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5 vor 10: Syriza, Ungleichheit, Brasilien, Finanzmärkte, Bixit

Heute in den Linktipps: Griechenland steuert offenbar endgültig auf eine Entscheidung zu, Ökonomen zeigen die Folgen der Ungleichheit und Brasiliens Wirtschaft sackt immer tiefer in die Krise. Außerdem geht es um die Unterschiede zwischen Spekulanten und Investoren und um eine nicht ganz ernst gemeinte Forderung an die "Bild"-Zeitung.


1. Syriza wirft Tsipras Verrat vor
(zeit.de, Gerd Höhler)
In der Nacht machten die Staats- und Regierungschefs der EU klar, dass sie die Griechenland-Verhandlungen nicht länger hinziehen wollen. Am Samstag soll nun eine Entscheidung fallen. Doch selbst wenn sich die Regierung von Alexis Tsipras mit den europäischen Partnern einigt, ist die Schuldenkrise wohl noch nicht gelöst. Denn für den griechischen Ministerpräsidenten gibt es eine weitere große Hürde: seine eigene Partei.

2. Garant für das Wachstum: die Armen
(acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com)
Große Einkommensungleichheit ist nach mehreren Studien schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Eine neue Forschungsarbeit ermittelt, wie sich die Unterschiede konkret auswirken. Das Ergebnis: Wenn die Reichen reicher werden, geht das Wachstum leicht zurück. Wenn die Armen mehr Geld verdienen steigert sich die Wirtschaftskraft deutlich. Eine Erklärung dafür könnte in ihrem Konsumverhalten liegen.

3. Für Brasiliens Wirtschaft sieht es düster aus
(qz.com, Matt Phillips, englisch)
Brasilien galt noch vor wenigen Jahren als Wachstumshoffnung für die Weltwirtschaft. Als Teil der BRICS-Staaten stand das Land für ein dynamisches Schwellenland mit besten Aussichten, bald in den Kreis der Industrienationen aufzusteigen. Doch die Hoffnungen sind verflogen, denn mittlerweile steckt Brasilien in einer tiefen Krise: Die Arbeitslosigkeit steigt, die Inflation ebenso. Die Regierung von Dilma Rousseff hat bisher keine Rezepte gefunden, um eine Kehrtwende einzuleiten.

4. Spekulant oder Investor?
(ef-magazin.de, Markus Elsässer)
Unter den Menschen, die an den Finanzmärkten aktiv sind, gibt es zwei Gruppen, die sich im öffentlichen Ansehen deutlich unterscheiden: Die einen sind die seriören Investoren, die sich an Geschäftsmodell und Management einer Firma orientieren und nicht an den kurzfristigen Kursbewegungen. Die anderen sind die angeblich bösen Spekulanten, die mit der Realwirtschaft kaum etwas am Hut haben. Eines haben beide Gruppen aber gemeinsam: Zu ihrem Erfolg gehört viel Disziplin.

5. Ökonomen fordern den „Bixit“
(der-postillon.com)
Das Satireportal „Der Postillon“ kann der Debatte um Griechenlands Zukunft in der Eurozone auch eine humorvolle Seite abgewinnen. Statt eines Grexits lässt das Online-Magazin 120 erfundene Ökonomen einen „Bixit“ fordern – den Ausschluss der „Bild“-Zeitung aus der Eurozone. Die Begründung: „Mal fordert dieses Blatt unverhohlen einen Grexit, mal ruft es empört ‚Erpressung!‘, wenn Griechenland eine Pleite und damit einen Grexit tatsächlich in Kauf nehmen würde. Kein Wunder, wenn die Entscheidungsträger – insbesondere in Deutschland, von denen ja viel abhängt – allmählich völlig kirre werden.“

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