Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät. Jean Paul Getty, 1892-1976, US-amerikanischer Industrieller und Kunstmäzen

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5 vor 10: Terror, Jugend, Jeans, Schule, Handel

Teure Hosen, junge Arbeitnehmer, höhere Löhne – diese Themen beschäftigen uns heute in den Linktipps. Es geht außerdem um Wirtschaft als Schulfach und mögliche wirtschaftliche Ursachen von Terrorismus.

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1. Ist wirtschaftliche Ungleichheit eine Ursache von Terrorismus?
(wirtschaftswurm.net, Arne Kuster)
Auch wirtschaftliche Ungleichheit sei dafür verantwortlich, wenn Menschen zu Terroristen würden, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria am Montag. Wirtschaftswurm-Autor Arne Kuster hält den Gini-Koeffizienten nicht für das geeigenete Maß und findet diese Argumentation wenig plausibel: „Oder glaubt jemand tatsächlich, mit 50 Euro Hartz-IV mehr würde ein muslimischer Jugendlicher davon abgehalten sich zu radikalisieren? Er würde sich doch nach wie vor als am Rande der Gesellschaft stehend betrachten“, schreibt der Autor.

2. Zukunftsfähige Jugend
(faz.net, Lisa Becker)
Die Vorurteile in der Wirtschaft gegenüber der jungen Angestelltengeneration seien einprägsam: „Sie könnten sich nicht konzentrieren, seien internetsüchtig, unhöflich, materialistisch und politisch desinteressiert“, fasst Lisa Becker zusammen. Die FAZ-Wirtschaftsredakteurin erklärt, wieso das zu kurz gegriffen ist und fragt: „Ist es die Angst der Älteren, nicht mehr mitzukommen in einer Welt, die sich stark verändert; das Paradebeispiel ist die Digitalisierung? Ist es der Neid auf die, die das Leben noch vor sich haben?“

3. Alles fürn Arsch
(spiegel.de, Marc Winkelmann)
1.000 Euro müssen die Kunden der Schneiderei Gebrüder Stitch für eine Jeans berappen – und erstaunlich viele Kunden bezahlen das. Aber nicht etwa, weil die Hosen ökologisch und unter fairen Bedingungen hergestellt wurden, schreibt Enorm-Chefredakteur Marc Winkelmann. In seinem Beitrag analysiert er, wie die beiden Jeans-Hersteller Geld mit einem Produkt verdienen, das meist für sehr viel weniger Geld über die Ladentheken geht.

4. Ein Kniefall vor den Arbeitgebern
(zeit.de, Dirk Lange)
Das Ansinnen der rot-grünen Landesregierung, in Baden-Württemberg ein Schulfach zu etablieren, das den Schülern die wirtschaftlichen Verflechtungen nahebringt, sei begrüßenswert, schreibt der Professor für die Didaktik der Politischen Bildung an der Leibniz Uni Hannover und Bundesvorsitzende der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung, Dirk Lange. Allerdings, merkt der Autor an, bringe dieser Vorstoß „neoliberalen Geist“ an die Schulen. Tatsächlich?

5. Löhne im Handel
(bloombergview.com, Justin Fox, englisch)
Jahrzehntelang hätten die Handelsketten die Löhne ihrer Mitarbeiter nur als Kostenblock gesehen und den Folgen niedriger Löhne, der Teilzeitarbeit und der unregelmäßigen Arbeitszeiten keine Beachtung geschenkt, schreibt Bloomberg-View-Autor Justin Fox. Warum sich dies nun ändern könnte erklärt er in seinem Beitrag.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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