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5 vor 10: Flüchtlinge, Ökostrom, Trinkgeld, Freihandel, Lebensqualität

Heute in den Linktipps: Wie die Flüchtlinge verkrustete Strukturen am Arbeitsmarkt aufbrechen, weshalb Ökostrom schon wieder teurer wird, warum Trinkgeld ungerecht ist und Freihandel den Friedensnobelpreis verdient hätte. Außerdem: Eine OECD-Studie zeigt, wie sich der Wohlstand in Deutschland verändert hat.


1. Gut, dass uns die Flüchtlinge „stören“
(sueddeutsche.de, Marc Beise, Video)
Füchtlinge werden in Deutschland aus Sicht von Marc Beise zwar großteils freundlich aufgenommen, aber nur solange sie nicht auffallen und ja nichts verändern. Dabei sei die „Störung“ von verkrusteten Strukturen genau das, was Deutschland braucht. Das gelte besonders für den Arbeitsmarkt, der noch stark regelmentiert und sehr unflexibel sei. „Das muss sich natürlich ändern, wenn man die Flüchtlinge schnell integrieren will“, so Beise.

2. Die EEG-Umlage steigt
(fr-online.de, Joachim Wille)
Die Förderung des Ökostroms kostet im kommenden Jahr wieder mehr Geld. Der Anstieg der EEG-Umlage ist zwar relativ gering. Dennoch steht er aus Sicht von Joachim Wille für eine nicht eingehaltene Zusage der Bundesregierung: „Die große Koalition, allen voran Vizekanzler Sigmar Gabriel, der ‚Minister Energiewende‘, hatte schließlich versprochen, die EEG-Kosten einzufrieren oder sogar zu senken.“ Der große Wurf zur Lösung des Problems sei jedoch ausgeblieben.

3. Das Ende des Trinkgeldes
(qz.com, Frida Garza, englisch)
Trinkgeld ist eine unfaire Sache: In einem Restaurant geht es nur an die Kellner. Die Köche, die unbestritten einen wesentlichen Anteil an einem gelungenen Abend haben, gehen hingegen leer aus. Zudem haben die Kellner Anreize, die Gäste zu bevorzugen, die sie für besonders spendabel halten. Ein Restaurant in New York, wo die Trinkgeldkultur stark verbreitet ist, macht damit nun Schluss. Die neue Strategie ist jedoch riskant.

4. Freihandel hätte den Friedensnobelpreis verdient
(ef-magazin.de, Frank Schäffler)
Die Nobelpreissaison ist vorbei, das Thema beschäftigt die Kommentatoren aber nach wie vor. Frank Schäffler begründet seinen Vorschlag für den renommierten Friedenspreis. Der Freihandel wäre aus seiner Sicht ein würdiger Gewinner gewesen, da offene Grenzen Armut beseitigen und Konflikte verhindern. Denn wer miteinander handelt, bekriegt sich nicht.

5. Höhere Lebensqualität in Deutschland
(faz.net, Johannes Pennekamp)
Die Deutschen verdienen mehr, haben ein größeres Vermögen und werden seltener krank und arbeitslos: Seit 2009 hat sich der materielle Wohlstand hierzulande deutlich erhöht, zeigt eine Untersuchung der OECD. Er liegt deutlich über dem Durchschnitt der Industriestaaten. Trotzdem ist die Lage alles andere als perfekt – vor allem mit Blick auf die Kinder, die in vergleichsweise armen Haushalten aufwachsen.

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