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5 vor 10: Ölpreis, Afrika, Immobilienmärkte, Kriminalität, Ungleichheit

Heute geht es in den Linktipps um den niedrigen Ölpreis, Wirtschaftsförderung in Afrika und einen Gesetzesentwurf gegen überhitzte Immobilienmärkte. Zudem betrachten wir den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Kriminalität sowie die wachsende Ungleichheit zwischen einzelnen Regionen Europas.


1. Auf dem Höhepunkt
(tagesanzeiger.ch, Jann Willmroth)
Öl werde immer teurer, weil die Ressource so knapp sei – diese Prognose klang für viele Marktbeobachter plausibel. Dass der Preis für ein Fass 2014 dann auf rund 50 Dollar fiel, offenbarte: Öl ist nicht knapp. Mittelfristig gebe es sogar zu viel, kommentiert Jann Willmroth im Tagesanzeiger.

2. „Afrika kann sich nur selbst retten“
(zeit.de, Mark Schieritz)
Wer für weniger Flüchtlinge sorgen möchte, sollte die Fluchtursachen bekämpfen, sagt Paul Collier, Professor für Ökonomie und Direktor des Zentrums für afrikanische Ökonomien an der Blavatnik School of Government der Universität Oxford, im Interview mit Mark Schieritz. Nicht Hilfsorganisationen bräuchte es demnach in Afrika, sondern Unternehmen. Um diese auf den Kontinent zu locken, müsse etwa in die Energieversorgung investiert werden.

3. Arbeitslos und kriminell
(voxeu.org, Patrick Bennett und Amine Ouazad)
Wird, wer seinen Job verliert, häufiger kriminell? Dieser Frage sind die Ökonomen Patrick Bennett und Amine Ouazad nachgegangen. Sie haben dafür Daten von dänischen Männern zwischen 1985 und 2000 ausgewertet. Ergebnis: Gerade bei jenen Männern, die nach dem Jobverlust besonders wenig Geld haben, steigt die Zahl der Eigentumsdelikte.

4. Überhitzte Märkte – Zauberformel gegen den Immobiliencrash
(neuewirtschaftswunder.de, Thomas Fricke)
Um die Exzesse am Immobilienmarkt zu stoppen, hat das Bundesfinanzministerium in der vergangenen Woche ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass die Kreditkonditionen verschärfen soll, wenn die Banken mehr Kredite vergeben. Das könne den menschlichen Herdentrieb und die Eigendynamik der Märkte bremsen, schreibt Thomas Fricke. Hat der Entwurf das Potenzial Krisen zu verhindern?

5. Ungleiches Europa
(economist.com, englisch)
Die Schere zwischen armen und reichen Regionen in Europa werde immer größer, schreibt der Economist. In der Slowakei etwa liegt das Durchschnittseinkommen in der ärmsten Region des Landes um 28 Prozent unter jenem der reichsten Region. Das Abwandern der Industrie und die Austerität werden als Hauptgründe ausgemacht.

 

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