Geld fällt nicht vom Himmel. Man muss es sich hier auf Erden verdienen. Margaret Thatcher, *1925, ehem. Premierministerin von Großbritannien

- Linktipps

5 vor 10: Flüchtlinge, Lithium, Zuckerberg, Geisterhäfen und Gefühle

Heute in den Linktipps: Was kosten die Flüchtlinge Deutschland jetzt eigentlich, warum wird Lithium immer teurer und können Zuckerbergs Milliarden die Welt gesund machen? Außerdem: Geisterhäfen werden mit Millionen subventioniert und die EU postfaktisch.

(mehr …)


1. Die Haushalte schaffen das
(zeit.de, Philip Ziegler)
Bund, Länder und Kommunen werden 2016 rund 20 Milliarden Euro für Flüchtlinge ausgeben. Angesichts hoher Einnahmen ist die Mehrbelastung verkraftbar. Dennoch bleibt schwer abzusehen, was die Integration langfristig kosten wird.

2. Lithium – ein Rausch in weiß
(manager-magazin.de, Nils-Viktor Sorge)
Die Welt giert nach Lithium. Der Grund: Der Rohstoff ist unverzichtbar für Batterien und könnte damit enorm wichtig für die Elektromobilität werden. Die steigende Nachfrage macht sich bereits bemerkbar: Der Preis für eine Tonne reinen, weißen Lithiumhydroxids ist laut dem Branchendienst Benchmark Mineral Intelligence binnen zwei Jahren von etwa 7.000 auf knapp 20.000 Dollar gestiegen.

3. Zuckerbergs Krankheits-Utopie
(faz.net, Klaus Max Smolka)
Seine Tochter soll noch erleben, dass alle Krankheiten heilbar sind, sagt Mark Zuckerberg. Dafür wollen seine Frau und er drei Milliarden US-Dollar spenden. Das wird allerdings kaum reichen: Derzeit rechnet man in der Pharmabranche für die Entwicklung eines neuen Medikaments mit Kosten in Höhe von rund einer Milliarde Euro.

4. Finanzspritzen für Geisterhäfen
(handelsblatt.com, Ruth Berschens)
Der EU-Rechnungshof hat die irrsinnigen Projekte schon einmal kritisiert – geändert hat sich nichts: Die EU-Kommission fördert weiterhin Geisterhäfen, beispielsweise in Italien. „97 Millionen Euro wurden in Infrastrukturen investiert, die in den vergangenen drei Jahren kaum ausgelastet waren oder gar nicht benutzt werden“, heißt es in einem neuen Bericht der Rechnungsprüfer. Teilweise floss das Geld in Häfen, an denen noch nie ein Schiff angelegt hat.

5. Postfaktische Zeiten als kollektive Selbsthypnose
(wiwo.de, Miriam Meckel)
Der US-Wahlkampf sei ein Beispiel für die neue „postfaktische“ Politik, in der Gefühle wichtiger sind als die Realität, heißt es oft. Doch man muss nicht über den Atlantik schauen, um postfaktische Debatten zu erleben. Auch die Diskussionen über die Krise der EU werden eher von Gefühlen als tiefen Analysen bestimmt, schreibt WiWo-Chefredakteurin Miriam Meckel.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen Ökonomen-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter, und abonnieren Sie unseren Whats-App-Nachrichtenkanal, RSS-Feed oder unseren Newsletter.

  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge