Als erstes im Bankgeschäft lernt man den Respekt vor der Null. Carl Fürstenberg, 1850-1933, deutscher Bankier

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5 vor 10: Schulden, Öl, Buchhandel, Silicon Valley, Handys

Heute in den Linktipps: Europa benötigt effizienzsteigernde Inivestitionen, ein paar Worte reichen aus, um den Ölpreis einbrechen zu lassen und in China kauft man man keine Bücher, sondern Wörter. Außerdem: Das Silicon Valley wird zu teuer und das stinknormale Handy lebt weiter.

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1. Investitionen benötigt
(zeit.de, Dieter Wermuth)
Der Ökonom und Blogger Dieter Wermuth zieht eine vernichtende Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum. Die Output-Lücke bleibe groß, Wachstum entstehe nur, weil mehr gearbeitet werde, aber nicht effizienter. Sein Fazit: Irgendjemand müsse wieder Schulden machen und investieren – wenn es die Privaten nicht wollen, bleibt nur der Staat.

2. Wenn ein paar Worte für den Crash reichen
(handelsblatt.com, Thomas Jahn)
Der saudische Ölminister Ali Al-Naimi äußert sich nur selten. Jetzt hat er es getan – und die Märkte geschockt. Sein Land fördere mit voller Kapazität. Zu einem möglichen Stopp der Erweiterung der Fördermenge, äußerte er sich nur vage. Der Iran hält eine Förderkürzung dagegen für einen „Witz“. Es dauerte nicht lange und der Ölpreis rutschte ab und zog Energiewerte in den Keller.

3. Warum das ganze Buch kaufen, wenn man einzelne Wörter haben kann
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen, englisch)
Chinas größter Online-Buchhändler, die Yuewen Group, lässt ihre Kunden nicht per Buch bezahlen, sondern pro 1.000 Wörter. Das verändert auch das Geschäftsmodell chinesischer Autoren: Sie lassen ihre Geschichten niemals enden und schreiben ihre Storys einfach immer weiter. Die Handlungen nehmen deswegen oft bizarre Wendungen.

4. Das Silicon Valley kann sich das Silicon Valley nicht mehr leisten
(manager-magazin.de, Mirjam Hecking)
Die Löhne und Mieten im Silicon Valley steigen immer schneller. Nachdem sich ein Millionär über Obdachlose beschwerte und eine Angestellte klagte, sie könne sich kein Essen mehr leisten, ist nun eine Debatte über die Lebenshaltungskosten in der Gegend um San Francisco entbrannt. Immer mehr Unternehmen dürften Geschäftsbereiche schon bald ins billigere Arizona auslagern.

5. Das normale Handy stirbt nicht aus
(ft.com, Daniel Thomas, englisch)
Viele Kunden wollen sich nicht mehr von ihrem Smartphone ablenken lassen – und greifen wieder zu den ganz normalen, alten Handys. Dem Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics werden jedes Jahr noch immer 44 Millionen Geräte verkauft. Auch in Afrika sind normale Handys weiterhin beliebt, weil sie längere Akkulaufzeiten haben.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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