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5 vor 10: Japan, China, Einheit, Drohnen, Rohstoffe

Heute in den Linktipps: Warum Japan uns die Zukunft zeigt, wir chinesischen Wirtschaftsdaten nicht trauen sollten und die Deutsche Einheit immer noch nicht abgeschlossen ist. Außerdem: Bald heben in den USA eine Million Drohnen ab, und die sinkenden Rohstoffpreise bedrohen die Solidität vieler Schwellenländer.


1. Japan zeigt uns die Zukunft
(manager-magazin.de, Daniel Stelter)
Japan ist erneut in die Deflation zurückgefallen. Mittlerweile wird immer deutlicher, dass die „Abenomics“ fehlgeschlagen sind: die Idee, mit extrem lockerer Geldpolititik Inflation und Wachstum zu befeuern. In Europa sollte uns das eine Lehre sein: Statt die Märkte weiter mit Geld zu fluten, sollten wir lieber die Schulden bereinigen, fordert Buchautor Daniel Stelter in einem Gastbeitrag. Noch vor ein paar Jahren war Japan in einer ganz ähnlichen Situation wie wir es heute sind.

2. Kann man den Wirtschaftsdaten in China trauen?
(faz.net, Johannes Pennekamp)
Glaubt man den Daten der chinesischen Führung, ist alles in Ordnung: Die Wirtschaft wächst mit rund sieben Prozent und wird die selbstgesteckten Vorgaben erreichen. Doch Ökonomen zweifeln die Zahlen an. So kommen kleine Betriebe in der Statistik gar nicht vor – obwohl sie eine große Bedeutung für die chinesische Volkswirtschaft haben. Problematisch ist auch, dass die Unternehmen Anreize haben, den Beamten falsche Zahlen zu nennen. Trotzdem klammern sich viele Ökonomen an die offiziellen Daten. Denn bessere gibt es einfach nicht.

3. Unterschiede zwischen Ost und West bleiben
(nzz.ch, Christoph Eisenring)
Auch 25 Jahre nach der Einheit hat der Osten noch nicht ganz zum Westen aufgeschlossen. Die Wirtschaftsleistung pro Einwohner ist im Osten rund ein Viertel geringer als im Westen. Die Aufholjagd war jedoch enorm: Zur Wendezeit lag betrug die Wirtschaftsleistung pro Kopf in den neuen Bundesländern nur ein Drittel von der im Westen. Einige Indikatoren haben sich schon so gut wie komplett angeglichen, beispielsweise die Lebenserwartung.

4. Nach Weihnachten heben eine Million Drohnen in den USA ab
(popularmechainics.com, Jake Swearingen, englisch)
Private Drohnen boomen. In den Vereinigten Staaten wird damit gerechnet, dass vor Weihnachten rund eine Million Drohnen verkauft werden. Die amerikanische Luftaufsichtsbehörde schlägt jetzt Alarm: Denn längst nicht alle Nutzer werden mit den Fluggeräten verantwortungsbewusst umgehen.

5. Wie der Preisverfall bei Rohstoffen die Schwellenländer bedroht
(reuters.com, Kemp, englisch)
Rohstoffe werden weiterhin immer billiger. Für die Exportländer wird die Situation immer bedrohlicher, warnt Reuters Rohstoff-Experte John Kemp. Das gilt insbesondere für die Schwellenländer. Mehr als 60 Länder beziehen über 80 Prozent ihrer Exporteinkünfte aus Rohstoffen. Schon in den 80-er Jahren hatte ein drastischer Preisverfall bei Rohstoffen zu einer Pleitewelle in Schwellenländern geführt.

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