditen nach oben bewegt. Die Kurse für deutsche Staatsanleihen sinken. Platzt jetzt die Anleihen-Blase? Fliegt uns die Geldpolitik der EZB um die Ohren? Mark Schieritz versucht, zu beruhigen: Was jetzt passiert, sei genau das,  was die EZB erzielen wollte.

3. Der IWF zeigt die Zerrissenheit der Griechenland-Gläubiger
(welt.de, Jan Dahms, Andre Tauber)
Der Internationale Währungsfonds verlangt von den europäischen Gläubigern einen weiteren Schuldenschnitt, wenn Griechenland seine Sparanstrengungen nicht erhöht. Die Gläubiger haben längst keine einheitliche Haltung mehr zu Griechenland: Während die EU-Kommission auf Athen zugehen will, zeigen sich die EU-Staaten und der IWF kompromisslos.

4. Was die Weimarer Republik und Griechenland gemein haben
(blog.tagesanzeiger.ch, Tobias Straumann)
Tobias Straumann vergleicht die Situation Griechenlands mit der Deutschlands Anfang der 30er-Jahre. Die Situation sei recht ähnlich, schreibt er. Sowohl damals als auch heute würden die Gläubiger die Leistungsfähigkeit der Schuldner überschätzen. Statt einen Schuldenschnitt zuzustimmen, zwingen sie den Staat zu weiteren Sparmaßnahmen. Im Falle Deutschlands führte dies in die politische Katastrophe.

5. Der nicht erklärte Währungskrieg
(oekonomenstimme.org, Leef H. Dierks)
Der Lübecker Ökonom Leef H. Dierks beobachtet mit Skepsis die Versuche der Notenbanken weltweit, mithilfe einer schwächeren Währung die Wirtschaft anzukurbeln. Besonders gefährlich könnte es werden, wenn auch China und die USA ihre zuletzt deutlich stärker gewordenen Währungen schwächer wollen. Die Folge wären deutlich volatilere Wechselkurse, die den Welthandel belasten werden.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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