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5 vor 10: Panama, Island, Offshore-Geschäfte, Elektroautos, Rente

Die Enthüllungen aus Panama sind auch heute Thema in den Linktipps: Es geht um die Frage, ob man Briefkastenfirmen verbieten sollte, ob Politiker ihr Geld verstecken dürfen und welche legitimen Interessen hinter den Offshore-Geschäften stehen können. Außerdem gibt es Kritik an der geplanten Förderung von Elektroautos und Warnungen vor der Gefahr explodierender Ausgaben für die Rente.


1. Sollte man Briefkastenfirmen verbieten?
(zeit.de, Lisa Caspari, Philip Faigle und Katharina Schuler)
Die sogenannten Panama Papers enthüllen, wie viele Politiker und Prominente Briefkastenfirmen nutzen. Ansich sind die Offshore-Geschäfte nicht illegal, trotzdem ist die Empörung groß. Der Verdacht, dass in den Steueroasen etwas Unerlaubtes oder Unmoralisches abläuft, schwingt in den Berichten immer mit. Die Politik fordert nun mehr Transparenz. Finanzwissenschaftler glauben aber, dass die Pläne nur schwer umsetzbar sind.

2. Politiker sollten ihr Geld zuhause lassen
(bloombergview.com, Leonid Bershidsky)
Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass Islands Regierungschef eine Offshore-Firma auf den britischen Jungferninseln unterhielt, protestierten Tausende Isländer vor dem Parlament. Nun erklärte Sigmundur Davíð Gunnlaugsson seinen Rücktritt. Die strengen Maßstäbe für Politiker hält Leonid Bershidsky für gerechtfertigt. Privatleute hätten ein Recht, ihr Vermögen im Ausland zu verstecken. Für Politiker gelte dies aber nicht.

3. Deshalb brauchen wir Briefkastenfirmen
(focus.de, Martina Fietz)
Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki teilt die Aufregung um die Enthüllungen aus Panama nicht. Dass es in dem Land hunderttausende Briefkastenfirmen gebe sei bekannt  – und auch nicht verwerflich. Hinter der Gründung könnten seiner Meinung nach viele vollkommen legitime Interessen stehen. „Die aktuelle Skandalisierung ist absolut heuchlerisch“, kommentiert Kubicki.

4. Warum staatliche Kaufprämien für Elektroautos abzulehnen sind
(wirtschaftlichefreiheit.de, Markus Fredebeul-Krein)
Eine Million Elektroautos sollten nach dem Willen der Bundesregierung bis 2020 auf den deutschen Straßen fahren. Im vergangenen Jahr wurden jedoch lediglich etwas mehr als 10.000 zugelassen. Um sich der Zielvorgabe zumindest anzunähern, will die große Koalition nun den Kauf von Elektroautos mit 5.000 Euro fördern. Markus Fredebeul-Krein hält das für kontraproduktiv: Der Wettbewerb um den Antrieb der Zukunft werde damit verzerrt.

5. OECD für späteren Rentenbeginn
(wiwo.de)
DIe Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht erhebliche Schwächen im deutschen Rentensystem. „Es gibt wenig Grund zur Selbstzufriedenheit“, sagt OECD-Generalsekretär Angel Gurria. Er spricht sich dafür aus, das Renteneintrittsalter weiter anzuheben. Ansonsten drohen die Ausgaben für die Rente regelrecht zu explodieren.

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