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5 vor 10: EZB, China, Flüchtlinge, Ökonomie, Rohstoffe

Heute in den Linktipps: Was die EZB mit ihrem Anleihekaufprogramm künftig vor hat, warum wir uns nicht zu stark um Chinas Wirtschaft sorgen sollten, welches Potenzial in der Zuwanderung liegt und weshalb im US-Wahlkampf ökonomische Argumente rar sind. Ein weiteres Thema: Wer sind eigentlich Gewinner und Verlierer niedriger Rohstoffpreise?


1. Was Ökonomen zur Pressekonferenz mit EZB-Chef Draghi sagen
(boerse-online.de)
Mehr als eine Billion Euro gibt die Europäische Zentralbank für den Kauf von Anleihen aus und will damit die europäische Wirtschaft stabilisieren. Nun deutet EZB-Chef Mario Draghi an, dass die Geldschwemme womöglich noch länger anhalten könnte, als bisher geplant. „EZB-Chef Draghi ist darum bemüht, keinen Zweifel an der Handlungsbereitschaft der EZB aufkommen zu lassen“, kommentiert Volkswirt Mark Umlauf.

2. Warum wir uns über China nicht allzu große Sorgen machen müssen
(bloombergview.com, William Pesek, englisch)
Die Abkühlung der Konjunktur in China hat bereits Schockwellen rund um den Globus geschickt. Viele Länder sind abhängig von den Geschäften mit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Dennoch gibt es gute Gründe anzunehmen, dass wohl keine große Krise droht. Das liegt vor allem an der Regierung in Peking, die gewillt ist, einen Abschwung mit allen Mitteln zu verhindern.

3. Nutzen wir Flüchtlinge für unser Land!
(ef-magazin.de, Gerald Hörhan)
Von einer Flüchtlingskrise ist vielfach die Rede. Der frühere Investmentbanker Gerald Hörhan plädiert jedoch dafür, die Zuwanderung als Chance zu sehen. Er glaubt, dass sich unter den Asylbewerbern Menschen mit überdurchschnittlich hohem Potenzial finden. „Die meisten Flüchtlinge, die sich das leisten konnten, gingen einer Arbeit nach, gehörten zur Mittelschicht ihres jeweiligen Landes und haben sich das Geld für diese ‚Reise‘ erspart“, schreibt er. „Arme Flüchtlinge – also jene, die in ihrer Heimat von der Hand in den Mund lebten – schaffen es gar nicht hierher.“

4. Wofür wir die Ökonomie brauchen
(zerohedge.com, Jeff Deist, englisch)
Im amerikanischen Vorwahlkampf spielen ökonomische Themen zwar eine wichtige Rolle, ökonomisch argumentiert wird aber kaum. Stattdessen bleiben die Kandidaten meist bei recht oberflächlichen Schlagwörtern wie sozialer Gerechtigkeit und Gier, findet Jeff Deist. Er beklagt, dass es keine fundierte Auseinandersetzung über die wirtschaftswissenschaftlichen Hintergründe gibt und erklärt, weshalb diese so wichtig wäre.

5. Einbruch der Rohstoffpreise
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
In der Weltwirtschaft gibt es eine gigantische Verschiebung. Der starke Preisrückgang bei Rohstoffen – vor allem bei Erdöl – verändert die globalen Vermögensverhältnisse massiv. Während die Produzenten unter der Marktschwäche leiden, gibt es auch viele Gewinner. Vor allem in China kommt es zu einem drastischen Anstieg der Kaufkraft.

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