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5 vor 10: Arbeitsmarkt, Vermögen, Venezuela, Euro, Öl

Heute in den Linktipps: Warum ein Ende der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt droht, weshalb die Deutschen reicher sind als gedacht und wie Venezuela trotz massiver Wirtschaftskrise weiter seine Schulden bedient. Außerdem geht es um einen möglichen Euro-Austritt der Finnen und Saudi-Arabiens Strategie mit dem billigen Öl.


1. Das deutsche Job-Wunder legt eine Pause ein
(welt.de, Dorothea Siems)
Die Arbeitslosenquote in Deutschland liegt mit 4,3 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten. Die Ökonomen der Organisation attestieren der Bundesrepublik einen vorbildlichen Zustand am Arbeitsmarkt. Die Entwicklung steht jedoch vor einer Trendwende: „In den nächsten Monaten wird eine große Zahl von Flüchtlingen auf den Arbeitsmarkt kommen – die meisten von ihnen aber werden zunächst ohne Job sein“, schreibt Dorothea Siems.

2. Rentenansprüche verdoppeln das Vermögen der Deutschen
(faz.net, Johannes Pennekamp)
Eine Studie der EZB hatte vor drei Jahren festgestellt, dass die Deutschen über das geringste Median-Vermögen im gesamten Euroraum verfügen. In der Debatte über die Vermögensverteilung macht nun eine neue Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung von sich reden. Ihr Kernaussage: Das Vermögen in Deutschland ist eigentlich viel höher – wenn man die Rentenansprüche der Bürger miteinberechnet.

3. Warum Venezuela nicht die Staatspleite erklärt
(bloomberg.com, Sebastian Boyd, englisch)
Venezuela steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Landeswährung hat einen Großteil ihres Wertes verloren, die Bevölkerung leidet unter der Knappheit von Lebensmitteln. Die medizinische Versorgung droht komplett zusammenzubrechen. Trotz dieser Notlage überweist die Regierung in Caracas pflichtschuldig weiterhin jeden Cent, den sie Kreditgebern schuldet. Warum macht sie das und erklärt nicht stattdessen die Staatspleite? Ein Grund hat etwas mit der Hoffnung auf einen steigenden Ölpreis zu tun.

4. Hans-Werner Sinn warnt vor Austritt Finnlands
(wiwo.de, Bert Losse)
In Finnland ist die Konjunktur zum Erliegen gekommen. Durch ein Lohnmoratorium versuchen die Tarifpartner, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft wieder zu erhöhen. Eine Währungsabwertung kommt für das Land aufgrund der Euro-Mitgliedschaft nicht in Frage. Laut dem früheren Chef des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, sehen viele Finnen in dem Euro-Austritt eine attraktive Option.

5. Saudi-Arabien hat Milliarden verbrannt – mit Erfolg
(sueddeutsche.de, Paul-Anton Krüger)
Den niedrigen Ölpreis bekommt kein Land so deutlich in der Staatskasse zu spüren wie Saudi-Arabien. Der Ölstaat hat lange Zeit gut verdient an dem Geschäft mit dem fossilen Brennstoff. Nun muss das Land mit einem Bruchteil der Einnahmen auskommen. Doch schon bald könnten die Saudis wieder als Gewinner hervorgehen: Ihnen gelingt es offenbar, die Wettbewerber aus dem Markt zu drängen.

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