Man darf niemandem einen Vorwurf machen, der seinen gerechten Anteil am Wirtschaftswachstum einfordert. Wolfgang Huber, *1942, Evang. Bischof, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche.

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5 vor 10: Arbeit, Freihandel, Technologie, Ungleichheit, Nichtrauchen

Heute geht es in den Linktipps um die Zukunft der Arbeit, die Chancen von Freihandelsabkommen und lohnenswerte finanzielle Anreize für Arbeitnehmer. Zudem erklären wir, wieso Menschen kein Auge für Ungleichheit zu haben scheinen und wie Maschinen Jobs schaffen und zugleich zerstören.

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1. Schaffe, schaffe, Pause mache!
(zeit.de, Kolja Rudzio)
Wir werden wir in Zukunft arbeiten? Zeit-Autor Kolja Rudzio hat fünf Thesen zum Thema aufgestellt und zweifelt dabei einige gängige Mythen an und gibt Denkanstöße für Veränderungen in unserer Gesellschaft. So schreibt er zum Beispiel, dass Arbeitnehmer immer noch genauso lange beim gleichen Arbeitgeber bleiben würden wie in den Achtziger oder den Neunziger Jahren oder dass der Sozialstaat atypisch Beschäftigte besser behandeln sollte.

2. Zur Verteidigung des Freihandelsbkommens
(bloombergview.com, englisch)
Das Freihandelsabkommen Nafta (North American Free Trade Agreement), dass die USA mit Kanada und Mexico geschlossen haben, steht in der Kritik. Kritiker des freien Handels in den USA argumentieren, dass das Abkommen dazu geführt habe, dass Löhne gesunken und Arbeitsplätze abgebaut worden und der Außenhandelsüberschuss rückläufig seien. Die Autoren von Bloomberg View erklären, was an den Vorwürfen dran ist und wieso solche Abkommen dennoch wichtig sind.

3. Wie Maschinen Jobs zerstören und neue schaffen
(npr.org, Quoctrung Bui, englisch)
Vier Grafiken erklären, wie Computer und Roboter im Laufe des vergangenen Jahrhunderts alte Jobs zerstört und neue geschaffen haben. Sie zeigen, wie sich eine Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft entwickelt, welche Jobs durch Stellenzuwächse von neuen Technologien profitieren – und welche ganz und gar nicht.

4. Wie sieht Ungleichheit aus?
(washingtonpost.com/blogs/wonkblog, Emily Badger, englisch)
Menschen wüssten nicht, wie Ungleichheit in einer Gesellschaft tatsächlich aussieht, schreiben die Ökonomen Vladimir Gimpelson (Higher School of Economics in Moscow) und Daniel Treisman (University of California, Los Angeles) in ihrem aktuellen Paper. Es scheine, als würden die Menschen dabei aktuelle Studienergebnisse und Datensätze ignorieren und stattdessen in Stereotypen denken.

5. Mit dem Rauchen aufhören und belohnt werden
(marginalrevolution.com, Alex Tabarrok, englisch)
Anreize funktionieren besser als Warnungen: Werden Menschen finanziell dafür belohnt, dass sie mit dem Rauchen aufhören, hören sie damit tatsächlich erfolgreich auf. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Für Unternehmen könnte es ein lohnenswerter Schritt sein, ihre Mitarbeiter auf diese Weise zu unterstützen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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