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5 vor 10: Entlohnung, Digitalisierung, Grundeinkommen, Gold, Flüchtlinge

Heute in den Linktipps: Probleme mit der leistungsgerechten Entlohnung, Herausforderungen für die Industrie durch fortschreitende Digitalisierung und Argumente gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Außerdem geht es um Gold als Krisenwährung und die Frage, wie sich Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren lassen.


1. Wenn leistungsorientierte Entlohnung ungerecht wird
(fehradvice.com)
Eine Gehaltserhöhung sollte von guter Arbeit abhängig sein und nicht vom Geschlecht oder der Hautfarbe. In der Theorie ist das vermutlich jedem Personalverantwortlichen klar. In der Praxis gibt es aber Probleme – sogar in Unternehmen, die leistungsorientierte Entlohnung ganz besonders wichtig nehmen. Das liegt an unbewussten Vorurteilen. Ihnen kann man jedoch mit bestimmten Methoden aus dem Weg gehen.

2. Die Industrie muss umdenken
(wiwo.de, Miriam Meckel)
Die Digitalisierung hat eine merkwürdige Welt geschaffen: Uber, der größte Konzern für Individualtransporte, besitzt kein einziges Taxi. Airbnb, die neue Größe im Hotelgeschäft, keine einzige Unterkunft. Die heimische Wirtschaft muss sich darauf einstellen, fordert Miriam Meckel: „Die deutsche Industrie ist in der Lage, diesen Wandel zu gestalten. Sie muss es auch schaffen, denn fast ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts stammt in Deutschland aus dem verarbeitenden Gewerbe.“

3. Das Grundeinkommen – eine freiheitliche Idee?
(novo-argumente.com, Johannes Richardt)
Ein festes Einkommen im Monat, ganz unabhängig davon, wie viel man arbeitet: Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens sehen darin einen Schritt in einer bessere Gesellschaft – mehr Freiräume, mehr Kreativität wären ihrer Meinung nach möglich. Johannes Richardt hält dagegen: Er sieht in der Idee „nicht mehr als ein Instrument zur Verwaltung von wirtschaftlicher und sozialer Stagnation und letztlich Niedergang“.

4. Antworten auf die sieben wichtigsten Fragen zu Gold
(businessinsider.de, Annika Janssen und Laura Frommberg)
Der Goldpreis ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Allerdings ist die Flucht in das Edelmetal längst nicht mehr so ausgeprägt, wie es früher in Krisenzeiten üblich war. Das liegt unter anderem an der Stärke des Dollars. Analysten halten es aber dennoch für möglich, dass Gold auch in den Augen der Anleger künftig wieder richtig glänzt.

5. Deutsche-Bank-Chefvolkswirt schlägt Billiglohnsektor für Flüchtlinge vor
(welt.de, Nina Trentmann)
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank hält die Etablierung eines Niedriglohnsektors für nötig, um die Flüchtlingskrise zu lösen. „Das Kernproblem bei der Integration der Flüchtlinge ist: Sie müssen Arbeit finden und der Mindestlohn hindert viele daran“, sagt der Ökonom. Viele Unternehmen hätten bereits Jobs an billigeren Standorten im Ausland geschaffen, aber: „Es gibt keinen Grund, warum es nicht auch in Deutschland Billigproduktion geben kann.“

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