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5 vor 10: Bundestag, China, Kleingeld, VWL-Studium, Werbung

Heute in den Linktipps: Das Rettungspaket für Griechenland enthält eine Menge Ungewissheiten, China exportiert seine Probleme und Kleingeld kostet den Steuerzahler Geld. Außerdem: Warum Werbung mit nackter Haut nicht so wirksam ist wie gedacht und Ökonomen ein Bullshit-Radar haben.


1. Keine falschen Wahrheiten
(handelsblatt.com, Oliver Stock)
Heute stimmt der Bundestag über das Hilfspaket für Griechenland ab. Oliver Stock findet: Viele Fragen sind weiterhin ungeklärt, die Volksvertreter machen den Wählern etwas vor. Das gilt beispielsweise für die weiterhin unsichere Beteiligung des IWF. Das Programm beinhalte auch keinen Plan, wie Griechenland langfristig geholfen werden kann – stattdessen werde wieder einmal so getan, als sei es das letzte Rettungspaket.

2. China exportiert seine Probleme
(faz.net, Rolf Langhammer)
Während China seine Wirtschaft rettet, muss es auch die Interessen anderer Staaten berücksichtigen, fordert der Kieler Volkswirt Rolf Langhammer in einem Gastbeitrag für die FAZ. Doch noch gehe die Volksrepublik recht rücksichtslos vor. Das gilt beispielsweise für die steigende Diskriminierung ausländischer Investoren im Reich der Mitte.

3. Schafft die kleinen Münzen ab!
(wiwo.de, Bert Losse)
Kleingeld ist schwer und nervig – und es kostet. Die EU-Kommission hat ausgerechnet, dass von der Euro-Einführung bis zum Jahr 2013 der Steuerzahler 1,4 Milliarden Euro extra zahlen musste. Auch die Vorteile für den Handel, der vermeintlich günstige Schwellenpreise anbieten kann, scheinen überschaubar. Der Drogeriemarkt dm verzichtet bereits auf Kleingeld, um die Kassenabläufe zu beschleunigen.

4. Sex sells doch nicht
(bloomberg.com, Laura Colby)
Nackte Haut gilt als Verkaufsstrategie schlechthin. Doch eine neue Studie räumt damit auf: „Es hilft nichts, Sex oder Gewalt in seine Spots einzubauen“, sagt Studien-Autor Brad Bushman: „Entweder es hat keinen Effekt oder es schadet sogar.“ Der Grund: Nackte Haut lenkt zu stark vom eigentlichen Produkt ab.

5. Das Anti-Bullshit-Studium
(oekonomenstimme.org, Rüdiger Bachmann)
Zuletzt kam die Kritik auf, es gebe zu viele wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Ökonom Rüdiger Bachmann verteidigt die Disziplin. Neben wichtigen Erkenntnissen für das alltägliche Leben, könne man nur mithilfe der VWL über Fragen wie den Sinn des Euros diskutieren. Außerdem werden Ökonomen kritischer Denker: „Wer jemals in einem ökonomischen Seminar gesessen hat, der weiß: Ökonomen sind Meister darin, Bullshit zu entdecken.“

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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