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5 vor 10: IWF, Puerto Rico, Ökonomen, Ruhestand, China

In den Linktipps am Freitag: Warum sich der IWF nicht an neuen Griechenlandhilfen beteiligen will, wie Zahlungsschwierigkeiten Puerto Rico in die Krise stürzen und was Ökonomen gegen ihren schlechten Ruf unternehmen könnten. Außerdem geht es um Chinas Börsenturbulenzen und die Auswirkungen des Ruhestands auf das Glück.


1. Die Zweifel des IWF
(faz.net, Tobias Piller)
Der Internationale Währungsfonds (IWF) will sich an einem neuen Hilfspaket für Griechenland vorerst nicht beteiligen. „Damit wankt das fragile Rettungsgleichgewicht“, kommentiert Tobias Piller. Denn für die Bundesregierung war die Teilnahme des IWF eine Grundvoraussetzung für neue Milliardenzahlungen an Athen: „Doch der IWF hat die Risiken unterschätzt und bekommt kalte Füße.“

2. Puerto Rico droht die Pleite
(nytimes.com, Mary Williams Walsh, englisch)
Griechenland ist nicht der einzige Staat, der derzeit erhebliche Zahlungsprobleme hat. Auch Puerto Rico, das Teil der US-amerikanischen Außengebiete ist, ist heillos überschuldet: Das Land muss 72 Milliarden Dollar an Anleihenkäufer zurückzahlen und hat ungedeckte Rentenzusagen von 40 Milliarden Dollar in den Büchern. Am Wochenende steht eine Rückzahlungsrate von lediglich 58 Millionen Dollar an. Doch selbst diesen Betrag kann die Regierung womöglich nicht aufbringen.

3. Ökonomen haben ein Image-Problem
(sueddeutsche.de, Marc Beise, Video)
Wirtschaftsforscher haben spätestens seit der Finanzkrise einen schlechten Ruf: Der weitverbreitete Vorwurf lautet, dass die Mehrheit der Ökonomen dieses einschneidende Ergeignis nicht kommen sah. Monika Schnitzer, die neuerdings den Verein für Socialpolitik – ein Zusammenschluss von Ökonomen – leitet, verteidigt ihre Zunft. Auch ein Vulkanausbruch sei nicht auf den Tag genau vorhersehbar.

4. Der Ruhestand muss sich ändern
(qz.com, Allison Schrager, englisch)
Wie wirkt sich die Rente auf das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand der Ruheständler aus? Ist der Ruhestand wirklich der entspannte Urlaub auf Lebenszeit? Oder ist er eine Last, weil sowohl Einkommen als auch sinnstiftende Arbeit und Kontakt zu Kollegen fehlen? Eine neue Studie zeigt, dass die Vorteile offenbar überwiegen. Dennoch gibt die Untersuchung Hinweise darauf, dass sich die Definition dessen, was wir unter Ruhestand verstehen, ändern muss.

5. Sie müssen mich retten!
(zeit.de, Jacob Cao)
Jacob Cao gehört zu den Chinesen, die sich in den vergangenen Monaten durch die Rekorde der Aktienmärkte an die Börse locken ließen. „Es herrschte eine regelrechte Jubelstimmung“, schreibt er: „Beim Mittagessen unterhielt ich mich mit meinen Kollegen nicht mehr über Fußball, sondern über Aktien.“ Doch das Spekulieren als Volkssport hatte für ihn ein böses Ende – Cao verlor viel Geld und hofft nun auf die Hilfe des Staates.

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