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5 vor 10: China, Finanzmärkte, Ökonomie, Währungen, Immobilien

Heute in den Linktipps: Was die Turbulenzen an Chinas Börse für Europa bedeuten, wie groß die Gefahr einer neuen Finanzkrise ist, warum Ökonomen anders forschen als früher und wie viele Währungen die Welt wirklich braucht. Zudem geht es um den deutschen Wohungsmarkt und die falschen Anreize der Politik.


1. Wer hat Angst vor China?
(wiwo.de, Saskia Littmann und Sebastian Kirsch)
Die erste Handelswoche des Jahres verlief an den Börsen im fernen Osten turbulent. In China mussten die Geschäfte wiederholt ausgesetzt werden, weil sich die Kurse im freien Fall befanden. Auch Interventionen der Zentralbank halfen da nicht. Gleichzeitig wertete China die Landeswährung ab – und schickte so auch Schockwellen um den Globus. Muss sich Europa vor diesen Entwicklungen fürchten?

2. Die Finanzkrise von 2008 wiederholt sich gerade
(businessinsider.de, Ben Moshinsky und Carolin Ludwig)
Die Achterbahnfahrt an den Börsen gibt auch gestandenen Investoren Grund zur Sorge. „Wenn ich gerade auf die Finanzmärkte schaue, sehe ich dort ernste Herausforderungen, die mich an die Krise von 2008 erinnern“, sagt die Hedgefondslegende George Soros. Er ist nicht der erste prominente Anleger, der vor einer neuen Krise warnt.

3. Abschied von den Theoretikern
(bloombergview.com, Justin Fox, englisch)
Die Theorien von Adam Smith und John Maynard Keynes prägen immer noch die Hörsäle der Volkswirtschaftslehre. Doch in den Fachzeitschriften sind die Theoretiker längst in der Minderheit – empirischen Arbeiten stehen inzwischen für die Mehrheit der ökonomischen Veröffentlichungen. Justin Fox gibt jedoch zu Bedenken, dass auch die besten Daten nicht alle Fragen beantworten können.

4. Warum eine Währungsunion nicht funktioniert
(aeon.co, Mark Griffith, englisch)
Die Griechenlandkrise, die Europa im vergangenen Jahr in Atem hielt, legte grundsätzliche Konstruktionsfehler der Währungsunion offen. Europas Problem ist laut Mark Griffith, dass der gemeinsame Währungsraum viel zu groß ist, um mit nur einer Währung auszukommen. Auch die Rückkehr zu Landeswährungen wäre aus seiner Sicht noch nicht optimal: Am besten wäre eine eigene Währung für jede Stadt.

5. Neue Wohnungen braucht das Land – keine neuen Preisbremsen
(sueddeutsche.de, Benedikt Müller)
Deutschlands große Immobilienkonzerne haben jede Menge Kapital, gleichzeitig fehlen in den Großstädten neue Wohnungen. Doch statt welche zu bauen, kaufen die Unternehmen offenbar lieber bereits bestehende Anlagen auf. Benedikt Müller macht von der Politik gesetzte falsche Anreize für die Entwicklung verantwortlich: „Die gefragten Städte brauchen neue Wohnungen dringender als neue Preisbremsen.“

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