Staatsbürgerliche Freiheit ist solange eine Illusion, als sie nicht auch auf die wirtschaftlichen Grundfreiheiten der Freizügigkeit von Kapital und Arbeit, des Rechtes auf Privateigentum und auf Sicherung ehrlichen Gewinnes gegründet ist. Alfred Müller-Armack, 1901 - 1978, deutscher Nationalökonom, Kultursoziologe

3 Linktipps

5 vor 10: Globalisierung, Brennstoffe, Volkswirtschaft, Russland, Bildung

Heute in den Linktipps: Das Globalisierungsplädoyer von Barack Obama und Angela Merkel, Donald Trumps fragwürdige Energiepolitik und der Frauenmangel in der Volkswirtschaftslehre. Außerdem geht es um Russlands Vetternwirtschaft und die Frage wie sich Bildung im digitalen Zeitalter ändern muss. (mehr …)


1. Globalisierung. Gemeinsam. Gestalten.
(wiwo.de, Gregor Peter Schmitz)
Anderthalb Wochen nach dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump in den USA veröffentlicht der scheidende Präsident Barack Obama zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel ein Plädoyer für eine offene Marktwirtschaft. „Eine Rückkehr in eine Welt vor der Globalisierung wird es nicht geben“, heißt es in dem Text, den die Wirtschaftswoche veröffentlicht. „Deutsche und Amerikaner müssen die Möglichkeit ergreifen, die Globalisierung nach unseren Werten und Vorstellungen zu gestalten. Wir sind unseren Unternehmen und unseren Bürgern – ja der gesamten Weltgemeinschaft – verpflichtet, unsere Zusammenarbeit zu verbreitern und zu vertiefen.“

2. Trump setzt auf das falsche Pferd
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
Niemand erwartet von Donald Trump, dass er sich als amerikanischer Präsident in großem Maße für den Umweltschutz stark machen wird. Im Wahlkampf kündigte er bereits an, die Förderung von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas forcieren zu wollen. Dieter Wermuth hält das auch aus ökonomischer Sicht für die falsche Entscheidung: „Wenn er es ernst damit meinen sollte, wird er auf extreme Weise volkswirtschaftliche Ressourcen fehlleiten und verschwenden.“

3. Die Volkswirtschaft muss bunter werden
(timharford.com, Tim Harford, englisch)
Janet Yellen als amerikanische Notenbankchefin und Christine Lagarde als Präsidentin des Internationalen Währungsfonds sind die Ausnahmen von der Regel: Die Spitze der ökonomischen Berufe ist meist mit Männern besetzt: Weder in den USA noch in Deutschland war jemals eine Frau Finanzministerin, auch Ökonomie-Nobelpreise gehen fast ausnahmslos an Männer. Die Dominanz der weißen Männer schadet der Disziplin: Das Blickfeld der Ökonomie ist dadurch eingeengt, findet Tim Harford.

4. Willkür und Korruption
(faz.net, Benjamin Triebe)
Die Verhaftung eines angeblich korrupten Ministers in Russland ist aus Sicht von Korrespondent Benjamin Triebe nur auf den ersten Blick ein Schlag gegen die Vetternwirtschaft. Das eigentliche Problem sei, dass in Russlands Elite nicht gegen alle Sünder ermittelt wird, sondern oft nur gegen jene, die einer Kreml-Fraktion nicht mehr genehm seien. „Manchmal reicht den Behörden auch ein konstruierter Anlass. Den Ermittlern und Gerichten ist nicht zu trauen“, schreibt Triebe. „Willkür ist die wahre Bedrohung für Russlands Investitionsklima.“

5. Diplom und Magister kommen aus der digitalen Steinzeit
(welt.de, Inga Michler)
Der digitale Wandel ändert unser Verhältnis zu Bildung und Wissen grundlegend. Das Sammeln von Zertifikaten und Zeugnissen reicht längst nicht mehr aus, um die Karrierechancen zu beflügeln. Der Bundesverband der deutschen Industrie fordert in einer neuen Studie, dass Bildung flexibler werden müsse. Auch informell erworbenes Wissen soll künftig mehr Anerkennung erhalten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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