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5 vor 10: Grenzen, Mieten, Jobchancen, Gewerkschaft, Bargeld

Heute in den Linktipps: Die wirtschaftlichen Folgen von Grenzkontrollen in Europa, schlechte Nachrichten für Vermieter und der Einfluss von Armut in der Kindheit auf künftige Berufsaussichten. Außerdem geht es um die Auswirkungen von Tarifforderungen auf den Mindestlohn und die Diskussion um die Abschaffung des Bargelds.


1. „Grenzschließungen wären eine Katastrophe“
(welt.de, Birger Nicolai)
Die Flüchtlingskrise gefährdert in Europa zunehmend das System offener Grenzen. Die Wirtschaft warnt vor Milliardenschäden, sollten Grenzkontrollen in der Europäischen Union wieder zum Alltag werden. „Die Folgen wären gar nicht auszudenken“, sagt der Chef des Logistikkonzerns Dachser, Bernhard Simon. Die Kontrollen wären für seine Branche eine Katastrophe – „und ich glaube, das könnte sich Deutschland gar nicht leisten“.

2. Der neue Mietspiegel verzerrt die Mieten
(faz.net, Michael Psotta)
Justizminister Heiko Maas plant einen tiefgreifenden Eingriff in den Mietspiegel. Die Vergleichsmieten sollen demnach künfigt aus Basis der Mieten in den vergangenen zehn Jahren statt wie bisher in den vergangenen vier Jahren berechnet werden. Das hat zur Folge, dass in vielen Fällen gar keine Mietsteigerungen mehr möglich sind. Auch der Immobilienwert geht durch das Vorhaben spürbar nach unten.

3. Wie sich Armut in der Kinderheit auf die Jobchancen auswirkt
(qz.com, Kate Groetzinger, englisch)
Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als Männer. Es gibt aber auch Situationen, in denen Männer am Arbeitsmarkt deutlich schlechter abschneiden. Eine neue Studie zeigt: Wenn Kinder in Armut aufwachsen hat das für die künftige Karriere von Jungs deutlich mehr negative Auswirkungen als für Mädchen. Sie haben als Erwachsene überdurchschnittlich schlechte Chancen, einen Job zu finden.

4. Lohnpolitik ohne Bremspedal
(faz.net, Dietrich Creutzburg)
Die IG Metall geht wie immer forsch voran – diesmal fordert sie eine Lohnerhöhung von bis zu 5 Prozent. Neu ist: Sie treibt jetzt auch den Mindestlohn hoch – und das könne schnell schädliche Folgen haben, warnt Dietrich Creutzburg.

5. Bargeld kann man nicht überwachen
(spiegel.de, Sascha Lobo)
In der Bundesregierung ist eine Beschränkung von Bargeldzahlungen auf maximal 5.000 Euro im Gespräch. Die Nachricht sorgt für Verunsicherung: Beobachter sehen einen möglichen ersten Schritt zur kompletten Abschaffung des Bargelds. Kolumnist Sascha Lobo warnt vor dieser Entwicklung: „Das Ziel der Abschaffung des Bargelds ist die tausendste Variante der Überzeugung, dass man alle Menschen engmaschig und automatisiert kontrollieren müsse, um Sicherheit gewährleisten zu können.“

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