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5 vor 10: Euro, Produktivität, Währungskriege, Wohnen, Steueroasen

Woran der Euro krankt, warum kein günstiger Wohnraum entsteht und wo die größten Steueroasen liegen, erklären wir heute in den Linktipps. Außerdem geht es um die optimale Temperatur zum Arbeiten und den Währungskrieg.


1. „Der Euro hat wirtschaftlich enorm geschadet“
(faz.net, Philip Plickert)
Der US-Ökonom Martin S. Feldstein rechnet in dem Interview, das Philip Plickert mit ihm geführt hat, mit dem Euro ab. Feldstein ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Harvard University sowie Vorsitzender des National Bureau of Economic Research (NBER). Er erklärt, wieso die Vergemeinschaftung der Währung in Europa nicht funktioniert, in den USA hingegen schon.

2. Bei 13 Grad Celsius läuft die Wirtschaft am besten
(welt.de, Adrian Lobe)
Forscher haben die durchschnittliche Temperatur mit dem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt vieler Länder verglichen. Das Ergebnis: Die Produktivität nimmt mit steigender Temperatur linear ab. Die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und China sind demnach unter den produktivsten Volkswirtschaften. Sind 13 Grad optimal zum Arbeiten?

3. Nationen im Währungskrieg
(mises.org, Brendan Brown, englisch)
Der Wettbewerb um möglichst niedrige Wechselkurse ist längst in vollem Gange. Im vergangenen Monat sackte der Euro gegenüber dem Dollar innerhalb von 24 Stunden um drei bis vier Prozent nach unten. Mises-Autor Brendan Brown erklärt außerdem, warum die Chinesen, die ihre Währung schon seit Jahrzehnten massiv beeinflussen, wohl doch nicht damit aufhören werden.

4. Was günstigem Wohnen entgegen steht
(fee.org, Sandy Ikeda, englisch)
Ob in New York, im Sillicon Valley oder in San Francisco – vielerorts bieten Vermieter lieber kurzfristige Übernachtungen etwa via Airbnb an, statt sie langfristig zu vermieten. So lässt sich mehr Geld umsetzen. Im Sillicon Valley will der Staat diese Praktik nun regulieren. Macht das Sinn? Sandy Ikeda erklärt für die Foundation of Economic Education, was der eigentliche Grund dafür ist, dass es zu wenig Wohnraum gibt.

5. Steuerparadies Deutschland
(sueddeutsche.de, Cerstin Gammelin)
Im diesjährigen Schattenfinanzindex des internationalen Netzwerks für Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network) belegt Deutschland im Ranking um die größten Steueroasen den achten Platz, hinter den USA auf Platz drei und Luxemburg auf Platz fünf. Nach Ansicht von SZ-Autorin Cerstin Gammelin müsste allerdings Großbritannien eigentlich den ersten Platz belegen.

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