Es ist beispielsweise in höchstem Maße widerspruchsvoll, wenn der Staatsbürger über die unerträgliche Höhe der Steuerlast klagt, gleichzeitig aber vom Staate Hilfen erwartet, die diesem das moralische Recht geben, noch immer höherer Steuern einzuheben. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

3 Linktipps

5 vor 10: Tiere, Rating, Mindestlohn, Investitionen, Russland

Heute in den Linktipps: Tiere als Weg aus der Armutsfalle, schlechtere Ratingbewertungen für europäische Banken und ein Mindestlohn-Experiment aus Los Angeles. Außerdem geht es um den Einfluss Russlands auf die Staaten an den europäischen Grenzen und staatliche Investitionen in schweren Zeiten.

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1. Mit Ziegen gegen das Elend
(sueddeutsche.de, Christopher Schrader)
Ein paar Tiere für die Landwirtschaft würden armen Menschen schon das Gefühl geben, ihr Leben steuern zu können: Ein neuer Ansatz in der Entwicklungshilfe stellt ihnen etwas Geld, ein paar Tiere und Beratung zur Verfügung und gibt den Menschen somit die Chance, sich und ihre Familien in Zukunft selbst zu versorgen. Christopher Schrader erklärt, wieso dies für Millionen Menschen der Ausweg aus der Armutsfalle sein könnte.

2. Was implizite Staatsgarantien für Banken im Rating bedeuten
(blicklog.com, Dirk Elsner)
Die sogenannte implizite Bestandsgarantie besagt, dass Staaten ihre Banken im Notfall retten – auch wenn dies nicht ausdrücklich versprochen wurde. Das lassen die Ratingagenturen natürlich in ihre Bewertungen über die Kreditwürdigkeit von Banken einfließen. Neuerdings, so berichtet das Handelsblatt, sei aber die Bereitschaft der Staaten zur Rettung der Banken gesunken. Folge: eine schlechtere Bewertung.

3. Das Mindestlohn-Experiment in Los Angeles
(bloombergview.com, englisch)
Der Mindestlohn in Los Angeles soll von neun auf 15 Dollar pro Stunde erhöht werden. Diese drastische Erhöhung würde zwar den Working Poor helfen, mit ihrem Job ausreichend zu verdienen. Doch auch der Abbau von Arbeitsplätzen sei wahrscheinlich. Bloomberg View diskutiert, welche Effekte dieser Schritt auf die Beschäftigung haben wird.

4. Eine Welt, in der zu wenig investiert wird
(project-syndicate.org, Michael Spence, englisch)
Viele westliche Volkswirtschaften mussten nach dem Zweiten Weltkrieg viel Geld investieren. Obwohl sie bereits hoch verschuldet waren, scheuten sie nicht weitere Investitionen. Michael Spence beschreibt auf Project Syndicate, wieso der weltweite Handel und kurzfristige Multiplikatoreffekte halfen, Wachstum zu generieren und ihre Schuldenlasten zu senken.

5. Der Schatten Russlands
(zeit.de, Carsten Luther)
Staaten wie Aserbaidschan oder Armenien liebäugeln mit Russland, die Ukraine oder Georgien orientieren sich lieber gen Westen. Der Umgang mit den Staaten an den Grenzen in Osteuropa ist schwierig. Wie sollte die Europäische Union mit den unterschiedlichen Präferenzen umgehen? Carsten Luther geht dieser Frage auf Zeit Online nach.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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