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5 vor 10: Österreich, Ehrlichkeit, Erbe, Euro, Stabilitätshilfe

Österreich lebt über seine Verhältnisse, die Erbschaftssteuer ist moralisch nicht zu rechtfertigen, und Deutschland sollte die Eurozone verlassen. Wer das meint, lesen Sie heute in den Linktipps. Außerdem geht es um ehrliche Kioskverkäufer und die Stabilitätshilfe für Griechenland.

1. Was Österreich von Griechenland lernen kann
(faz.net, Christian Geinitz)
Österreich lebe über seine Verhältnisse, schreibt Christian Geinitz, Korrespondent der FAZ für für Ostmittel- und Südosteuropa, und laufe Gefahr in eine Misere zu segeln. Gerade die aktuelle Wachstumsschwäche, die überwiegend in einer niedrigen Nachfrage nach österreichischen Produkten im In- und Ausland begründet sei, zeige, dass es an Wettbewerbsfähihkeit mangele.

2. Ehrlich anner Bude
(dradiowissen.de, Ralph Günther)
Ob Kioskmitarbeiter ehrlich sind beim Süßigkeitenverkauf, das haben die beiden Kölner Ökonomen Sebastian Lotz und Felix Ebeling im Fach Verhaltensökonomie untersucht. Am Büdchen kauften die beiden zwischen 50 und 100 Gramm Süßigkeiten. Zuhause überprüften sie dann, ob beim Verkauf geschummelt wurde. Sie fanden heraus, dass einige schon Ware im Wert einiger Cents dazu mogelten. Ihr Fazit ist aber: „Menschen flunkern häufig ein bisschen, aber nie so, dass man sagen würde, dass es wirklich moralisch verwerflich ist.“

3. Mein Erbe gehört mir
(zeit.de, Laura Díaz)
Es sei schlichtweg nicht zu rechtfertigen, dass der Staat mit der Erbschaftssteuer in das Familienvermögen eingreife, schreibt Laura Díaz in der Zeit. Denn anders, als in der gesellschaftlichen Diskussion dargestellt, sei es eben nicht das Erben, das verwerflich wäre. In ihrem Beitrag erklärt die Autorin, was sie gegen die Steuer einzuwenden hat.

4. Deutschland, nicht Griechenland, sollte den Euro verlassen
(bloombergview.com, Ashoka Mody, englisch)
Die deutsche Politik, allen voran Finanzminister Wolfgang Schäuble, wurde von der internationalen Presse für ihr Vorgehen bei den Verhandlungen mit Griechenland kritisiert. Ashoka Mody schreibt auf Bloomberg View, wieso nicht Griechenland den Euro verlassen sollte, sondern Deutschland. Ihre Argumentation: Mit einer Rückkehr Deutschlands zur Deutschen Mark, würde der Kurs des Euro stark sinken – das gäbe den Ländern in der Peripherie die Chance, wieder wettbewerbsfähig zu werden.

5. Warum die Stabilitätshilfe für Griechenland zustimmungsfähig ist
(blicklog.com, Dirk Elsner)
Die finanziellen Hilfen, ob durch den Rettungsfonds oder durch stützende Pakete, würden negative Anreize setzen, schreibt Dirk Elsner. Dennoch hätte er der Brückenfinanzierung, über die der Bundestag am vergangenen Freitag abgestimmt hat, zugestimmt. In seinem Blogbeitrag erklärt er wieso. Ob die vermeintlichen Alternativen besser funktionieren, darüber gebe es zudem keine Gewissheit.

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