Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät. Jean Paul Getty, 1892-1976, US-amerikanischer Industrieller und Kunstmäzen

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5 vor 10: Moral, Liberalismus, Obergrenze, Subventionen, Ökonomen

Heute in den Linktipps: Warum Ökonomen auch moralisch argumentieren sollten, wie eine wirklich effiziente Einwanderungspolitik aussähe und was eine vertretbare Obergrenze für Flüchtlinge wäre. Außerdem: Subventionen für Elektroautos sind gefährlich und Ökonomen besser als ihr Ruf.

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1. Das linke Moral-Monopol
(blogs.faz.net, Rainer Hank)
Liberale Ökonomen sollten auch moralisch argumentieren, fordert Rainer Hank in der FAZ. Komischerweise gelten immer die Linken als die Guten, die allen den Wohlstand bringen wollen und deswegen als bessere Menschen erscheinen. Dabei zeigt der Blick nach China das Gegenteil: Hier hat die Marktwirtschaft Millionen Menschen von der Armut befreit – und ihnen ein deutlich besseres Leben beschert. Das sollten Ökonomen ruhig häufiger hervorheben.

2. Die einzig wahre liberale Position zur Einwanderungspolitik
(wirtschaftlichefreiheit.de, Roland Vaubel)
Unter Liberalen gibt es zu Flüchtlingskrise und Einwanderung unterschiedliche Meinungen. Für den Mannheimer Ökonomen Roland Vaubel wäre eine kontrollierte Einwanderung, die beste Lösung. Der marktwirtschaftliche Weg bestünde darin, Einwanderungslizenzen zu versteigern oder eine Zuwanderungsabgabe für Einwanderer zu erheben. Die Kosten, die ein Immigrant verursacht, seien jedoch verschieden und könnten im Einzelfall auch positiv sein. Deshalb müsse man differenzieren – zum Beispiel auf der Basis eines Punktesystems, das berufliche Qualifikation und Sprachkenntnisse berücksichtigt.

3. Die moralisch richtige Obergrenze
(zeit.de, Bernward Gesang)
Der Wirtschaftsphilosoph Berndward Gesang präsentiert die Lösung für das moralische Dilemma in der Flüchtlingskrise: Persönlich Verfolgte würden unbegrenztes Aufenthaltsrecht bekommen und zwar ohne Obergrenze – die Zahl dieser Flüchtlinge wäre ohnehin gering. Für alle anderen gibt es jedoch eine Obergrenze, denn die Aufnahmefähigkeit jedes Staates ist begrenzt. Die Flüchtlinge könnten ihre schlechteren Asylgründe jedoch dadurch ausgleichen, dass sie sich besonders gut oder schnell integrieren – und entsprechend wenig zur Last fallen.

4. Die Subventions-Falle
(sueddeutsche.de, Nikolaus Pieper)
Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million Pkws mit Elektromotor auf Deutschlands Straßen rollen. Die Bundesregierung will den Verkauf nun mit einer Kaufprämie ankurberln. Nikolaus Pieper bezweifelt die Effizienz des Vorhabens, denn noch weiß niemand, ob sich die Elektroautos tatsächlich durchsetzen werden – und auch die Industrie scheint skeptisch zu sein. Pieper plädiert für andere Hilfen, beispielsweise mehr Geld für Grundlagenforschung oder einen staatlichen Fuhrpark, in dem nur Stromer fahren.

5. Ökonomen unter Generalverdacht
(blog.tagesanzeiger.ch, Tobias Straumann)
Ökonomen haben nicht gerade den besten Ruf. Tobias Straumann nennt drei Vorurteile – und räumt mit ihnen auf. Weder stimme es, dass Ökonomen politische Entscheidungen stärker als andere Experten manipulieren würden, noch würden sie mit Allmachtsphantasien auftreten. Auch der Vorwurf, sie hätten zu einer Ökonomisierung des Lebens beigetragen, sei falsch.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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