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5 vor 10: Schuldenkrise, Flüchtlinge, Unternehmertum, Mieten, Merkel

Heute geht es in den Linktipps um die Grenzen des "Whatever it takes", die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU und den Mietspiegel. Außerdem: wieso einige Merkel-Gegner durch Nichtstun putschen könnten und warum auch Arbeitnehmer auf eine Art Entrepreneure sein sollten.


1. Die Grenzen des „Whatever it takes“
(voxeu.org, Stefano Ugolini, englisch)
Mit dieser Aussage wollte Mario Draghi die Investoren in der Schuldenkrise im Jahr 2012 beruhigen: Er werde für den Euro tun, „was immer nötig ist“. Was ist an diesem Versprechen dran – und wo liegen seine Grenzen? Dieser Frage ist Stefano Ugolini, Assistenzprofessor an der Universität von Toulouse, auf Voxeu nachgegangen. Dafür hat er sich angesehen, wie sich die Bank of England gegen Ende des Goldstandards positioniert hat.

2. Flüchtlinge in Europa
(wirtschaftlichefreiheit.de, Norbert Berthold)
Die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der Europäischen Union erfolge nicht gerecht, schreibt Norbert Berthold, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Wie kann das aktuelle Modell verbessert werden? Können Strafzahlungen an die verweigernden Staaten helfen?

3. Unternehmertum für Jedermann
(fee.org, Dan Sanchez, englisch)
Dass man seine eigene Arbeitskraft am Markt verkaufen müsse, mache jeden zum Unternehmer: Man verkaufe ein Produkt und investiere in die Verbesserung, in dem man Geld und Zeit in Aus- und Weiterbildung stecke. Statt immer nur die anfallende Arbeit in Drohnen-Manier vom Tisch zu schaufeln, solle man sich bei jeder Aufgabe überlegen, wie man diese für die Weiterentwicklung des eigenen Produktes nutzen könne, argumentiert Dan Sanchez im Blog der Foundation for Economic Education.

4. Immer Ärger mit dem Mietspiegel
(faz.net, Nadine Oberhuber)
Der Mietspiegel soll Mieter vor überhöhten Preisen schützen und anzeigen, ab wann die Mietpreisbremse greift. Doch an der Aussagekraft der Daten gibt es Zweifel: Wieso gibt es zum Beispiel so eine große Diskrepanz zwischen dem Mietspiegel und den in Wohnungsvermittlungsportalen aufgerufenen Quadratmeterpreisen? Wer hat recht? Nadine Oberhuber geht der Frage nach.

5. Der Putsch gegen Merkel kommt auf leisen Sohlen
(welt.de, Henryk M. Broder)
Längst gebe es Kräfte, auch in der EU und innerhalb der CDU, die sich wünschten, dass Merkel gehe – nur greife keiner ein, kommentiert Henryk M. Broder: „Der moderne Putschist interveniert nicht, er lässt die Dinge laufen, im Vertrauen auf deren selbstzerstörerische Kräfte.“

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