Politiker sparen, indem sie den Gürtel der Bürger enger schnallen. Lothar Schmidt, *1922, dt. Jurist, Politologe

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5 vor 10: Brasilien, Löhne, Kunst, Entwicklung, Schweiz

Heute in den Linktipps: Der wirtschaftliche Teufelskreis in Brasilien, fragwürdige Lohnforderungen und die hohen Preise am Kunstmarkt. Außerdem geht es um die UN-Entwicklungsziele und die Schweizer Probleme mit dem starken Franken. (mehr …)


1. Brasiliens Kollaps
(bloombergview.com, Mohamed A. El-Erian, englisch)
Als Teil der sogenannten Bric-Staaten galt Brasilien einst als große Wachstumshoffnung. Nun steckt das Land in einer schweren Rezession. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Ein Teufelskreis reißt das Land immer stärker in den Abgrund: Die Währung wertet massiv ab, die Kapitalkosten steigen, Investitionen bleiben aus.

2. Die fragwürdige Forderung nach „auskömmlichen Löhnen“
(misesde.org, Ryan McMaken)
Es ist eine politische Forderung, die oft wiederholt wird: Arbeitgeber sollen ihren Angestellten einen Lohn bezahlen, der zur Existenzsicherung ausreicht, sie seien sogar moralisch verpflichtet dazu. Ryan McMaken wundert sich darüber. Schließlich entscheide nicht nur die Höhe des Nominallohns, ob man davon leben könne. Ob ein Einkommen auskömmlich sei hänge vor allem von den Preisen für Mieten und Nahrungsmittel ab. Dennoch werde die Verantwortung fälschlicherweise alleine bei den Arbeitgebern gesucht.

3. Warum sind Kunstwerke so teuer?
(priceonomics.com, Alex Mayyasi, englisch)
In der ökonomischen Theorie bestimmen die Grenzkosten den Preis. Das bedeutet: Der Preis eines Produktes entspricht den Herstellungskosten einer weiteren Einheit. In der Welt der Kunst ist das anders. Niemand kümmert sich um die Kosten von Leinwand und Farbe. Entscheidend für den Preis ist der Name des Künstlers. Besonders gut ist das zu sehen, wenn sich sich ein vermeintliches Original, das Millionen gekostet hat, plötzlich als Fälschung herausstellt.

4. Ohne Daten keine Entwicklung
(zeit.de, Rohini Pande und Florian Blum)
Die Vereinten Nationen wollen in diesem Monat neue Entwicklungsziele verabschieden. Doch in vielen Ländern wird es schwer fallen zu überprüfen, ob es wirklich Fortschritte bei der Wohlstandssteigerung gibt. Denn gerade in armen Ländern fehlt es nicht nur an Geld, sondern auch an Daten. Dadurch wird die effiziente Zuteilung von Ressourcen erheblich erschwert.

5. Teure Schweiz, billiges Deutschland
(blog.tagesanzeiger.ch, Tobias Straumann)
Deutschland und die Schweiz sind nicht nur gute Nachbarn, sondern auch traditionelle Wirtschaftspartner. Viele Schweizer Unternehmen arbeiten als Zulieferer für die deutsche Industrie. Doch die starke Aufwertung des Schweizer Franken gefährdet die Zusammenarbeit. „Die große Frage ist nun, ob diese Arbeitsteilung auf die Dauer überlebt, wenn die Schweiz gegenüber Deutschland weiterhin viel teurer bleibt“, kommentiert Tobias Straumann.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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