Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät. Jean Paul Getty, 1892-1976, US-amerikanischer Industrieller und Kunstmäzen

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5 vor 10: Mindestlohn, Franken, Europa, Zeitarbeit, Frankreich

Heute in den Linktipps: Warum durch den Mindestlohn manche Gehälter sinken, die Schweiz unter dem starken Franken leidet und sich Europa von der Marktwirtschaft verabschiedet. Außerdem: Die Regulierungswut der Bundesregierung gefährdet die Zeitarbeit und Frankreich hat die letzte Chance, seine Industrie zu retten.

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1. Warum durch den Mindestlohn die Löhne sinken können
(ifw-kiel.de, Alfred Boss)
Absurderweise können die Löhne durch den Mindestlohn auch fallen, schreibt Alfred Boss vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Grund: Bei einem Bruttolohn bis 450 Euro je Monat zahlt in der Regel nur der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge, bei Löhnen ab 450,01 Euro auch der Arbeitnehmer. Das Netto-Einkommen könne so bei identischer Arbeitszeit auch sinken.

2. Frankenstärke macht Schweizer Wirtschaft zu schaffen
(blog.tagesanzeiger.ch, Tobias Straumann)
Die Schweizer Notenbank lässt den Franken mittleweile ohne Gegenwehr aufwerten. Jetzt zeigen sich erste Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die Exporte der Eidgenossen in den Euroraum sind stark zurückgegangen. Allerdings wird der Effekt durch die anziehende Konjunktur im Euroraum etwas abgeschwächt. Es könnte die Schweiz noch härter treffen, schreibt Tobias Straumann. “Das schweizerische Währungsdrama ist noch längst nicht zu Ende.”

3. Europa verabschiedet sich von der Marktwirtschaft
(wirtschaftlichefreiheit.de, Norbert Berthold)
In einigen Staaten Europas verbessert sich die Wirtschaftslage zwar derzeit, doch die Krise in der EU sei noch lange nicht vorbei, befürchtet der Würzburger VWL-Professor Norbert Berthold. Strukturelle Reformen sei die EU immer noch nicht angegangen. Stattdessen gewinnen Parteien an Einfluss, welche die Marktwirtschaft weiter schwächen werden.

4. Finger weg von der Zeitarbeit
(faz.net, Sven Astheimer)
Die Regierung plant die Zeitarbeit, stärker zu regulieren. FAZ-Redakteur Sven Astheimer warnt vor gravierenden Folgen. So könnten beispielsweise Elternzeit-Vertretungen nicht mehr von Zeitarbeitskräften übernommen werden, sollte das Gesetz falsch ausgestaltet werden. “Besser wäre es allerdings, auf ein Gesetz zu verzichten, das die Spielräume auf dem Arbeitsmarkt abermals einengt”, schreibt Astheimer.

5. Die letzte Chance für Frankreichs Industrie
(welt.de, Gesche Wüpper)
Frankreich deindustrialisiert sich rapide. Nur die Luft- und Raumfahrtindustrie steht im weltweiten Vergleich gut da. Ein Grund: Deutschlands Nachbar hat die Robotisierung verschlafen. Nun setzt die Regierung alles daran, den nächsten Trend, nämlich die Digitalisierung, nicht auch noch zu verpassen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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