Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

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5 vor 10: Flüchtlinge, Zinsen, Wachstum, Rente, Fed

Heute in den Linktipps: Wie sich die Wirtschaft durch Flüchtlinge ändern wird, welche Folgen die Geldpolitik der EZB mit sich bringt, wer von Wirtschaftswachstum am meisten profitiert und wo es Probleme mit der Rente gibt. Außerdem: Warum die Fed endlich die Zinsen anheben muss.

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1. Ein ökonomischer Sturm im Wasserglas?
(blog.zeit.de, Mark Schieritz)
Der Zuzug von Flüchtlingen stellt Deutschland derzeit vor viele praktische Herausforderungen. Entwickelt sich die Lage auch zu einem ökonomischen Problem? Der Sachverständigenrat versucht diese Frage in den angemessenen Relationen zu sehen: Ja, die Staatsausgaben dürften steigen und ja, auch die Arbeitslosigkeit werde zunehmen – doch alles in allem dürfte der Effekt vergleichsweise gering ausfallen.

2. Wie die EZB den Zins bekämpft
(wirtschaftlichefreiheit.de, Thorsten Polleit)
Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank macht das Aufnehmen neuer Schulden für den deutschen Staat nach wie vor sehr günstig. Doch die künstlich gedrückten Zinsen führen dazu, dass sich private Geldgeber zunehmend aus dem Staatsanleihenmarkt verabschieden. Das bedeutet laut Thorsten Polleit: Es kommt zu Preisverzerrungen auf anderen Märkten – und die Zentralbank muss noch mehr Geld locker machen.

3. Wenn es kein Wachstum gäbe…
(pixeloekonom.de, Johannes Eber)
Braucht die Weltwirtschaft ständiges Wachstum? Oder haben wir irgendwann genug Wohlstand angehäuft? Auffällig ist, dass Wachstumskritiker häufig aus reichen Ländern und gehobenen Schichten stammen. Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt: Wirtschaftswachstum hilft vor allem den Armen. Was heute als Existenzminimum betracht wird, war vor 40 Jahren noch der Durchschnittsverdienst.

4. So unglaublich wenig bleibt von Ihrer Rente übrig
(welt.de, Daniel Eckert)
Dass die gesetzliche Rente wohl kaum ausreichen wird, um den aktuellen Lebensstandard auch im Alter aufrecht zu erhalten, ist wohl den meisten Arbeitnehmern bewusst. Wie groß die Lücke zwischen Arbeitseinkommen und Rente ausfallen wird, wissen aber die wenigsten. Eine neue Studie hat diese Frage an konkrekten Beispielfällen durchgerechnet. Vor allem in Großstädten droht ein kräftiger Kaufkraftverlust.

5. Zinswende muss im Dezember kommen
(wiwo.de, Martin S. Feldstein)
Die amerikanische Notenbank macht ihre Geldpolitik von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und der Teuerungsrate abhängig. Doch das ist noch nicht alles: Vor wenigen Wochen verschob die Fed eine Zinserhöhung mit Verweis auf Chinas schlechte Konjunktur. Martin S. Feldstein überzeugt das Argument nicht: „In Wirklichkeit haben die Nöte der Chinesen weniger Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft, als es scheint.“

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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