Eine punktuelle, hier und dort in den Marktzusammenhang eingreifende Wirtschaftspolitik führt, sobald sich diese Eingriffe summieren, zu einer Verwirrung des Ganzen. Alfred Müller-Armack, 1901 - 1978, deutscher Nationalökonom, Kultursoziologe

2 Linktipps

5 vor 10: Roboter, Finnland, Fed, Terrorismus, Klimawandel

Heute in den Linktipps: Wie Empathie den Arbeitsplatz und eine Ökonomin Schwellenländer vor der amerikanischen Notenbank retten sollen. Außerdem: Finnland revolutioniert den Sozialstaat, Ungleichheit hat nichts mit Terrorismus aber Smog ziemlich viel mit dem Klimawandel zu tun.

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1. Wenn der Roboter Arbeitskollegen ersetzt
(nzz.ch, Natalie Gratwohl)
Die technische Entwicklung schreitet unaufhaltsam voran, viele Berufe wird es schon bald nicht mehr geben. Immer wieder heißt es, dass sich Arbeitnehmer vor allem durch weitere Qualifikationen vor einem Jobverlust schützen können. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Mindestens genauso wichtig werden Fähigkeiten sein, für die es kein Studium gibt: zum Beispiel Empathie und Menschenkenntnis.

2. Revolutioniert Finnland den Sozialstaat?
(pixeloekonom.de, Johannes Eber)
Die finnische Regierung erwägt die Einführung eines Grundeinkommens von 800 Euro – um die Arbeitslosigkeit zu senken. Ganz clever, findet Blogger Johannes Eber. Zumindest könnte es mehr Arbeitsanreize setzen als das Aufstocker-Modell in Deutschland. Denn Aufstockern wird ein Teil ihrer Einkünfte wieder vom Staat weggenommen – das bremst die Motivation, eine Arbeit aufzunehmen.

3. Die gefährliche Politik der Fed für die Schwellenländer
(nytimes.com, Landon Thomas, englisch)
Die Fed steht nach neun Jahren vor der Zinswende. Vor allem Schwellenländer befürchten massive Kapitalabflüsse aus ihren Märkten. Eine Wissenschaftlerin ist bei ihnen derzeit besonders gefragt: Die Ökonomin Hélène Rey  berät Schwellenländer, wie sie sich von der Fed unabhängiger machen können.

4. Warum Ungleichheit nichts mit dem Aufstieg des IS zu tun hat
(washingtonpost.com, Jim Tankersley, englisch)
Immer wieder hört man, dass wirtschaftliche Ungleichheit ein Grund für Terrorismus sei. Alan Krueger, der ehemalige wirtschaftliche Berater von US-Präsident Barack Obama, hat einen möglichen Zusammenhang untersucht – aber keinerlei Beweis dafür gefunden. Deutlich wichtiger erscheinen ihm Faktoren wie ein Mangel an Demokratie und Bürgerrechten.

5. Wie  Smog und Klimawandel zusammenhängen
(qz.com, Jonathan Mingle, englisch)
Während in Paris die Unterhändler den Klimawandel stoppen wollen, leiden die Bürger in Neu Delhi und Peking unter extremem Smog. Beides hängt miteinander zusammen: Der im Smog enthaltene Ruß speichert Wärme in der Atmosphäre und beschleunigt so die Aufheizung des Planeten. Staaten dürfen deswegen die Ruß-Vermeidung nicht vernachlässigen – zumal dieser auch deutlich gesundheitsschädlicher ist als Kohlendioxid.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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