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5 vor 10: Griechenland, Schuldenkrise, Sharing-Ökonomie, Karriere, Bargeld

Heute in den Linktipps: Was Griechenland-Klischees mit der Realität zu tun haben, welche Strategie die Regierung in Athen verfolgt und warum Unternehmen wie Uber den Arbeitsmarkt grundlegend verändern. Außerdem: Die besten Ratschläge für mehr Erfolg und ein Plädoyer gegen die Bargeldabschaffung.


1. Hört endlich auf mit dem Griechen-Bashing!
(faz.net, Vinzenz Brinkmann)
Der Archäologe Vinzenz Brinkmann hat die Griechen als seine Nachbarn kennengelernt: Er kaufte sich kürzlich eine Wohnung in Athen. Wie sich für ihn die Stadt darstellt, hat wenig mit den in Deutschland verbreiteten Klischees zu tun: Er erhält offizielle Rechnungen, Regelungen zum Geldwäscheverbot werden strikt umgesetzt und Handwerker arbeiten scheinbar rund um die Uhr. Sein Fazit: „Wenn die Leute hier in Griechenland etwas nicht sind, dann faul!“

2. Die moderne griechische Tragödie
(voxeu.org, Jeremy Bulow und Kenneth Rogoff, englisch)
In der Nacht trafen sie sich erneut, um zu verhandeln: Der griechische Ministerpräsident Tsipras auf der einen Seite, Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Hollande auf der anderen. Viel Bewegung gab es offenbar wieder nicht. Dass Griechenland seine Schulden am Ende der vielen Gespräche zurückzahlen wird, halten Jeremy Bulow und Kenneth Rogoff für unwahrscheinlich. Sie analysieren die Strategien im Schuldenstreit.

3. Die Sharing-Ökonomie hat keine Angestellten
(theatlantic.com, Gillian B. White, englisch)
Unternehmen wie das amerikanische Start-up Uber erleben einen rasanten Aufstieg: Sie vermitteln Einzelpersonen, die Dienstleistungen im Auftrag ihrer Kunden ausüben. Taxifahrten zum Beispiel wie bei Uber. Ähnliche Geschäftsmodelle gibt es aber auch für Kurierdienste oder die Wohnungsreinigung. Sie verändern den Arbeitsmarkt spürbar: Die Arbeiter werden nicht wie Angestellte, sondern wie Selbstständige behandelt. Das wirft gleich mehrere Fragen auf.

4. „Der beste Rat, den ich je bekommen habe“
(manager-magazin.de, Stefanie Bilen)
Erfolg hat meist viele Ursachen, ebenso vielfältig sind die Erfolgsrezepte für eine erfüllende Karriere. In dieser Sammlung erzählen Managerinnen, welcher Rat ihnen am meisten weitergeholfen hat. Eine gewisse Demut kann zum Beispiel nicht schaden. „Sei freundlich zu den Leuten auf dem Weg nach oben“, lautet einer der Ratschläge. „Auf dem Weg nach unten triffst du sie wieder.“

5. „Anreize gegen Schwarzarbeit sind viel sinnvoller als Bargeldverbote“
(nzz.ch, Natalie Gratwohl)
Könnte eine Abschaffung des Bargelds Kriminalität verringern? Friedrich Schneider, Wirtschaftsprofessor an der Universität Linz und Experte für die Schattenwirtschaft, glaubt das nicht. Die meisten kriminellen Geschäfte würden ohnehin bereits bargeldlos abgewickelt werden, erklärt er im Interview. Auch für Schwarzarbeiter würden sich Auswege finden, um ein Bargeldverbot zu umgehen.

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