Ja zur Machtkontrolle, zum Grundsatz gleicher Marktchancen, ja zum Wettbewerb. Helmut Kohl, 1930 - 2017, dt. Bundeskanzler

5 Linktipps

5 vor 10: China, Freihandel, Afrika, Entwicklungshilfe, Susu

Heute in den Linktipps: Chinas Wirtschaft könnte größer sein als angenommen, der Freihandel bringt langfristig nur Gewinner hervor, und Europas Manager haben falsche Vorstellungen von Afrika. Außerdem: Warum Migration besser als Entwicklungshilfe ist und wie Einwanderer in New York ein Finanzsystem im Untergrund geschaffen haben. (mehr …)


1. Chinas Wirtschaft könnte größer sein als gedacht
(bloomberg.com, Malcom Scott, englisch)
Der Nationalen Statistikbehörde zufolge ist China im dritten Quartal um 6,9 Prozent gewachsen. Doch immer wieder stehen die Daten der Chinesen in der Kritik. Der Investor Mark Mobius erklärt nun, dass Chinas Wirtschaft vermutlich deutlich größer ist als bisher angenommen. Insbesondere die Wirtschaftsleistung im Dienstleistungssektor werde nicht ausreichend berücksichtigt. Wie groß Chinas Wirtschaft wirklich ist, hat eine große Bedeutung für die Schuldentragfähigkeit des Landes.

2. Jeder profitiert von Freihandel
(forbes.com, Adam Ozimek, englisch)
Eine häufige Behauptung über Freihandel lautet, er bringe Gewinner und Verlierer hervor. Adam Ozimek, Analyst bei der Ratingagentur Moody’s, hält das für zu kurzfristig gedacht. Zwar könnte Freihandel kurzfristig eine Gruppe benachteiligen. Doch die langfristigen Folgen des Freihandels seien für alle Mitglieder einer Gesellschaft immer positiv.

3. Wenn Vorurteile Chancen zerstören
(Saskia Littmann, wiwo.de)
Wenn Europäer an Ruanda denken, dann denken sie an Bürgerkrieg und Völkermord. Dabei ist das Land mittlerweile eines der saubersten und sichersten des Kontinents, die Schweiz Afrikas sozusagen, schreibt Saskia Littmann – nur ein Beispiel von vielen falschen Vorstellungen von Afrika. Die sollten wir langsam vergessen, das gelte insbesondere für Manager. Ansonsten würden deutsche Unternehmen in Afrika Chancen verpassen.

4. Nobelpreisträger spricht sich gegen Entwicklungshilfe aus
(faz.net, Ralph Bollmann, Lisa Nienhaus)
Zur Lösung der Flüchtlingskrise nennen die Politiker gerne eine Idee: Wenn wir mehr Entwicklungshilfe in bedürftige Länder schicken, werden auch weniger Flüchtlinge kommen. Der Nobelpreisträger Angus Deaton sieht das anders: Langfristig sei Migration die beste Entwicklungshilfe. Denn Migranten, die in ihrer neuen Heimat Erfolg haben, schicken viel Geld in ihre Herkunftsländer. Diese Zahlungen seien viel zuverlässiger als Entwicklungshilfe und würden außerdem keine Abhängigkeiten zwischen Staaten schaffen.

5. Do you Susu?
(zeit.de, Heike Buchter)
In New York haben Einwanderer ein Finanzsystem im Untergrund erschaffen, das alleine auf Vertrauen basiert. Es sei ein Lehrstück dafür, wie Wirtschaft auch ohne Bürokratie und strenge Regeln funktionieren könne, schreibt Heike Buchter.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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