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5 vor 10: Investitionen, Demografie, Einstein, CETA, Milliardäre

Heute in den Linktipps: Warum die Bundesregierung mehr Geld für Investitionen ausgeben sollte, welche Staaten sich am besten für den demografischen Wandel wappnen und wie Albert Einstein immer noch Millionen verdient. Außerdem: Wie geht es weiter mit dem Handelsabkommen CETA und warum haben Milliardäre plötzlich weniger Geld?


1. Wieso Deutschland seinen fiskalischen Spielraum nutzen sollte
(makronom.de, Marcel Frazscher)
Die gute konjunkturelle Lage bringt der Bundesregierung sprudelnde Steuereinnahmen. Dennoch gibt Deutschland nach Meinung von Ökonomen zu wenig für Investitionen aus. Ihren fiskalischen Spielraum habe die große Koalition stattdessen für wenig sinnvolle Wahlgeschenke genutzt wie etwa die Rentenreform, die zehn Milliarden Euro pro Jahr kostet, kritisiert Marcel Frazscher. Er fordert ein Umdenken in der Finanzpolitik.

2. Welche Länder den demografischen Wandel am besten meistern
(blogs.worldbank.org, Johannes Koettl, englisch)
Es ist eine ausgesprochen gute Nachricht: Menschen werden immer älter, vor allem in Europa gibt es bereits eine große Gruppe von Senioren. Die bereits weit fortgeschrittene Alterung der Gesellschaft bedeutet aber auch, dass vielen Ländern nicht mehr viel Zeit bleibt, sich auf den demografischen Wandel einzustellen. Ein Vergleich der Weltbank zeigt, wie gut einzelne Volkswirtschaften positioniert sind. Reiche Länder wie Deutschland kommen dabei vergleichsweise gut weg.

3. Wie Albert Einstein jedes Jahr Millionen verdient
(faz.net)
Auch Tote können Großverdiener sein, zeigt das Beispiel Albert Einstein – der Erfinder der Relativitätstheorie erwirtschaftet pro Jahr 11,5 Millionen Dollar. Der Grund: Sein Name konnte in den Vereinigten Staaten als Marke eingetragen werden. Wer mit Einstein werben will, muss seither dafür zahlen. Die Gelder kommen offenbar einem guten Zweck zugute: der Hochschulbildung in Israel.

4. Die Richter sollen das mal genauer prüfen
(zeit.de, Zacharias Zacharakis)
Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada kann weiter vorangetrieben werden. Das Verfassungsgericht wies Eilanträge zum Stopp von CETA zurück. „Damit ist aber nicht gesagt, dass die Richter das Abkommen für verfassungsrechtlich unbedenklich halten“, kommentiert Zacharias Zacharakis. „Im Gegenteil: Sie haben mehrere Punkte benannt, die sie jetzt schon kritisch sehen.“

5. Der Milliardär hat’s schwer
(handelsblatt.com, Ozan Demircan)
Die oft zitierte Schere zwischen Arm und Reich wird nicht größer. Im Gegenteil: Sie geht zurück – zumindest wenn man das Vermögen der Milliardäre als Maßstab nimmt. Ihr Reichtum ist nämlich zuletzt spürbar gesunken – im Schnitt besitzt jeder Milliardär 300 Millionen Dollar weniger als vor einem Jahr. Grund dafür sind vor allem die Turbulenzen an den Finanz- und Rohstoffmärkten.

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