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5 vor 10: Agrarwirtschaft, Grenzkosten, Freundschaften, Arbeitsmigration, Fleiß

Heute in den Linktipps: Braucht es Mindestpreise für Milch? Leben wir tatsächlich in einer Null-Grenzkosten Gesellschaft? Und sollten Arbeitskollegen Freunde werden? Zudem beschäftigen wir uns mit der Frage, auf welche Weise Flüchtlinge Wohlstand bringen können und warum die Deutschen vielleicht doch nicht so viel arbeiten, wie sie glauben.


1. Kampf um jeden Cent
(zeit.de, Carla Neuhaus)
Sie zünden Heuballen an und kippen Milch in Abflüsse: Die deutschen Milchbauern sind sauer. Derzeit bekommen sie so wenig für ihre Milch wie seit Jahren nicht mehr. Allerdings, schreibt Carla Neuhaus, müssten sich die Bauern an schwankende Preise gewöhnen. Denn mit dem Wegfall der Milchquote im Frühjahr seien die Bauern nun abhängiger von den Weltmarktpreisen. Doch sollten Staaten jetzt Mindestpreise festsetzen, wie es so mancher Verband fordert?

2. Vernetzte Allmenden ohne Staugrenzkosten? Der Irrtum der Null-Grenzkosten Hypothese
(oekonomenstimme.org, Günter Knieps)
Dem Internet und vor allem der Sharing-Economy sei Dank, würden wir in einer Null-Grenzkosten-Gesellschaft leben, propagiert der US-Ökonom Jeremy Rifkin in einem neuen Buch. Günter Knieps, Professor für Volkswirtschaftslehre am Institut für Verkehrswissenschaft und Regionalpolitik der Universität Freiburg, zweifelt diese Hypothese an. In seinem Beitrag bei Ökonomenstimme erklärt er, weshalb Rifkin möglichen Engpässen im Netz zu wenig Beachtung geschenkt hat.

3. Werden Kollegen Freunde?
(nytimes.com, Adam Grant, englisch)
Freunde unter den Arbeitskollegen finden zu können, das war in den Siebziger und Achtziger Jahren offenbar deutlich wichtiger, wenn es darum ging, einen Job zu suchen. Adam Grant, Professor für Psychologie und Management an der Wharton School an der University of Pennsylvania und Autor des Buches „Geben und nehmen – Erfolgreich sein zum Vorteil aller“, analysiert, weshalb sich die Amerikaner ihre Freunde nun anderweitig suchen und weshalb das eine mögliche Quelle für Unglück sein könnte.

4. Sie wollen arbeiten – und sie werden es tun
(sueddeutsche.de, Karl-Heinz Büschemann)
Mehr Konsum, mehr Arbeitskräfte – Einwanderung kann Wohlstand schaffen. Karl-Heinz Büschemann, Chefreporter im Wirtschaftsressort der Süddeutschen Zeitung, analysiert in einem Kommentar, wieso Deutschland diese Chance mit den Flüchtlingen nicht verstreichen lassen sollte: „Was kann einem reichen Land Besseres passieren, als Menschen anzuziehen, die nach Beschäftigung drängen, die mit ihrer Flucht beweisen, dass sie Energie haben, Mut und die Entschlossenheit, ihrer Misere zu entgehen?“

5. Der Mythos vom fleißigen Deutschen bröckelt
(welt.de, Olaf Gersemann)
Das Selbstbild vom fleißigen Deutschen, der viel mehr arbeite, als die Bewohner anderer EU-Staaten, sei ein Mythos, schreibt Olaf Gersemann, Ressortleiter des Wirtschaftsressorts der Welt. Er schaut sich verschiedene Statistiken zum Thema an und erklärt, wieso einige davon vielleicht mehr verschleiern als enthüllen.

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