In neuerer Zeit ist Wachstum zum wichtigsten Heilmittel gegen Arbeitslosigkeit geworden. John Kenneth Galbraith, 1908-2006, Ökonom

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5 vor 10: Griechenland, Eurozone, Ungleichheit, Verhaltensökonomie, Arbeitslosigkeit

Griechenland ist pleite, das muss auch endlich von den Verantwortlichen ausgesprochen werden. Und: Was würde passieren, wenn Griechenland nicht zahlt? Diese Fragen beschäftigen heute die Linktipps. Zudem geht es darum, wie Gold die gesellschaftliche Ungleichheit befeuert, wieso die Arbeitslosigkeit in Deutschland in der letzten Dekade gesunken ist und weshalb der Mensch nicht rational handelt. (mehr …)


1. Endspiel
(blog.wiwo.de/chefsache, Miriam Meckel)
In dem nervtötenden Spiel zwischen Griechenland und seinen Geldgebern gelte es endlich zuzugeben, dass Griechenland pleite ist, schreibt die Chefredakteurin der Wirtschaftswoche Miriam Meckel: Das sei doch schon vor Jahren offensichtlich gewesen. Teuer werde Griechenland für die Eurozone ohnehin – egal ob innerhalb oder außerhalb der Währungsunion.

2. Was passiert, wenn Griechenland nicht zahlt
(blogs.wsj.com/economics, Matthew Dalton und Gabriele Steinhauser, englisch)
Kann Griechenland in der Eurozone bleiben, wenn es seine Zahlungsverpflichtungen nicht bedienen kann? Dieses Szenario hat sich das Wall Street Journal genauer angesehen. Ab Ende Juni warten einige kritische Termine auf Schuldner und Geldgeber. Matthew Dalton und Gabriele Steinhauser beschreiben, inwiefern ein Zahlungsausfall helfen könnte.

3. Gold und gesellschaftliche Ungleichheit
(mises.org, Mark Thornton, englisch)
Ungleichheit sei ein natürliches Merkmal von Gesellschaften, erklärte Mark Thornton: Klassisch gebe es in gut entwickelten liberalen Gesellschaften eine große Mittelschicht, eine kleine Unterschicht und eine Oberschicht, die sich immer wieder erneuere. Der Staat allerdings könne einzelne Gruppen mit seiner Politik bevorzugen. Thornton erläutert, wie dies zum Beispiel mit der Abschaffung des Goldstandards in den USA funktionierte.

4. Der Vater der Behavioral Economics
(bloombergview.com, Barry Ritholtz, englisch)
Richard Thaler erklärt im Interview, wieso sich der Mensch nicht so rational verhält, wie in der Ökonomie gemeinhin angenommen. Anschaulich erklärt er, in welchen Situationen sich der Mensch irrational verhält. Thaler gilt als Begründer der Verhaltensforschung. Er ist Professor an der University of Chicago Booth School of Business und wird als Anwärter auf den Nobelpreis gehandelt.

5. Glaube keiner Statistik …
(neuewirtschaftswunder.de, Fabian Fritzsche)
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat sich seit 2005 extrem reduziert. Aber ist dies ausschließlich ein Resultat der guten wirtschaftlichen Lage oder werden nicht auch die Statistiken geschönt? Dieser Frage ist Fabian Fritzsche nachgegangen und hat ein Ergebnis gefunden, das die meisten wohl nicht erwartet hätten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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