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5 vor 10: Europa, Großbritannien, Atomkraft, Zentralbanken, Thailand

Heute in den Linktipps: Warum die EU nicht nur auf ihre Probleme schauen sollte, wie wichtig Großbritannien für die europäische Gemeinschaft ist und weshalb die Welt die Atomkraft braucht. Außerdem geht es um das billige Geld der Zentralbanken und die Frage, ob ein Putsch einer angeschlagenen Volkswirtschaft helfen kann.


1. Die zweite Odyssee
(blog.wiwo.de, Miriam Meckel)
Wer auf den Zustand der Europäischen Union blickt, sieht Staatsschuldenkrisen, Streitigkeiten der Regierungen, Austrittdrohungen. Europa gibt derzeit ein schlechtes Bild ab. Aber das liegt auch daran, dass die guten Seiten des Kontinents bei vielen in Vergessenheit geraten sind, meint Miriam Meckel. „Erfolg erzeugt negative Wahrnehmungsstörungen.“

2. Spinnen die Briten?
(ef-magazin.de, Frank Schäffler)
Der britische Premierminister David Cameron will schon in einem Jahr über den Verbleib seines Landes in der EU abstimmen lassen. Für den Rest von Europa ist das Ergebnis von enormer Bedeutung. „Scheidet Großbritannien aus der Staatengemeinschaft aus, verschiebt sich das Koordinatenkreuz in der Europäischen Union zum Unguten“, schreibt Fank Schäffler. „Die Zentralisten, Planer und Umverteiler würden in einer EU der dann 27 noch mehr Oberhand gewinnen.“

3. Atomkraft? Ja bitte!
(faz.net, Winand von Petersdorff)
Von der Energiepolitik wird vieles abverlangt: Sie soll einerseits die Natur bewahren, andererseits das Klima stabilisieren und gleichzeitig auch noch einer stetig wachsenden Bevölkerung ein gutes Leben ermöglichen. Ohne Atomkraft sind diese Ziele jedoch nicht erreichbar. Für die Deutschen, die sich in ihrer großen Mehrheit gegen AKW aussprechen, wäre es an der Zeit umzudenken.

4. Billiges Geld ist keine Lösung
(novo-argumente.com, Phil Mullan)
Zentralbanken etlicher großer Volkswirtschaften pumpen Milliarden in die Märkte, um das Wirtschaftswachstum anzufachen. Der Ökonom Phil Mullan glaubt, dass diese Strategie zum Scheitern verurteilt ist. Er sieht keine Anzeichen dafür, dass sich das viele billige Geld positiv auf die Realwirtschaft auswirkt. Er sieht darin vielmehr den möglichen Auslöser einer neuen Krise.

5. Die Wirtschaft ist nicht gehorsam
(asia.nikkei.com, englisch)
Vor einem Jahr übernahm in Thailand das Militär die Macht. Südostasiens zweitgrößte Volkswirtschaft ist ein Musterbeispiel dafür, wie teuer politische Instabilität wirklich ist. Denn nach einem Jahrzehnt ständiger, teils gewaltsamer Auseinandersetzungen zeigt sich: Das Land hat sich im Vergleich zu seinen Nachbarn deutlich schlechter entwickelt. Auch die nun herrschenden Generäle können den Aufschwung nicht per Befehl erwirken.

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